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Schleifen und Öl-Behandlung einer Eichen-Tischplatte

19.03.2014, 14:27
Geändert von kraemerk (26.03.2014 um 14:29 Uhr)
Ich habe mir eine Eichenholz-Tischplatte im Baumarkt gekauft um daraus einen (Ess-)Tisch mit Sondermaß zu machen. Es handelt sich um "Raucheiche, geölt". Die Platte ist aus kleinen Holzstücken verleimt worden, es gibt also keine durchgehende Maserung.
Die Platte ist zerkratzt, ich hatte sie deshalb billiger bekommen, und sie soll von mir geschliffen und dann erneut geölt werden. Als Öl werde ich Hartwachsöl von Osmo verwenden, für die letzte Schicht Top-Oil von Osmo.

Es gab in diesen Forum schon Threads zum Thema und ich habe diverse Beiträge/Videos zur Ölbehandlung gefunden, aber es bleiben für mich noch Fragen offen:

1) Der letzte Schliff soll ins nasse Öl hinein erfolgen. Wie verträgt das die Schleifplatte und der Klettbelag des Excenterschleifers?

2) Welches Schleifpapier soll für den Nasschliff verwendet werden: Papier/Korund oder Silicarbid-Papier?

3) Für die ersten Schleifgänge plane ich den Excenter-Schleifer zu nehmen (PEX 400 AE oder GEX 125 AC). Ich frage mich, ob für den letzten Schliff nicht der Schwingschleifer (PSS 300 AE) besser ist.

4) Der GEX arbeitet mit 5mm Auslenkung, der PEX mit 2,5 mm. Mit dem GEX erwarte ich eine höhere Abtragsleistung, mit dem PEX das feinere Schleifergebnis.

5) Die Tischplatte ist 4 cm dick. Ich habe vor, die Unterseite nicht zu bearbeiten. Ist zu befürchten, dass sich die Platte dann wölbt?

6) Bei allerersten Schleifgang muss ich vermutlich mehr als 1 mm Material abtragen, damit die groben Kratzer verschwinden. Damit dies schnell geht, überlege ich meinen 1300 W 125er Winkelschleifer, eine weiche (Klett-)Schleifplatte und ein Papier mit 60er Körnung zu verwenden, Drehzahl ca. 3000 U/min. Hat jemand damit Erfahrung? Einen Bandschleifer hätte ich auch noch, aber keinen Schleifrahmen dazu.....

Ich überlege nach Abschluss der Arbeiten im Spätsommer einen Beitrag darüber zu schreiben. Übrigens, die Kanten werde ich mit meiner GKF 600 angemessen abrunden.
 
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14 Antworten
Zitat von kraemerk
6) Bei allerersten Schleifgang muss ich vermutlich mehr als 1 mm Material abtragen, damit die groben Kratzer verschwinden. Damit dies schnell geht, überlege ich meinen 1300 W 125er Winkelschleifer, eine weiche (Klett-)Schleifplatte und ein Papier mit 60er Körnung zu verwenden, Drehzahl ca. 3000 U/min. Hat jemand damit Erfahrung? Einen Bandschleifer hätte ich auch noch, aber keinen Schleifrahmen dazu.....
Mach das bloß nicht!
Danach darfst du nämlich 3mm Lunken rausschleifen.

Entweder mit einem Bandschleifer und Schleifrahmen oder du fragst bei Tischler ob er die Platte einmal auf die Langbandschleifmaschine legt.


Hast du PEX und GEX oder willst du dir noch einen Excenterschleifer kaufen?

 

Wenn du beginnen mit 60 Körnung bis 320 Körnung schleifst müsste es gehen.
Also 60, 80 120 180 240 320 Körnung. Dann ölen einschleifen des Öl mit grünen Pad letzter Auftrag einschleifen mit weißen Pad.
Gustav

 

Teste auf der Unterseite einmal wie tief die Räucherung geht.
Ich hatte mal etwas experimentiert und Eiche selbst geräuchert.
Da ist der Ammoniak nicht sonderlich tief eingedrungen.
Wenn ich da so viel abgeschliffen hätte wäre das fleckig geworden.

 

Danke für die Ratschläge. Ich setzte das Projekt erst im Sommer um, werde dann meine Erfahrungen mitteilen.

