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Regenzisterne, Sammler, Zuleitung

06.04.2016, 10:18
Hallo!
Zur Realisierung meines unterirdischen Regentanks im Garten habe ich folgende Überlegungen, vielleicht hat ja Jemand etwas Senf zum zugeben...

Erstmal die Situation: Der mögliche Platz für den Tank ca. 10m vom Fallrohr entfernt, Bodenniveau ca. 20-30 cm tiefer.
Tankvolumen geplant ca. 2000l oder mehr.
Kosten und Bauaufwand (insbesondere im Leitungsbereich) sollten niedrig gehalten werden.
Meine Idee: Kleinerer "Pufferspeicher" direkt am Fallrohr (mit Regendieb), von dort (absperrbare) Zuleitung zum Tank aus PE Schlauchrohr. Diese sollte dann bei nicht randvollem Tank ja wasserfrei sein, und muss nicht tief liegen?
Überlauf direkt am Tank, das muss und kann über den Zulauf manuell geregelt werden...
Falls die Durchflussmenge der Leitung bei starkem Regen (Durchmesser, Gefälle) nicht reicht, sorgt der Regendieb für den Überlauf in die Kanalisation...
In die Leitung sollte möglichst kein Schmutz kommen, in das "Puffergefäß" sollte ein zusätzliches Schmutzsieb...
Passt das so? Oder mach ich es mir zu einfach/ zu kompliziert?
Grüße!
 
Regen, Regentank, Regenwassernutzung, Regenwassertank, Regenzisterne Regen, Regentank, Regenwassernutzung, Regenwassertank, Regenzisterne
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11 Antworten
Ist das wirtschaftlich?
2 km Wasser kosten 10 Euro. Im Jahr sparst Du gut gerechnet 20 oder 30 Euro. In 10 Jahren 300.
was kostet Dich das ganze?

 

kjs
Das mit der Wirtschaftlichkeit ist so eine Sache. Die Abwassergebühr die aus dem Verbrauch berechnet wird kommt ja auch noch oben drauf. Aber wie bei einigen Dingen ist die Wirtschaftlichkeit manchmal fraglich.
Bei stehen bereits 3 IBC Tanks a 1000l da die demnächst in den Schuppen kommen. Die waren umsonst und ich muß "nur" die Abzweigung und ein paar Verbinder kaufen. In meinem Fall rentiert es sich schneller weil ich einen Carport plane und die Gemeinde höhere Abwassergebühren berechnen würde wenn ich nicht Regenwasser sammle.

Die Anlage des TE ist ziemlich aufwendig mit dem Pufferspeicher hat aber den Vorteil der zusätzlichen Filtermöglichkeit. Vom angedachten Regendieb war ich nicht so begeistert, den habe ich mir beim Nachbarn angesehen. Im Moment tendiere ich zu dem im Bild aber ob der besser ist weiß ich nicht.

 

Nicht wirklich. Aber es fühlt sich gut an...
Geschätzte Investition: 400 für den Tank, 200 fürs Zubehör... natürlich wird insbesondere letzterer Posten nicht reichen....

PS: Antwort verpasst... "Regendieb" ist bei mir eigentlich der Oberbegriff für solche oder ähnliche Systeme...

 

Geändert von Mannesmann (06.04.2016 um 10:45 Uhr)
kjs
Regendieb ist eben ein Produktname deshalb meine Antwort.... Das Teil hat etwas Probleme mit der Reinigung aber wie gesagt, ich weiß nicht ob das was ich jetzt nehmen will besser ist.

Warum willst Du den Überlauf von der Tonne zum Tank regulieren? Das sollte man so machen daß bei Voll das Regenwasser einfach im Fallrohr überläuft. Dazu muß der Fallrohrsammler einfach knapp unter der Oberkante der Tonne montiert sein. Der Erdtank muß so installiert werden daß keine Öffnung die nicht geschlossen werden kann tiefer als die Tonnen-Oberkante ist. Dann geht das Ganze automatisch. Alles was auf Ventilen beruht wird ja doch irgend wann mal vergessen.....

 

Ich denke, bei starkem Regen wäre die Ableitung in einen geringer dimensionierten Schlauch mit wenig Gefälle relativ ineffizient, daher die Idee mit dem Puffer. Das Ventil zwischen Tonne und Leitung einfach als zusätzliche Absperrung für den Winter, ersatzweise halt Tonne wegräumen und Leitung verschließen...
Da der Erdtank mit Entnahme aber doch deutlich unter der Tonne liegt, kann ich da nicht nach oben verschließen...

 

OK, keine günstige Lösung, aber das habe ich:
http://www.dachdecker-shop.eu/ZinkFallrohrWasserverteilerWasserweiched80mm_p9480 _x2.htm

Im Tank Überlauf zurück an die Abwasserleitung.

 

Schönes Teil, und schön teuer
Dann mache ich mir trotzdem noch Sorgen wegen Rückstaus in der flachen Leitung zum Tank, oder die braucht ordentlich Durchmesser?!
Tanküberlauf zurück zum Fallrohr ist halt bissl schwierig, dann müssen wir schon schauen, wie tief wir noch ans Rohr kommen...
Hm, wirklich nochmal überlegen, ob das alles was bringt...

