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Pflastern - mein Armer Rücken

09.04.2015, 19:50
Pflastern - mein Armer Rücken






Pflastern - Verlegen von Steinen ist wahre Knochenarbeit.

Gerade, wenn man diese Arbeit nicht regelmäßig macht und nicht geschult ist, kann man sich schnell die Gelenke dabei verschleißen.
Meist erkundigt man sich, wie man diese oder jene Arbeit erledigt und vergisst dabei gerne, dass man in kurzer Zeit mehrere Tonnen Material bewegt.
Die Richtige Haltung und Hilfsmittel zum Schutz der eigenen Gesundheit sind dabei ganz wichtig.



  • Wie habt ihr euch vorbereitet?
  • Habt ihr Tipps für andere?
  • Welche Hilfsmittel sind besonders Sinnvoll?
 
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35 Antworten
Brutus  
Da mein Rücken mittlerweile den Geist so ziemlich aufgegeben hat, freue ich mich immer, wenn ich jemanden Finde, der für mich die Platten legt, im Gegenzuge versorge ich meine Helfer gerne mit frischem Grillgut und Getränken.

 

Das sinnvolle Hilfsmittel hast du auf dem Bild ja schon. Das ist top zumindest was großformatige Platten angeht. Was ich als die beste Hilfe beim Pflastern empfehlen würde ist ein 2ter oder gar 3ter Mann der Steine reicht. Pflastern kannst du sowieso meist nur allein weil du es von einer Seite machst. Das schlimme ist ständiges aufstehen und bücken um Steine zu organisieren. Ich habe mal mit 2 anderen 100qm Pflaster verlegt. Ging unglaublich schnell zu dritt.

 

Ich hatte damals 3 große Flächen und Wege mit Feldsteinen gepflastert. Inkl. Auskoffern und Kies einbringen hatte ich viele Tonnen Material bewegt. Mit tat jahrelang der Rücken weh wenn ich meine Tochter mal ein kleines Stück getragen hatte (was ich trotzdem gerne gemacht hatte). Jetzt geht es wieder aber man merkt den Schaden sicher erst im Alter.
Ich hatte ganz klar die falsche Haltung und war immer alleine auf der Baustelle.

 

Das sehe ich genau so.

Ich habe etwa 15 Jahre einige Sportwissenschaftler als Mitarbeiter gehabt und da bekam ich einiges mit. Ich übertrage das mal auf das Pflastern:

Entscheidend, den Plattenheber nicht so wie im Bild gezeigt nutzen. Niemals aus dem Rücken heben, sondern immer aus den Schenkeln. Gerader aufrechter Rücken. Nur Schenkel werden abgeknickt. Die Platten ganz normal mit den Händen tragen, Beine abwinkeln und ablegen. Nicht auf den Knien, sondern in der Hocke oder auf einem Knie mit geradem Rücken den Plattenheber ansetzen und die Platte ins Bett legen.

Wenn man die Platten mit dem Plattenheber trägt, fallen diese gerne auf die Füße, es strengt enorm an, weil der Schwerpunkt weit außen liegt und sehr einseitig ist. Also Querbelastung für den Rücken.

Ideal bei genug Kraft: Zwei Platten, eine links und eine rechts - gleichmäßige Gewichtsverteilung ist rückenschonender als einseitig nur die Hälfte an Gewicht - zumindest in diesem Gewichtsniveau. Bei Pflastersteinen auf jeden Fall zwei Eimer und in jeden ein paar Pflastersteine, nicht ein Eimer und die gleiche Menge einseitig tragen. Oder noch besser, Sackkarre oder Schubkarre verwenden.

Dazu Stahlkappenschuhe, gute Arbeitshosen mit Knieschonern in den Einschubtaschen, Lederhandschuhe. Dann macht man sich nicht zu sehr kaputt.

Kindergetümmel: Die Pflasterwege oben hast Du gemacht? Schaut gut aus!

 

DAs Bild von der terasse mit den Gewwegplatten ist auch von mir. Ich habe mich ehrlich gesagt selbst erschrocken als ich es wieder gesehen hatte. Die Haltung ist sehr falsch. Gerade deshalb passt es aber gut hier her
Den Plattenheber habe ich nur zum auflegen und für Korrekturen benutzt. Zum Schleppen der Platten habe ich die Platten einzeln mit beiden Händen (Handschuhe !) nah am Körper getragen.
Beim Einsetzen muss man sich etwas nach vorne beugen, weil man die KIesfläche nicht betreten darf.

Und Danke für das Lob. Ja, das war eine lange Aktion. Als die Steine geliefert wurden war der garten voll mit 6 großen Bergen.

 

So pflastert man heute ;-) https://m.youtube.com/watch?v=jkVBg_-OviI

 

Zitat von Cib1976
Ja das hatte ich schon mal in einem TV-Bericht gesehen. Ist auf jedenfall Rückenschonender als die selbe Fläche per Hand zu belegen

 

Kindergetümmel: Da hast Du auch recht, Theorie und Praxis. Ich gebe zu, ich mache das auch nicht immer wie oben beschrieben, aber zumindest immer öfter. ;-)
Cib - coole Maschine.

 

Geändert von Rainerle (09.04.2015 um 21:19 Uhr)
Zitat von Rainerle
Dazu Stahlkappenschuhe, gute Arbeitshosen mit Knieschonern in den Einschubtaschen, Lederhandschuhe. Dann macht man sich nicht zu sehr kaputt.
Absolut!

Jau, gerade dieses elendig lange auf den Knie rumrutschen ist mir fürchterlich auf die Gelenke gegangen. Und ich hab bisher erst knapp 40 Quadratmeter verlegt.

Heftig. Für den gestressten Rücken empfiehlt sich eine gute Bauchmuskulatur zusätzlich. Und nicht zuviel auf einmal, aber das ist bei Platten eigentlich leichter gesagt als getan.

 

Aber es tut sooo gut, wenn man nach so einer Arbeit auf der Couch liegt und die gute Frau einen bemitleidet und bedient :-) Könnte man sich direkt daran gewöhnen.

 

Ja, und man ist stolz, es geschafft zu haben

 

Aber auf der anderen Seite der Maschine (bestücken) möchte ich auch nicht stehen. Stress pur ;-)

 

Aber der Weg zum nächsten Bemitleiden und Bedienen ist mit Schweiß, Schmerzen und Tränen gepflastert. Im wahrsten Sinne der Wörter...

 

Nach den fast 100qm pflastern zu dritt wollte ich mir am liebsten den Rücken amputieren lassen. Der Arzt hat mir davon abgeraten. Ne im ernst. Ich war 3 Tage nur noch in gebückter Haltung vorzufinden.

 

Das glaube ich gern. Mir ging es ähnlich. Habe aber meinen Rücken auch noch

 

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