 

Zwischenbericht:

@Tacklebbery:
Ich habe Schleifversuche gemacht mit GEX 125/PEX 400 und einem PWS 9-125 (kleinste Drehzahl) mit Schleifblatt 125 Körnung 80. Der PWS war ungeeignet, da zu schnell. Ich habe dann einen Winkelpolierer GOP 14 (bei 1000 U/min) genommen (125er Papier ohne Lochung, vollflächig aufgesetzt).
Ergebnis: Mit dem GOP erreiche ich etwa 10mal mehr Abtrag als mit dem GEX (aber keine Staubabsaugung). Mein Dreamteam wird also GOP mit 80er Papier zum Grobschleifen und GEX mit 120er undf feinerem Papier zum Feinschleifen sein.

@gustkraft:
Ich bin mir nicht sicher, was Du mit "grünen" und "weisem" Pad meinst.
Ist "grün" Siliciumkarbid zum Nasschleifen oder normales Papier für Holz (best for Wood)?
Ist "weis" für Farbe (best for Paint).

@hansjoachim:
Gut dass du es erwähnst, werde ich so machen!

 

dausien  
gustkraft meint sicherlich ein grünes und weißes Schleifvlies - das ist besser zum Einschleifen von Öl da es sich nicht so schnell zusetzt wie Papier.

 

Ja ich meinte Schleiffvlies sind gut zum einschleifen.

 

Also von Hand?

 

dausien  
Schleiffvlies gibt es auch für die Maschine z.B. http://www.bosch-pt.com/de/de/accocs...nterschleifer/

 

Zitat von kraemerk
Zwischenbericht:

@Tacklebbery:
Ich habe Schleifversuche gemacht mit GEX 125/PEX 400 und einem PWS 9-125 (kleinste Drehzahl) mit Schleifblatt 125 Körnung 80. Der PWS war ungeeignet, da zu schnell. Ich habe dann einen Winkelpolierer GOP 14 (bei 1000 U/min) genommen (125er Papier ohne Lochung, vollflächig aufgesetzt).
Ergebnis: Mit dem GOP erreiche ich etwa 10mal mehr Abtrag als mit dem GEX (aber keine Staubabsaugung). Mein Dreamteam wird also GOP mit 80er Papier zum Grobschleifen und GEX mit 120er undf feinerem Papier zum Feinschleifen sein.
Aua.
Aber wenns dich glücklich macht....

Zum Thema wurde bei den Blauen schon genug geschrieben.

 

Das Projekt Eichentisch habe ich jetzt abgeschlossen. Es war einfacher, als befürchtet.

1) Ich habe die Tischplatte mit 240er Schleifpapier geschliffen mit meinem Excenterschleifer GEX 125. Danach mit OSMO Hartwachs-Öl leicht eingeölt.
2) Am nächsten und übernächsten Tag habe ich nochmals geölt.

3) In einigen Tagen werde ich nochmals schelifen, diesmal mit 320er und dann zum Abschluss OSMO Top-Oil für Arbeitsplatten aufbringen.

4) Das Ölen mit Top-Oil werde ich bei Bedarf, etawa jährlich, wiederholen.

PS: Bei Bauhaus hatte ich verstellbare Tischfüsse gekauft. Diese erwiesen sich aber als unbrauchbar, da zwischen dem inneren und äusseren Rohr zuveiel Speileraum ist und der Tisch erheblich wackelt. Werde wohl andere monteiren müssen.

 

Du hast die Tischbeine aber nicht einfach unter die Platte geschraubt, oder?

 

Zitat von MoritzLange
Du hast die Tischbeine aber nicht einfach unter die Platte geschraubt, oder?
Warum nicht?
Beim Kumpel im Garten steht seit 4 Jahren so ein Tisch auf der Terasse.
Die alte Platte war nur provisorisch, da nicht für den Aussenbereich tauglich.
Die ist jetzt fertig und wird getauscht. Die Füsse werden aber weiter verwendet.

 

Das ist doch mordsmäßig instabil. Einmal ordentlich Druck von einer Seite und schon knacken die Beine i.d.R. ab. So baut man doch keinen Tisch!!

 

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