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Schiebedeckel und Gegenstück mit Zinkenform - Aber wie gemacht ?

02.01.2014, 20:53
Hallo zusammen,

ich bin Newbie im Forum (und auch im Arbeiten mit Holz).
Hab nun schon diverse kleinere Projekte (vor allem mit und für die Oberfräse) gemacht.
Das Forum besuche ich als Gast nun schon seit längerem und habe hier sehr tolle Anregungen und Ideen mir abgeholt.

Mein nächstes Projekt soll nun eine Art Schachtel mit Schiebedeckel sein. Vom Prinzip her möchte ich den Schliessmechanismus genauso machen wie bei dem Nadelkästchen. auf dem Foto.

Mir fehlt ne Idee wie ich die beiden Teile (Deckel und Schachtel) bzgl. der Nut realisieren kann. Dem ersten Anschein nach wäre ein Zinkenfräser für die Schachtel eine Variante.
Wie würde ich hier die exakt parallel Ausführung der Längsfräsung hinbekommen ?

Beim Schiebedeckel denke ich, komme ich mit dem Zinkenfräser nicht weit. Ein Fasenfräser mit diesem Winkel ? - Ist das der richtige Ansatz ?

Ich hoffe, hier ein paar Tipps zu erhalten. Wie würdet Ihr das angehen ?

Im voraus schon mal vielen Dank
AlbatrosXL

P.S: An die Moderatoren: Falls der Thread hier falsch ist, dann bitte gerne an geeignete Stelle verschieben
P.S.S: Wenn mir jemand einen Namen/Begriff für diese "Technik" hat - wäre das auch Toll - dann käme ich evtl. mit Google weiter...
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Name:	IMG_4743.jpg
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ID:	23869  
 
fräsen, Schachtel, Schiebedeckel fräsen, Schachtel, Schiebedeckel
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8 Antworten
Brutus  
Also der Schiebedeckel hat schon mal einen sogenannten Schwalbenschwanz, wird auch oft bei Zielfernrohraufsätzen verwendet und auch häufig bei Maschinenschraubstöcken.

 

Wow - Klasse - Danke, das ging schnell.

Mit Hilfe des Tipps hab ich jetzt gegoogelt und bin ein Stück weiter.
Das Ganze deutet stark auf eine Gratnut mit Gratleiste hin.

Jetzt hab ich auch eine Idee wie ich das bzgl. Schachtel und Deckel umsetzen könnte.

MERCI vielmals
Albatros

 

Brutus  
Immer gerne, dafür ist man ja hier ;o)

 

Das ist mit der Gratnut ist gar nicht so verkehrt.
Da kann dir ein Tischler warscheinlich die exakten Begriffe nennen.

Hast du einen Frästisch?
Das wäre die einfachste Variante der Herstellung.

Als erstes fräst du mit einem Zinkenfräser die Nuten in der Schachtel.
Nun kannst du den Deckel fräsen.
Den Deckel fräst du aber "Kopüber", so hast du das Gegenstück zu der Nut.
Am besten lassen sich so kleine Teile auf einem Frästisch fräsen, so bist du gegen das wegkippen der Fräse gewappnet.
Von ganz einfach bis top ausgestattet findest du alles in den Projekten.


Alternativ kannst du auch alles auf der Tischkreissäge sägen.

 

Ja, Deckel und Schachtel werden mit dem selben Zinkenfräser gefräst. Alternativ kannst Du Dich bei dem Deckel auch mit dem Hobel versuchen.... aber fräsen auf einem Frästisch geht schneller und genauer.

 

Hallo
jipp - ich hab mir einen Frästisch gebaut (Umbau eines WolfCraft-Tisches).
Den Ansatz mit "Kopfüber" habe ich - glaub ich - nicht verstanden.

Mein Ansatz wäre gewesen:
Zuerst die Schachtel zu fräsen (Zinkenfräser ca 3-4mm vom Frästisch abgehoben).
Bei gleicher Stellung hätte ich dann ein Holzstück (späterer Deckel) über den Fräser geschoben. Einzigster Punkt, den Seitenanschlag so verschieben, dass der Fräser nicht allzutief ins Holz geht....UND dass ich exakt die Breite der Nut treffe (sonst labbert der
Deckel rum).
Hab mal versucht, das Darzustellen.
Lieg ich richtig ?

Was mir noch nicht ganz klar ist:
a) wie bekomme ich Deckel und Schachtel exakt passend ... Vermute, dass ich hier ein wenige "ausprobieren" muss...
b) wie bekomme ich den Deckel sauber herausgearbeitet...er soll ja nachher plan zur schachtel sein.

Grüße
Albatros
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Name:	Zeichnung_Gratleist_DEckel1.jpg
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ID:	23872  

 

Vielleicht und hoffentlich hilft Dir ja dieses eher verhunzte Projekt.
Wichtig ist, den Fräsanschlag so weit nach hinten zu schieben, dass in der Schachtel die Ausfräsung auf der Dir zugewandten Seite erfolgt. Andernfalls führt auch die kleinste Unachtsamkeit zu üblen Kerben.
Manchmal glaube ich, die "Holzstars" der vorwiegend US-amerikanischen Youtube-Channel benutzen ihre Övres nicht.
Sonst hätten Sie bemerken müssen, dass es keine gute Idee ist, wenn Deckel- und Schachtelfräsung exakt den gleichen Winkel haben. Dann klemmt und kneift es nämlich an allen Ecken.
Ich habe gelernt und säge nun den Deckel, fräse die Schachtel. Gehalten wird der Deckel von Neodymmagneten und eingeklebten Unterlegscheiben. Die MAgneten kann man in verschiedenen Formen kaufen oder man baut sie aus alten Festplatten aus.
Es ist sehr gefährlich (aber nicht unmöglich) die teils unförmigen Magneten aus Festplatten zurechtzusägen.
"Exakt passend" ist nicht immer eine gute Idee, weil das Holz arbeitet. Machst Du beispielsweise den Deckel aus technisch getrockneter Buche, dann kriegst Du ihn nach einem Campingwochenende ins Altmühltal nicht mehr auf.
Anders als in Deiner Zeichnung ist es ratsam, den Deckel durchgehend abzuschrägen. Die winzige Feder, die bei Deiner Methode übrig bleibt erschwert nur den Schiebevorgang und halten wird sie auch nicht lange.
HTH

 

Absolut perfekt ... das Video ist geht genau in die Richtung die ich brauche - SUPER.
Auch der Beitrag über die Stoplerfallen ist genial.
Werde mich also dran machen ...
Vielen Dank
Albatros

 

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