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Schellack

30.03.2014, 12:45
Hallo Heimwerker,

in meiner Frage an euch geht es um Schellack. Wie wiederstandsfähig ist eine behandelte Holzoberfläche damit? Kann man damit auch Tischoberflächen z.B. Küchentisch damit behandeln? Wird die Fläche abwaschbar, hitzebeständig kratz. und stoßfest? Also mit hitzebeständig meine ich, kann man da einen heißen Teller drauf abstellen ohne das der Spuren hinterlässt?

Wenn eine Behandlung mit Schellack nicht ratsam ist, was würdet ihr verwenden?

Danke für eure Antworten.
Tom
 
Schellack Schellack
Bewerten: Bewertung 3 Bewertungen
25 Antworten

Die besten Antworten

Also ich arbeite täglich mit Schellack in der Restauration....Zum einen mit gewachsten für matte Oberfläche, zum anderen mit Hochglanz...Ich verwende Garnet Rubin-Lemon und Blond...Schellack ist nur bedingt eine Oberflache für die tägliche Belastung...

Grundsätzlich darf und soll man keine Gefässe auf die Fläche stellen, die Wasser oder Feuchtränder geben...dies ist für Schellack schädlich. Ergibt einen grauen Rand...
Schellack ist eine alte Kunst, diesen aufzutragen und erfordert sehr viel Übung um eine gute Oberfläche zu erhalten...
Sorry zu früh abgeschickt

Also bei Schellack musst du mit Bimsmehl oder Tripple eine Oberfläche aufbauen. Dies wird mit einem Lappen aufgetragen und schliesst die Poren/ Kabilare des Holzes..Nach diesem Aufttrag, den du einige male, in Abständen von paar Tagen machen musst, beginnst du mit einer Deckauftragsschicht...diese kommt immer darauf an, welche Oberfläche usw. du willst...
Du brauchst für die Politur, Leinenballen, Bimsmehl oder Trippel, Ethanol oder Isopropanol..Poliröl oder Leinöl, Abziehpolitur,Schleifpapier usw...

Schellackpolitur ist eine sehr aufwendige Arbeit und wie schon geschrieben, sieht es oft einfacher aus wie es ist..
Du kannst das Schellack auch mit Kolophonium oder Sumatra-Benzoe mischen.. Zum Glanzabzug kannst auch reine Benzoepoliture nehmen..diese trägt auch etwas zur Festigkeit der Oberfläche bei, bloss musst du aufpassen, dass du die Politur des Schellacks nicht runter holst, sonst beginnst du von vorne...

Wenn ich Schellack auftrage habe ich im Durchschnitt so 15-20 Aufträge, je nach Oberfläche drauf...Bedenke das du zwischen jedem Auftrag so 8-12 Stunden warten musst..Also sprich 15-20 age arbeit nur an Politur...um eine vernünftige zu machen..

Schellackoberfläche bindet erst nach 6-8 Monaten ab, heisst härtet aus...vorher musst du sehr aufpassen um keine Spuren zu hinterlassen...
Schellack ist nicht für das Finish eines Objektes im Aussenbereich gedacht, auch nicht für einen Gegestand den man täglich nutzt...

In deinem Fall würde ich entweder eine Nitroballenmattur machen oder mit Lack arbeiten.
LG Jürgen
Also ich arbeite täglich mit Schellack in der Restauration....Zum einen mit gewachsten für matte Oberfläche, zum anderen mit Hochglanz...Ich verwende Garnet Rubin-Lemon und Blond...Schellack ist nur bedingt eine Oberflache für die tägliche Belastung...

Grundsätzlich darf und soll man keine Gefässe auf die Fläche stellen, die Wasser oder Feuchtränder geben...dies ist für Schellack schädlich. Ergibt einen grauen Rand...
Schellack ist eine alte Kunst, diesen aufzutragen und erfordert sehr viel Übung um eine gute Oberfläche zu erhalten...

