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Probleme beim lackieren

19.05.2011, 18:21
Ich nehm jetzt mal den Publikumsjoker. Ich versuche meine alten Holzfenster zu lackieren. Dazu benutze ich weiße Acrylfarbe. Die alte Farbe habe ich restlos abgeschliffen da ich nicht wusste wie sie sich mit der neuen verträgt. Außerdem war sie schon sehr lose.


Mein Problem. Die neue Farbe hält an den meisten Stellen. Jedoch sind zahlreiche Stellen an denen sie nicht hält. Dabei ist halten das falsche Wort. Ich lackiere, es ist überall auf dem Fenster Farbe und nach einer halben Stunde hat sich die Farbe von den besagten Stellen verzogen. Also nicht mal aufgesaugt sondern weg als hätte ich an diesen Stellen keinen Lack aufgetragen. Sie ist aber auch nicht verlaufen. Keine Ahnung was da falsch läuft.


Vorbehandelt habe ich wie folgt: Fenster restlos abschleifen. Holzwurmlöcher mit Universal Karosseriespachtel verschlossen, mit Druckluft von Staub befreit (es ist kein Öler an der Leitung), nass abgewischt und mit einem sauberen Handtuch getrocknet, mit Entfetter abgewischt um dann lackieren zu können.


Falls mir jemand helfen kann, nur zu. Ich bin für jede Hilfe dankbar.
 
Fenster, holz, Lackieren, Malen Fenster, holz, Lackieren, Malen
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8 Antworten
Servus

Die Lösung ist ganz einfach.
Deine Acryl Farbe ist ja wasserlöslich. Siehe auswaschen des Pinsels.

Die vorher verwendete Farbe war die gute alte Ölfarbe. Und da sich Wasser(farbe) und Ölfarbe abstoßen hat die Acryl Farbe verloren.

Außerdem kann ich Dir die Acrylfarbe eh nicht für die Fenster empfehlen. Das wird nix.
Der einzige Vorteil der Acrylfarbe ist vermutich, das man das gelumpe saufen könnte.
NICHT Trinken !!!

Ich habe meine letzte Ölfarbe weiß 2,5l für rund 13.-€ bei Tedox/Harste in Bayreuth
gekauft und Türen und Zargen gestrichen. Diese Farbe ist ganz gut deckend und
härtet gleichmäßig aus.

MfG. Bastelfuchs

 

Aber er hat doch alles entfernt und dann noch entfettet?
Wo kommt die alte Farbe jetzt noch her?

 

da hat bastelfuchs recht.
acryl-lacke nimmt man wenn überhaupt nur im innenbereich.
und selbst da würde ich,die nicht einsetzen,da diese
wasserlacke einfach nicht gut decken.

ich würde einen lösemittelhaltigen fensterlack.
man kann bei fenstern nicht irgendeinen weissen lack nehmen.

beispiel:

http://www.herbol.de/produkte/venti3plussatinzq.htm

Die alte farbe würde ich absulut restlos wegschleifen bzw mit anlauger nochmal nacharbeiten.

 

Geändert von Flotter_Pinsel (19.05.2011 um 21:21 Uhr)
Dank Euch schon mal für die Antworten. Der Lack stand halt bei mir rum und ich hab vorher nicht drüber nachgedacht. Bzw. war ich der Hoffnung, dass die Vorarbeit mir da weiterhilft.


Wenn ich nen Anlauger benutze, bekomme ich dann Schwierigkeiten mit meinem Spachtel? Ich habe nämlich zwei komplett aufgelöste Leisten mit dem Spachtel nachgeformt.


Und wenn ich mir die ölhaltige Farbe besorgt habe, mit welcher Verdünnung sollte ich dann arbeiten wenn ich es mit der PFS 65 verarbeiten will? Ist mir grad eingefallen. Ein Fensterprofil habe ich ja neu angefertig. Es ist unbehandeltes Holz auf dem noch nie Farbe war und trotzdem hab ich dort das gleiche Problem. Kann das sein? Bzw. kann es noch andere Ursachen geben?


Danke euch jetzt schon. Malern ist einfach nicht mein Ding.
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Ich habe zwar vom Lackieren wenig Ahnung, aber ich denke auch bei neuem Holz kann es solche Probleme geben. Da braucht nur ein Holzschutzmittel drinne sein was Probleme macht.
Bei meinem zuletzt lackiertem Holz bin ich mit meinem Schwiegervater (Lackierer) anders vorgegangen. Erst geschliffen, gespachtel, geschliffen.... Dann Füller drauf, Acryl-Lack und dann Klarlack. Dabei handelte es sich aber um eine Art Möbelstück und nicht um ein Fenster.

 

Zitat von zumring
Aber er hat doch alles entfernt und dann noch entfettet?
Wo kommt die alte Farbe jetzt noch her?
Ölhaltige Bestandteile des ersten aufgebrachten Lackes sind bereits beim ersten
Lackieren in das Holz eingedrungen (aufgesaugt worden).
Da sind diese zum Teil noch heute noch.

