Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Mit einer Stichsäge richtig gerade sägen – wie geht das am besten?

14.03.2010, 19:57
Susanne  
Ja, liebe Community, ich weiß: Einige von Euch testen gerade Handkreissägen, andere haben bereits Tischkreissägen in der Werkstatt stehen, aber wie sägt man denn mit einer Stichsäge richtig gerade und exakt?
Habt Ihr Tricks dafür?
 
Säge, sägen, Stichsäge Säge, sägen, Stichsäge
Bewerten: Bewertung 1 Bewertung
70 Antworten
Brutus  
Bei mir geht das folgendermaßen von statten. Ich nehme mir eine gerade Stahlschine mache sie an zwei Seiten des Werkstücks mit je einer Schraubzwige fest und gleite mit der Stichsäge an ihr entlang, vorher natürlich nach Maß ausrichten.

 

Gerade sägen ist eigentlich recht einfach. Dafür befestige ich mit zwei Schraubzwingen eine gerade Leiste im richtigen Abstand und führe die Stichsäge an der Leiste entlang.
Beim Kontursägen ist eine ruhige Hand und etwas Übung gefragt. Wichtig, ich nehme bei einer Pendel-Hub-Säge den Hub raus.

 

Hallo,

eins vorweg: Ich persönlich halte die Stichsäge neben dem elektrischen Handhobel für die am meisten überschätzte Maschine im Heimwerkerbereich.

Zu den geraden Schnitten:
Hier kommt es auch auf das Material an. Bei dünnem, homogenem Material mag es noch gelingen, einen geraden Schnitt zu bekommen. Wird aber das Material dicker oder ist nicht mehr homogen, so ist mit einer Stichsäge ein gerader Schnitt nur schwer zu bewerkstelligen. Die Säge läuft dem Material nach.

Es kommt auch darauf an, welche Ansprüche man an den Schnitt hat. Ein Ergebnis, wie mit einer Hand- oder Tischkreissäge läßt sich nicht erreichen. das ist Systembedingt.

Hilfreich, um gerade Schnitte im Rahmen der Maschine zu bekommen ist ein gutes Sägeblatt, dem Material angepaßt und möglichst breit.

Gruß

Heiko

 

Ja da muß ich woll Heiko rechtgeben. So einen geraden schnitt wie mit derPKS oder Tichkreissäge wird es nicht geben.

 

Ekaat  
In gewachsenem Hold neigt das Sägeblatt der Stichsäge dem geringsten Widerstand zu folgen und verbiegt sich dabei, wenn es an einer Schiene geführt wird. Geht dann auch noch das weiche Holz in Richtung von der Schiene weg, ist es nahezu unmöglich, den Schnitt gerade zu halten. Für gerade Schnitte nur Hand- oder Tischkreissäge. Die Stichsäge hat ihren Platz in der Werkstatt, ohne Frage. Ich schäle Kartoffeln ja auch nicht mit dem Brotmesser. Meine Devise: Für jeden Einsatzzweck das richtige Werkzeug - in der Küche, wie in der Werkstatt.

 

ich weiß ... ich wieder mit meinen blauen

aber ich hab einfach die Erfahrung gemacht, dass meine grüne Stichsäge, wie Ekaat schon sagte, den Weg des geringsten Widerstandes gesägt hat. Das tut die blaue zwar auch noch ein klein wenig aber mit der bekomme ich die wesentlich besseren Schnitte hin. Wegen GKS und GTS aber inzwischen (Bosch sei Dank) nicht mehr nötig

 

Brutus  
Wie sieht das denn bei einer Stichsäge aus wenn man mit minimalstem Druck nach vorn arbeitet, driftet die immernoch ab ?

 

Ekaat  
Zitat von Brutus
Wie sieht das denn bei einer Stichsäge aus wenn man mit minimalstem Druck nach vorn arbeitet, driftet die immernoch ab ?
Jau! Dagegen ist kein Kraut gewachsen, weil Du den Drall nicht spüren kannst. Habe ich böse gemerkt in Stuttgart, als wir 'ne Kiste bauten und keine Kreissäge da war. Übrigens auch mit 'ner Leiste (um nicht Latte zu sagen ;-).
Meintest Du mit »minimalstem« »geringstestem«?

 

Geändert von Ekaat (14.03.2010 um 22:57 Uhr)
Wenn das Sägeblatt neu ist und dan mit dem minimalstem Druck wird der schnitt gut.
Aber wie lang willst du schneiden an einem brett

 

ich verlasse mich meist auf mich selbst.
hilfen wie führungsschiene benutze ich eigendlich nie.
was mich aber interesieren würde,es gibt zb von bosch bei den neuen stichsägen so ne laservorrichtung.
hat jemand da schon erfahrungen dazu gemacht?

beispiel:
http://www.bosch-do-it.de/boptocs2-d...1452/index.htm

 

Ekaat  
Zitat von bob_der_baumeister81
es gibt zb von bosch bei den neuen stichsägen so ne laservorrichtung.
hat jemand da schon erfahrungen dazu gemacht?
Siehe zwei Beiträge zurück. Das war bei Bosch und die Säge war auch von Bosch und hatte so ein Laserdingsda.

 

Hallo,

ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Laser an einer Stichsäge mehr als nur grobes Anpeilen möglich macht. Wie soll der Laser denn einen geraden Schnitt ermöglichen? (Dazu wäre eine gaaaaanz andere Laserklasse erforderlich)

Schaut euch mal die Profimaschinen von Bosch blau, Festool, Mafell etc. an. Alle ohne Laser. Ebenso die Handkreissägen. Sowas findet man nur im Heimwerkersegment. Warum wohl?

Gruß

Heiko

 

Zitat von Ekaat_Oyten
Siehe zwei Beiträge zurück. Das war bei Bosch und die Säge war auch von Bosch und hatte so ein Laserdingsda.
ok danke dir

 

ich habe zwei bosch stichsägen.
abgesehen davon, das eine blau und die andere grün ist, ist auch das handling sehr unterschiedlich.
die grüne hat oben nen griff und die blaue wird am motor angefasst und hat noch nen knauf vorne drauf. alleine die die andere haltung, hat man mit der blauen eine bessere und ruhigere führung.
ob es auch an der qualität der teile, die in der maschine verarbeitet wurde liegt, kann ich nicht bewerten.
allerdings ist auch die preislage zwischen den beiden recht unterschiedliche geräten auch sehr unterschiedlich :-)

 

Ich verwende eine blaue Stichsäge, die GST 135 CE.

Ich kann sehr gut gerade Schnitte machen. Ich stelle wenig Pendelhub ein, meist auf eins, da reist nicht viel aus, regele die Drehzahl etwas runter, dann ist sie etwas leiser, verwende ein scharfes Sägeblatt und dann führe ich die Säge fast ohne Druck der Linie entlang.

Wichtig ist das Sägeblatt rechtzeitig zu wechseln, das mache ich auch gelegentlich zu spät, und wenig Druck. Wenn der Pendelhub eingeschaltet ist, dann gleitet die Säge fast allein über das Holz.

...und nicht ablenken lassen! Niesen, Husten, Quatschen = Tabu, man muss sich natürlich konzentrieren. Hin- und wieder hat man sonst eine kleine Ecke drin.

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht