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Neue Fußboden im Dachboden verlegen

26.12.2013, 11:07
Hallo zusammen,

Ab kommenden Frühjahr soll im Dachboden der Fußboden ausgewechstelt werden.
Der Vorbesitzer hat da alles mögliche reingeschmissen, Bretter, Dielen, Bohlen.
Das Dach ist (noch) nicht gedämmt.
Unter diesem ganzen Zeug liegt Glaswolle die einfach so reingestopft wurde, diese wird auch rausfliegen, denn ich glaube mit einer modernen Mineralwolle hier eine bessere Dämmung der unter dem Dachboden befindlichen Räume zu erzielen. Wohn, Schlaf, Kinderzimmer , Dusche ca 5qm²
Der Balkenabstand beträgt ca. 80 cm. Die Balkenbreite ca. 10-14 cm.
An folgenden Aufbau habe ich gedacht:
Als Dämmung Mineralwolle, Auf die Balken möchte ich ein Vlies zur Trittschalldämmung auftacken, und zum Schluß 22, oder 24mm OSB Verlegeplatten schwimmend verlegen. Vom Gewicht her kommt keine große Belastung auf den Boden.
Benötige ich eine Dampfsperre? Falls ja wo bringe ich sie auf unter oder über der Mineralwolle? Ich habe schon gehört, gelesen, dass die OSB Platten verleimt werden sollen. Reicht hierfür normaler Holzleim, oder gibt es einen Spezialleim dafür?
Wäre schön, wenn ihr mir ein paar Tipps geben könntet.
 
Dachboden, dämmung, Fußboden Dachboden, dämmung, Fußboden
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7 Antworten
Munze1  
OSB verleimen auf jeden Fall, den bei schwimmender Verlegung würden sich Fugen bilden.
Wasserfester Holzleim ist ausreichend.
Wenn keine grosse Last drauf kommt, reichen auch 19 mm, sind dann leichter zu schleppen.
Die Dämmung zwischen den Riegeln würde ich weder oben noch unten mit einer Dampfbremse ausstatten. Die Dämmung kann ja im Prinzip auf beide Seiten atmen. Sehe das wie eine Zwischenwanddämmung in einer Holzständerkonstruktion.

 

Zitat von Munze1
Die Dämmung zwischen den Riegeln würde ich weder oben noch unten mit einer Dampfbremse ausstatten. Die Dämmung kann ja im Prinzip auf beide Seiten atmen. Sehe das wie eine Zwischenwanddämmung in einer Holzständerkonstruktion.
Wie sieht das über der Dusche mit Kondeswasser aus?? kann sich da was bilden??
Lieber mach hier eine Folie mehr rein als hinterher eine zu wenig, an den paar Euronen solls nicht scheitern.

 

Geändert von ersapo (26.12.2013 um 11:57 Uhr)
Unter die Wolle (Raumseite) gehört eine Dampfsperre, über die Wolle (Speicherseite) gehört keine Dampfsperre und daher auch keine OSB-Platte, ansonsten kondensiert an der Unterseite der OSB-Platte die feuchte und das geht mit den altbekannten folgen einher.
Da scheinbar geplant ist, den gesamten Speicher zu dämmen würde ich mit der äußeren Hülle des Hauses anfangen.
@ Munze1, Dämmung atmet nicht, allerhöchstens findet eine Feuchtediffusion statt und zwar von warm nach kalt, am Taupunkt kondensiert dann das Wasser (in der Wolle ohne OSB bzw. an der Unterseite der OSB-Platte).

 

Hallo,
erstmal Danke für die Antworten.
Also: Vorerst ist erst der Fußboden geplant neu zu machen, weil die Bretter und anderes Zeug von der Materialdimensionen sehr unterschiedlich sind Breite, Stärke,Länge, Profil und deshalb Stolperfallen sind, und auch Sch....e aussieht.
Wann ich mich über die Dachdämmung mache weiß ich noch nicht. Evtl. the next Genaration....aber dann richtig von Aussen, vom Dachdecker...
Es leuchtet ein, dass die Feuchte an der Unterseite der OSB Platte kondensiert.
Welche Platten kann ich dann verwenden??
Entsteht nicht der gleiche Effekt wenn ich normale Spanverlegplatten oder Estrichplatten verlege??
Möchte mir keine Zuchtanstalt für Rannpferde ( Schimmel) aufbauen.
HIIIIIILFEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE.
Danke

 

Bisher war keine Dampfsperre drin. Frage wäre, warum früher dort geflickschustert wurde. Wurde Bretter ausgetauscht, da sie durchgefault waren? Wenn ja, würde ich einen Fachmann um Rat fragen. Wenn nicht, warum sollte bei einem Dielenboden, der Jahrzehnte keinen Schaden nahm, jetzt ein Problem auftauchen wenn man diesen durch OSB austauscht?

Kannst statt OSB auch Rauhspunddielen verlegen. Schauen besser aus, sollten was Feuchte angeht besser diffundieren und sind sicherlich für das Raumklima besser und auch nicht viel teurer. Sogar besser zu verlegen und zu tragen. Und sehen viiiel besser aus.

 

Noch besser als die Lösung mit Mineralwolle, wäre natürlich das Ganze mit Isofloc oder einer anderen Zelluslosedämmung auszuschütten, denn das hat viele Vorteile:

  • Geht hundertmal schneller
  • Juckt nicht
  • umweltfreundlicher bei der Herstellung (Dreimal weniger Co2 pro kg Dämmung)
  • Dampfsperre entfällt, da diese Dämmung Feuchtigkeit transportieren kann
Ausserdem würde ich dir, wie Rainerle schon vorgeschlagen hat, einen Dielenboden empfehlen. Bei deiner genannten Belastung reicht eine 24mm Version total aus, wenn du dann noch Fichte Klasse C kaufst bist du fast so billig wie mit 19er OSB dran.

 

Der Dachboden wurde mitte ende der 70er Jahre erstellt.
Dampfbremse ist keine drin, es liegt nur diese lose Glaswolle zwischen den Balken. Mir ist nicht bekannt, dass Bretter ausgetauscht wurden oder durchgefault sind.
OSB möchte ich deshalb nehmen, weil sie nach meiner Meinung besser aussehen, und sich leichter saubermachen lassen.
Fichtendielen die nicht richtig abgelagert sind schwinden und verziehen sich mit der Zeit, es entstehen hässliche Spalten zwischen den einzelnen Dielen. Das möchte ich nicht.
OK das mit Isofloc ist mir neu, das Material kenne ich (noch) nicht.
Ausgleichschüttung Bituperl ist mir ein Begriff.

 

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