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PLS 300 oder besser gleich eine Handkreissäge z.B. PKS 55A

06.09.2011, 11:09
Geändert von ichmagHolz (06.09.2011 um 11:14 Uhr)
Hallo liebe Community,
ich benötige mal mal euere Erfahrung.

Ich habe eine PST 900 und diese ist auch regelmäig im Einsatz, aber für saubere gerade Schnitte reichts eben doch nicht ganz aus.
Bisher habe ich solche Projekte immer so gelegt, dass ich die PKS 54 von meinem Vater mal mitnehmen konnte, doch das ist nicht so einfach bei knapp 500km Entfernung.
Doch jetzt hat Frauchen wieder ein paar Wünsche, die gerades und auf Gehrung von sägen von "Bettern" erfordern.

Den Produkttest der PLS 300 habe ich auch schon gelesen und das Teil würde mir schon gefallen und bestimmt für die meisten Anwendungen vollkommen ausreichen.
Meine meisten Schnitttiefen betragen in der Regel max. 25-30 mm, aber meistens weniger.

Was meint ihr (auch die Langzeittester der PLS 300)
die PLS 300 oder lieber eine Handkreissäge, wie z.B. die PKS 55A?
 
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13 Antworten
Ich besitze die PLS zwar nicht habe mich aber mal sehr genau darüber informiert. Es kommt darauf an was du machen möchtest. Wie genau soll oder besser muss der Zuschnitt sein? Sind die Schnitte 30mm tief oder lang?

Die PLS ist wie praktisch jeder Tester sagt nicht spielfrei und die Schnittkapazität ist begrenzt. Beim Zuschnitt von Laminat oder Leisten ist sowas kein Problem aber sobald etwas wirklich sauber passen soll wird das schwierig. Dann ist es auch wichtig was du mit den Gehrungsschnitten anstellen willst? Sollen die dann auf Gehrung verleimt werden? Wenn ja ist eine Stichsäge für solche Schnitte ziemlich ungeeignet. Selbst mit einer Handkreissäge wie der PKS 55 wird das schwer weil sie über keine geeignete Führung besitzt. Sehr geübte Nutzer von HKS mit Führungsschienen bekommen solche Schnitte dann wohl hin aber ich persönlich lasse davon die Finger.

Wenn es sich nur um Schnittlängen von 30mm handelt wäre vielleicht sowas für dich geeignet:

http://www.proxxon.com/de/html/27070.php

 

Wenn es meist nur kurz Schnitte sind, dann kann man auch zur Zug, Kapp und Gehrungssäge raten. Die sind natürlich wesentlich teurer, aber dafür präziser als eine Handkreissäge.

 

@Kourosh, vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
In der Schnitttiefe liege ich zwischen ca. zwischen 10 bis max. 30mm.
Genau diese "gelesene Ungenauigkeit" stört mich an der PLS, wobei es wohl auch an der falschen Bedienung liegen soll, da man bei der Benutzung die Säge an einer Kante schieben soll.
Laminat habe ich auch nicht in nächster Zeit vor zu schneiden.

Ich war bisher immer ein Fan von Schrauben und habe so gut wie nie verleimt.

Bisher habe ich solche Schnitte mit der Handkreissäge gemacht. Eine lange Schniene daneben gespannt und die Säge auf Gehrung gestellt, und durch.
Das führte auch zu ganz guten Ergebnissen, wird aber auch bei schmalen Schneideobjekten nicht ganz ungefährlich.

Zum Tipp mit der Proxxon: geniales "Spielzeug",
habe mir die mal im Netz angeschaut, die klingt schon interessant, ist aber auch gut im Preis ;(

 

Ich habe auch lange alles mit der Stichsäge gemacht, aber eine Handkreissäge ist (selbst mit Behelfsschiene) mitunter die deutlich bessere Wahl und inzwischen gehts nicht mehr ohne. Richtig bei kleineren Teilen ist es zu gefährlich und so bleibt in meinen Augen nur der Griff zu einer kleinen Tischkreissäge. Damit könntest Du lange Bretter sowie auch Gehrungen schneiden. Im Netz bekommst Du die PST 10 schon ab 320€ Eventuell findet sich auch eine gute gebrauchte.

