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Meine Garage ... eine endlose Geschichte :-(

26.04.2013, 16:01
Hallo zusammen,

langsam wird es mir selber lästig, aber ich muss euch wieder mit meiner Garage belästigen... jetzt schonmal sorry.

Der aktuelle Stand. Meine Einfahrt ist fertig. Für die Garage ist ein Fundament gemacht. Es ist ein C förmiges Fundament, die Garage wird etwa 8x3,5m. Da das Grundstück nicht ganz rechtwinklig ist (97°) wird die Garage auf einer Seite etwa 8,4 oder 8,5m. Wir bauen auf die Grenze. Bodenplatte gibt es nicht, die Garage ist mit gepflastert, genau wie die Einfahrt. Das Fundament ist plan mit dem Pflasterbelage und ca. 30cm breit. Die Garage ist in diesen Maßen genehmigungsfrei gemäß der LBO. Es kommen noch 1-2 Fenster rein und eine Tür. Und natürlich ein Sektionaltor (2,5x2,13)

Jetzt mein Dilemma

Geplant war die Garage mit Ytong zu mauern. Oben ein Ringanker drauf (mit Ytong U-Schalen) und ein Flachdach mit relativ geringem Gefälle. Entwässerung in der Garage. Eventuell will ich noch 10cm vor gehen (dafür reicht das Fundament) und dann mittels Regenrinne nach Außen entwässern.
So war der Plan...Größte Hürde wäre wohl dass ich sowas noch nicht gemacht habe, Sprich mit viel Beton arbeiten und Ytong kleben...traue ich mir aber prinzipiell zu und hätte Unterstützung durch einen Freund der sein Haus so gebaut hat

Jetzt kam mir die Alternative die mir hier auch schon vorgeschlagen wurde. Ich baue die Garage analog zu meinem Haus in Holzständerbauweise. Die Idee war Konstruktions(voll)holz zu nehmen und damit Holzrahmen (mit Winkeln verschraubt) zu bauen. Ich dachte da an 10x10er Balken. Dann von außen mit OSB Platten (18mm) verkleidet und Styropor aufgeklebt und dann verputzt. Dach dann auch wieder als Flachdach, aber mit mehr Gefälle. Die Gefache würde ich mit Dämmwolle füllen und innen wieder mit OSB verkleiden ein einfach streichen. Vorteil für mich sehe ich darin, dass ich in der Holzbearbeitung fitter bin, als mit Ytong und die Handhabung für mich leichter ist. Außerdem hätte ich dann "Mauerwerk" und Dach aus dem gleichen Material und müsste keinen Ringanker ausbilden

Allerdings sind mir ein paar Punkte nicht klar.
Funktioniert dieser Wandaufbau überhaupt, oder brauch ich da irgendwo noch Folie? Wenn ich den unteren Gurt (Balken) auf dem Beton anbringe, wie gehe ich da vor? einfach mit Schwerlastanker rein, oder mit Sperre gegen Feuchtigkeit oder sowas? An der Rückwand wäre die Garage ca. 1 m unter dem Niveau des Grundstücks das dahinter liegt. Hier wollt ich statt einfachem Styropor richtige Dämm, Drainplatte nehmen, die über das Fundament hinausstehen, damit sich auf der Fundamentsohle kein Wasser sammeln kann.....geht das? Reicht die Dimensionierung der Balken? Senkrechte Pfosten habe ich alle 62,5cm kalkuliert (Abstand Mitte Mitte) Wie würdet ihr die einzelnen "Wände" verbinden? Bei unserem Haus wurden sie einfach verschraubt. Das würde ich auch so machen und zusätzlich oben eine Querverbindung aus Holz. Brauche ich in den Wänden noch einen Windverband oder reichen die OSB Platten aus Aussteifung?

Wie seht ihr das ganze? Natürlich wäre eine richtig gemauerte Garage besser, aber mauern kann ich gar nicht. Bauen lassen will ich sie aus Kostengründen nicht, außerdem hat mich der Heimwerker Ehrgeiz gepackt
Fertiggarage kommt leider auch nicht in Frage, obwohl der Hersteller nur 10km weiter sitzt :-(

Hat vielleicht jemand von euch sowas gebaut, oder sonstige Erfahrungen damit?

Ich weiß das sind (leider) jede Menge fragen, udn ich hoffe ich hab an alles gedacht.

Ich möchte mich jetzt schonmal recht herzlich fürs lesen und eure Anregungen, Beiträge, Ausführungen, Kritik usw bedanken...ohne diese Community wäre ich oft schon aufgeschmissen gewesen!
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11 Antworten
Moiners.

