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Optiline Wood Sägeblatt für PKS 55A

11.02.2015, 15:41
Hallo!
Für meine PKS 55A möchte ich mir ein neues Sägeblatt für feine Schnitte in Multiplex/MDF/beschichtete Spanplatten kaufen und habe mich nach längerer Recherche für ein Optiline Wood Blatt mit 48 Zähnen entschieden. Mit 160mm Außendurchmesser und 20mm Aufnahmebohrung gibt es allerdings zwei Sägeblätter, die sich in ihrer Stammblattstärke und Schnittbreite unterscheiden. Laut Betriebsanleitung könnte ich beide verwenden (Stammblattstärke max. 1,6), und preislich sind beide etwa gleich:
- Best.-Nr 2 608 641 172: Schnittbreite 1,8mm, Stammblattstärke 1,2mm
- Best.-Nr 2 608 640 732: Schnittbreite 2,6mm, Stammblattstärke 1,6mm

Außer dem (minimal) geringeren Holzverlust durch eine dünnere Schnittbreite, welche Vor- und Nachteile hat die unterschiedliche Stammblattstärke/Schnittbreite? (z.B. bezüglich Robustheit, Schnittgüte, seitliches Spiel/Arretieren in der Säge, ...)

Meine Führungsschiene (FSN 140) habe ich mit dem der Säge beiliegenden Blatt Speedline Wood (müsste 2,4mm Sägeblattbreite/1,6mm Stammblattstärke haben) eingeschnitten. Würde ein dünneres Sägeblatt wie das 1,8/1,2mm die Schnittlinie nochmals verändern (also etwas mehr von der Gummilippe abschneiden)? Oder ist das Sägeblatt so im Gerät arretiert, dass sich an diesem Abstand nichts ändert?
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11 Antworten
Also das dünnere Sägeblatt wird nichts von der Führungsschine wegnehmen sondern eher etwas Abstand zur Führungsschiene haben. Das Dickere Sägeblatt wird die Gummilipe deiner Führungsschine dan nochmals etwas nachschneiden.

Nachtrag: Du kannst das einfach berechnen:

Sägeblattstärke - Stammblattstärke : 2 = Überstand Zähne

 

Geändert von Maedelfueralles (11.02.2015 um 17:05 Uhr) , Grund: Nachtrag
Zitat von Maedelfueralles
Also das dünnere Sägeblatt wird nichts von der Führungsschine wegnehmen sondern eher etwas Abstand zur Führungsschiene haben. Das Dickere Sägeblatt wird die Gummilipe deiner Führungsschine dan nochmals etwas nachschneiden.
Korrekt.
Das Stammblatt liegt am Flansch an und wird mit der Mutter Befestigt, die Linie ist immer gleich. Auf den Überstand der Zähne ist deine Schiene eingesägt.
Wenn die Angaben Stimmen....
2,4/1,6 mm = 0,4mm
Bei dem dicken Blatt wäre der Überstand 0,5mm, sägt also nomma 0,1mm von der Lippe ab. Bei dem dünnen 0,3mm, die Schnittlinie ist also 0,1 mm von der Lippe entfernt
Beides Marginal, finde ich

 

Hallo Nyxxet,
beide Sägeblätter haben identische Zähne. Der Schnitt wird in der Qualität also identisch. Das Sägeblatt mit der geringeren Stammblattstärke hat beim Sägen deutlich weniger Widerstand. Dadurch ist ein leichteres Schneiden möglich. Die Lippe bei der FSN wird wahrscheinlich neu aufgezogen und neu eingeschnitten werden müssen. Sie könnte nur bei exakt gleicher Schnittbreite weiterverwendet werden.
Ist damit Deine Frage beantwortet?
Viele Grüße
vom Bosch-Experten-Team

 

Zitat von Bosch_Experten_Team
Hallo Nyxxet,
beide Sägeblätter haben identische Zähne. Der Schnitt wird in der Qualität also identisch. Das Sägeblatt mit der geringeren Stammblattstärke hat beim Sägen deutlich weniger Widerstand. Dadurch ist ein leichteres Schneiden möglich. Die Lippe bei der FSN wird wahrscheinlich neu aufgezogen und neu eingeschnitten werden müssen. Sie könnte nur bei exakt gleicher Schnittbreite weiterverwendet werden.
Ist damit Deine Frage beantwortet?
Viele Grüße
vom Bosch-Experten-Team
Diese Antwort finde ich klasse
Bosch hat Sägeblätter eingekauft die nicht so wirklich gut zusammenpassen.
Selbst hergestellt werden die ja nicht.
Damit letztendlich wieder alles passt, soll der Anwender bei jedem Blattwechsel eine neue Lippe einschneiden.
Das ist mal eine Umsatzorientierte Strategie, geeignet fürs Managermagazin
Da bin ich doch froh, das der Hersteller meiner Säge alle Blätter gleich fertigt.
Egal welches ich nehme, die Frage aus dem Topic taucht nicht auf.

