Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Projekt: Neue Werkstatt in Garage herrichten

02.02.2014, 09:10
Hallo,

ich möchte mir im hineren Teil meiner Garage eine Werkstatt erstellen und ich weiß nicht ob das was werden kann.
Der Raum ist ca. 10qm groß und ist zum vorderen Teil durch eine Trennwand mit Tür getrennt. In dem Raum befindet sich noch eine Tür die zum Garten führt und ein kleines Fenster. Die ganze Garage, auch dieser raum, ist nicht geheizt bzw. isoliert! Einfach verputztes Mauerwerk und gestrichene Betondecke.
Meine Befürchtung ist im Winter die Kälte und die Luftfeuchtigkeit die evtl. die Geräte bzw. eine Holzarbeitsplatte und sonstiges Holz kaputt macht. Ist das begründet? Hat von Euch jemand schon einmal so ein Projekt in Angriff genommen oder wer könnte mir Tipps geben.

Markus
 
Einrichtung, Werkstatt Einrichtung, Werkstatt
Bewerten: Bewertung 0 Bewertungen
23 Antworten
Willkommen im Club Mache auch alles in der Garage, da die aber mit dem Haus verbunden ist. Habe auch alle Werkzeuge da drin. Hatte noch nie Probleme.

 

Ist die Garage feucht oder bloss nicht isoliert? Falls letzteres ist höchstens der Heizofen ein Problem den du dir im Winter rein schiebst um trotzdem arbeiten zu kônnen. Die Luftfeuchtig ist übringens im Sommer meist bôher als im Winter.

 

Die meisten arbeiten in der Garage. Viele haben osb Platten an der Wand um nicht jedes Werkzeug mit dübeln befestigen zu müssen. So eine Konstruktion mit bischen standerwerk isoliert schonmal ein wenig. Im Winter nen kleinen Ofen rein zu schieben ist dann kein Problem und hält dich und deine Werkzeuge muckelig warm und rostfrei.

 

Hallo Markus,
so in etwa war das bei mir auch bis 2005, allerdings ohne Trennwand. Dann habe ich das Auto auf den Hof verbannt und habe jetzt ca. 36m² Spielzeugland. Isolieren bringt nur etwas, wenn Du das Gebäude permanent beheizen möchtest. Ich habe stattdessen einen Edelstahl Aussenkamin und einen Kaminofen installiert. Mit relativ wenig Holzeinsatz komme ich Samstags auf angenehme 15°C. Die Luftfeuchtigkeit ist allerdings höher als im Wohnhaus und die Holzfeuchte dementsprechend höher als im Wohnraum. Daher lagere ich mein Holz vor der entgültigen Verarbeitung im Haus. Ein Messgerät gibt grünes Licht, wann das Holz trocken genug ist. Gekaufte Leimholzplatten daher nicht für längere Zeit in der Werkstatt lagern. Mit den Maschinen kann es nur im Frühjahr Probleme geben, wenn das Metall ausgekühlt ist und es plötzlich warm wird und dabei die Luftfeuchte hoch ist. Dann Türen und Fenster geschlossen halten, damit sich insbesondere die Gusstische aufgrund Taupunktunterschreitung nicht in eine Seenlandschaft verwandeln.
Viel Spass
Olli

 

Ich habe zwar einen richtigen Raum (16m²) aber ähnliche Probleme (keine Heizung). Mittlerweile habe ich einen alten Kamin "reanimiert" und einen kleinen Werkstattofen (5kW) installiert. Die Luftfeuchte reguliere ich mit einem "Luftentfeuchter" der permanent die Luftfeuchtigkeit überwacht (selbstständiges ein-/ausschalten) und bei ca. 60% konstant hält.

 

@Jörg: Gell, das ist gemütlich mit dem Ofen. Wie bei Meister Eder. Hast Du schon Langzeiterfahrungen, wie sich der Betrieb des Luftentfeuchters auf den Zählerstand auswirkt? Kannst Du in etwa das Verhältnis zwischen An- und Auszeit abschätzen?