 

Sorry zu früh abgeschickt

Also bei Schellack musst du mit Bimsmehl oder Tripple eine Oberfläche aufbauen. Dies wird mit einem Lappen aufgetragen und schliesst die Poren/ Kabilare des Holzes..Nach diesem Aufttrag, den du einige male, in Abständen von paar Tagen machen musst, beginnst du mit einer Deckauftragsschicht...diese kommt immer darauf an, welche Oberfläche usw. du willst...
Du brauchst für die Politur, Leinenballen, Bimsmehl oder Trippel, Ethanol oder Isopropanol..Poliröl oder Leinöl, Abziehpolitur,Schleifpapier usw...

Schellackpolitur ist eine sehr aufwendige Arbeit und wie schon geschrieben, sieht es oft einfacher aus wie es ist..
Du kannst das Schellack auch mit Kolophonium oder Sumatra-Benzoe mischen.. Zum Glanzabzug kannst auch reine Benzoepoliture nehmen..diese trägt auch etwas zur Festigkeit der Oberfläche bei, bloss musst du aufpassen, dass du die Politur des Schellacks nicht runter holst, sonst beginnst du von vorne...

Wenn ich Schellack auftrage habe ich im Durchschnitt so 15-20 Aufträge, je nach Oberfläche drauf...Bedenke das du zwischen jedem Auftrag so 8-12 Stunden warten musst..Also sprich 15-20 age arbeit nur an Politur...um eine vernünftige zu machen..

Schellackoberfläche bindet erst nach 6-8 Monaten ab, heisst härtet aus...vorher musst du sehr aufpassen um keine Spuren zu hinterlassen...
Schellack ist nicht für das Finish eines Objektes im Aussenbereich gedacht, auch nicht für einen Gegestand den man täglich nutzt...

In deinem Fall würde ich entweder eine Nitroballenmattur machen oder mit Lack arbeiten.
LG Jürgen

 

Geändert von Holzkunst (30.03.2014 um 13:03 Uhr)
Für mich als Restaurator gibt es nichts schöneres wie eine Oberfläche die mit Schellack gemacht wurde. Wer bei mir schon einmal im Drechselschnupperkurs war, weiss wovon ich rede...Es ist eine lebendige, warme tolle Oberfläche...Leider auch wie von mir geschrieben, eine sehr empfindliche was der Umgang mit zu nassen Wischtüchern und Wasserrandflecken angeht...

Schellack ist eine völlig natürliche Politur. Sie wird aus der Schellacklaus gewonnen...Schellack ist in den letzten Jahren sehr im Preis gestiegen, bei vielen Händlern aus dem Programm genommen worden, da die Kosten für den Privatmann/Frau sich nicht lohnen....

Habe leider auch ab und an die Erfahrung gemacht, dass Menschen Möbel versuchen selbst mit Schellack wieder zu polieren. Da sie es nicht konnten, landeten diese Stücke immer wieder bei mir in der Restauration-Werkstatt...

Es gibt den sogenannten ferigen Streichschellack, diesen darf und soll man nicht mit dem normalen, echten verwechseln...diesen kannst du mit Pinsel auftragen und erhälst auch eine gute Oberfläche...dieser ist weniger empfindlich...Aber ich bin der Meinung, dass wenn Schellack schon der echte es sein sollte...Arbeite auch nicht mit Kunstleim sondern mit Knochen und Hautleim in der Restauration..
LG Jürgen

 

Schellack taugt in meinen Augen nicht für die Beschichtung eines Küchentischs.

Die Oberflächen sind - entsprechend hergestellt - wunderschön, aber nur mäßig belastbar. Alkohol löst den Schellack also sind tropfende Bier und Weingläser schon von übel. Wasser lässt ihn quellen, also auch nichts drauf was Feuchtigkeit abgibt. Wassergläser, Teig kneten ... geht nicht.

Lass die Platte doch einfach roh. Bei regelmäßiger Reinigung mit einer ordentlichen Bürste hast du bei heimischem Nadelholz viele Jahre eine tollen Tisch.

 

Zitat von Holzkunst
...Ich verwende Garnet Rubin-Lemon und Blond...
Sind das 2 Arten von Schellack?

 

Ja Jürgen,
dass die Verwendung von Schellack sehr aufwendig ist, das habe ich schon gelesen. Aber was tut man nicht alles um ein optimales Endergebnis zu erhalten .
Bevor ich mich an größere Flächen wage, würde ich es eh mal einen einem kleineren Brett versuchen. Wenn ich mit Schellack arbeite, soll es ja auch gut werden.

