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Rigipsplatten spachteln

02.08.2010, 08:25
Hallo zusammen,

so langsam neigt sich der Innenausbau dem Ende. Ich muss noch das Bad beplanken und dann kann der Estrich kommen.
Eine Frage die mir aber nicht ganz klar ist. Der Estrich ist schwimmend verlegt, d.h. kein direkter Kontakt zwischen Boden und Wand. Der Estrichleger meint aber ich soll die Gipsplatten erst verspachteln wenn der Estrich trocken ist. Warum soll man da warten? Mein Plan war eigentlich die Trocknungszeit zum spachteln zu nutzen.

Danke!
 
Estrich, Innenausbau, Rigips, spachteln, Trocknungszeit Estrich, Innenausbau, Rigips, spachteln, Trocknungszeit
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21 Antworten
ich vermute mal, er will verhindern, dass der Estrich während der Trocknungsphase belastet wird. Estrich ist zwar nach etwa 3 Tagen begehbar*, belasten sollte man ihn aber frühestens nach 7 - 8 Tagen.

*= begehbar bedeutet nur, das man mal kurz drüber laufen kann, längere Punktuelle Belastung sollte vermieden werden!

 

er hat aber auch gemeint, dass die Flächen noch nicht gespachtelt sein sollen bevor der estrich reinkommt?!?!

 

... da kann ich nur vermuten aber aus Erfahrung sach ich ma:

... wahrscheinlich kennt er seine "Bauigel" ... die versauen im meißt den ganzen Untergrund, den er dann vor dem Estrich legen erst sauber machen muß, damit er keine Einschlüße bekommt.

Mir fällt sonst kein plausiblerer Grund dafür ein

 

hm...das könnte gut sein....sonst komm ich auch auf keinen grund.

Braucht eigentlich zufällig jemand Gipsplatten? Hab noch einige über!

 

Hallo Thorsten2501,

wenn ich es richtig verstanden habe, ist der Estrich bereits vorhanden und die Gipskartonplatten sind (mit Abstand zum Estrich) auch gesetzt worden.

In diesem Fall ist es die Feuchtigkeit die durch den Estrich noch abgegeben wird und in bzw. hinter die Beplankung zieht.

Es ist richtig, dass die Fugen offen bleiben damit die Feuchtigkeit auch wieder raus kann.

Was mir noch nicht klar ist, ist es ein Neu- oder Altbau?

Bei einem Neubau sollten die Fugen zur Decke und zum Boden länger offen bleiben damit Feuchtigkeit abziehen kann.

Übrigens: Feuchtraumgipskartonplatten bieten nur einen erhöhten Widerstand gegen Feuchtigkeitsbelastung.

Reinhold_A

 

Hallo Reinhold_A,

der Estrich kommt die nächsten Tage rein. Es sit ein Neubau. Die Platten sind schon angebracht und Feutigkeit kann eigentlich nicht dahinter ziehen.

Auf Feuchtraumplatten haben wir gänzlich verzichtet! In den Bädern kommt eine 2 Komponetnen Beschichtung auf die Platten die besser abschirmt als das Papier der Feuchtraumplatten

 

Zitat von Thorsten2501
Hallo Reinhold_A,

der Estrich kommt die nächsten Tage rein. Es sit ein Neubau. Die Platten sind schon angebracht und Feutigkeit kann eigentlich nicht dahinter ziehen.

Auf Feuchtraumplatten haben wir gänzlich verzichtet! In den Bädern kommt eine 2 Komponetnen Beschichtung auf die Platten die besser abschirmt als das Papier der Feuchtraumplatten
...da wäre doch ein Bild von dem ganzen für den Experten recht hilfreich.

 

tja und wie immer....ich muss ein machen gehen ;-) aber stimmt schon. Bild ist aussagekräftiger

 

Meine Erklärung für das spätere Verspachteln, wäre der Gips und natürlich die Lüftung. Gips zieht bekanntlich Wasser an. Das dürfte zum einen unschöne Flecken an den Fugen geben und desweitern werden Deine Platten bei der hohen Luftfeuchtigkeit arbeiten und die Fugen könnten reißen. Ich hätte sogar gesagt, die Platten kommen erst nach der Trocknung vom Estrich rein.
Selbst wenn es kein Fließestrich ist, die Luftfeuchtigkeit bem Trocknen ist enorm. Dazu sollte ja die ersten Tage nichtmal gelüftet werden. Ich hatte in der zweiten Etage schon einige Platten an der Decke und die haben ordentlich gesaugt und gearbeitet. Teilweise sogar zu dolle.

 

Hallo, Thorsten2501, ich kann Ricc220773, nur zustimmen, damit die Gips-Spachtelmasse richtig und sauber abbinden kann, braucht sie eine möglichst geringe Raumfeuchtigkeit, sonst entstehen Risse und unsaubere Anschlüsse. Mit Spachtelgips soll ja gleichzeitig geglättet und Fugen bzw. Unebenheiten/Fehlstellen verfüllt und ausgeglichen werden. Wenn also der Estrich noch trocknen muss, ist der Raum enorm durch Feuchte angereichert. Gips kann zwar durch sein sehr großes Porenvolumen viel Feuchte aufnehmen, doch der Prozess hat Grenzen.

Hinzu kommt, dass gipshaltige Spachtelmasse (übrigens auch Gipsputz) nicht in Kontakt mit frischem oder nicht abgebundenen Beton oder zementhaltigem Mörtel/Estrich kommen darf, weil das gelöste CaSO4 im Zement das gefürchtete Sulfattreiben durch Bildung neuer Mineralverbindungen auslösen kann.
Gruß Petra

 

Ok den chemichen Teil habe ich jetzt nicht verstanden ;-) aber das könnte mal eine einleuchtende Erklärung sein.Ich werd wohl die Trocknungszeit vom estrich für eine kleine Baupause nutzen, muss ja auch mal sein

 

Na Pause muss nicht gleich sein

Da finden sich doch bestimmt andere Arbeiten. Dachbodenausbau, Sanitärarbeiten, Außenarbeiten (gerade bei dem Wetter).... Also auf gehts!

Ach, ich kenne das nun aus eigener Erfahrung. Wenn man alles alleine macht, soll man sich auch mal Ruhe gönnen. Es wächst einem sonst schnell alles über den Kopf. Ich brauch eigentlich nur noch das Bad fertig machen (Installation ist komplett), habe aber absolut keinen Bock mehr.

 

tja ric du sprichst mir aus der seele. ich glaub ein paar Tage nix machen schadet auch nicht, zumal die arbeit im büro ja auch nicht weniger wird

 

Ich denke auch, dass die Feuchtigkeit die aus dem Estrich während der Trocknung austritt von der Spachtelmasse angezogen wird.

 

Hallo!
Habe die Erfahrung gemacht, dass Rigipsplatten gerne zu schimmeln beginnen wenn sie feucht werden und nicht richtig austrocknen.
Möchtest du die Platten selber verspachteln oder wird das von einem Profi gemacht?

 

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