Und ob die alte Farbe komplett entfernt wurde (Rillen) ist auch nicht gesichert.

 

Zitat von Ahkeyuh
Dank Euch schon mal für die Antworten. Der Lack stand halt bei mir rum und ich hab vorher nicht drüber nachgedacht. Bzw. war ich der Hoffnung, dass die Vorarbeit mir da weiterhilft.


Wenn ich nen Anlauger benutze, bekomme ich dann Schwierigkeiten mit meinem Spachtel? Ich habe nämlich zwei komplett aufgelöste Leisten mit dem Spachtel nachgeformt.


Und wenn ich mir die ölhaltige Farbe besorgt habe, mit welcher Verdünnung sollte ich dann arbeiten wenn ich es mit der PFS 65 verarbeiten will? Ist mir grad eingefallen. Ein Fensterprofil habe ich ja neu angefertig. Es ist unbehandeltes Holz auf dem noch nie Farbe war und trotzdem hab ich dort das gleiche Problem. Kann das sein? Bzw. kann es noch andere Ursachen geben?


Danke euch jetzt schon. Malern ist einfach nicht mein Ding.
Also einen Anlauger würde ich besser nicht verwenden, da die Chemische Verträglichkeit mit Ölfarbe unklar ist.
Desweiteren bringt der Anlauger Wasser ins Holz, was vor dem Lackieren erstmal
wieder trocknen müsste!
Die aufgebrachte Acryl Farbe nochmal abschleifen und unter Lehrgeld verbuchen.
Das neu gefertigte Profil hat noch viel Harz drinnen, was sich mit Wasser ebenso
abstoßend verhält.


Die PFS 65 kannst Du als schönes Spielzeug im Schrank belassen.
Sie wäre vermutlich auch garnicht für die Ölfarbe geeignet.
3 Lackschichten auf 2 Seiten ergiebt 6*reinigen der Spritze.
Vom notwendigen Abkleben der Gläser mal ganz abgesehen.
Willst Du dir das wirklich antun?

Lösungsmittel für Ölfarbe ist Terpentin bzw. Pinselreiniger. Dieses Lösungsmittel
wird aber erst am Ende zum reinigen der Malergeräte benötigt.
Wiki __ Terpentin wurde aus Baumharz destilliert.
Damit die Malergeräte nicht zwischen den Lackiervorgängen vertrocknen, werden
diese einfach in einem wegwerf Behältnis (z.B. Plastikbecher) unter Wasser vor
Austrocknung geschützt. Bevor man weiter lackiert Wasser auschleudern und Restwasser auf z.B. Karton ausstreichen.

Wer gut streichen kann, braucht auch die Gläser nicht abzukleben.

Jede aufgebrachte Farbschicht muß komplett durchgetrocknet sein bevor die nächste aufgebracht wird. Bei nicht Beachtung ergeben sich nie ganz austrocknende Schichten, die bis zur Runzelbildung gehen.

Normalerweise erste Schicht Grundierung am besten mit Filler. (Tipp 10-15 verdünnte Ölfarbe) für tiefes eindringen ins Holz.
2. und 3. Schicht die Ölfarbe ohne Verdünnung.

Mann bin ich froh aktuelle Kunststoff Fenster eingebaut zu haben.

Grüße aus Oberfranken vom Bastelfuchs

 

Geändert von Bastelfuchs (20.05.2011 um 13:40 Uhr)
Hallo Bastelfuchs.


Du bist heute mein Held des Tages. Anlauger war mir auch nicht ganz geheuer. Hab also heute im Baumarkt keinen mitgenommen. Abschleifen wollte ich ursprünglich doch der Lack war immer noch nicht durchgetrocknet. Also hab ich Abbeizer rauf gepackt.


Lehrgeld kann man das nennen. Morgen muss ich noch mal drüber schleifen und dann versuch ich mein Glück erneut. Die Anleitung ist Klasse. Mit dem neuen Profil hast du vermutlich Recht. Hört sich logisch an.


Die PFS 65 muss ich für die neue Ölfarbe tatsächlich im Schrank lassen weil man die Ölfarbe nicht verdünnen sollte. Steht zumindest drauf. Als Grundierung werde ich deinen Tipp trotzdem umsetzen.


Abgeklebt hatte ich natürlich fürs sprühen. Hab ich dann mit der Beize gleich wieder runterwaschen können. Und sehr gut streichen kann ich eben nicht, deshalb habe ich ja abgeklebt. Wollts halt ganz genau machen.


Neue Fenster kommen dort erst in 5-10 Jahren rein, deshalb mache ich mir ja nochmal die Arbeit. Aktuell wird das Haus nur für die Hunde genutzt und denen ist egal welches Material die Fenster haben. Kaputt machen sie es dann sowieso.


Danke auf jeden Fall und Grüße aus Mittelfranken.

 

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