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Produkttests

07.08.2014, 00:06
Hi all,
mal ne allgemeine Frage, die sich wahrscheinlich eher von der Betreiberseite beantworten lässt, aber vielleicht weiß jemand anders dazu auch mehr als ich:

Was für Tests sind denn da in der Regel gewünscht und von wem erwartet man die?
In der Anleitung zur Bewerbung wird nicht darauf abgehoben, dass man mit einem Gerät der entsprechenden Kategorie überhaupt Erfahrung haben sollte. Find ich gut - gerade Leute, die sowas noch nie benutzt haben, können Rückschlüsse auf die allgemeine Marktgängigkeit geben. Bei 25 Tests natürlich nicht repräsentativ, aber ner Vorstudie zu ner weiteren Erhebung könnten die Daten dienen, schließlich liefern sie im Idealfalle Indizien.

Was mir aufgefallen ist: Forumsmitglieder (auch ich, gebe ich zu) klinken sich mit dem Argument aus, sie hätten schon ein vergleichbares Gerät, wie das zu testende. Für Bosch könnte aber doch auch grad der Vergleich zur Ware der Konkurrenz interessant sein, und wenn nicht der (bei der kleinen Referenzgruppe) doch dann die Beurteilung derer, die mit solch einem Werkzeug zu arbeiten wissen und es praktisch einsetzen. Imho geht es bei den Produkttests nicht darum, möglichst billig an ein Werkzeug zu kommen, sondern ein solches unter den jeweils eigenen Bedingungen realistisch zu testen, die Tests zu dokumentieren und das Ergebnis abzuliefern. In der Regel übersteigt bei ordentlicher Ausführung und Dokumentation der Aufwand den Wert des Gerätes, dass man dann behalten darf.

Trotzdem hab ich grad neulich, als es um den Kreuzlinienlaser ging, noch dazu ermuntert, so ein Gerät mal auszuprobieren, mich selber aber nicht beworben, weil ich schon mehrere ähnliche Laser habe und aktuell grad kein Projekt, an dem ich dessen für mich außer Frage stehende Nützlichkeit demonstrieren könnte. Ich habe keinen Zweifel daran, dass der Bosch Kreuzlinienlaser mit dem von Leica mithält, nachdem das schon No-Name China-Produkte perfekt können. Ich hab echt gestaunt über die China-Ware.

Abschließend: sind die Produkttests eher für Leute gedacht, die so ein Werkzeug noch nie hatten, oder eher für Leute, die sowas kennen, und das dann mal mit BOSCH vergleichen sollen? Die vorhandenen Tests lassen auf ersteres schließen und die haben ja auch ihre Berechtigung.

Liebe Grüße
Baldwin
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25 Antworten
Bine  
Interessante Frage

Ich sehe es so ....
Gewünscht sind alle möglichen Tests oder Projekte die mit so einem Gerät möglich sind .
Man hat hier unter den kreativen Köpfen schon einige Möglichkeiten gesehen was mit einem Gerät möglich ist was man nie vermutet hätte .
Vielleicht brauchen sie Ottonormalverbraucher die unvoreingenommen dem Gerät gegenüberstehen um kritisch testen zu können

Die Tests dienen vielleicht für eine eventuell weiteren Verbesserung in der Handhabung , aber ich denke da hat Bosch seine Werksüblichen Tester und braucht uns nicht wirklich

Manche Testberichte sind ja auch nicht zu gebrauchen , da werden 15 Zeilen geschrieben und noch nicht mal auf die Fragen des Projektmanagers eingegangen und schon mal keine Fotos mitgeliefert .

Es werden aber auch Tester genommen die andere Firmengeräte haben und auch vergleiche aufstellen .
Meiner Meinung werden nicht nur Leute genommen die so ein Gerät noch nicht haben .

 

Gute Frage.

Ich bewerbe mich nur auf Geräte, die ich auch nach dem Test benutzen werde und interessant finde und noch nicht habe. Es bringt mir nichts, ein Gerät zu testen, dass dann bei mir ungenutzt rumliegt. Weil es der 5. Schrauber ist oder ich keine Heckenschere brauche, da ich keinen Garten habe und für den Test die Hecke eines Freundes gestutzt habe.
Ähnliche Geräte finde ich da schon interessanter, z.B. habe ich eine Kreissäge, habe mich aber trotzdem auf die Akkuvariante beworben (leider erfolglos), da ich das Konzept gut finde und in der Garage praktischer als die Kabelversion.
Ich habe schon Tests gelesen, in denen ein vergleichbares Gerät vorhanden war und dann verglichen wurde. Wenn Bosch so etwas nicht haben will, könnte das bei der Bewerbung abgefragt werden. Das hat Bosch also selbst in der Hand und die Tests werden ja schon eine Weile durchgeführt, es ist also entsprechende Erfahrung vorhanden.
Die Qualität der Tests ist sehr unterschiedlich, es gibt immer welche, die viel zu kurz sind und / oder nichtssagend. Das kann man nur dann verhindern bzw eingrenzen, wenn man wenig neue Forumsmitglieder testen lässt und immer wieder auf "Altbewährte" zurückgreift. Ob das gewollt ist, ist eine andere Frage.
Ich hoffe einfach, dass Tester mit schlechten Tests nicht wiedergewählt werden.