Ich versuche mal ein bisschen zu helfen.

Zwischen Schwelle und Fundament legt man i.d.R einen Streifen Dachpappe, die gibt es auch als 30cm Streifen im BM.
Die Schwelle bolzt man auf das Fundament, nimm MultiMontis und setzte diese im 1m Abstand.

Als Rähm, Schwelle und Ständer hätte ich 6 oder 8 auf 18 KVH genommen, der Abstand der Stiele ist i.O.

Die Stiele kannst du unten Nageln und oben mit durch das Rähm nageln.
Anschließend baust du ein paar diagonalen in die Gefache.
Denk beim Aufbau an provisorische Austeifungen aus Dachlatten.

Ich wäre mit dem OSB 2cm über das Fundament heraus geschossen, so dass die Schwelle bündig zur Außenkante liegt.

Den genauen Aufbau musst du mit dem Statiker klären.



Wenn du noch mehr Fragen hast, nur zu!

 

Sers,

Ytong "mauern" tut man gar nicht! Der psezielle Mörtel, den man da verwendet entspricht eher einem Kleber. Den muss man dann nur dünn aufspachteln, oder sogar nur aufrollen (wie Farbe). Und wenn ich als "blödstudierter" mein ganzes Dachgeschoss damit ausbauen konnte, dann wirst du das sicher auch für deine Garage schaffen. Nur Kopf hoch!

Mir persönlich wäre auch eine aus Ytong gemauerte Wand immer lieber, als ne "Bretterbude". Ich bin da aber vielleicht etwas altmodisch.

Über die Fenster und das Tor kommt jeweils n Betonsturz...

Viel Erfolg beim Mauern!
Stefan

 

Hallo, Ytong kleben ist wirklich kinderleicht, das haben mein Bruder und ich vor einigen Jahrzehnten schon als Kinder (13 u. 14 J.) beim Hausbau unserer Eltern gemacht.
Super einfach und schneller Arbeitsvorschritt.
Deine Ständervariante klingt schon deutlich komplizierter.
Lediglich die unterste Lage ist ein wenig kniffliger, die sollte auf Dachpappe (Feuchtigkeitssperre) und in Speis gelegt werden, ist aber auch kein Problem.
Im Ringanker nur nicht den Stahl vergessen.

 

Servus,ich würde auf jedenfall Ytong verbauen,ist echt kein Hexenwerk und das packst du mit Sicherheit.Die Steine sind auch simple zu bearbeiten (zuschneiden oder zuschleifen).Glaub mir das ist kein Problem,wichtig ist nur das du beim Ringanker und den Betonstürzen alles richtig machst,beim Mauern oder verkleben kannst ned viel falsch machen ( ich geh jetzt mal davon aus,das solche Sachen wie der Steinversatz und das verzahnen der ecken eh klar sind ).

Gruß Stampi

 

Zitat von tdesaster
Sers,

Über die Fenster und das Tor kommt jeweils n Betonsturz...
Nicht zwangsläufig. Je nach Höhe der Garage kann der Ringanker selbst der Sturz sein.
Die U-Schalen werden dann auf eine gut abgestütze dicke Bohle gelegt und stirnseitig geklebt, ordentlich Stahl und Beton rein und fertig ist der Sturz (Beton gut aushärten lassen).
Das haben Profis auch bei unserer Garage so gemacht, lediglich bei der Tür wurde ein fertiger Sturz verwendet, da die Tür nicht hoch genug war.

 

Hallo,
meine Garage 15 m x 3 m lichtes Maß habe ich aus Steinen gemauert, 240 mm Wandstärke, gemauert.

Weil ich damals keinen Gasbeton mehr zu kaufen bekam. Dafür habe ich Hohlblocksteine aus einer Bausteleneinrichtung abreißen dürfen und damit die untersten Schichten gemauert. Darüber Hochlochziegel. Anschließend innen und außen mit Putzmörtel geputzt

Wenn ich Gasbeton bekommen hätte seinerzeit, hätte ich wenigstens die untersten 2 - sogar 3 Schichten mit Ziegel - Betonsteinen gemauert. So habe ich auch die Außenwand auf der Terrasse gemauert.
Ich habe da mehr Ruhe wegen der Feuchtigkeit, auch wenn eine Sperre aus Pappe existiert.

Für die Stürze der Fenster und Seitentür fand ich armierte Betonzaunsäulen, diese habe nicht eingekürzt, sondern in voller Länge verbaut. Weil ich die Statik der Teile nicht verändern wollte.
Die Säulen waren 100 x 100 mm, den Zwischenraum stützte ich mit einem Brett ab und paar Eisenreste versteckt, Beton drauf, hält schon > 25 Jahre.
Für die Toreinfahrten schweißte ich U - Träger zusammen.

