Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Rigipsplatten - Rigips mit Tiefengrund oder Sperrgrund behandeln?

09.04.2010, 17:05
Hallo Forum!

Ich habe gerade mit einem Bekannten diskutiert wie Rigipsplatten am besten vor dem Streichen behandelt werden sollten. Nimmt man besser Sperrgrund oder Tiefengrund? Wie ist am besten Vorzugehen? Erst Sperrgrund oder eben Tiefengrund? Wie dick auftragen? Was ist sonst beim Bearbeiten des Rigips zu beachten um ein optimales Ergebnis zu erhalten?

Schon jetzt vielen Dank für Eure Tipps und Tricks!
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Tiefengrund_Sperrgrund.jpg
Hits:	104
Größe:	74,9 KB
ID:	1234   Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Rigibs.jpg
Hits:	110
Größe:	52,6 KB
ID:	1237   Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Rigibsplatten.jpg
Hits:	121
Größe:	59,7 KB
ID:	1238  
 
Rigips, Rigipsplatten, Sperrgrund, Tiefengrund Rigips, Rigipsplatten, Sperrgrund, Tiefengrund
Bewerten: Bewertung 1 Bewertung
26 Antworten
das richtige wäre hier wohl der tiefgrund. du willst ja nur grundieren (also die saugfähigkeit des untergrundes anpassen).
sperrgrund soll verhindern, dass alte flecken (zb nikotin) durchschlagen
am besten alles aus einem system verwenden (spachtel, vlies, grundierung)

 

Zitat von Rincewind70
das richtige wäre hier wohl der tiefgrund. du willst ja nur grundieren (also die saugfähigkeit des untergrundes anpassen).
sperrgrund soll verhindern, dass alte flecken (zb nikotin) durchschlagen
am besten alles aus einem system verwenden (spachtel, vlies, grundierung)
Korrekt, so denke ich auch.

 

Sperrgrund benutzt man, wenn man fleckige Untergründe hat. Also z.B. alte Tapeten mit Muster oder wenn Nikotion- oder Rußflecken sichtbar sind. Da Sperrgrund weiße Pigmente enthält, deckt er die Flecken ab.

Tiefengrund benutzt man, wenn man saugstarke Untergründe hat, damit die Farbe nicht zu schnell einzieht oder Fliesenkleber nicht zu schnell antrocknet.

Also:
bei Rigipsplatten die sauber verspachtelt und verschliffen sind, genügt Tiefengrund. Der allerdings sollte farblos oder höchstens leicht weiß sein. Es gibt auch bläulichen oder rosaroten Tiefengrund, die sind da nicht geeignet, da die Farbe den Farbton des Tiefengrund beim streichen annehmen kann.

Grundsätzlich sollte man beim streichen von Rigipsplatten eine gut deckende Farbe benutzen.
Wenn Rigipsplatten nur gestrichen werden, dürfen die Schrauben ruhig ein bischen weiter in der Platte verschwinden. Falls die Qualität der Schrauben nämlich nicht so gut ist oder nicht geeignete Schrauben verwendet werden, könnten später leichte Rostflecken entstehen. Lieber die Schrauben gut verspachteln und verschleifen.

Wenn natürlich Sperrgrund schon vorhanden ist, kann der bedenkenlos genommen werden, es muß nur darauf geachtet werden, dass er gleichmäßig verarbeitet wird.

*edit:

hab ich tatsächlich so lange gebraucht das zu schreiben? ... tztz, Vordrängler

 

Susanne  
Hallo Schraubaer,

ich denke auch, Tiefgrund ist die richtige Wahl. Er muss nicht "dick" aufgetragen werden, aber da Rigips so saugt, geht da einiges drauf, wenn ich mich recht erinnere…

Aber das richtige Maß hat bestimmt ein schlauer Kopf aus der Community noch "parat"?

 

Zitat von Susanne
Aber das richtige Maß hat bestimmt einer aus der Community noch "parat"?
... grob über den Daumen gepeilt, etwa 1 Liter auf 10m² ... das Gefühl dafür kommt beim streichen

 

Hallo Schraubaer

Im Dachboden ist das je nach Untergrund unterschiedlich zu sehen.

Den Kamin würde ich mit Sperrgrung und anschließend erst mit Haftgrund behandeln.
Denn der Kamin könnte ja mal bei Unterkühlung durchsotten. Öl / Holz / Kohle oder Ruß.

Den Rest einfach mit Haftgrund.

Bei mir hab Ich es mit der Gartenspritze gemacht. Geht damit Ratz Fatz.