 

kjs
Das mit dem Schlauch zum Erdtank löst sich doch von selbst. Wenn zu viel Wasser kommt läuft es eben das Fallrohr runter.
Die Fallrohrabzweigung wird so montiert daß sie ein paar cm unter der Oberkante der Tonne liegt. Ist die Tonne voll läuft das Wasser nicht mehr in die Tonne sondern das Fallrohr runter. Bergsteigen kann das Wasser nicht und Druck ist ja keiner drauf. Da brauchst Du keinen extra Überlauf.
Bei mir kommen bestimmt keine Absperrventile oder so was rein sondern das regelt sich von selbst wenn man das richtige Niveau der Einzelteile beachtet. Nur für den Winter kommt in die Abzweigung ein Deckel damit das Schmelzwasser gleich im Fallrohr bleibt.

 

Du musst eben auch bedenken, wenn vom Fallrohrsammler ein Schlauch zum Tank gelegt wird, hast Du wenig Durchfluss und bei nem Sommergewitter geht das meiste in die Kanalisation. Und das sind die wenigen Tage bei denen ich die Zisterne wieder richtig füllen kann. Nieselregen bringen nicht viel.

Die Baumarktteile sind eher für Regenfässer mit 200 l gedacht. Das Prinzip:im Fallrohr ist eine umlaufende Rinne, die das an der Wandung herablaufende Wasser sammelt und in ddn Schlauchanschluss speist. Dieser ist auf der Höhe des vollen Fasses. Ist der Schlauch voll, floeßt nichts mehr ab und die Rinne läuft über. Also für Erdtank ungeeignet. Sodann: Kommt viel Wasser im Fallrohr, überspült das Wasser diese Rinne und das meiste fließt direkt ab.

Du brauchst also definitiv etwas, was das gesamte Wasser in den Tank bringt. Gleich ob viel oder wenig Wasser kommt. Ist der Tank voll, muss ein Überlauf her. Entweder in dieses Fallrohr oder in eine andere Leitung.

Was anderes: Auf dieser Seite kannst Du die Niederschlagsmengen für wichtige Orte in D heraussuchen. Nimm nur die Sommermonate in denen Du gießen musst.

http://www.wetterkontor.de/de/wetter/deutschland/monatswerte-station.asp

Ich hab mal Sommer 2015 Augsburg eingegeben.
Etwa 150 l/qm. Ich habe Haus-Grundfläche auf Dachfläche bezogen 100 qm. Also kamem 15 000 l runter. Da meine Zisterne nur etwa 1800 l fasst, was meinst Du, wie viel Wasser ich effektiv zum Gießen nutzen konnte? 15000 l? Falsch. Mal war die Zisterne fast voll, als es wieder regnete. Und so lief sie über. Dann hat es tagelang geregnet, weshalb ich nicht gießen musste. Dann war die Zisterne leer und ich musste aus der Wasserleitung gießen. Dann regnete es zwischendurch schwach. Dann kam mal mehr runter und dann war Herbst.
Am Hauswasserwerk habe ich zum Spaß nen alten Wasserzähler dran. Und der zeigte alljährlich maximal 2000 bis 3000 l an.
Das komplette Wassergedöns kostete mich in den letzten Jahren mit kaputter Pumpe etc. rund 1000 Euro. Gespart habe ich nichts. Jetzt ist das Einhell-Hausewsserwerk wieder defekt und ich habe eine Gardena-Pumpe reingehängt, mit der ich die Gießkannen befülle. Das ganze Thema ist mir jetzt zu doof. Und selbst die Hauswasserwerke bringen nicht den Druck, den man für nen Rasensprenger braucht. Und wenn doch, sollte man für Rasen schon 8 l auf den qm sprengen. Bei 100 qm Rasen ist nach paar Tagen der Tank leer und ich hole wieder Trinkwasser. Ob sich ein einziger Euro zu investieren lohnt ist fraglich. Sicher dann, wenn man schon den ganzen Winter sammeln kann und im Sommer dann 50 000 Liter zur Verfügung hat. Aber da bist Du auch viele tausend Euro erst mal in der Investition drin.

Stell Dir ein Regenfass oder wenn es schön sein soll ein gebrauchtes Eichenfass an das Fallrohr und hol da bei Bedarf mal etwas Gießwasser raus.

http://www.weinfassversand.de/Shop/Fass-Regentonnen:::6.html?MODsid=7ab823e36bf476e3ce554b 61b0c611be#page=1&products_sorter=6&display_select or=0&perpage_selector=50&specialsOnly=0&minimumPri ce=49&maximumPrice=2499
Für 150 Euro gibt es dort richtig tolle Fässer.

 

Ich habe mir das auch einmal durchgerechnet und wieder verworfen. Wasser sparen ist für die meisten eher ein teures Hobby anstatt eine richtige Ersparnis.

 

kjs
Bei mir rechnet es sich nur weil ich durch die Erweiterung höhere Abwassergebühren zahlen müßte und evtl den Carport nicht mal genehmigt bekommen würde. Deshalb auch die billigste Lösung mit 3 geschenkten IBC Containern, einem 60€ Fallrohrsammler und ca. 50€ Kleinteile. Entnahme nur über Schwerkraft, keine Pumpe und nichts.
Die 3000l gehen wahrscheinlich im Herbst zu 50% dann in den Garten wenn ich das Ding für den Winter leere. Auflagen Genüge getan......

 

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