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Schnitte richtig anzeichnen - wie macht Ihr das?

12.01.2016, 09:07
Ein Hallo aus München,
ich habe eine Grundsatzfrage an Euch: Wie zeichnet Ihr einen Schnitt an, also z.B. zum Ablängen eines Brettes? Soll der Strich "weggesägt" werden, ober bleibt er entweder am Abfallstück oder am Werkstück stehen? Wie macht Ihr das?
Ich bemerke beim Heimwerken, dass ich hier keine Regel für mich habe und so immer wieder in die Falle tappe, dass ich entweder um eine Sägeblattbreite zu kurz oder zu lang absäge.
Haltet Ihr Euch an eine feste Regel, gibt es ein "best practice" oder macht Ihr das frei nach ********? Ich freue mich über jede Anregung von Euch!
Danke im Voraus, 1of9.
 
anzeichnen, Schnitt anzeichnen, Schnitt
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28 Antworten
Ich lasse den Strich in der Regel stehen, dann sehe ich, ob ich gerade gesägt habe.
Ist auch dann sinnvoll, wenn man ein Brett/einen Winkel auflegt und entlang zeichnet, ist man eigentlichnen halben Millimeter entfernt. Also dort sägen.

Wenn ich mit Zollstock messe, lege ich immer nen halben Millimeter zu. So säge ich immer gleich.

Ich verstehe Dich gut, denn je nachdem auf welcher Seite man sägt, kann es schon sein, dass man verwechselt. Deshalb mache uch beim Anzeichnen einen kleinen Querstrich oder Pfeil in Richtung des Sägeblattes, also an der Seite an der ich sägen werde. Also auf dem Schnitt.

Das breite Stück liegt möglichst immer an der Anschlagseite. Außer es ist zu groß. Und dann muss ich denken, deshalb der kleine Strich oder Pfeil.

 

Also bei mir bleibt der Strich auch immer stehen.

Wenn ich 32,5 schneiden muss mach ich genau da die Markierung und schneide dann quasi so das genau der strich steht. Gelingt nicht immer zu 100% aber was ist schon 1mm bei Holz.

 

Zum Ablängen eines Brettes benutze ich i.d.R. meine Handkreissäge mit einer Führungsschiene (meine Tischkreissäge habe ich meinem Sohn geschenkt).

Die Führungsschiene lege ich dann exakt an der gezogenen Linie an und länge dann das Brett ab. Ich habe mir also angewöhnt so anzuzeichnen, dass der Strich noch am Brett noch sichtbar bleibt (und ich habe die b.löde Rechnerei mit der Sägeblattdicke nicht)...

 

Der Sägeschnitt ist immer auf der Abfallseite des Werkstücks.

Zur Vorsicht kann man nach dem Anzeichnen die Abfallseite mit einer Wellenlinie Kennzeichnen damit man nicht ausversehen doch falsch schneidet.

Ob etwas von dem Strich stehen bleibt oder nicht hängt nicht zuletzt davon ab was man mit dem Werkstück vor hat. Optimal wird so geschnitten das es gleich perfekt passt und keine weitere Nacharbeit erforderlich ist.

Best Practice wäre allerdings die Schnittlinie mittels Markiermesser anzubringen da dies genauer ist als ein Bleistift.

 

Na das sind ja schon mal hilfreiche Tipps, danke. Das mit dem Querstrich in Richtung Sägeblatt ist ein guter Ansatz. Denn je nachdem, ob der Anschlag am Abfallstück oder am Werkstück ist hat man so den Überblick.Ich säge meistens mit der TKS oder Kappsäge und da ist das Brett nun mal rechtsrum oder linksrum, so dass man gerne mal falsch schneidet. Oft habe ich genau den Schnitt gesägt und mich dann gewundert, dass eine Sägeblattdicke vom Brett fehlt oder ich diesen mm zu viel habe.
Ich werde mir dann wohl eine Arbeitsweise angewöhnen, in der ich immer nach dem gleichen "Verfahren" arbeite, so dass ich mit der Zeit und der Erfahrung immer präziser werde. An den Werkzeugen liegt es jedenfalls nicht :-).

