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Pergola ca. 3 x 4,50 m nur auf vier Pfosten - geht das?

19.05.2015, 23:37
Hallo zusammen,




Ich möchte eine Pergola bauen und in diese später 2-3 Sonnensegel mit Seilspannsystemen Integrieren. Im ersten Schritt geht es um die Planung des Rahmens.

Gegeben ist ein Grundmaß von ca. 3 x 4,50 m und die Anforderung nur vier Pfosten setzen zu können. Ich plane eine Gesamthöhe von knapp 2,50 m - ggf. vorne etwas kleiner aber da kein geschlossenes Dach rauf soll und bei Regen die Sonnensegel zusammen gerollt sind scheint mir ein Gefälle nicht unbedingt erforderlich.

Meine Frage ist nun:

Hat jemand von euch schonmal eine vergleichbar dimensionierte Konstruktion mit nur vier Pfosten bewerkstelligt (gern auch mit Dach)? Mich würde interessieren welche Dimensionen bei Pfosten, Pfetten, Sparren (auch deren Abstand) und Kopfbänder verwendet wurden.

Ein über 3-4 m freitragender Balken ist glaub ich nicht ganz ohne, und so weit ich sehen kann haben so gut wie alle angebotenen Komplettsets sowohl bei Terrassenüberdachungen als auch Carports maximal einen Pfostenabstand von 2 m. Andererseits habe ich in einigen Foren auch von 36 qm-Carports gelesen die ebenfalls nur auf vier Pfosten ruhten.

Ich bin dankbar für eure Antworten!
 
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32 Antworten
Hallo Nacho,
ich plane eine ähnliche Konstruktion, wobei ich schon 2 Pfosten gesetzt / benutzt habe. Die sind aus 6 x 6 cm Douglasie, insgesamt 3m lang und davon 1m an einem L-Stein mit 3 Rahmendübeln (10x120) verschraubt. Abstand zwischen den Pfosten ist 3m, Abstand zu Hauswand 3,5m. Zwischen Hauswand bzw. den Fenstergittern und den Pfosten hatten wir letzten Sommer ein Tarp gespannt. Die ganze Konstruktion hat auch mehreren Regengüssen stand gehalten.
Dieses Jahr wollen wir das Ganze erweitern und noch 2 Pfosten im Garten setzen, Abstand dann 5 m zu den schon gesetzten Pfosten. Als Material werde ich entweder wieder 6 x 6 cm Douglasie nehmen oder einen Zaunpfosten aus Metall, da die Pfosten einbetoniert werden müssen.
Vor Regen habe ich keine Angst, eher vor Wind, der permanent an den Sonnensegeln zerrt. Degegen helfen aber Sonnensegel aus einzelnen Bahnen oder welche mit Schlitzen.
Ich bin gespannt auf die Meinung / Erfahrungen / Tipps der anderen.
Gruß Jan

 

Hallo Jan,

hattest du die Pfosten miteinander mit einem Balken (Pfette) verbunden und wenn ja was hast du dafür genommen? Oder haben die einfach beide einzeln nach oben geragt ohne eine Verbindung?

 

wenn das etwas solide sein soll, würde ich bei Spannweite von 4,5 mtr x 3 mtr, für die
langen Balken mind. 60 x 120 H nehmen... die senkrechten Pfosten mind. 80er,
hierfür gibt es auch im Billig-Schrauben-Markt eine grosse Blechauswahl... um die Ecken
zu verbinden .... geht auch mit langen Schloßschrauben M8 oder M10 und gr. U-Scheiben
jeweils mit ca.2-3 cm versetzt seitlich an die Pfosten.... WICHTIG... große Winkel ...
ca. 50 -70 cm Schenkel-Länge ( 8 x ) als Kopfbänder ... ebenfalls mit M6 oder M8...
Schloßschrauben zus. bauen...
senkrechte Balken mit langen Hülsen in die Erde einschlagen... sind da viele Steine drinnen, mit Bohrhammer und über 60 cm langem Steinbohrer Vorbohren !
Gruss.....

