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PTS 10 - Längsschnitte verlaufen nach innen

07.09.2013, 15:11
Hallo alle -

meine treue PTS 10 hat mir heute ein Problem präsentiert - ich hoffe, Ihr könnt mir einen Tipp geben. Ich habe Buchenleimholz mit Längsschnitten am Längsanschlag in Leisten aufgetrennt, 80cm lang und 8cm breit. Die Außenkante der Leimholzbretter ist sauber besäumt. Das Problem: der Schnitt verläuft in der Mitte der Leisten nach Innen - die Leiste ist also in der Mitte (bei 40cm in dem Fall) schmaler als am vorderen und hinteren Ende.

Ich habe schon den Spaltkeil geprüft, den Anschlag mit einem Stahlwinkel ausgerichtet, das Sägeblatt gewechselt (beide Blätter sind original Bosch-Blätter für die PTS 10). Es ist immer dasselbe Ergebnis. Wenn ich die gesägte Kante auf den Maschinentisch stelle, ist in der Mitte ca. 1mm "Luft".

Ich bin dankbar für alle Tipps!

Viele Grüße, lizzard
 
PTS 10 PTS 10
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19 Antworten
Hallo Lizzard,
bist Du Dir sicher, dass das Werkstück während des gesamten Schnitts wirklich am Anschlag angelegen hat?
Ist die Bezugkante nach dem Schnitt immer noch absolut gerade oder vielleicht konvex geworden? Manchmal ändern sich das Spannungsgefüge im Holz durch das Auftrennen und die Leiste wird leider krumm. Mit einer Schieblehre die Breite an mehreren Stellen messen. Da hilft dann nur etwas breiter sägen, abrichten und auf Endmaß dickenhobeln.
Wie Zähne hat Dein Längsschnittblatt?
Viele Grüße
Olli

 

Hallo Olli -

danke für Deine Tipps. Ich hab den Schnitt nach dem Auftreten des Fehlers noch ca. 10 mal wiederholt, die Bezugskante lag immer an. Aber ich prüfe morgen nochmal, ob die konvex geworden ist - wenn ja, hätte sich das bei allen 15 Leisten gleichermaßen um 1mm verzogen, das wäre komisch. Ich werd auch mal den Längsanschlag mit dem Messschieber traktieren - nicht dass da was konvex ist...

Ich habe ein feineres und ein gröberes Blatt, beide haben das Problem - die Zahnzahl hab ich grad nicht zur Hand. Das gröbere ist das mitgelieferte gewesen, das feine hat Bosch in der Bonus-Aktion verschenkt.

lizzard

 

Vorsichtige Frage, wo liegt der Anschlag?
An der schmalen oder breiten Seite, ich trenne am genauesten, wenn die breite, nicht zu trennende Seite stehen bleibt.
Auch lege ich gerne eine vorher fertige Leiste durch oder an.
Bei 80 cm dürfte eher alles parallel werden.
Schwer verständlich geschrieben ich weiß, vielleicht dennoch hilfreich.
Gruß vom Daniel

 

Wenn an der Stelle, wo das Blatt in das Werkstück eintaucht der Abstand zwischen Sägeblatt und Anschlag stabil ist, kann eigentlich kein Fehler passieren.
Ich bin mir wie Olli schon andeutete sicher, dass es an der Leimholzqualität liegt. Leimhölzer werden nicht selten unsachgerecht verleimt (in Bezug auf Restfeuchte und Lage). Insgesamt gleicht sich das dann irgendwie aus und das Brett bleibt gerade. Ein schmaler Abschnitt aber verzieht sich. Längsschnitte in Leimholz sind an der schmalen Seite immer "riskant".
Ich würde so schmale Teile nicht aus Leimholz sägen, sondern passende Bretter kaufen.

 

Hallo Lizzard,
für Parallelschnitte immer ein Blatt mit möglichst wenig Zähnen verwenden. Das schont Deine Maschine und mindert die Rückschlaggefahr. Ich nehm z.B. ein 315er Z12. Wenn Dein Anschlag über den ganzen Tisch geht, könnte ein krummer Anschlag tatsächlich die Ursache sein. Mal mit einer Wasserwaage oder auf einer planen Tischfläche prüfen. Eigentlich sollte beim Schneiden schmaler Leisten der Anschlag zurückgezogen werden, um Klemmen oder Rückschlag zu vermeiden. Hast Du so ein Zusatzprofil bzw. gibts sowas für die PTS10?
Viel Erfolg
Olli
@Heinz: Das widerspenstige Holz war mein erster Gedanke. Aber wenn alle Leisten denselben Fehler aufweisen? Aber Ferndiagnose ist immer schwierig.

 

Für den Fall, dass sowohl die Bezugskante als auch der Parallelanschlag gerade sein sollten:
Nimm eine der bösen Leisten und schneide diese auf 7,9cm Breite. Während des gesamten Schnitts das Werkstück schön gegen den Anschlag drücken. Auf kontinuierlichen Vorschub und Kontakt zum Anschlag achten, auch wenn der Schiebestock eingesetzt wird. Ist die Schnittkante jetzt gerade?

