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Problem mit Forstner Bohrer

08.12.2015, 23:07
Maggy  
Aufgrund des kommenden Weihnachtsfestes wurde mein Forstner Bohrer mit dem Durchmesser der Teelichttüllen etwas häufiger genutz. In der Mitte des Bohrers ist ja diese Nase, die etwas länger raus guckt als die Frästeile. Wenn ich bisher mit meiner Tischbohrmaschine ein Loch gebohrt habe, dann habe ich vorher mit einem Dorn ein kleines Loch gekennzeichnet und den Bohrer dann angesetzt. Der hat sich fast von selbst dann in dieses Loch gesetzt und das Teelichtloch gefräst. Nun scheinen die Fräsflächen stumpf geworden zu sein. Auf jeden Fall ist es jetzt so, daß ich wie immer handle, aber der Bohrer anfangs etwas eiert oder manchmal sogar ausschlägt bis er richtig faßt. Nun vermute ich, daß das von stumpfen Fräsflächen kommt.
Kann man einen Forstner Bohrer selbst schärfen oder wie macht Ihr das? Kauft Ihr immer gleich neu nach? (möchte ich eigentlich nicht)
Ich danke für euerre Hilfe.
 
Forstner, Forstnerbohrer Forstner, Forstnerbohrer
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35 Antworten
kjs
Das ist ziemlich normal wenn die Dinger etwas länger benutzt werden. Mit selbst schärfen habe ich da noch nicht viel Glück gehabt aber angeblich kann "man" das........
Manchmal hilft auch gut putzen weil sich in den feinen Spiralen der Spitze gerne etwas absetzt und die sich ansammelnde Späne dann nicht mehr heraus können und nach der Seite drücken. Das sieht man oft sehr schlecht. Passiert sehr gerne in harzigem Holz oder noch schlimmer wenn man durch Leimfugen bohrt. Bohrer über Nacht in Benzin legen und am nächsten Morgen ist er wieder glücklich.

 

Geändert von kjs (08.12.2015 um 23:21 Uhr)
Maggy  
Danke
Sauber ist der Bohrer, ich pinsle ihn jedesmal nach Benutzung ganz feste ab solange bis er wirklich sauber ist.

 

Wenn es ein hochwertiger Bohrer ist, kann man ihn sicher schärfen. Wie man das macht, weiß ich leider nicht.
Auch wenn Du meinst, dass der Bohrer sauber ist, würde ich es trotzdem mal mit der "Benzin-Methode" von kjs oder Backofenspray versuchen. Damit bekommt man zumindest Fräser wieder sauber.

 

kjs
Leider hat Jan recht (und wer Recht hat zahlt ne Maß!). Mit Pinseln bekommt man Harz oder Leimreste nicht raus und oft sieht es sehr sauber aus und trotzdem ist was drin. Ich habe ein altes Honigglas (mit Blechdeckel) mit Benzin drin in der Werkstatt. Da fliegen alle Bohrer und Fräser rein nachdem ich sie verwendet habe ob sie es brauchen oder nicht (natürlich NICHT die Fräser mit Kugellager...).

 

Geändert von kjs (09.12.2015 um 00:41 Uhr)
Wenn Du den Bohrer von der Spitze aus anschaust, siehst Du alles was gechliffen werden sollte. Am besten mit Dreikantfeile - alternativ Vierkantfeile. Alle Flächen mit gleichem Druck und etwa gleicher Anzahl Hübe anfeilen. Immer exakt plan. Vergiss die Spitze nicht, hier ist die Dreikantfeile von Vorteil.

Versuch es mal, aber Bohrer sind hart und wenn es nicht geht, kauf nen neuen. Von Wolfcraft sind die günstig. Aber auch hier: Wer billig kauft, hat weniger Spaß ... Und niemals heiß laufen lassen.

 

Der Umgang mit ein stumpf gewordener Förstnerbohrer macht keinen Spaß. Da die Schneiden stumpf sind wird mehr Wärme erzeugt und je stumpfer sie wird desto mehr Wärme wird erzeugt. Leider wird dann zu viel Druck auf den Bohrer ausgeübt getreu dem Motto "das ging doch gestern gut warum also jetzt nicht?" und dadurch wird die Situation verschlimmert. Das kann soweit gehen dass sogar Rauch aufsteigt und der Bohrer anläuft. Wenn das passiert dann hat das Material deutlich an Härte verloren und ist unbrauchbar geworden.

Grundsätzlich kann man alle Förstnerbohrer schärfen. Voraussetzung hierfür ist aber immer das richtige Werkzeug.
Von der Verwendung einer Feile würde ich jedoch dringlichst abraten denn, diese nehmen viel zu viel Material weg. Hier sind Schleifstifte die richtige Wahl. Es wird immer so wenig Material abgetragen wie möglich. Dabei müssen nicht die gesamte Flächen geschliffen werden sondern nur die erste ca. 0,5 mm der Schneide. Das ist ausreichend um weiter arbeiten zu können.

