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PPS 7: Erste Eindrücke und viele Fragen

31.01.2016, 17:04
Ich habe nun endlich meine PPS 7 und den PTA 2000 in Betrieb genommen und möchte Euch ein wenig davon erzählen, bzw. auch an die erfahrenen und kompetenten unter Euch ein paar Fragen stellen.
Das Auspacken war schon ein Akt. Ich habe die Styroporklötze unter dem Motor nur mit Cuttermesser und 20 Minuten voller Mannesleistung raus gekriegt. Erst als es zu spät war und ich mit Styroporflocken die halbe Werkstatt eingeschneit hatte, kam mir die Idee, dass ich die Säge vielleicht vorher aus dem Karton hätte nehmen können um dann die Säge per Zugfunktion vom Styropor zu trennen. Sei's drum... Mit folgenden Bauteilen habe ich noch Probleme.
Universalanschlag:
Wenn ich den Universalanschlag an der rechten Seite festmache, kann ich die Anschlagsschiene so gut wie garnicht Richtung Sägeblatt verschieben, weil sie sich mit Sägetisch verkeilt. Ich muss dafür erst den Drehknauf vom Universalanschlag wieder lösen. Dann ändert sich aber beim wieder anziehen der Abstand. Bringe ich den Universalanschlag an der Vorderseite oder an der Tischerweiterung (diese habe ich links montiert) an, habe ich das Problem nicht.
Was aber noch viel schlimmer ist: Die Anschlagsschiene ist nicht parallel zum Sägeblatt! Ich habe das gemessen und mich dabei am Sägeschlitz orientiert, siehe Fotos. Den Universalanschlag rechts montiert und mit dem Zollstock den Abstand zum Sägeschlitz hinten und vorne gemessen. Geht auf ca. 250 mm Länge um ca. 2mm auseinander und das darf meiner Meinung nach nicht sein. Man kann ein wenig am Winkelanschlag justieren, da sind zwei kleine und eine große Schraube (siehe Foto) aber dann stimmt die Gradanzeige nicht mehr richtig... Die Bedienungsanleitung schweigt sich zu dem Thema aus.
Tischerweiterung:
Es gelingt mir nur schwer die Tischerweiterung so anzubringen, dass sie mit dem Sägetisch plan liegt. Entweder habe ich einen größeren Spalt (ca. 2- 3 mm) dazwischen, oder die Tischerweiterung steht höher als der Sägetisch. Außerdem kann man die Tischerweiterung nicht mehr ohne weiteres an jeder Stelle der Säge anbringen, wenn man den PTA 2000 verwendet. Denn hierfür braucht man eine längere Gewindeschraube um die Tischerweiterung zu verschrauben. Leider hat Bosch davon nur eine beigelegt, statt vier. Hier werde ich mir noch andere Schrauben besorgen müssen.
Lasereinheit:
Ich hätte gerne den Laserstrahl parallel zur linken Sägeblattkante. Klappt aber nicht, der Strahl verläuft und bleibt nicht parallel. Lässt sich auch nicht wirklich justieren. Und spätestens wenn die Säge anläuft, vibrieren sich sämtliche Einstellung ins Nirvana. Hier werde ich noch mal mein Glück auf anderem Wege suchen. Einen längeren Schnitt machen, dann ausschalten und das angesägte Brett auf der Säge liegen lassen. Dann den Laser am Schnittverlauf einstellen und hoffen, dass die Einstellung erhalten bleibt. Im Übrigen lässt sich der Laser auch sehr schlecht ein- und ausschalten. Die Schutzabdeckung über dem Schalter ist so starr, dass man den Knopf kaum bedienen kann.
Schnitthöhe:
Das Sägeblatt soll rund 5 mm höher eingestellt werden, als das Werkstück hoch ist. Reicht bei mir nicht, denn da verkeilt sich das Werkstück mit der Schutzhaube. Ich habe mir bislang damit beholfen, das Sägeblatt höher als die empfohlenen 5 mm raus zu drehen. Was mache ich hier falsch?
Noch eine Frage zum Sägeblatt: Ich habe meine ersten Schnitte mit Spanplatte Melamin weis 16 mm gemacht. Die Rückseite der Bretter ist dabei jedes mal stark ausgefranst. Ein Abkleben der Sägelinie bliebt ohne Effekt. Taugt das Blatt für solches Material nicht?
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PPS 7, PTA 2000 PPS 7, PTA 2000
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24 Antworten
Woody  
Ich kann nur zum Ausfransen der beschichteten Spanplatte was beitragen: an und für sich ist das (leider) relativ normal und in Abhängigkeit von Zähneanzahl, Schärfe und Vorschubgeschwindigkeit mal mehr mal weniger vorhanden.

Versuch die Trennlinie vorher mit einem Cuttermesser einzuritzen und so die (meistens wesentlich härtere) Beschichtung vorab zu trennen. Ganz vermeiden wird es sich aber nicht lassen. Deshalb Sichtseite immer oben beim sägen.

 

kjs
Das Sägeblatt steht ja schon fast quer drin! Exzellente Auslieferungsqualität

Mit dem Sägeblatt das in Deinen Bildern ist wirst Du Melaminplatten und auch furnierte Platten selbst mit einem Zero-Clearance-Insert nie ganz ohne Ausrisse hinbringen. Da brauchst Du was Feineres mit viel mehr Zähnen.
Zur Abdeckung: die Dinger sind eigentlich außer bei richtig großen und guten Maschinen immer nur im Weg und so wie die sich "verhalten" machen sie manche Dinge erst wirklich gefährlich. Daran müßte wirklich noch einiges entwickelt werden. Eine Abdeckung ist ja sehr sinnvoll aber wenn die dann erst dazu führt daß sich das Holz verkantet tragen sie nicht wirklich zur Sicherheit bei.