 

Fernton und Jürgen,

vielen Dank für die Beiträge. Es freut mich wirklich, dass einen Newbie wie ich einer bin, so schnell geholfen wird.

 

Wenn ich nun einen Küchentisch lackiren möchte, was würdet ihr mir empfehlen? Ich muss dazu sagen, ich habe 2 kleine Enkel. Wenn die bei uns sind, spielen bzw. malen und fahren mit ihren kleinen Autos an dem Tisch. Er wird also mächtig hergenommen .

Der Tisch ist unbehandelt und wurde im Dä..... Bettenlager gekauft.

 

Würde dir vorschlagen , öl oder nimm einen speziellen Lack für Arbeitsplatten ...habe selbst noch sehr viel Restbestände von DD Lack ....da ich eigentlich nur mit meinem eigenen öl, dass ich selbst mische arbeite und sehr viel mit schellack und Nitroballenmattur, was beides weniger für dich , wie oben geschrieben geeignet ist , kann ich dir in dem Punkt keine direkte Empfehlung welchen Lack direkt geben...in meiner Werkstatt ist es grundsätzlich so, dass ich tische mit öl behandle... Leinöl ist gut geeignet ...
Denke aber, hier kann dir sicher jemand einen Lack vorschlagen ..
Lg Jürgen

 

Zitat von Holzkunst
Würde dir vorschlagen , öl oder nimm einen speziellen Lack für Arbeitsplatten ...habe selbst noch sehr viel Restbestände von DD Lack ....da ich eigentlich nur mit meinem eigenen öl, dass ich selbst mische arbeite und sehr viel mit schellack und Nitroballenmattur, was beides weniger für dich , wie oben geschrieben geeignet ist , kann ich dir in dem Punkt keine direkte Empfehlung welchen Lack direkt geben...in meiner Werkstatt ist es grundsätzlich so, dass ich tische mit öl behandle... Leinöl ist gut geeignet ...
Denke aber, hier kann dir sicher jemand einen Lack vorschlagen ..
Lg Jürgen
Danke Jürgen, vielleicht kommt ja noch der eine oder andere Kommentar.

 

Ich verwende für Tisch oder horizontale Flächen Parkett Öl oder Arbeitsplattenöl. Wenn Flecken entstehen, 2 Enkel, kann man / frau partiell Nacharbeiten. Das ist ein Vorteil gegenüber Lack. Wenn Lack dann PU-Lack.
Gustav

 

Was für Parkett gut ist, kann für einen Tisch nicht schädlich sein, da hast du recht. Danke.

 

Ich würde einfach nur Öl nehmen. olivenöl. Kräftig draufschütten und mit nem dünnen Lappen einmassieren. Das so einige Male und der Tisch ist gut geschützt. Der erste Fleck stört dann vielleicht, der zweite weniger und in einem halben Jahr hat der eine schöne Patina.
Und immer wieder mal Öl nachreiben ...

Auf den Schneidhölzern funktioniert das ja auch prächtig.

 

@rainerle
Olivenöl IST für Behandlung der Oberfläche nicht geeignet... Es enthält keine Trockenstoffe, es wird nie richtig aushärten , man hat immer einen leichten Schleier von Feuchte drauf....ist leider falsche Meinung vieler, dass sich Olivenöl Pur eignet ... Wenn dann Sonnenblumenöl das hat Omega 3 Fettsäuren , sind zwar keine direkten Trockenstoffe , tragen aber zur Trocknung bei... Bei so einen Projekt würde ich aber ein Arbeitsplattenöl oder Lack empfehlen
Lg Jürgen

 

Ich habe früher auch immer Olivenöl genommen bis ich durch Zufall gemerkt habe das es nicht trocknet.
Aufgefallen ist mir das damals als ich ein Puzzle was 2 Monate in einem Karton gelegen hat auf einen DIN A4 Drucker-Papier zusammengesetzt habe, am nächsten Tag wollte ich es mit dem Papier in den Karton legen, Das Papier ist durch das Olivenöl transparent geworden und das nach 2 Monaten, seitdem nehme ich keines mehr.

 

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