 

@hansemann1963 : die beiden Sägeblätter sind ja auch aus der "blauen" Serie. Und mal ganz abgesehen davon wegen einem zehntel Millimeter würde ich den Gummi nicht tauschen.

 

Ich bin bisher ganz ohne Führungsschiene mit Gummilippe ausgekommen, daher kann ich die Debatte um 0,1 mm nicht ganz nachvollziehen. Mir reicht eine mit Schraubzwingen befestigte Richtlatte.
Meiner Meinung nach ist ein wirklich gutes Sägeblatt für einen sauberen Schnitt deutlich entscheidender. Und wenn der Schnitt extrem schön werden muss, mache ich einen ersten Schnitt mit einer Schnittiefe von 0,5 bis 1,0 mm bevor ich im zweiten Durchgang ganz durchsäge.

 

na super, der Text rausgeflogen...
wenn man sich einmal auf eine Sägeblattbreite eingeschossen hat, bleibt man meißt dabei, man muß ja nicht für jede Arbeit das Sägeblatt wechseln, in ca 30 Jahren habe ich bestimmt keine 5 Gummilippen gebraucht. Wenn mal ein Sägeblatt 2-4 Zehntel dünner wäre kann man das ja berücksichtigen, man kratzt ja eh kurz an um die Einstellung zu überprüfen, wenn es ganz wichtig ist, das erscheint mir hier wie jammern auf hohem Niveau, Hobbyhandwerker mit Profiambitionen, dann doch auch einfach so verhalten. Gutes Werkzeug ist eine gute Grundvorraussetzung, aber arbeiten und einstellen muß man immer noch selbst, die meißten können das ja auch.....

 

Vielen Dank für die Antworten, das hilft mir auf jeden Fall weiter!

Die Frage bezüglich der Führungsschiene ist eher zweitrangig für meine Entscheidung. Bei einer Abweichungen unter 1mm mache ich mir da wirklich keinen Gedanken, so genau schaffe ich es sonst auch nicht zu arbeiten.

@Tscharlie: den Tipp mit den zwei Sägedurchgängen werde ich auf jeden Fall ausprobieren!

 

Um einen ausrissfreien Schnitt zu erreichen, ist bei Verwendung einer Führungsschiene mit Gummilippe ein "vorritzen" normalerweise NICHT notwendig. Voraussetzung ist natürlich ein scharfes Sägeblatt und eine sauber eingeschnittene Gummilippe.

Sollte (aus welchen Gründen auch immer) trotzdem "vorgeritzt" werden, ist darauf zu achten, dass die HKS beim vorritzen ENTGEGEN DER EIGENTLICHEN SÄGERICHTUNG (also rückwärts) über die Führungsschiene GEZOGEN ...
... und danach der eigentliche Trennschnitt (natürlich vorwärts) durchgeführt wird.

 

Es hat durchaus einen Grund wiso es die 160er Blätter in zwei Dicken gibt. Die dünnen Blätter sind für Akkukreissägen gedacht, auf der Verpackung befindet sich auch der Hinweis "cordless". Durch die dünne Schnittbreite wird weniger Kraft benötigt, das ist bei einer Akkusäge sehr wichtig, es kann jeder der eine Akku HKS besitzt mal ein normal breites Blatt einspannen, die Leistung wird erheblich sinken. Bei Kabelgebundenen Geräten würde ich aber in jedem Fall das breite Blatt vorziehen, das dünne weicht nämlich eher ab und beginnt schneller zu flattern, was zu einen unsauberen Schnitt und lauten Sägegeräusch führt.
Ich habe für meine GKT 55 ein 12Z Speedline Längsschnittblatt gekauft, auch die dünne ausführung, ich dachte damals der schnellere Und leichtere Schnitt des dünnen Blattes sei von Vorteil. im Nachhinein muss ich jetzt allerdings sagen, dass das Blatt nicht so toll ist, es schneidet sehr unruhig, und wegen der extrem hohen Drehzal der GKT fängt es im Leerlauf an zu Schwingen und das tönt sehr hässlich. Auch der Schnitt wird nicht wirklich sauber, und bei Spannungen und Ästen in Dicken Brettern weicht das Blatt bis zu 1mm von der Schiene ab. Mittlerweile hab ich noch ein breiteres Längschnittblatt gekauft, damit komm ich etwas weniger schnell voran, dafür tönt und schneidet es schöner. Fazit: Die dünnen Blätter sind nurdort zu empfehlen wo sie benötigt werden, nämlich bei Akkugeräten, oder wenn man gerne mit 5kmh vorschub sägen möchte

 

Hallo zusammen,
Bosch bietet als weltweit größter Zubehörhersteller für fast alle Geräte aller Hersteller das entsprechende Zubehör an. Infos zur Kreissägeblättern und Produktion findet ihr hier: http://www.bosch-pt.com. Der Verwender hat also die Möglichkeit das für ihn richtige Sägeblatt zu bekommen.

 

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