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Messschieber

27.03.2010, 19:16
Hallo!

Heute habe ich in der Werbung wieder einen Messschieber gesehen, der den Messwert digital anzeigt. Kostet wie immer nur 8.99€
Gehe ich in den Baumarkt und schaue mit die ganz normalen, ohne Elektronik an, dann kosten sie mehr.

Für meine Genauigkeiten im Hobbybereich mögen sie ja ausreichen. Aber ich frage mich, warum die digitalen Messschieber in so großer Anzahl und derart billig auf den Markt geschleudert werden. Wäre es nicht noch billiger in der selben Qualität die Elektronik weg zu lassen?

Vielleicht kaufe ich mir nächste Woche so ein Billigding.

Gruß Jens
 
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25 Antworten
Brutus  
Lassen sich diese Teile denn zusätzlich auch analog ablesen ?

 

Ekaat  
Zitat von Brutus
Lassen sich diese Teile denn zusätzlich auch analog ablesen ?
Habe seinerzeit gleich zwei bei Lidl gekauft. Analog läßt sich der nicht ablesen (übrigens auch nicht das 150-Euro-Ding in unserer Firma). Die einzigen Digital- und Analog-Meßgeräte, die ich kenne, sind Bügelmeßschrauben.
Ich bin übrigens zufirden damit: Lochabstand messen: Innendurchmesser nehmen, auf Null drücken und dann die Abstände der Löcher haben - ohne zu rechnen oder sich zu verrechnen. Man darf allerdings hinterher nicht vergessen, wieder auf Null zu stellen, wo die Null hingehört.

 

Brutus ich glaube nicht.

@ Bratwurstschlosser

Diese Billigware wird wohl nur ganz zu Anfang genau messen, wenn überhaupt.



Bei diesem glaube ich das schon eher.

 

Brutus  
Tueffler, dann sehe ich für dieses Billiggerät keinen Einsatzzweck bei mir und bleibe bei meinem konventionellen Messschieber.

 

Ekaat  
Zitat von Tueffler123
Diese Billigware wird wohl nur ganz zu Anfang genau messen, wenn überhaupt.
Bei meinem ist es nicht so; hin und wieder überprüfe ich es an einem Paßstück, welches zu jeder Bügelmeßschraube gehört. 20mm sind auch auf meinem Meßschieber 20,0Xmm. Und im Hundertstel-Bereich arbeite ich normalerweise nicht. Ich frage mmich auch, was sich an dem Schieber groß verstellen sollte. Er wird nicht länger, und wenn man ihn nicht als Flaschenöffner benutzt, bleiben die Meßbalken auch da, wo sie hingehören. Rostfrei sind sie ohnehin. Es geht mir bei einem Meßschieber vorrangig auch nicht um die absolute Genauigkeit, sondern um die Wiederholgenauigkeit.

 

manchmal können wie auch bei einem batteriebetribenen taschenrechner die anzeigen ungenau werden wenn die bakterie zur neige geht! aber verstellen können die sich nur wenn man grob damit umgeht

 

Brutus  
Wenn überhaupt nutze ich das Teil nur wenn ich auf Hundertsel arbeite, für andere Messungen habe ich so ein Teil aus Kunststoff geht auf nen halben Millimeter genau und war umsonst.

 

Als Zerspaner hat man zwar eine Hundertstelskala (ob das richtig geschrieben ist?) auf dem Auge, aber hin und wieder brauche ich natürlich einen Messschieber

Hier sind für den Profieinsatz natürlich auch Profimessmittel unerlässlich. Ansonsten ist gegen diese günstigen Geräte nichts zu sagen. Wichtig ist vorher zu überlegen, wie genau man arbeiten möchte und wie genau das Gerät ist.
Warum diese Geräte günstiger sind könnte eine einfache Ursache haben. Ein analoger Messschieber wird fest graviert (oder sonstwas) und muss nach dem Zusammenbau stimmen oder nachgearbeitet werden. Die digitalen Geräte kann man per Knopfdruck Nullen. Ein Eichen und Kontrollieren ist also nicht so kompliziert.

Das die Billigmessschieber mit der Zeit ungenau werden ist prinzipiell nicht zu befürchten. Man kann sie ja jeder zeit auf Null stellen.
Die Probleme melden sich in anderen Problemen. Die Teile sind sehr empfindlich gegen Feuchtigkeit und andere Verschmutzungen, sie sind wärmeempfindlich und die Messflächen sind nicht so hart.

 

Geändert von [User gelöscht] (27.03.2010 um 20:56 Uhr)
Zitat von Brutus
Wenn überhaupt nutze ich das Teil nur wenn ich auf Hundertsel arbeite...
Bestimmt Zehntel, für Hundertstel brauchst Du schon ne Messschraube.

 

Brutus  
Stimmt, meinte ich auch so,jetzt haste mich wieder erwischt. ;O)

 

Ja, jetzt gehts mir besser

 

Na dann kann ich mir da Montag bei Lidl mir so ein Ding holen.

Danke für die Infos!!

Gruß Jens

 

Zitat von Ricc220773
Bestimmt Zehntel, für Hundertstel brauchst Du schon ne Messschraube.
Da fragt der Handwerker:"Was dass denn?"

Auf´m Bau ist ein Zentimeter kein Maß

 

Für gute Arbeit braucht man erst mal gutes Werkzeug. Ein (Kunst-)Maler wird auch nicht den 10-er Pack Pinsel vom Aldi für ein Gemälde benutzen.
Für "mal schnell" und "mal kurz" tut es auch das günstige.
Auf digitale Messschieber würde ich mich jedenfalls nicht unbedingt verlassen müssen, auch wenn die Rechnerei wegfällt. Gerade ich hab ja echt lang gebraucht, bis ich den Messschieber verstanden hab. Erst bei der AdA-Prüfung hab ichs beigebracht bekommen.
Jedenfalls kann dich ein mechanischer Schieber nicht so schnell im Stich lassen, wie ein digitaler.
MERKE: Je mehr schnickschnack, desto anfälliger für Fehler.

 

Ganz einfach nach meiner bestandenen Facharbeiterprüfung durfte ich den Analogen Messschieber behalten das war 1974 und der tut heute noch brav seinen Dienst. Warte mal ab wie lange der Digitale macht. Bei uns im Betrieb nannte man die Dinger Schätzeisen.

 

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