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Restauration Hobelbank: Eisenteile sandstrahlen?

14.03.2011, 19:22
Geändert von Holzmann (14.03.2011 um 21:08 Uhr)
Hallo zusammen!


Nachdem meine alte Hobelbank 20 Jahre in einem feuchten Geräteschuppen vor sich hin vegetierte und komischer Weise immer noch nicht verrottet ist, hat mich das Mitleid gepackt und ich werde sie restaurieren. Erstens weil ich es doch nicht übers Herz bringe sie ins Tischler-Nirvana zu jagen, zweitens weil eine Neuanschaffung (selbst gebraucht) kaum erschwinglich ist und drittens es mich total reizt, das gute Stück wieder flott zu machen.


Nun habe ich die ganzen Metallteile der Vorder- und Hinterzange ausgebaut und überlege, ob ich sie nicht sandstrahlen lassen soll, damit die Mechaniken wieder einwandfrei laufen und die Teile wieder ansehnlich werden.


Gibt es noch andere Alternativen, außer stundenlang mit Drahtbürste: Rost, Öl und Fett zu entfernen?
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Hobelbank, Restauration, Restaurieren, Tipps Hobelbank, Restauration, Restaurieren, Tipps
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7 Antworten
Bitte, bitte nicht strahlen! Jedenfalls n i c h t das Gewinde, keine der Führungen, nicht die Bankhaken.

Strahlen gerne alle Gussflächen. Alle Bohrungen (Gewinde, Gewindebohrungen und alle Bohrungen die Führung anderer Bauteile dienen) vorher gut abkleben / Abdichten. Ein guter, erfahrener "Sandstarhler" hat das drauf ...! Danach die Bauteile mit säurefreier Vaseline wieder schützen. Bankhaken mit einem feinen Schmirgelpapier, das über ein Holz gezogen wurde wieder schön blank machen. Die Mühe lohnt sich, aber es ist eben auch mit ein wenig Arbeit verbunden.

By the way: in einem feuchten Schuppen sollte so ein Prachtsstük nicht aufbewahrt werden. das hat sie nicht verdient! Mir blutet das Herz ... ;-))!

 

Danke Alfred für Deine guten Hinweise; da zeigt sich mal wieder, wofür so ein Forum gut ist. 


Die Hobelbank hat ihre Schicksalsjahre allerdings recht gut überstanden, es müssen zwar einige Teile überarbeitet werden, aber die Grundsubstanz ist erstaunlich gut erhalten und jetzt steht sie auch wieder schön warm und trocken :-)

 

Ekaat  
Bevor ich mir ein Sandstrahlgerät gekauft hatte, bin ich solchem Rost mit der Flex und einer Zopfbürste zuleibe gerückt. Staubt zwar, ist aber wenig anstrengend. Wie Alfred schon schrieb, Gewinde davon verschonen! Bei ungängigem Gewinde hilft Fett oder Öl; notfalls eine Abreibung mit einer Chrompolitur. Letztere dann aber restlos entfernen, weil in der Paste Schmirgel enthalten ist, der auf Dauer die Führung »ausleiern« kann.

 

Ehrlich gesagt, würde ich mir bei den paar Teilen keine Gedanken übers Strahlen machen. Wenn Du nicht gerade jemanden an der Hand hast, bist Du alleine schneller. Was Du zu beachten hast, wurde ja schon gesagt.

 

Zitat von Ricc220773
Ehrlich gesagt, würde ich mir bei den paar Teilen keine Gedanken übers Strahlen machen.



Naja, dazu kommt ja noch die komplette Mechanik der Hinterzange, aber ich werde das dann wohl per Hand machen...

 

Umso stolzer bist Du nachher auf die Blasen

 

Die Teile kann man einlegen in gute Reiniger oder schonend ist auch Essig.
Dann hast du in jedem Fall keine Kratzer, die Blasenminimieren sich um 75 - 85 % und stolz kannste auf dich sein, weil du Köpfchen hattest. Denn wer chemische Prozesse für sich arbeiten lässt ( in dem Fall der Essig ) der ist nicht faul sondern schlau.
Und schlaue Menschen finden immer einen Weg sich die Arbeit zu erleichtern. *g*

Im übrigen würde ich die Schrauben ausmustern gegen aktuellere DIN-genormte. Dann lässt sich später vielleicht Ärger vermeiden und man spart dann wieder Nerven.

 

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