 

Wolfman  
Ja, das ist das Pech was man dann meist hat. Würde mich auch nur auf Geräte bewerben die ich auch zu Nutzen gedenke.

 

Woody  
Ich bewerbe mich auch nur auf Geräte, welche ich

- noch nicht in dieser Ausführung habe
- auch nach der Testphase intensiv nutzen werde
- entsprechend aussagekräftige Testprojekte dafür habe
- Zeit zum Testen haben werde
- und nicht gerade im Monat davor schon als Tester ausgewählt wurde (fände ich einfach unfair)

 

Stimme ich Woody absolut zu... Mache auch oft von Händlern Test mit DB und Werkzeugen ... Allerdings gehen diese danach wieder an die Händler zurück, was ich absolut in Ordnung finde. Denn dann ist auch ausgeschlossen das manch schwarzes Schaf dabei ist, das nur bock auf kostenlose Maschine hat.. Kommt selten zwar vor, aber so sind die Chancen gleich ..
Ich bekomme dann von Händler eine kleine Aufmerksamkeit, Vergütung ..
Oder Rabatt auf das Werkzeug , die Maschine wenn ich sie kaufen will..
Mache das schon seit Jahren so. War auch so mit holzwerken vereinbart , als sie die Zeitschrift heraus brachten vor Jahren

 

Funny08  
Zitat von baldwin
....In der Regel übersteigt bei ordentlicher Ausführung und Dokumentation der Aufwand den Wert des Gerätes, dass man dann behalten darf.
....
Was du da meinst, könntest du mir bei Gelegenheit mal für mein pers. Verständnis genauer auslegen.

 

Wolfman  
@baldwin
musst doch nichts machen was viel kostet ??? versteh ich jetzt auch nicht. Und die Bewerbung ist ja auch Freiwillig.

 

Ich halte es wie Woody und wenn nicht gerade ein Projekt zu machen ist lohnt es nicht zu bewerben.

 

Zitat von Wolfman
@baldwin
musst doch nichts machen was viel kostet ??? versteh ich jetzt auch nicht. Und die Bewerbung ist ja auch Freiwillig.
Das wäre doch nur der Fall, wenn man Stundenlohn ansetzt. Wenn ich mich freiwillig bewerbe und ein Projekt angebe, würde ich das Projekt doch auch ohne das Gerät machen, da kann man das Material doch nicht mitrechnen.

 

So sehe ich das auch, ich bewerbe micht nur auf Produkttests, wenn ein passendes Projekt eh ansteht.

Eventuell wird ein anstehendes Projekt vorgezogen.

 

Wenn ich mich für einen Test bewerbe Interresiert mich das Gerät und ich hab Projekte dafür,die Auswahl ob ich oder ein anderer Testen darf,darüber werden sich die betreffenden Produktmanager schon ihre Gedanken gemacht haben.
Und wenns der klassische Lostopf ist.
Wenn ich nicht zu den "Auserwälten"gehöre,was solls,war ich eben nicht in der Zielgruppe.

 

Hm...
Ich bewerbe mich auch nicht für Geräte, bei denen mir wegen zB nicht vorhandener Hecke keine Verwendung einfällt.
Aber ich gestehe, dass ich mich auch schon beworben habe, obwohl ich mir noch nicht ganz im Klaren war, was sich alles mit dem Teil anstellen lässt und ich dann erstaunt bin, dass ich damit Dinge machen kann, die ich nicht für möglich gehalten hatte
So passiert mit der KEO - ursprünglich wollte ich nur im Garten den Bäumen und Büschen zu Leibe rücken. Inzwischen hab ich festgestellt, dass sie sich auch hervorragend für Rigips-Zuschnitt eignet.

Ich habe auch nicht immer spontan ein passendes Projekt uff Tasche. Aber manchmal guck ich mir das zu testende Gerät noch ein paar Mal an (Die dazugehörige Microsite und andere Dinge) und dann kommt mir etwas in den Sinn, was sich machen ließe.
Oder ich sehe das Gerät und denke: Ach siehste .... das und das wollte ich schon lange mal gemacht haben (zB als der Tacker getestet wurde - bin zwar nicht ausgewählt worden, aber wir haben trotzdem unsere Stühle neu bezogen)

Tester werden sicherlich nach den unterschiedlichsten Kriterien ausgewählt. Von dem "eigentlich hab ichs nicht so mit Handwerken"-Neuling bis hin zu Mitgliedern, bei denen man weiß, dass sie mit den Geräten und verwendbaren Werkstoffen umgehen können.