 

Zitat von Heinz vom Haff
Wenn an der Stelle, wo das Blatt in das Werkstück eintaucht der Abstand zwischen Sägeblatt und Anschlag stabil ist, kann eigentlich kein Fehler passieren.
Ich bin mir wie Olli schon andeutete sicher, dass es an der Leimholzqualität liegt. Leimhölzer werden nicht selten unsachgerecht verleimt (in Bezug auf Restfeuchte und Lage). Insgesamt gleicht sich das dann irgendwie aus und das Brett bleibt gerade. Ein schmaler Abschnitt aber verzieht sich. Längsschnitte in Leimholz sind an der schmalen Seite immer "riskant".
Ich würde so schmale Teile nicht aus Leimholz sägen, sondern passende Bretter kaufen.
Hallo Heinz,
8 cm breite Leisten sind doch eher breit, ich säge mit meiner Eigenbaukreissäge
[ Ø 500] und einem Anschlag aus Schraubzwingen Leisten < 10 mm.
Das Leimholz sollte eher nicht die Ursache sein.
Für den Anhänger MULDANIEl habe ich einige Leimholzteile gesägt.
Ich denke auch das der Anschlag der Säge wackelt.
Ein schönes WE vom Daniel

 

Zitat von Olli_0815
@Heinz: Das widerspenstige Holz war mein erster Gedanke. Aber wenn alle Leisten denselben Fehler aufweisen? Aber Ferndiagnose ist immer schwierig.
ich habe in "meinem" Baumarkt schon Regalbretter Kiefer 100*400*19 gesehen, wo Splint an Kern und Kern an Splint verleimt war. Damit setzt sich der Fehler fort.
Aus diesem Regalbrett hätte man theoretisch vier 80mm "Bretter" sägen können.
Aber nur theoretisch.
:-)

 

Also theoretisch könntest Du sogar fünf Bretter daraus sägen.

 

Zitat von danielduesentrieb
Hallo Heinz,
8 cm breite Leisten sind doch eher breit, ich säge mit meiner Eigenbaukreissäge
[ Ø 500] und einem Anschlag aus Schraubzwingen Leisten < 10 mm.
Das Leimholz sollte eher nicht die Ursache sein.
Für den Anhänger MULDANIEl habe ich einige Leimholzteile gesägt.
Ich denke auch das der Anschlag der Säge wackelt.
Ein schönes WE vom Daniel
Hallo Daniel,
100 cm ist breit. Aus Vollholz habe ich auch schon schmalere Bretter gesägt. Ist halt ****. Würde mir das gerne mal ansehen.
Bei Leimholz schlechter Qualität gibt es bei schmalen Abschnitten (fast) immer Probleme.
Und die schlechte Qualität ist nicht selten.
Weil Leimholz wirklich ein toller Werkstoff für alles Mögliche ist, hole ich mir immer einen Vorrat, wenn es im Angebot ist.
Bis ich die Karre voll habe, baue ich regelmässig die gesamte Abteilung um. Es ist auch schon vorgekommen, dass die Leimholzbretter "klatschnass" waren.
Da musste ich dann nichts umbauen und habe mal geguckt, ob es irgendwelche fehlenden Kräuter ("gescheckter" Salbei oder Guter Heinrich) im Angebot gibt.
:-)

 

Zitat von Olli_0815
Also theoretisch könntest Du sogar fünf Bretter daraus sägen.
Woher weisst Du das ich an einem Patent für ein Sägeblatt mit 0mm Stärke arbeite?
Pass auf, was Du hier sagst. Das HvH-Zeroloss ist streng geheim.
;-)

 

Geändert von Heinz vom Haff (08.09.2013 um 00:23 Uhr)
Danke für Eure Tipps. Ich werde das nachher mal abarbeiten und alle Anregungen testen - kann schon sein, dass wirklich das Holz arbeitet. Aber dann müsste es nach dem Schnitt ja in der Tat auf einer Seite konvex und auf der anderen konkav sein.

Bisher habe ich diese Leimholz-Leisten schon einige Male problemlos herstellen können. Für den Rahmen einer Pinnwand von Hand entsprechendes Vollholz aushobeln ist mir einfach zu viel Arbeit.

 

Wenn der Fehler an der PTS liegt, dann müßte er auch bei Querschnitten und anderem Material auftreten. Span- oder MPX z.B.
Versuch macht kluch oder so.

 

Munze1  
Was mir noch einfällt.
Hast du eine Absaugung dran?
Falls Ohne - könnten sich genau n der Mitte des Schnitts, die Späne stauen, oder wieder lösen, was ein Flattern des Blattes bewirken kann und damit zu einer Ungenauigkeit führt.

 

Hallo Lizzard,
gibt es schon erste Trends oder Hochrechnungen von der PTS10 Front? Ich bin gespannt auf die Auflösung des Rätsels.

 

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