Bei hochwertige Bohrer ist es natürlich besser diese Professionell schärfen zu lassen aber auch hier kann man sich ein bis zwei mal behelfen. Spätestens ab dem dritten mal sollte der Profi dran.

Bei Hartmetallbohrer würde ich dazu raten einfach die Finger davon zu lassen. Zwar kann man diese auch mit Diamantwerkzeuge bearbeiten jedoch ist dann meist die erforderliche Schneidgeometrie hinüber.

 

Hallo Maggy,

es gibt auch spezielle Werkzeugschleifereien. Erkundige Dich mal ob in Deiner Nähe so eine ist.
Hier lohnt es sich vorab nach dem Preis zu fragen. Evtl. ist ein Neukauf nicht teurer.
Das hängt natürlich auch davon ab, welche Qualität Dein Werkzeug hat.

Bitte nicht falsch verstehen, aber wie wir alle wissen, gibt es Forstnerbohrersätze die das gleiche kosten wie ein einzelner Forstnerbohrer in Handwerker Qualittät. Das gilt natürlich nicht nur für Forstnerbohrer.

Ich würde an Deiner Stelle mal die Reinigung mit Benzin probieren und danach testen. Vielleicht erübrigt sich ja dann das Schärfen von allein.....

 

Bastelkellers Antwort kann ich in allen Punkten zu stimmen. Es gibt Geräte wie du diese bohrer selber schärfen kannst aber die kosten wirklich 2000 Euro haben wir auch in der Firma. Schärfen lassen ist eine Preis sache. Ich denke frag nach denke es wird so 25 Euro kosten.

 

Maggy  
Danke für all eure Antworten. Ich habe den Bohrer (41,5mm) in einem Set mit 24 Teelichttüllen gekauft und habe jetzt 12 x damit gebohrt. Da denke ich, das ist einfach zu wenig.
Wenn ich mir jetzt einen neuen kaufe, wäre evt eine Alternative dieser verstellbare forstnerboher von 25 - 50 mm, wie ihn Rainerle in einem Projekt beschrieben hat.

 

Hy Maggy,
nun Reinigen würde ich es als erster. Ich würde von der Apotheke Wundbenzin nehmen. Benzin kommt mir wegen der Dämpfe eher nicht in Frage.
Ansonsten wie oben beschrieben eher einen besseren teureren kaufen

 

kjs
Zitat von Maggy
Danke für all eure Antworten. Ich habe den Bohrer (41,5mm) in einem Set mit 24 Teelichttüllen gekauft und habe jetzt 12 x damit gebohrt. Da denke ich, das ist einfach zu wenig.
Wenn ich mir jetzt einen neuen kaufe, wäre evt eine Alternative dieser verstellbare forstnerboher von 25 - 50 mm, wie ihn Rainerle in einem Projekt beschrieben hat.
Maggy, da liegen normalerweise die billigsten Teile mit drin. Ein guter Forstnerbohrer kostet wahrscheinlich mehr als das ganze Paket.
Die verstellbaren Lochsägen mag ich überhaupt nicht. Die sind nur dann brauchbar wenn sie auch so viel kosten wie ein sehr guter Forstner Bohrer. Da kaufst Du besser eine Lochsäge (Bi-Metall) in der gewünschten Größe. Allerdings kannst Du damit keine Sacklöcher bohren weil der Kern stehen bleibt. Außerdem hast Du in der Mitte immer ein tiefes Loch vom Führungsbohrer.
Versuch es am Besten Mal mit einem richtigen Forstner Bohrer. Da gibt es Riesen Unterschiede in der Qualität.....

 

Maggy  
Danke, ich habe auch "richtige" Forstner Bohrer, 40 mm, 25mm und 30 mm - aber diesen hatte ich extra gekauft um die Teelichter nicht direkt ins Holz setzen zu müssen sondern in die Tüllen - und die benötigen 1,5 mm mehr Umfang.

 

Dog
Wenns keine Marke ist wegwerfen und neuen kaufen.Wenn du den viel brauchst rentiert sich etwas mehr zu bezahlen und was zu kaufen das man zum schärfen geben kann.Ist es ne einmalige Sache tuts auch ein Wolfcraft.

 

Ich habe den 41,5er Forstnerbohrer einzeln für 20 EUR gesehen, im Set 10 teelichter an knapp 30 EUR.
Die Qualtät scheint nicht die beste zu sein, aber ausreichend für Bohrungen in weichem Holz.

Ich würde einen neuen nehmen, auch wenn es etwas schade ist.

 

Maggy, kauf den verstellbaren, der kostet weniger und den kannst Du beliebig verwenden und auch leicht nachschleifen. Meinen habe ich nich nie geschliffen, funktioniert wie am ersten Tag.

 

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