Ich hätte auch noch einen Tipp, der aber mit Aufwand verbunden ist. Ich habe seit über einem Jahr einen 4m² Luftkollektor auf dem Dach. Heute Nachmittag ist 80°C warme Luft in meine Werkstatt eingeblasen worden. Im letzten Frühjahr, als die graue Eiszeit vorüber war, hat das Teil erheblich zur Reduktion der Luftfeuchte in der Werkstatt beigetragen. Funzt natürlich nur, wenn der Planet brennt.

 

Ich danke Euch. Das steht ja einem Ausbau nichts mehr im Weg.
Meine Befürchtungen haben sich somit nicht bewahrheitet. Die Idee mit einem kleinen Holzofen und einem Edelstahlaussenkamin werde ich mal in Betracht ziehen. Muss man da einen Schornsteinfeger mit einbeziehen?

Die Idee mit den Holzplatten an der Wand find ich praktisch und gut. Die würde ich auch gerne auf den Fußboden legen. Die Frage ist ob ich hinter den Platten an der Wand zuvor eine 2cm starke Syrodurplatte zum isolieren noch anbringen soll? Wenn man schon dabei ist könnte man es ja auch gleich richtig machen.

 

Zitat von Holzbrett
Ich danke Euch. Das steht ja einem Ausbau nichts mehr im Weg.
Meine Befürchtungen haben sich somit nicht bewahrheitet. Die Idee mit einem kleinen Holzofen und einem Edelstahlaussenkamin werde ich mal in Betracht ziehen. Muss man da einen Schornsteinfeger mit einbeziehen?

Die Idee mit den Holzplatten an der Wand find ich praktisch und gut. Die würde ich auch gerne auf den Fußboden legen. Die Frage ist ob ich hinter den Platten an der Wand zuvor eine 2cm starke Syrodurplatte zum isolieren noch anbringen soll? Wenn man schon dabei ist könnte man es ja auch gleich richtig machen.

Bloß kein Styropor hinter die OSB Platten kleben.
Es sei denn du willst in die Schimmelzucht einsteigen.
Eine einfache Unterkonstruktion reicht aus.

Ja, der Schornsteinfeger muss das alles abnehmen.

 

Zitat von Tackleberry
...
Ja, der Schornsteinfeger muss das alles abnehmen.
Der Schornsteinfeger wird Dir keine OSB-Wand in der Nähe eines Werkstattofens abnehmen.

Ich habe in der Ecke wo mein Werkstattofen steht FERMACELL mit Ansetzbinder auf der alten, buckeligen Wand angebracht, weil auch eine "hölzerne Unterkonstruktion" nicht gestattet war.

 

Bei meinem Kaminofen im Wohnzimmer musste nur ein bestimmter Sicherheitsabstand vom Ofen zu den nächsten brennbaren Sachen wie Schrank etc. eingehalten werden. Da sollte es eigentlich kein Problem mit OSB-Platten geben. Ich werde aber dazu mal unseren Bezirksschornsteinfeger befragen.
Als Plan "B" gibt es ja noch den Elektroofen

 

Zitat von Olli_0815
@Jörg: Gell, das ist gemütlich mit dem Ofen. Wie bei Meister Eder. Hast Du schon Langzeiterfahrungen, wie sich der Betrieb des Luftentfeuchters auf den Zählerstand auswirkt? Kannst Du in etwa das Verhältnis zwischen An- und Auszeit abschätzen?
...
Ich hatte mal angefangen den Zähler abzulesen als ich ausschließlich mit Holz heizte (Ende Oktober 2013 bis Anfang Januar 2014) ...
... habe das aber nicht konsequent weiter verfolgt da ich das Ergebnis (egal welches) ja auch leider nicht beeinflussen kann.

Als ich den Raum im November 2012 in Betrieb genommen habe, hatte ich eine feuchte Wand. Die Nachbarin und ich haben unser Nebengebäude quasi "Rücken an Rücken" stehen und Sie hatte eine defekte Dachrinne.