OSB auf Hölzständer, nicht mein Fall.
Aber beim Bau mit Gasbeton den Ringanker schalen und damit gleich die Stürze einarbeiten ist ein tolle Idee.

Wo ist er denn der Bauer, der Garagenbauer???
Gruß und in die Hände gespuckt, also los mein Freund gebe uns bitte Bericht.

 

Hallo zusammen,

sorry dass ich mich erst jetzt wieder melde, das WE war ziemlich stressig. Vielen Dank für eure Beiträge. Leider bin ich nich nicht wirklich weiter gekommen. Es gibt für beides Pro und Contra....ich muss jetzt mal wirklich alls zusammen planen und dann auch mal eine Kalkulation machen...

weiß zufällig jemand ob man irgendw Behrungskörbe online kaufen kann und sich diese entsprechend zusammenstellen kann?

 

Meinst du vielleicht Bewehrung?
Online habe ich keine Adresse. Ich brauchte aber mal Armierung für zwei Streifenfundamente, deshalb habe ich einfach mal bei einem örtlichen Bauunternehmer nachgefragt, dieser hat die "Körbe" dann auch für eine schmale Mark hergestellt und mich nebenbei auch noch kompetent über weiteres Material (Mengen, Maße usw.) beraten (zu wenig oder zu schwach soll es ja auch nicht sein).
Vielleicht hilft dir das ja weiter.

 

Hallo, hab meine Garage auch mit Porenbeton selbst gebaut!
Geht wirklich einfach, für das schneiden der Steine hab ich mir ne gebrauchte Schwertsäge PFZ 1300 AE gmit HM-Blatt gekauft.

Für Fenster gibt es fertige Ytong-Stürze. Den Ringanker kann man billiger auch selbst schalen, siehe Bilder!
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Vielen Dank für eure Hinweise

@Hauptsache_Bosch: Genau ich meinte Bewehrungskörbe...da waren die Finger schneller als der Kopf

@Toolmaker: Bist du zufrieden mit den Yton. Wie sieht es denn aus wenn die Steine nass werden und man ist noch nicht fertig mit dem kleben, bzw. es ist noch nicht verputzt?

Inzwischen ist die Sache wohl zugunsten des Ytong entschieden. Hintergrund: Ich darf keine Holzständerwand auf die Grenze setzen wegen der Brandlast. Es müsste eine F90 Wand sein, die ich mit Holz nicht realsisieren kann.

Der Plan sieht jetzt folgendermaßen aus:
10 Reihen Ytong mit Höhe 25cm
1 Reihe Ausgleichssteine mit 12,5 cm
(damit komme ich auf die exakte Höhe fürs Garagentor)
1 Reihe Ytong Steine zur Herstellung zur Herstellung des Gefälles. Über dem Tor ein YTONG Sturz mit 235 cm. Diese Reihe lasse ich bis zur Rückwand auf "0" laufen und kriege damit ca. 3% Gefälle (muss mal schauen wie das ist, da ja die hintere Wand nicht parallel zur vorderen Kante läuft????)
Darauf kommen die Schalen (schräg) zur Herstellung des Ringangkers
und darauf dann mein Flachdach

 

Ständerbauweise aus Holz würde ich auch bevorzugen. Holz hat bei richtiger Bauweise eine sehr lange Lebensdauer. In China gab es um 1200 herum eine Bauvorschrift für öffentliche Gebäude, die einheitlich vom kalten Norden bis zum feuchten Süden galt und sich sehr bewährt hat. Leider habe ich meine Unterlagen dazu so gut abgelegt, daß ich sie nicht mehr finde. Vielleicht findet man sie im Internet.
Ich meine, daß jeder seinen Bau selber überprüfen können sollte. Andere haben auch andere Ziele. Unter

.....

habe ich die in einem einzigen Haus gefundenen Fehler gesammelt. Anhand dieser Checkliste sollte kaum noch ein Fehler zu übersehen sein. Die Tabelle ziemlich am Ende des Textes zeigt die Folgen einer fehlerhaften Isolierung und kann leicht auf die Verhältnisse bei allen anderen Kombinationen abgewandelt werden. Wenn man das einmal gemacht hat, bekommt man ein Gefühl dafür, wo es kritisch wird.

 

Geändert von [User gelöscht] (07.06.2013 um 20:49 Uhr) , Grund: Link entfernt
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