 

@George: Ob man anschneidet, anreißt oder anzeichnet ist wohl Glaubenssache. Im www findet man unterschiedlichste Ansichten. Ein Tischler sagt immer was anderes, als ein Zimmermann.....

 

Zitat von firstofnine
@George: Ob man anschneidet, anreißt oder anzeichnet ist wohl Glaubenssache. Im www findet man unterschiedlichste Ansichten. Ein Tischler sagt immer was anderes, als ein Zimmermann.....
Es ist keine Glaubensfrage. Es ist eine Frage der Genauigkeit. Der Zimmermann muss oftmals nicht so genau arbeiten wie der Tischler der ein hochwertiges Möbel herstellt.

Am Ende entscheidet aber jeder für sich was für ihn am besten ist. Mit der Zeit wirst du das für dich beste herausfinden und die Arbeiten werden immer besser ausfallen.

 

Woody  
Mal so, mal so. Allerdings hab ich mir auch angewöhnt, das was wegmuss (Abfall) mit einem Kreuz zu kennzeichnen. Wie oft hab ich schon das verkehrte Stück säuberlich ausgesägt

 

Es kommt bei mir darauf an, wie genau der Schnitt sein soll.

Wenn ich nur ein Brett "irgendwie" ablängen muss, damit es auf den Anhänger/um die Ecke/ins Regal passt, dann schneide ich, wo es mir grad passt, aber so lang wie möglich.

Wenn der Schnitt möglichst genau sein soll, "zeichne" ich den Schnitt mit einem Messer (Skalpell) an. Das ist genauer als mit einem Bleistift und sorgt dafür, daß die Holzfasern an der Stelle getrennt werden. Gleiches übrigens, wenn ich mit einem Stechbeitel arbeite. In dem Fall "rastet" der Stechbeitel schon fast von alleine an der Stelle ein.

Ansonsten schneide ich gern das Material etwas länger ("Strich stehen lassen") und arbeite mich dann an das exakte Maß ran. Ist zwar aufwändiger, aber so erreiche ich zumindest eine sehr gute Passgenauigkeit.

 

Ich messe mir das Maß von Kante Sägeblatt inkl Hartmetallblättchen zur Außenkante der Sage und platziere mir dort einen Anschlag. Somit hab ich ein genaues Maß und der Strich wird im besten falle halbiert.

 

@Holzbeinschnitzer: Den Strich kannst Du aber nur mit einer sehr feinen Säge halbieren oder Du zeichnest (zumindest bei einer TKS) mit einem Edding an. So eine TKS nimmt doch gut und gerne 1mm vom Material weg.

 

@1of9:
Ich Zeichne mit nem sehr feinem Druckbleistift an, da bleibt eh nix stehen XD
Um aber so genau wi möglich zu sägen, nehme ich eban das oben genanne Maß.
Beispiel.
Ich brauch ein Brett von 500mm länge. Dann messe ich mir den Abstand von den Sägezähnen zum Auflageplatten ende. Z.B 139mm. Der Anschlag wird dann bei 361mm fixiert. Jetzt kommt deim mm ins Spiel. Wenn ich direkt auf das Sägeblatt messe, komme ich bsp auf 140mm. Also 1mm mehr. Ich möchte es aber genau haben. Somit bleibt meistens auch kein Strich wirklich stehen.

 

Maggy  
Ich zeichne mit Bleistift an, gebe aber die Dicke meines Sägeblattes dazu. Dann versuche ich den Strich mittig zu bekommen. Da ich fast immer mit Parallelanschlag säge funktioniert das gut.

 

Ein feiner Strich mit Druckbleistift oder Anreißmesser exakt an der Stelle, an der getrennt werden soll. Dann Parallelanschlag der TKS so ausrichten, dass die Linie mit der entsprechenden Außenkante der Sägezähne übereinstimmt. Das passt dann sehr genau, ohne große Rechnerei und unabhängig von der Stärke des Sägeblatts.

 

Woody  
So mache ich es dann auch beim Sägen selbst Alex.
Feine Striche mach ich aber nicht, weil die seh ich nicht mehr gscheit, Bleistift Stärke 2 verwende ich.

 

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