 

Es wäre interessant zu wissen, wie oft man ein Werkzeug braucht um die richtige Entscheidung zu treffen.
In deinem aktuellen Fall würde ich dir zur Bosch Kapp- und Gehrungssäge PCM 7 raten. Um flexibel für die Zukunft zu sein wäre die teurere Variante PCM 7S sinnvoll.

Wenn du aber eher selten solche Schnitte machst und auch mal ein Brett der Länge nach teilen möchtest ist eine HKS wohl sinnvoller.

 

Ich möchte meine PCM 8S auch nicht missen, aber ist halt alles eine Frage des Geldes und der Gewohnheit.
Ich hatte nie eine HKS und habe mir auch nie eine gekauft. Schwiegervater vermachte mir seine alte (Säge natürlich) und sie verstaubte im Schrank. Dann durfte ich am Produkttest der PKS 55A teilnehmen und habe mich natürlich intensiver mit dem Werkzeug beschäftigt. Heute hole ich sie regelmäßig raus und bin froh sie zu haben.

Die PCM ist schon ein richtig feines Teil. Ich mache ja gerade unser Bad und die Waschbecken werden natürlich noch nicht angehangen, sondern müssen so lange auf ein Gestell. Anschlag an der PCM eingestellt und ich hatte ruckzuck vier gleich lange Füße. Die Längen der anderen vier Bretter angezeichnet, nach Laser abgesägt und zum winkeligen Verschrauben habe ich auch gleich den Tisch der PCM genutzt. Keine halbe Stunde und ich hatte ein stabiles exaktes Gestell für die Waschbecken. Das richtige Werkzeug zu haben ist schon toll.

 

Die Proxxon ist wirklich nett und ich glaube auch wirklich super wenn man keine wirklich großen Dinge bauen möchte. Proxxon baut dieses und ähnliche Werkzeuge schon seit längerem vielleicht bekommt man die also auch gebraucht.

Eventuell ist der Tip mit der PCM 7S die richtige Wahl für dich. Auf die Zugfunktion solltest du keinesfalls verzichten auch wenn das einen deutlichen Aufpreis bedeutet.

Ich denke jeder der Vorschläge ist für dich besser geeignet als solche kleinen Schnitte mit einer HKS durchzuführen.

Ich persönlich habe eine HKS mit FS von DeWalt aber für die kleinen Schnitte packe ich meine Mini HKS von Worx aus weil mir das sonst zu heikel wird. Gehrungsschnitte braucht man damit auch nicht versuchen aber einen sauberen und geraden Schnitt auf kurze Distanz bekommt man damit schon hin. Die wird bei mir aber hinfällig da ich mir auch eine Kapp- und Gehrungssäge holen werde.

 

Danke für die guten Antworten.
Genau das ist schon länger mein Problem. Gewisse Erfahrung muss man machen und die habe ich auch, also wer billig kauft, kauft oft 2 mal, aber die Präzision von guten Werkzeugen macht mich dann doch oft wieder schwach, obwohl ich eigentlich ehrlich maches nicht bräuchte.
Ich habe kein Haus, dass ich ausbaue und so nutze ich die Geräte eher für "Bastelarbeiten" wie Regale, Kratzbaum, Blumenkästen, Katzen-/ Hundehaus...,
Sachen im Garten... und deshalb will ich hierfür nicht zu viel Geld ausgeben, sonst wäre die PTS 10 sicher ein schönes sauberes Teil für mich, könnte mir wirklich gefallen.

kindergetuemmel hat es gut auf den Punkt gebracht und rein aus Vernunft, sollte es wohl eher in Richtung PCM7 / PCM 7S oder HKS gehen.