 

Wie wäre es mit Leimbindern?

Kannst hier auch mal grob nachsehen, welche Maße mit welchen Größen gebaut werden können (auf Seite 50 links unten)

 

Das ist sehr anschaulich, danke!

Demnach bräuchte ich 12er Pfosten, 14/20er Pfetten und 6/12er Sparren.

Bzgl. der Wahl des Holzes bin ich auch schon am Suchen, bei den Dimensionen die ich hier wohl bräuchte bleibt ja nur KVH oder BSH. Ich hätte gehofft das mit kdi-Pfosten und -Brettern aus Kiefer machen zu können aber das wird wohl nix.

Meine Unsicherheit bei KVH und BSH ist, dass es dort ja wohl auch Unterschiede hinsichtlich der Witterungsbeständigkeit gibt. Keilverzinktes bzw. verleimtes Holz verträgt direkte Witterung wohl nicht so gut:

http://www.holzfragen.de/seiten/kvh.html

Ich habe auf dieser Seite auch was von KVH MH-plus gelesen, das ist unverleimtes Massivholz aus einem Stück. Das finde ich jedoch nirgends im Angebot.

Halb-/Kreuzholz aus Douglasie wäre aufgrund der Witterungsbeständigkeit sehr interessant, gibt es jedoch auch nicht in den Dimensionen.

Wie beurteilt ihr das? Kann ich Brettschichtholz bzw. keilverzinktes KVH-SI auch in einem ungeschützten Bereich verwenden? Gibt es weitere Ideen zur Wahl des Holzes und zu der ursprünglichen Frage?

 

Kleine Ergänzung zum Thema Brettschichtholz: Beim Baumarkt meines Vertrauens würden 2 Pfetten, 2 Pfosten und 4 Sparren in o.g. Maßen aus BSH ca. 600 € kosten.

Demnach bliebe nach meinem jetzigen Erkenntnisstand nur KVH übrig, das würde komplett in SI-Ausführung 340 € und nSI 280 € kosten. Kopfbänder nicht mitgerechnet.

 

Zitat von NachoCaracho
Hallo Jan,
hattest du die Pfosten miteinander mit einem Balken (Pfette) verbunden und wenn ja was hast du dafür genommen? Oder haben die einfach beide einzeln nach oben geragt ohne eine Verbindung?
Ich habe keine Pfetten verwendet, die Pfosten stehen einzeln. M.E. sind für den Zweck, dass nur ein Sonnensegel dran hängt, Pfosten in 6x6 bei meiner Lösung ausreichend.

Zitat von NachoCaracho
...
Demnach bräuchte ich 12er Pfosten, 14/20er Pfetten und 6/12er Sparren.
...
Das klingt unheimlich massiv!

Vor einigen Jahren (in meiner alten Wohnung) habe ich einen Pavillon auf der Dachterrasse gebaut. Grundfläche ca. 2,5m x 3,5m, als Eckpfosten habe ich 8x8-Pfosten, als Pfetten (je 2) und Sparren 8x4-Latten verwendet. Als Dach hatte ich Wellplatten aus Plexiglas aufgeschraubt.
Die Konstruktion stand 7 Jahre, dann habe ich sie wegen Umzug demontiert.
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Jan, das sieht super aus! Unsere Terrasse liegt jedoch wie erwähnt sehr ungeschützt, hier pfeift ordentlich Wind, der regelmäßig die Stühle und gern auch mal den Tisch bewegt.

Deine Konstruktion würde bei mir daher sicherlich nicht lange halten. Dennoch vielen Dank für die Beschreibung!

Vom Gefühl würde ich aufgrund des langen Abstandes in meinem Fall denken eher denken, je massiver desto besser, andererseits erhöht das natürlich das Eigengewicht. Schwierig.

