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Pilz oder Kalk ( ?? ) im Klinkermauerwerk ? Wer kann helfen ?

30.03.2010, 21:39
Hallo,

ich habe mal eine Frage an Euch. Wir haben teilweise weißliche Verfärbungen an unseren Klinkern, die mal ( je nach Jahreszeit ??? ) stärker und schwächer sind.
Ich bin schon mit Salpeter und einer dicken Bürste dran gegangen ( des öfteren, aber leider ohne Erfolg )
Siehe auch anbei die Bilder.

Wer kann mir noch helfen bzw. einen Tipp geben wie ich die doch unschönen Flecken wieder weg bekommen kann ??

Lg und vielen Dank im Voraus.
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22 Antworten
Ekaat  
So, wie ich das sehe, sind das Salpeter-Ausblühungen, die durch Wasser von unten! kommen (Kapillarwirkung) Salpeter ist ein Salz, was man abwaschen kann - allerdings bleiben die Salze im Stein erhalten und kommen bei nächster Feuchtigkeit wieder heraus. Dagegen kann Absäuern helfen. Dies ist aber nur eine symptomatische Behandlung; bei nächster Nässe fängt das wieder von vorn an. Das Einzige, was die Ursache bekämpft, ist, dicht über dem Boden die Fuge(n) entfernen - auch im dahinterliegenden Mauerwerk - und eine Sperrschicht (Dachpappe, dünn) einlegen und neu verfugen. Mein Chef hat so sein ganzes Haus rundherum trocken gemacht. Immer nur 50-60cm, dann warten, bis der Mörtel abgebunden hat und die nächste Stelle. Mühsam und redlich nährt sich das Eichhörnchen!
Tipp: Fuge mit einem passenden Bohrer ausbohren - etwa 5 cm breit - und mit einem Sägeblatt einer Metall-Maschinensäge die Fuge heraussägen. Das Sägeblatt gibt's bei Metallverarbeitern. Es muß nicht neuwertig sein, das aus der Schrottkiste tut es auch.
Leider ist in Deinem Profil nicht zu erkennen, wo Du wohnst. Ist der Weg nicht zu weit, kann ich Dir ein solches Sägeblatt aus unserer Kiste geben.

 

Geändert von Ekaat (30.03.2010 um 23:08 Uhr) , Grund: Orthografie
Brutus  
Findest du die Abgrenzung der weißen Flecken nich eigenartig Ekaat ?
Müsste da nicht eine Fläche wie ein größerer Fleck zu sehen sein und nicht nur so sporadisch ?

 

Es wäre möglich, dass dort ein feiner Riss ist und die Feuchtigkeit dadurch mehr aufsteigt. Einen Pilz schließe ich mal aus. Hatte im alten Haus einen Holzschwamm (ähnlich Hausschwamm und erfolgreich besiegt) und das sah ganz anderst aus.

 

Hallo,

erst mal Danke für Eure Antworten. Das hört sich nach einer Wahnsinngsarbeit an.
Einige Flecken habe ich lose mit einer Bürste abbekommen und wir hatten wirklich ein halbes Jahr Ruhe und nun sind sie wieder da. Andere Flecken bekomme ich nun gar nicht los.
Bei den umliegenden Häusern in der Nachbarschaft sind ebenfalls diese Flecken, mal mehr mal weniger.
Gibt es denn noch einen anderen Weg ? Ich würde nur ungern alles aufmachen, da es auch die Grenzmauer zu den Nachbarn ist.

LG aus Wesel
Anja

 

Ja, da gibt es noch einen Nässeblocker. Dazu werden Löcher in die Wände gebohrt und eine Flüssigkeit reinlaufen gelassen. Diese verschließt die Kapillaren und die Feuchtigkeit kann nicht mehr aufsteigen. Ist aber ne schweine teure Angelegenheit.

 

Ekaat  
Zitat von Gartenfreund
Hallo,

erst mal Danke für Eure Antworten. Das hört sich nach einer Wahnsinngsarbeit an.
Einige Flecken habe ich lose mit einer Bürste abbekommen und wir hatten wirklich ein halbes Jahr Ruhe und nun sind sie wieder da. Andere Flecken bekomme ich nun gar nicht los.
Bei den umliegenden Häusern in der Nachbarschaft sind ebenfalls diese Flecken, mal mehr mal weniger.
Gibt es denn noch einen anderen Weg ? Ich würde nur ungern alles aufmachen, da es auch die Grenzmauer zu den Nachbarn ist.