 

Geändert von ichmagHolz (06.09.2011 um 13:53 Uhr)
Zitat von ichmagHolz
... und deshalb will ich hierfür nicht zu viel Geld ausgeben, sonst wäre die PTS 10 sicher ein schönes sauberes Teil für mich, könnte mir wirklich gefallen.

kindergetuemmel hat es gut auf den Punkt gebracht und rein aus Vernunft, sollte es wohl eher in Richtung PCM7 / PCM 7S oder HKS gehen.
Der Preisunterschied zwischen PCM 7 S und der PTS 10 hält sich in Grenzen (215 zu 293 Euro). Ich würde da eher in Richtung PTS 10 tendieren. Meine Meinung

 

Hallo,

ich habe die PLS 300 samt Stichsäge, die PKS 55a und die PCM 7S, des Weiteren habe ich eine billige Tischkreissäge...
Für kleinere saubere Schnitte ist dier PCM 7S bestens geeignet. Besonders wenn due etwas auf Gehrung verleimen möchtest, da du saubere Schnitte hinbekommst, die richtig plan sind...
Bei der Sichsäge (auch mit Sägestation ) werden die Schnitte (wenn sie länger sind) nie 100% plan. Das Sägeblatt ist natürlich auch entscheidend. Doch je feiner das Blatt desto eher läuft es dir weg.
Bei der Handkreissäge benötigt man für exakte Schnitte eine Führungsschiene, mit ein wenig Übung und einem Anschlag sind jedoch auch schon vernünftige Ergebnisse möglich!
Die Tischkreissäge halte ich (für kleinere Geschichten) äußerst gefährlich!

Würde ne Zug-/ Kapp- und Gehrungssäge empfehlen

 

Zitat von benjyhh
Die Tischkreissäge halte ich (für kleinere Geschichten) äußerst gefährlich!
Mit Verlaub man kann mit einer Tischkreissäge sehr sicher arbeiten. Dabei muss man natürlich gewisse Sicherheitsmaßnahmen ergreifen und auch einhalten. Prizipiell halte ich eine Tischkreissäge nicht für gefährlicher als jede andere Kreissäge. Wie immer haben die Finger nichts in der Nähe des Sägeblattes verloren und man selbst auch nicht in einer Linie zum Sägeblatt. Es gibt eine Menge Vorrichtungen mit denen man diese Dinge vermeiden kann. Man darf einfach nicht zu faul sein und darf nicht vergessen das es sich um ein gefährliches Werkzeug handelt.

Es soll Harthölzer kleinmachen können, da braucht man nicht viel Phantasie um zu wissen was es mit menschlichem Gewebe tut. Achtsamkeit ist mit allen Holzverarbeitungsmaschienen geboten!

 

Der einzige Vorteil der PLS 300, den ich bislang feststellen konnte, ist die Möglichkeit, relativ winkeltreue Schnitte zu machen. Allerdings habe ich für mich inzwischen festgestellt, dass das "freihändig" mit entsprechender Geduld (und geringem Vorschub) mindestens genaus gut geht. Tatsächlich bin ich inzwischen der Meinung, dass die PLS 300 ihre Grenzen in allem mit Abmessungen größer "Laminat-Standard" findet.
Zur Frage nach "HKS oder KuGS" - die Antwort ist relativ einfach: Beide. Die HKS ist super für Längsschnitte, aber nicht so sehr geeignet für kurze Quer-Schnitte. Im Gegenzug hat die KuGS genau hier ihre Stärken.
Alternativ würde sich ggf. auch ein Blick auf die neue Unterflursäge PPS 7 S lohnen - auch wenn die UVP recht hoch ist (mal abwarten, was der Markt daraus macht), liest sich das erst mal so, als würde das Ding erst mal alle Anforderungen erfüllen...

 

Hallo,

noch einmal vielen Dank für eure sehr guten Hinweise.

Ich möchte euch nun meinen Entscheid mitteilen.

Ich habe viel überlegt und mich dann erst einmal für die Sägestation PLS 300 entschieden.

Sehr hilfreich für mich waren auch die Testberichte der Produkttester.

Gründe für die PLS 300 waren:

  • das "Ding" fand ich schon lange interessant
  • sichere und mobile Auflage für die Stichsäge
  • schnell, leicht zusammen steckbar (nur leider kein Koffer)
  • 50€ Cashback-Aktion
für die feineren genaueren Sachen wird bestimmt demnächst noch etwas zusätzlich in meinen Werkzeugkasten folgen

 

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