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Rechnet sich ein Elektrohobel für das was ich vor habe?

05.02.2014, 13:22
Hallo,

seit fast 20 jahren sind die gleichen Holzbretter an meinen beiden Balkone und die müssen jetzt endlich mal ausgetauscht werden.
Ich hatte schon daran gedacht wieder einen Schreiner wie vor 20 Jahren damit zu beauftragen, bin aber jetzt auf die Idee gekommen das evtl. selbst zu machen.
Da ich noch keinen Elektrohobel besitze müsste ich mir erst einen kaufen und es stellt sich mir die Frage ob sich das rechnet bzw. lohnt?
Ich müsste mir etliche ungehobelte und unbehandelte Balkonbretter besorgen und dazu käme der Elektrohobel. Welches Gerät müsste ich denn da mindestens verwenden?
Die Bretter haben in etwa folgendes Maß:
10 Stück 450cm x 20cm x 2cm
10 Stück 250cm x 20cm x 2cm
10 Stück 100cm x 20cm x 2cm

Die Bretter müsste ich im Garten im Freien bearbeiten, da ich z.Zt noch keine Werkstatt. Die ist aber in Planung.

Schafft man das alleine?

Herzliche Grüße
Markus
 
Elektrohobel, Holzbearbeitung Elektrohobel, Holzbearbeitung
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10 Antworten
Wäre es nicht einfacher gehobelte Bretter zu nehmen? Ohne Übung wirst du egal mit welchem Hobel nicht unbedingt gute Ergebnisse erzielen. Du wirst also noch mit einkalkulieren müssen das eine oder andere Brett zu ruinieren und neu kaufen zu müssen.

 

Das geht mit den "normalen" Elektro(Hand)hobeln nicht, weil diese üblicherweise eine Breite von bis zu 82mm haben ...
*ichweißesgibtauchbreitere,aberdiesindauchsehrteu er*

... selbst wenn Du anstelle der GERADEN Messer, ABGERUNDETE Hobelmesser einsetzt, wirst Du immer einen kleinen Absatz produzieren der noch beigeschliffen werden muss (eher suboptimal).

Wenn Du normales Bauhholz kaufst (anstatt fertig gehobeltes) kann mit der Ersparnis knapp ein einfacher Abricht-/Dickenhobel mit 205mm Breite angeschafft werden (ca. 150-200€) denn immerhin brauchst Du ja insgesamt 80m Holz.

 

Wobei ein solcher einfacher kleiner Abricht/Dickenhobel
a) dann wieder nur sehr begrenzt einsetzbar ist
b) Wenn man ihn nicht länger braucht nur rumsteht und Platz wegnimmt.

Ich habe einen Metabo Abricht/Dickenhobel mit ca 40cm Hobelbreite. Bin damit sehr zufrieden, aber nutze ihn auch für Weich und Hartholz (bis zu Kirsche und Eiche).
Habe damit schon eine komplette Gartenhütte gebaut und sägeraue Bretter gehobelt und einige Bänke, Tische, Kisten usw. gebaut. Dann lohnt es sich in jedem Fall.

Von einem Handhobel (elektrisch) würde ich auf jeden Fall abraten.
Wenn der Hobel nur kurzfristig gebraucht wird findet sich ja vielleicht auch jemand, der einen hat und leihen kann?
Die kleineren Geräte lassen sich selbst mit einem Kombi transportieren.

 

Munze1  
Habt ihr gelesen? Er möchte 450 cm lange Bretter durchlassen, dass macht der Kleine auch, aber da gibt es immer Dellen. Bei den langen Brettern kippt der Kleine wahrscheinlich um und ist meiner Ansicht mit viel zu kleinen Abrichtflächen ausgestattet.
Du benötigst dann noch zusätzlich Bockrollen oder ähnliches.
Wahrscheinlich auch noch einen Helfer der dir beim Abnehmen behilflich ist.
Diese Länge würde ich fertig gehobelt kaufen, dann sind auch alle Bretter gleich dick und winkelig.

 

Geändert von Munze1 (05.02.2014 um 17:02 Uhr)
Zitat von Munze1
Habt ihr gelesen? Er möchte 450 cm lange Bretter durchlassen, dass macht der Kleine auch, aber da gibt es immer Dellen. Bei den langen Brettern kippt der Kleine wahrscheinlich um und ist meiner Ansicht mit viel zu kleinen Abrichtflächen ausgestattet.
Du benötigst dann noch zusätzlich Bockrollen oder ähnliches.
Wahrscheinlich auch noch einen Helfer der die beim Abnehmen behilflich ist.
Diese Länge würde ich fertig gehobelt kaufen, dann sind auch alle Bretter gleich dick und winkelig.

Ja klar habe ich das gelesen (und gerechnet) ...
... und das er einen Helfer und zusätzliche Rollböcke braucht versteht sich doch von selbst, oder?

Ich selbst würde die Kanten mit meinem Elektrohandhobel hobeln und fasen nachdem ich beide Seiten durch den Dickenhobel gejagt hätte ...

 

Der Rat, in meinem Fall bereits vorgehobelte Bretter zu kaufen, scheint mir jetzt doch der vernünftigste zu sein

 

Das spart viel zeit und Ärger, lol und ein Handhobel kann angeschafft werden wenn die Werkstatt ma steht

 

Auch ich würde die Bretter fertig gehobelt kaufen und nur noch schleifen, je nach gewünschter Oberfläche. Oder die rohen Bretter zu nem Tischler bringen und sie da über die Abrichte schieben.

Um die Teile sauber zu hobeln bräuchtest Du einen Hobel mit 20cm Hobelbreite, also nen ordentlichen Zimmermanns-Balkenhobel. Die Dinger kosten aber 600 Euro aufwärts. Dafür kannst Du dann auch eine ordentliche Abrichte kaufen, die allerdings halt Platz benötigt.

 

Nach die Bretter breiter sind als ein Standardhobel (Handhobel noch zu bezahlen) und es sich so anhört wie wenn du es noch nie gemacht hast (oder irre ich mich da?) würde ich fertige neue Bretter kaufen. Spart arbeit und sieht besser aus. Ich persönlich würde es selbst machen schon allein wegen dem Ego . Aber die Rechnung kannst du auch einfacher machen. Hobel kostet 100€ aber in der Standardbreite 82mm, wenn du 30 Bretter hast kostet Dich die Bearbeitung pro Brett 3,50€ und wohlgemerkt nur die Bearbeitung nicht das Material. Wenn du den Hobel nur dafür kaufst und sonst keine Verwendung dafür hast würde ich mir einen leihen nicht kaufen. Oder noch besser fertig bearbeitete Bretter kaufen.

 

Ich würde hier auch zu fertiger Ware greifen - alles andere ist ein Mammutprojekt, das ich so nicht machen möchte.

Vielleicht sehen das manche anders, aber ein Elektrohobel war bei mir in der Werkstatt schon immer das am wenigsten genutzte Werkzeug.

 

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