Nach der Reparatur der Dachrinne hat es 3 Monate gedauert bis die Wand wieder trocken war und ich musste den Auffangbehälter des Entfeuchters 3mal am Tag leeren (ca. 3 Liter pro Leerung!). Nach einem Monat habe ich einen Ablaufschlauch angeschlossen und leite seitdem das Wasser direkt in den Werkstatteigenen Abfluss was aber nur noch sehr wenig ist.

Der Luftentfeuchter selber (ein wirklich tolles Teil) hat eine Leistung von 300 Watt und läuft meiner Schätzung nach im Schnitt ca. 8-10 Stunden pro Tag (also ca. 2,5 - 3 kW täglich).

Wie gesagt, einerseits würde es mich zwar auch interessieren, andererseits würde ich mich ja doch nur erschrecken und kann es nicht ändern denn ich brauche das Ding schon ...

 

Zitat von Holzbrett
Bei meinem Kaminofen im Wohnzimmer musste nur ein bestimmter Sicherheitsabstand vom Ofen zu den nächsten brennbaren Sachen wie Schrank etc. eingehalten werden. Da sollte es eigentlich kein Problem mit OSB-Platten geben. Ich werde aber dazu mal unseren Bezirksschornsteinfeger befragen.
Als Plan "B" gibt es ja noch den Elektroofen
Klar ist der Mindestabstand ein entscheidender Faktor und der ist bei den Werkstattöfen sehr unterschiedlich. Ich habe mir speziell einen Ofen ausgewählt, der rundherum nur 30cm (oder waren es 40cm?) Mindestabstand benötigt und habe den soweit wie möglich in die Ecke gequetscht, denn in der Werkstatt (ich habe nur 16²) will ich ja mit HOLZ arbeiten und nicht dem Ofen beim wärmen zusehen ...

... darum habe ich auch keine Glastür. Die hätte einen Mindestabstand von Minimum 60cm nach vorne benötigt und das nimmt mir letztlich zu viel Raum weg ...

... oder ich gehe das Risiko ein, dass mir irgendwann mein Nebengebäude abfackelt und die Versicherung sagt: "Grober Unfug, selbst schuld!" ...

Zum Thema "ELEKTRO-OFEN" sage ich nur:
Unter 25kW TÄGLICHEM Stromverbrauch kommst Du nicht durch einen "normalen Winter", (dann ist MEIN Raum ungefähr bei ca. 10° Celsius) und das sind dann mal schnell 160€ pro Monat extra ...

 

also von Styropor hinter einer OSB Wand kann ich auch nur abraten. die Luft dazwischen isoliert ansich schon genug und der Unterschied ist makulativ.

 

Da hat Linus1962 recht,
Wenn du von 0,22€ / kWh ausgehst und den E-Ofen 4 Tage die Woche laufen hast dann kannste bei 1 Stunde pro Tag aufs Jahr mit über 1.600€ Rechnen. Da ist die Frage was sich lohnt?!
Im Winter zahlst du für die Wärme und im Sommer kann es passieren das es sehr warm wird durch die Hitze von draußen.
Also eventuell mal über ein Klimagerät nachdenken wenn du auf Elekteobasis Heizen/Kühlen willst.
Wie viel Zeit wirst du denn in der Werkstatt verbringen (pro Woche)?

 

Woody  
Aus vor angeführten Gründen ist eine Isolierung mit Styropor nicht sinnvoll. Die Isolierwirkung der Luft dazwischen ist aber marginal (nicht makulativ, wasndas?), also vernachlässigbar.

Ich hab meine Werkstatt auch in einem Nebengebäude (nicht isoliert, Energieeffizienzstandard Stand Anfang voriges Jhdt) mit OSB ausgekleidet und hab jetzt knapp 0 Grad drin. Beheizen tu ich nur so halbstundenweise mit 2000kw-Elektrodings auf ca. 6 Grad. Das reicht mir, beim Arbeiten wird einem eh warm

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht