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Mit der richtigen Farbe wär das nicht passiert ! [Usertalk]

04.05.2015, 22:04


Natürlich gibt es keine Wunderfarben! Aber ganz bestimmt gibt es Farben, die die Lebenszeit des bestrichenen Baustoffes um einiges Verlängern.

Was Verwendet ihr für Holz im Außenbereich, Lacke,Lasuren oder andere "Tinkturen?
Wie oft muss Holz gestrichen werden?

Was bekommen Metalle, wenn sie nicht verzinkt und beschichtet sind?

Gibt es doch "Wunderfaben"?
 
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10 Antworten
In meiner Jugend hatte ich mal einen Freund, dessen Vater seinen Zaun einmal jährlich mit Altöl aus seinem Fahrzeug gestrichen hat.

2 Vorteile ergeben sich daraus. Der Ölwechsel wird auch tatsächlich durchgeführt und der Zaun hält ewig.
Aber wie sieht da wohl der Umweltaspekt aus? Der Umweltengel wird ihm vermutlich nicht vergeben.

 

Im Außenbereich nach Möglichkeit Lärche - da erübrigt sich das Schützen, das macht das Holz selber...

Bei Metall im Außenbereich kommt es auf das Stück an.

Ich habe z.B. Ketten am Freisitz hängen, die extra nicht geschützt sind um eben den alten Charakter zu erhalten - wenn sie weggerostet sind ist das eben so. Auch Kupfer in seiner Eigenschaft sich seine eigene Schutzschicht zu "fabrizieren" finde ich schön.

Sonst stehe ich auf V4A - V2A kann auch oxidieren

 

Das Ölen der Hölzer mit Altöl kenne ich auch noch, nur darf das heute leider nicht mehr gemacht werden -- zumindest darf es keiner mitkriegen...

 

Zitat von Kneippianer
Im Außenbereich nach Möglichkeit Lärche - da erübrigt sich das Schützen, das macht das Holz selber...
Lärche wird aber grau. Ist irgendwie auch Geschmackssache.

 

Gerade der Silberschimmer gefällt mir daran...

 

Janinez  
ja aber Lärche ist halt praktisch, man muss nichts mehr machen und sie geht nicht so schnell kaputt.......

 

Für den Außenbereich verwende ich gerne Lasur. Leider ist sie nicht sehr haltbar.
Sonne macht ihr sehr zu schaffen und ein Zaun am Waldrand kämpft gegen Moos an.

Allerdings mit Fenstern, die vom Werk aus mit Dickschichtlasur behandelt wurden, habe ich gute Erfahrungen gemacht.

Kann man diese Haltbarkeit auch mit handelsüblichen Lasuren schaffen?

 

Beim Gartenhaus meines Vaters haben wir Lasur verwendet. Xyladekor. Nach mehrmaligem Nachstreichen und viel Sonne, Frost etc. fängt das ganze jetzt an zu reissen, blättern. Das schaut nicht gut aus und man sollte abschleifen.

Bei meinem Gartenhaus habe ich jetzt eine Lasur in grau gewählt. Hornbach Eigenmarke. Sehr ölhaltig, schichtbildend. Wie das in 10 Jahren ausschaut weiß ich nicht, aber Verarbeitung war gut, und die Maserung kommt schön durch. Das Holz glänzt etwas. Und es schaut einfach gut aus.

Ansonsten halte ich es eher so, dass ich nichts anbringe. Terassendielen sind auf Dauer extrem teuer, wenn man sie jährlich ölt. Da kann ich alle 10 Jahre die Dielen ersetzen und bin immer noch günstiger. Das Ausbleichen des Holzes gefällt mir. Gartenzaun steht auch schon viele Jahre ohne irgendwine Behandlung. Wichtig ist, dass das Holz auch wieder abtrocknen kann.

Ich denke bei so etwas an alte Feldscheuern. Die stehen an den exponiertesten Stellen auf Wiesen und Weiden und das schon seit Jahrzehnten/Jahrhunderten und durchaus im Winter bis zum First im Schnee. Diese hat man nicht behandelt und sie stehen immer noch. Holz wird feucht und trocknet wieder ab. Die Scheunen stehen auf hohen Fundamenten, so dass nichts Bodenkontakt hat und die Luft ungehindert herum- und durchstreichen kann. Das ist das Geheimnis. Bleibt das Holz feucht, modert es - hat es eine Chance wieder zu trocknen, altert es und wird immer schöner. Jahrzehntelang hingen bei meinen Großeltern Hacken und Rechen ganzjährig am Acker auf den Obstbäumen. Da war nichts morsch oder faulig. Aber wehe, eine Hacke lag ein paar Wochen in der Wiese ...

Deshalb sind Rosenspaliere, Holzkomposter, Zäune etc. unbehandelt und ich habe gute Erfahrungen gemacht. Sodann liegen im Gemüsebeet seit Jahren Kiefernbretter im Dreck als Trittflächen. Hin und wieder gedreht, im Winter senkrecht am Baum, die werden auch noch Jahre halten. Spaten, Hacken, Schaufeln lehnen ganzjährig am Kompost.

 

Janinez  
Damit könntest Du Recht haben, ich hab mir immer überlegt, was meine Großeltern mit dem uralten Holzhaus in Oberstdorf gemacht haben, das wurde niemals gestrichen und die Zäune auch nicht und das war alles einheimisches Holz............................

 

Zitat von kindergetuemmel
Kann man diese Haltbarkeit auch mit handelsüblichen Lasuren schaffen?
Dabei kommt es auf mehrere Faktoren an. Das Holz selber ist entscheidend (Hartholz), wetterbedingte Einflüsse (ganztägig Sonne?) und eben die Lasur selber. Ich habe selber mit der Cetol Filter7 von Sikkens jahrelangen Schutz erreicht. Allerdings ist auch der Pinselauftrag eine Sache, die man beherrschen sollte.

Vorher wurde das Holz mit einer Dünnschichtlasur von Sikkens (HLS?) vorgestrichen und dann zweimal mit der Filter7. Daran scheitert das heutzutage bei vielen Leuten. Irgendwelche Kompaktlasuren werden einmal irgendwie draufgeschmiert und sich dann gewundert, warum der Anstrich nicht 4 Jahre hält.

Merksatz: einmal ist keinmal!

 

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