Wenn ich die Tabelle in dem Prospekt von Kneippianer etwas optimistisch auslege würde ich mit 10er Pfosten und 12/16er Pfetten vielleicht auch hinkommen. Ist gleich nochmal ein gutes Stück günstiger und sieht immer noch ganz schön massiv aus, wobei Optik nachrangig ist.

 

Zitat von kaosqlco
Grundfläche ca. 2,5m x 3,5m, als Eckpfosten habe ich 8x8-Pfosten, als Pfetten (je 2) und Sparren 8x4-Latten verwendet. Als Dach hatte ich Wellplatten aus Plexiglas aufgeschraubt.
Die Konstruktion stand 7 Jahre, dann habe ich sie wegen Umzug demontiert.
...die Konstruktion des TE ist jedoch mehr als 1,5 mal so Groß wie deine...

 

würde an Deiner Stelle auf jeden Fall einen sehr flachen Giebel drauf setzen ( oder Prisma )
z.B. auf den oberen Balken von 3 mtr jeweils ca. 30 cm H, mit Firstbalken, der wie auch die langen Balken etwas ( L & R ) überstehen kann... jeweils ca. 20 cm, mit entsprechenden Beschlägen wird das dadurch noch verstärkt, bezw. windstabiler ... und die Plane hängen nicht so durch bei mehreren Zwischenstangen....
Leimbinder wäre gut, aber nur in der wasserfesten Ausführung.... habe für div. Camping-
Überdachungen, mussten stabiler sein wegen Schneelast.... mir das Holz vom Händler
geholt, da konnte ich die Teile auch auf Fixmaß schneiden ( war Fichtenholz..massiv !)
must halt vor Ort schauen, daß Du keine verdrehten Balken hernimmst !
Gruss....

 

Hallo Hazett,

Verstehe, klingt gut und mit vernünftigen Kopfbändern würde die Konstruktion dann von unten gestützt und oben sicherlich stabiler verbunden da die Sparren dann nur 1,50 lang wären.

Ich möchte jedoch leine Holzverbindungen machen (präzise winklige Aussparungen trau ich mir in mehrfacher Ausgührung bei diesen Dimensionen nicht zu), die Sparren würden in diesem Fall jedoch von beiden Seiten schräg nach oben kommen. Reicht das wenn ich die mit 90-Grad-Winkelstücken von oben an den Pfetten bzw dem First fixiere? Die Sparren würden ja nicht flächig aufliegen, das stell ich mir problematisch vor.

Abwandlung: ich fixiere die 3 m Balken oben auf den Pfosten und lege auf diese die drei 4,50 (alles zzgl etwas Überstand). Über die kommen dann die eigentlichen Sparren. Das könnte ohne Gefälle erfolgen und alle Teile würden gerade aufliegen.

Macht das Sinn?

 

Moin.

Bei den Arbeitsanweisungen von dem ein oder anderen graust mir das schon wieder.

Ja, es stimmt.
Keilzinkungen dürfen sich nicht im bewitterten Bereich befinden.

Die empfohlenen Querschnitte sind für tragende Decken/Flachdächer/etc.
Hierbei wirken viel größere Lasten als bei einer Konstruktion die nur sich selbst tragen soll.
Wenn du mal einen Grundriss skizzierst könnte ich dir auch bei den Querschnitten behilflich sein.

Da du mit dem Gedanken spielst das Überdach aus KVH zu bauen, würde ich gleich mit Doppelstegplatten eindecken.

Anstatt der zimmermannsmäßigen Verbindungen, kann ich dir Tellerkopfschrauben ans Herz legen. Im Fachhandel sind die auch bezahlbar.
Die Vorteile liegen auf der Hand; schnellere Montage, keine sichtbaren und hässlichen Blechverbinder, hohe Stabiliät!

zünftige Grüße.

 

Hallo Tackleberry,

Holzsorte:
danke für deine Rückmeldung zur Holzart. Das heißt ich müsste irgendeinen Händler suchen der KVH in "massiver", also nicht keilverzinkter Form, anbietet?

Schrauben vs. Winkel/Träger:
Die langen Tellerkopfschraubensorten habe ich mir schon mal angeschaut, mich jedoch noch nicht weiter mit den Vorteilen auseinandergesetzt. Ich habe bei denen vor Allem Angst, dass ich mich zu **** anstelle und mit ner 3 4tel reingedrehten Schraube und nem schweren Holzstück dastehe . Ist mir leider bei deutlich kleineren Schrauben schon des öfteren passiert. Benutze immer Spax-Schrauben und Makita 18V-Akkuschrauber - das hilft jedoch leider nicht über gelegentliches persönliches Unvermögen hinweg.

Ich steh auf Durchbohren, Maschinenschraube durch und andere Seite festziehen Optisch ist das natürlich nicht elegant. Ich lass mich bzgl. der Schrauben nochmal beraten.

Querschnitte:
Der Grundriss ist momentan einfach skizziert: ich habe nochmal genau nachgemessen und bräuchte in der Breite einen Abstand von 5 m und in der Tiefe von 3 m. Höhe der Pfosten wie erwähnt 2,50 m. Wie genau ich die Pfetten, Kopfbänder und Sparren anordne, ob seitlich oder von oben, ob mit Firstbalken oder nicht etc., das hoffe ich durch dieses Forum in Erfahrung zu bringen. Hier mal ein Bild welchen Aufbau ich mir vorstellen könnte. Nicht maßstabsgerecht und abgesehen von Grundfläche und Höhe in keinster Weise verbindlich.

So ließen sich die Verbindungen m.E. jedoch recht einfach herstellen (siehe oben :-)) und oben zwischen die Sparren würde ich je ein Sonnensegel spannen (vielleicht auch ein Sparren weniger).

Welche Größen würdest du empfehlen?
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Geändert von NachoCaracho (21.05.2015 um 23:06 Uhr) , Grund: Fehler in der Anlage
für ein reines Partydach, wo das Sonnensegel bei Schlechtwetter abgenommen wird,
reicht die Konstruktion allemal !
lediglich die Kopfenden der Firstbalken sollten sehr gut gerundet sein.. und die Plane mit 4 Seilen und Gummiösen gespannt sein ( Heringe ins Erdreich zum Befestigen, dann bist
flexibel )
Gruss....

 

Das Holz
Unser Holzhändler führt KH Douglasie, das ist selbst eingeschnittenes Holz ohne Zinkungen.
Getrocknet und gehobelt wird es auch, sie dürfen es aus rechtlichen Gründen nur nicht KVH nennen.

Zu den Schrauben:
Wenn du die Schrauben im "oberen" Holz mit 8mm vorbohrst und anschließend vorsichtig verschraubst kann da eigentlich nichts passieren.
Im Notfall hat man mit der Knarre mehr Gefühl, dann gibts es auch keine vergnaddelten Köpfe.

Zur Dimensionierung:
Im Durchmesser reichen 8mm, die Länge ergibt sich aus den zu verschraubenden Hölzern. Dicke des "oberen" Holzes + 8cm (Gewindelänge der Schrauben) = Schraubenlänge.


Querschnitte und Konstruktion
Ich würde das Dach als Pultdach ausführen, so kannst du nachträglich jederzeit noch Doppelstegplatten auflegen.
Sind die Eckpunkte und Positionen der Pfosten fix? Es sieht gefälliger aus wenn man mit den Rähmen über die Pfosten schießt, dann ergibt sich ein kleiner Dachüberstand.
Ebenso würde ich an der Pfetten vorgehen.

Als Sparren kannst du 6/12 oder 6/14 benutzen.
Die Pfosten würde ich aus optischen Gründen aus 12/12 machen, alles andere wirkt immer so fladderig.
Die Rähme kannst du aus 12/18 machen.
Kopfbänder in 6/12 o.ä.

Das ganze Holz solltest du beim Fachhandel kaufen, evtl. kennst du sogar einen Zimmermann etc. mit Firmenkonto.

zünftige Grüße

 

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