 

Zitat von kjs
Das Sägeblatt steht ja schon fast quer drin! Exzellente Auslieferungsqualität
.
Also, das Blatt steht eigentlich gut - akkuarat parallel zum Sägeschlitz. Nur der Universalanschlag hat nicht die gleiche Parallelität, deshalb habe ich das auf den Bilder auch zum Sägeschlitz gemessen und nicht zum Blatt (lässt sich auf Fotos auch besser zeigen)...

 

kjs
den Anschlag müßte man aber einstellen können, oder? Ist doch sicher nur verschraubt. Bei manchen sind da sogar Einstellschrauben dran. Ob das bei der PPS7 so ist weiß ich aber nicht.

 

1. Bei mir ging die Säge gut aus dem Karton. Ohne Sauerei !
Für den Rest muss ich mir etwas Mehr Zeit nehmen.
Meine Schnitte waren immer sehr genau in dem Winkel den ich eingestellt habe.
Ich werde bei meiner mal nachmessen, und Dir Bescheid geben..
Hab nun nicht so viel Zeit, sorry... wenn möchte ich auch ausführlich Antworten.

Auf alle Fälle ist das sehr ärgerlich was Du da schreibst. Es tut mir sehr leid,
aber solche Probleme mit schiefen Sägeblatt etc. häufen sich scheinbar aktuell
bei der PTS10 und nun wohl auch bei der PPS7 . Komisch...

Bis später
BDI

 

P.S. Du kannst aber auf keinen Fall am Schacht messen, NUR am Sägeblatt. Der Schacht ist verstellbar !!!!!
( Es ist ja nur der Deckel zum Sägeblattwechsel, und der steht nach Montage eines Neuen Blattes immer etwas anders !!!!)

 

Geändert von BoschDoIt (31.01.2016 um 19:58 Uhr)
Ließ mir keine Ruhe.. gerade gemessen von der Linken ( kürzeren Seite)
Exakt 180mm am Sägeblatt zum Maschinenrand. Hinten, Vorne und Mitte....

 

Der Universalanschlag ist etwas fummelig, das stimmt. Aber genau ist der bei mir dennoch.
Ich messe aber immer zur Sicherheit noch mit einem Winkelmesser nach.
Und wenn ich das Sägeblatt schief stelle messe ich das immer mit der Bevelbox nach.
Die Scala ablesen muss man erst mal üben. Aber wenn man Weiß wo vom Zeiger aus
die richtige Winkeleinstellung ist würde es auch ohne nachmessen gehen.
Aber ich messe alles immer mindestens zwei mal nach. Der alte Spruch meines
Berufsschullehrers " Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser "
Übrigens für die Tischverbreiterung nehme ich eine Gewindeschraube von unten,
wo normal die Mutter ist, und von oben hab ich da eine Flügelmutter !
So geht das wechseln schnell ohne Werkzeug.

 

Die Lasereinheit, nutze ich nur, wenn ich nicht ganz genau Schnitte mache.
Sie steht zentriert über dem Sägeblatt.
Ich stelle sie immer so ein, das sie genau die Mitte der Messskala trifft.
So ist der Schnitt genau in der Mitte dieser Laser Markierung.
Allerdings nur bis Du die Maschine an machst, dann war es das.
Mich stört es nicht, denn dann ist das Werkstück eh schon ausgerichtet und
kann nicht mehr weg.
Und mit einem Handgriff stelle ich es für den Nächsten wieder auf Null.
Für genaue Schnitte würde ich mich bei keiner Bosch Maschine auf den Laser
verlassen! Ich meine das diese nur Grobe Messpunkte mit 1-2mm Toleranz sind.

 

So hab ich alles... ne.. okay aber nun echt keine Zeit mehr..
aber Frag ruhig ganz viel.... hier oder per PN..
wenn ich etwas genauer beschreiben soll oder wenn Du Fotos
brauchst sag Bescheid !!!

 

kjs
Zitat von BoschDoIt
Für genaue Schnitte würde ich mich bei keiner Bosch Maschine auf den Laser
verlassen! Ich meine das diese nur Grobe Messpunkte mit 1-2mm Toleranz sind.
Das habe ich auch herausgefunden. Deshalb habe ich mir die blaue Bosch KZS auch ohne den Laser gekauft. War nicht nur preiswerter sondern auch nützlicher. Mit dem Laser konnte man zwar schnell mal ein paar Balken für eine grobe Konstruktion sägen aber da braucht man dann auch kleinen Laser um grob zu treffen.
Scheint ein Konzern Problem zu sein weil bei meiner Ständerbohrmaschine von Skil ist das Ding auch völlig unbrauchbar und schon lange ohne Batterie.

 

Bei der Tischbohrmaschine PBD 40 ist das auch so. Da würde ich mich nicht
darauf verlassen, da gibt es sogar schon Videos, wie man das selber justieren kann..
Das kann man da nicht mal serienmäßig. Dafür muss die halbe Maschine zerlegt werden...

 

kjs
Bei meiner Skil ist es nur so ein billiges Plastik Teil das man in der Theorie auch von außen justieren könnte. Wenn man allerdings die Tischhöhe ändert muß man neu justieren und wenn es etwas rattert verstellt sich das Ding von selbst. Da ist gut peilen schneller, sicherer und genauer.

 

Zitat von kjs
Bei meiner Skil ist es nur so ein billiges Plastik Teil das man in der Theorie auch von außen justieren könnte. Wenn man allerdings die Tischhöhe ändert muß man neu justieren und wenn es etwas rattert verstellt sich das Ding von selbst. Da ist gut peilen schneller, sicherer und genauer.
Nett ausgedrückt

 

Chief sag mal was....
Dein Schweigen macht mich nervös!

 

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