LG aus Wesel
Anja
Da fällt mir ein, ich habe mal eine Wand trocken bekommen, indem ich Kieselgur anwandte: Alle 15-20cm Löcher (mindestens Ø 12mm) leicht schräg nach unten geneigt, bohren und Kieselgur einfüllen. Die Befüllung nach einem Tag wiederholen. Löcher dann verputzen (nicht vergipsen). Hat bei mir und dem Nachbarn eine trockene Wand ergeben. Nachbar hat sich gewundert, warum, bis ich es ihm erklärte.
Gruß
Ekaat+++

 

Na das Zeug meinte ich. Es sei denn, Das was Du meinst ist eine günstigere Variante.

 

Brutus  
Mit Natriumsilikat lässt sich ein ähnlicher Effekt erzielen, ist nur ein wenig zähfließender und muss dementsprechend verdünnt werden.

 

Ekaat  
Zitat von Ricc220773
Na das Zeug meinte ich. Es sei denn, Das was Du meinst ist eine günstigere Variante.
Weiß ich nicht ob günstiger... So wie ich mich erinnere, kostete der 5l-Kanister damals so um die 20 Mark. Laß' es heute € 20 sein, ist immer noch relativ günstig. Vieleicht nicht unbedingt im Baumarkt, sondern im Chemikalien-Handel nachfragen. Beispiel: Isopropanol (Iso-Propyl-Alkohol) im Baumarkt 250ml = ~€ 5,00; im Chem-Handel 5000ml = € 25,00

 

Hallo Gartenfreund, alle hier gemachten Vorschläge klingen für Dich vielleicht beängstigend. Da ich die Bilder allein nicht verstehe und bevor Du mit Kanonen auf Spatzen schießt, vielleicht noch einige Fragen: Ist das eine Hauswand und befindet sich dahinter ein beheizter oder unbeheizter Raum (z.B. Keller)? Ist das eine freistehende Mauer beispielsweise an einer Terrasse? Sind das überhaupt Klinker oder etwa alte Mauerziegel? Und wo kommt die Feuchtigkeit her? Muss man vielleicht erst die Ursache bekämpfen, bevor man sich der Wirkung annimmt? Erst nach diesen Antworten lassen sich wirksame und angemessene Maßnahmen aufzählen. Gruß Petra

 

Ekaat  
Zitat von Petra
...Ist das eine Hauswand und befindet sich dahinter ein beheizter oder unbeheizter Raum (z.B. Keller)? Ist das eine freistehende Mauer beispielsweise an einer Terrasse? Sind das überhaupt Klinker oder etwa alte Mauerziegel?
Man sieht auf Bild zwei, daß die Mauer frei steht, also keine Hauswand o.ä. ist. Überdies sind das Klinker (Verblender), die hier vermauert wurden. Es ist unwahrscheinlich, daß zwischen Verblender und (möglicherweise) Betonmauer (oder eher Ziegel) eine Isolierschicht angebracht ist, wozu auch? Also zieht der Kern (Beton oder Ziegel, höchstwahrscheinlich Ziegel, weil dort die Kapillarwirkung größer ist) das Wasser aus dem Grund. Das Wasser reagiert mit dem Ziegel/Fugenmörtel und bildet Salpeterausblühungen. Dagegen das machen, was ich letztens beschrieben habe: Kieselgur. Oder ständig putzen, wobei irgendwann das Grundmaterial aufgebraucht ist, und die Klinker zerbröseln.

 

Sehe ich auch so. Auf jeden Fall würde man mit einer "Abdichtun", egal ob aufsägen und Sperrschicht, oder Kappilarverfüllung die Ursache bekämpfen. Wobei aufsägen bei einer freisstehenden Mauer mir zu riskant wäre.

 

Ekaat  
Zitat von Ricc220773
Wobei aufsägen bei einer freisstehenden Mauer mir zu riskant wäre.
Habe das bei einem Haus - 12m hoch, 3-geschossig - gemacht. Es steht noch, man darf allerdings nur max. ca. 50-75cm weit aufsägen. Und dann warten, bis der Mörtel gut abgebunden hat.

 

Ja, ein Haus klar, das liegt ja durch das Gewicht schon gut. Meinte eine freistehende wäre riskant, da diese ohne Bindung leichter kippelt.

 

Ekaat  
Zitat von Ricc220773
Ja, ein Haus klar, das liegt ja durch das Gewicht schon gut. Meinte eine freistehende wäre riskant, da diese ohne Bindung leichter kippelt.
Da magst Du recht haben *grübel*, nein, Du hast recht!

 

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