 

Zitat von sabolein
Ich habe auch nicht immer spontan ein passendes Projekt uff Tasche. Aber manchmal guck ich mir das zu testende Gerät noch ein paar Mal an (Die dazugehörige Microsite und andere Dinge) und dann kommt mir etwas in den Sinn, was sich machen ließe.
Oder ich sehe das Gerät und denke: Ach siehste .... das und das wollte ich schon lange mal gemacht haben (zB als der Tacker getestet wurde - bin zwar nicht ausgewählt worden, aber wir haben trotzdem unsere Stühle neu bezogen)
Finde ich auch prima, ein passendes Projekt auszudenken und dann umzusetzen.
Meine ToDoListe ist auch nicht besonders lang, wird aber oft spontan ergänzt.

 

Janinez  
Ich mache es wie Woody und auch nur, wenn ich Zeit für ein Projekt habe - allerdings werden so wie jetzt auch mal ungeliebte lang anstehende Projekte ausgegraben und dann eben wegen dem Test angegangen - so hat alles seine Vorteile

 

Zitat von Funny08
Was du da meinst, könntest du mir bei Gelegenheit mal für mein pers. Verständnis genauer auslegen.
Lass mich das an einem theoretischen Beispiel erläutern:
Ich habe ein Projekt, das ich in zehn Arbeitsstunden realisieren kann. Kommt ne ausführliche Fotodokumentation dazu, muss ich dafür den Arbeitsfluss mehrmals unterbrechen, kontrollieren, ob die Fotos tauglich geworden sind und notfalls den Arbeitsschritt fürs Foto noch mal nachstellen. Das kostet ziemlich viel Zeit.
Am Ende gilt es, die Erfahrungen mit dem Werkzeug in Text und Bild aufzubereiten und in das hier vorgegebene System einzupflegen, was nochmal viel Zeit erfordert. Insgesamt schätze ich den zusätzlichen Aufwand für eine ausführliche und ordentliche Dokumentation bei einem 10-Stunden Projekt auf mindestens fünf Stunden. Auch wenn ich nicht mit nem fiktivem Stundenlohn im Hinterkopf in die Werkstatt gehe, überleg ich mir bei meinen Projekten schon, ob sich das Selbermachen lohnt. Meistens lohnt es sich nicht deswegen, weil es billiger ist als ne gekaufte Lösung, sondern weil es am Ende besser an meine Anforderungen angepasst ist, also ganz konkret und optimal dem dient, was ich brauche, auch wenn ich mir dazu ein nötiges Werkzeug kaufen muss.
Bei den Produkttests kommt ein Overhead hinzu, den man - wenn man es denn ernst meint und was ordentliches abliefern will - nicht unterschätzen darf. Dabei geht es mir nicht um fiktive Kosten pro Stunde, die man sich dann irgendwie hinrechnet, sondern allein um Zeit: Ein Zehn-Stunden-Projekt krieg ich an einem Wochenende gut hin, ohne im Keller sozial zu vereinsamen. Kommen da noch fünf Stunden drauf für die Dokumentation, wirds schon grenzwertig.
Wenn ich für so ein Projekt ein für 60-80 Euro erhältliches Gerät brauche, kauf ich mir das lieber selber und spar mir den Doku-Aufwand.
Natürlich ist der Dokumentationsaufwand für das zu testende Gerät nicht immer gleich, sollte aber im Idealfall relativ konstant sein, was Umfang, Illustration und Erfahrungsbericht anbelangt. Auf jeden Fall halte ich es für fair, dass BOSCH für die Überlassung des Gerätes ne vernünftige Rückmeldung kriegt und ich hab einige Produkttests gelesen, die ich als solche nicht angenommen hätte.
Ein Produkttest ist schließlich keine Maschinenverlosung oder sonst ein Gewinnspiel, sondern ein Auftrag, ne Maschine zu testen und das Ergebnis zu dokumentieren.
Neulich bei dem Aufruf zum Test eines Kreuzlinienlasers ist mir aufgefallen, dass viele, die keinen haben, einfach abgewunken haben, weil sie der nicht wirklich interessiert. Schade, dachte ich und hab versucht, zum Testen aufzumuntern.
Nachher hab ich mich gefragt, ob das richtig war, oder ich nicht wenigstens selbst hätte die Bereitschaft zu einem Test anbieten sollen, was ich nicht gemacht habe.

Zitat von kaypiranha
Das wäre doch nur der Fall, wenn man Stundenlohn ansetzt. Wenn ich mich freiwillig bewerbe und ein Projekt angebe, würde ich das Projekt doch auch ohne das Gerät machen, da kann man das Material doch nicht mitrechnen.
@kaypiranha: natürlich zählt Material etc. nicht.

 

Geändert von baldwin (07.08.2014 um 19:24 Uhr)
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