Grüße aus dem sonnigen Oberfranken

 

Zitat von Bastelfuchs
Bei mir hab Ich es mit der Gartenspritze gemacht. Geht damit Ratz Fatz.
... das ist ja mal ne coole Idee!

Aber wird das Teil nacher auch wieder richtig sauber? Ich mein so richtig rückstandslos, Haftgrund ist ja schon ne klebrige Angelegenheit.

 

Susanne  
Zitat von bonsaijogi
... grob über den Daumen gepeilt, etwa 1 Liter auf 10m² ... das Gefühl dafür kommt beim streichen
Danke, Bonsaijogi! :-)

Und Bastelfuchs: Das mit der Gartenspritze ist wirklich eine klasse Idee!!
Nur: In geschlossenen Räumen dabei dann am besten einen Mundschutz tragen, sonst "nebelt's" so ungesund ;-)

 

Hallo und vielen Dank für die vielen tollen Hinweise!

Mein Bekannter ist bei seinem Projekt wohl wiefolgt vorgegangen: Für den Erstanstrich direkt 25% Tiefengrund in die Farbe gemischt und damit gestrichen. Beim zweiten Anstrich deckt nun hoffentlich alles wie gewünscht...

Was haltet ihr von diesem direkten Beimischen von Tiefengrund / Sperrgrund in die Farbe?
Und falls das überhaupt eine gute Idee ist, wie steht es mit dem Mischverhältnis?

Danke und Gruss
Schraubär

 

... auf die Idee bin ich noch nie gekommen, kann also kein Urteil drüber abgeben
Ich mein es hat schon Sinn und Zweck warum die Hersteller sagen, mit Haft- oder Sperrgrund streichen und dann Farbe auftragen. Sonst könnten sie ja auf den Eimer auch schreiben: "Hier haste Haftgrund, mach was de willst damit!"

Ich denk mal schlimm wirds nicht sein, man könnte ja auch mit der Farbe selbst vorstreichen, man muß ja nur erreichen, dass irgendwann der Untergrund nicht mehr saugt. Wie sich aber Haftgrund und Farbe im flüssigen- bzw. im trocknenden Zustand vertragen .... wir werden es erfahren ... hoff ich doch, oder?

 

Zitat von bonsaijogi
... das ist ja mal ne coole Idee!

Aber wird das Teil nacher auch wieder richtig sauber? Ich mein so richtig rückstandslos, Haftgrund ist ja schon ne klebrige Angelegenheit.
Ja die wird richtig sauber mit dem Verdünnungsmittel H2O. Giebt´s bei mir wam oder auch kalt im Badezimmer.

Grüße aus dem sonnigen Oberfranken

 

Zitat von Susanne
Danke, Bonsaijogi! :-)

Und Bastelfuchs: Das mit der Gartenspritze ist wirklich eine klasse Idee!!
Nur: In geschlossenen Räumen dabei dann am besten einen Mundschutz tragen, sonst "nebelt's" so ungesund ;-)
Ja Susanne.
Nebeln Tut´s ein kleines bisschen. Die Gartenspritze Bläst bei weitem nicht wie eine Lackierpistole.
Man kann ja der Sprühfläche vorausgehen. Armlänge + Sprühlanze ca. 1,5m.
Bei mir giebt´s auch so was wie Querlüften bei arbeiten.
Aber wer´s mag kann sich `nen Ganzkörper..., Gasmaske, Schutzbrille und Bauhelm anziehen.
Sieht sicherlich lustig aus. Die Berufsgenossenschaft freut´s sicherlich.

Sonnige Oberfranken Grüße.

 

Auf die Idee mit der Gartenspritze Farbe zu Sprühen, sind die Leute Von GLORIA (http://www.gloriagarten.de/produkte....&seite_aktiv=1) leider schon früher gekommen. Nennt sich bei denen Spray & Paint. Trotzdem echt super Idee.

 

Interessanter Link.

...und wieder was gelernt.

 

Sperrgrund ist schonmal unangebracht weil es das Atmungsvermögen verhindert oder herabsetzt.
Tiefgrund (lösungsmittelfreier) kann man nehmen muß man aber nicht. Wir haben die erste Fabe mit 25% Wasser verdünnt und das reicht in der Regel aus die Saugfähigkeit für die nachfolgenden Anstriche weit genug herabgesetzt zu haben.

Wobei Spritzen nicht so ideal ist. Die Flüssigkeit/der Anstrich soll idealerweise in den Untergrund eingearbeitet werden.

 

Geändert von Ruedi1952 (14.04.2010 um 10:51 Uhr)
Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht