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Meine Erfahrung mit der Bosch PPS7

05.04.2013, 01:38
Ich habe mich nach langer Überlegung für die Bosch PPS7 Unterflurzugsäge entschieden.
Leider habe ich mit meinem Modell keine guten Erfahrungen sammeln dürfen. Ich hoffe, das es sich bei meiner Maschine um ein Montagsmodell handelt, denn so viele Mängel wie diese Maschine aufweist bin ich nicht von Bosch gewohnt. Auch wenn es "nur" eine Bosch grün ist, so sollte die Maschine dennoch nahezu mängelfrei sein.

Folgende (für mich gravierende) Mängel musste ich leider feststellen:

1. Das Sägeblatt fluchtet bei der Benutzung der Zugfunktion um ca. 1-1,5mm nach links aus. Dieses passiert im letzten Drittel der Zugfunktion. Dieses sieht man deutlich am Laser, als auch an den getätigten Schnitten ist dieses festzustellen. Um einen geraden Schnitt zu erhalten muss man im letzten Drittel einen nicht unerheblichen seitlichen Druck auf die Stange ausüben, damit das Sägeblatt nicht ausfluchtet. Durch den seitlichen Druck wird der Schlitten wieder ungefähr in die richtige Bahn gelenkt. Ich vermute, das der Schlitten nicht gerade verläuft. Dieses ist natürlich für Gehrungen oder gerade Schnitte durch ca. 200mm breite Hölzer vollkommen inakzeptabel. Saubere Gehrungen sind so gar nicht möglich, saubere gerade Schnitte ebenfalls nicht.

2. Die Führung bzw. der Anschlag ist extrem scharfkantig gewesen. Bei der Montage habe ich mich erstmal in den Finger geschnitten. Es waren richtig Grate vorhanden, die Enden waren scharf wie Messerklingen. Ich habe erstmal die Schnittflächen mit einer Feinfeile entgratet. So etwas darf nicht passieren und dieses habe ich auch sofort an Bosch gemeldet.

3. Der Laser lässt sich nicht sauber justieren. Die Einstellschraube ist dermaßen locker, das ein Einstellen des Lasers nahezu unmöglich ist. Hat man es mal geschafft (extrem fummelig !!), so ist dieser nach 1-2 Schnitten wieder dejustiert. Die Schraube ist einfach zu lose und verstellt sich anscheinend durch die Vibrationen beim Sägen. Somit hätte man diesen auch direkt weglassen können, das hätte eine Menge Ärger erspart.....

4. Beim Anlaufen des Sägeblatt (Ein-Schalter nur ganz kurz betätigen) ist zu erkennen, das das Sägeblatt nicht rund läuft. Hier ist anscheinend eine Unwucht vorhanden, die man aber nur beim kurzen Anlaufen sieht. Dreht das Blatt mit voller Geschwindigkeit, so sieht man hiervon nichts. Dieses mag auch mit Punkt 1 zusammenhängen.

Ein weiteres Ärgernis, nicht weiter tragisch aber dennoch ärgerlich:

Beim Einstellen eines 45° Gehrungswinkels verklemmt sich der Absaugschlauch mit dem Zug-Gestänge. Stelle ich einen 45° Winkel ein und ziehe dann an der Stange, so ertönt ein lautes "Klong", da der geriffelte Absaugschlauch gegen die Feder der Zugstange drückt (bei 45° Einstellung) und durch das Ziehen an der Stange springt der geriffelte Schlauch in die richtige Position.


So, das waren meine Erfahrungen. Ich möchte die Säge nicht schlechtreden, denn schließlich habe ich mir diese gekauft, da sie mich ja überzeugt hat.

Sehr ärgerlich: Ich habe am ersten Tag der Benutzung direkt Bosch kontaktiert und die Mängel mitgeteilt. Ich hoffte auf einen Vorab-Austausch der Säge. Aber Bosch möchte die Säge gerne abholen lassen und begutachten. Erst dann wird entschieden, ob diese repariert oder aber ausgetauscht wird. Also habe ich die Säge wieder zerlegt, eingepackt und warte auf die Abholung, die am 08.04.2013 erfolgen soll. Dann heißt es die Entscheidung von Bosch abwarten. Ich bin mal gespannt, wie lange sich das nun hinziehen wird und ich ohne Säge bin.
Ich finde es ärgerlich, Säge gekauft und direkt muss diese eingeschickt werden.

Die Seriennummer meiner Säge ist 107001463 (als Produktionsjahr ist 2011 aufgedruckt).
Gekauft wurde diese am 30.03.2013.

Ich hoffe, das es wirklich ein Einzelfall ist und ich demnächst ein hoffentlich mängelfreies Exemplar erhalte. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten.
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15 Antworten
Halt uns bitte auf dem Laufenden was die Reparatur bzw. den Austausch anbelangt und was Bosch dazu zu sagen hat.

 

Hallo aleskr,

danke für deine Informationen. Diese wurden noch einmal an die entsprechende Abteilung weitergeleitet.
Selbstverständlich muss das Gerät einwandfrei funktionieren.
Das Servicezentrum ist genau der richtige Weg gewesen. So geht es am Schnellsten.

Gruß Robert

 

So, heute vormittag wurde meine PPS7 (S/N: 107001463) bei Bosch zugestellt. Bosch hatte ja die Abholung per GLS veranlasst.
Der Status steht seit heute vormittag in "Zugestellt ohne Abliefernachweis" und als Zustellort Guxhagen.
Ich bin mal gespannt, wie es nun weitergeht...

 

Zitat von aleskr
So, heute vormittag wurde meine PPS7 (S/N: 107001463) bei Bosch zugestellt. Bosch hatte ja die Abholung per GLS veranlasst.
Der Status steht seit heute vormittag in "Zugestellt ohne Abliefernachweis" und als Zustellort Guxhagen.
Ich bin mal gespannt, wie es nun weitergeht...
Das sind wir (fast) alle.
;-)

 

So, es gibt schon Neuigkeiten. Ich habe von der Firma Bosch eine Email bekommen, das ich in Kürze ein Neugerät aus dem Zentrallager erhalten werde.
Ich werde Euch weiterhin auf dem Laufenden halten, aber erstmal klingt das ja schon sehr gut.

 

MicGro  
Zitat von aleskr
So, es gibt schon Neuigkeiten. Ich habe von der Firma Bosch eine Email bekommen, das ich in Kürze ein Neugerät aus dem Zentrallager erhalten werde.
Ich werde Euch weiterhin auf dem Laufenden halten, aber erstmal klingt das ja schon sehr gut.
Dann drücke ich dir die Daumen das die neue Maschine schnell bei dir ist.

 

Bin gespannt auf deine Neumaschine. Die PPS 7 macht mich neugierig, die Testberichte waren ja nicht so gut (man konnte doch einige Schwachstellen der Maschine herausfinden) aber trotzdem ein Interesantes Gerät.

 

Erst einmal muß ich den Bosch-Service loben. Bereits vor 1 Woche habe ich das Ersatzgerät (Neugerät) von Bosch erhalten. Leider bin ich bis heute nicht dazu gekommen, diese in Betrieb zu nehmen bzw. aufzubauen und auszuprobieren, da ich unterwegs war.
Ich kann nur sagen, die neue Maschine hat die Seriennummer 111000113 und somit einige Geräte neuer als die mit Mängeln behaftete vorige Maschine.
Ich werde wohl erst im Laufe der kommenden Woche dazu kommen, die neue Maschine auszuprobieren. Dann werde ich berichten, wie sich diese schlägt und ob diese auch in Ordnung ist.

 

hoffen wir mal das Beste.
;-)
ich habe die SNr. 109000267 (Baujahr 2011) und keine Probleme.
Kennst Du den Schlüssel der Seriennummer?

Eine fortlaufende Nummerierung kann es ja nicht sein?

 

So, jetzt zu meiner neuen, von Bosch gelieferten Ersatzmaschine PPS7, Seriennummer 111000113:

Ich wollte die Maschine erstmal ohne jegliche Anbau / Zubehörteile auf mein PTA2000 Untergestell schrauben und einen Probelauf durchführen. Das Drama begann damit, das die Feststellschraube für die Winkelverstellung dermaßen fest angeknallt war, das ich diese nicht lösen konnte und somit die Styropor-Formteile aus der Geräteunterseite überhaupt nicht entnehmen konnte. Ich bin schon stark, aber selbst mit beiden Händen konnte ich ohne Zuhilfenahme von Werkzeug die Feststellschraube nicht lösen....
Nachdem ich dieses endlich bewerkstelligt hatte (ich zweifelte schon an meinem Verstand und Geschick), so habe ich die Styroporformteile aus der Unterseite entnommen und das Schätzchen auf das PTA2000 Untergestellt gesetzt. Dann direkt einmal einen Probelauf durchgeführt (Maschine angeworfen).

Folgende 2 Punkte stoßen mir sehr negativ auf und machen mich wirklich arg traurig zugleich:

1. Der Motor gibt während dem Lauf zeitweise immer mal wieder ein sehr komisches Geräusch von sich, es klingt ähnlich "Krrrrchhhh... krrrchhhhhh" während das Sägeblatt rotiert. Das Geräusch tritt immer mal wieder auf.

2. Ist die Zugstange komplett eingeschoben (also nicht auf Mittelstellung, halb herausgezogen) und läuft die Maschine, dann dreht sich die Höhenverstellung des Sägeblatts in Richtung "-" (Minus). Sprich, das Sägeblatt senkt sich.
Dieses passiert nicht, wenn die Zugstange auf Halbstellung steht (Sägeblatt mittig).
Verursacht wird das Absenken bzw. das selbständige Drehen der Stange durch Vibrationen, wenn die Maschine läuft (ohne das ein Werkstück gesägt wird, nur Leerlauf!

Ist das normal ?? Somit wäre ein Nuten bei voll eingefahrener Zugstange unmöglich, da sich das Sägeblatt ja schon im Leerlauf durch die Maschinen-eigenen Vibrationen absenkt. Die Nut würde immer geringer, da sich das Sägeblatt absenkt.

Ich weiß auch nicht..... Es kann doch nicht sein, das meine nun zweite Maschine auch mängelbehaftet ist ?? Es wäre nett, wenn mir hier jemand von Euch sagen könnte, ob die Punkte eventuell normal sind oder aber habe ich so ein Pech. Und wenn ich wirklich so ein Pech habe, was dann ?? Mir ist das mittlerweile echt schon unangenehm und verärgert bin ich auch irgendwie.

 

So, sei es wie es sei....

Der Verkäufer hat sich bereit erklärt, den Kauf zu wandeln. Das heisst, das von Bosch gelieferte - ebenfalls mit Mängeln behaftete Gerät - wurde zurückgenommen und der Kaufpreis erstattet. Somit ist das Thema PPS7 für mich erledigt und ich schaue mich im Makita oder Dewalt Lager um.

 

Oder im blauen Bosch Lager. Z.B in Richtung GTS 10 XC

 

Zitat von aleskr
So, sei es wie es sei....

....Somit ist das Thema PPS7 für mich erledigt und ich schaue mich im Makita oder Dewalt Lager um.
Hallo aleskr,

schade, aber verständlich.
Leider wirst du aber bei den genannten Herstellern keine Unterflurzugsäge finden.
Aber schau dir mal die Erika von Mafell an.

Gruß Robert

 

...oder bei Metabo (UK 290, UK 333). Wie die Erika um einiges teurer und wahrscheinlich auch besser als die PPS. Allerdings habe ich bei meiner PPS keines der genannten Probleme. Inzwischen ist die PPS das wohl am meisten eingesetzte Werkzeug in meiner Werkstatt.

 

Ich habe eine Bosch PPS 7 mit Tisch PTA 2000 gekauft. Den Tisch habe ich rasch montieren können. Jedoch habe ich mit ein Schrauben-/Mutterverbindung Probleme gehabt. Die Verbindung ließ sich nicht festziehen. So habe ich die Schraube aufgebohrt, so daß ich Die Verbindung entfernen konnte. Ersetzt habe ich diese durch eine Schloßschraube M6x16, DIN 603, und eine selbstsichernde Mutter, wie im Original.
Es stellte sich aber heraus, daß der Kopf der Schloßschraube vom Durchmesser her zu groß war. Der Kopf ging nicht an der Schweißkonstruktion in das Langloch. Also habe ich den Schraubenkopf geradlinig soweit abgefeilt, bis er in das Langloch passte.
Damit möchte ich ausdrücken, daß die original verwendeten Schloßschrauben an dem Tisch nicht mit Schloßschrauben der DIN 603 übereinstimmen.
Die Säge ist, wie der Tisch, sehr gut verpackt. Alles ausgepackt, Säge mit dem Tisch
verschraubt. Das Absenken und Anheben der Säge incl. Arretierung klappt sehr gut und ist in kürzester Zeit erledigt. Leider steht die Säge im gekippten Zustand schräg. Vielleicht ging das wegen des Schwerpunktes der Säge nicht anders zu lösen … So braucht die Einheit doch mehr Platz, als wenn diese senkrecht stehen würde.
Den Universalanschlag montiert und den Winkel so eingestellt, daß ich einen Anschlag parallel zum Sägeblatt erhalte. Ein Heranschieben des Anschlagprofiles parallel an das Sägeblatt war nur bis ca. 5 cm vor dem Sägeblatt möglich. Danach hing der Anschlag an der Tischplatte fest. Also, Parallelanschlag zurückgeschoben Universalanschlag gelöst, neu in Stellung gebracht, befestigt und Parallelanschlag wieder in Richtung Sägeblatt geschoben. Das Ergebnis war wie schon beschrieben.
Der Winkel zur Sägetischplatte betrug 88,2° und nicht 90° (gemessen mit einem digitalen Winkelmesser). Eine Justiermöglichkeit für diesen senkrechten Winkel habe ich nicht gefunden. So wäre eine Korrektur aus meiner Sicht nur durch Lösen des Universalanschlags, Beilegen von passendem Material und wieder Festziehen des Anschlags eine Winkelkorrektur möglich gewesen.
Die Kontrolle der Ebenheit der kurzen Seite der Sägetischplatte ergab, daß das rechte, feststehende sowie das herausnehmbare Tischplattenteil zueinander eben sind. Das linke, feststehende Tischplattenteil hatte links aussen einen Höhenunterschied von 0,8 mm. Damit hätte es womöglich auch wieder Probleme gegeben, wenn ich hätte den Universalanschlag statt rechts, links befestigen wollen.
Ich habe daraufhin alles wieder zum Baumarkt gebracht. Dort hat der Verkäufer einen anderen Universalanschlag angebracht, aber mit dem gleichen Ergebnis. Auch bei einer 2. Säge waren die Ergebnisse nicht besser.
Nun habe ich zwar mein Geld wieder, aber keine akzeptable Säge.

Die genannten Ungenauigkeiten erreiche ich auch mit meiner Stichsäge, scharfen Sägeblättern, einem Richtscheit und 2 Schraubzwingen und natürlich mehr Zeitaufwand.

Für gröbere Arbeiten wie Hundehütte, Kellerregal o.ä. bauen, ist die Säge gut geeignet. Das Bauen z.B. eines Schreibtischüberbaus mit kleineren Fächern und Schubfächern, ggfs. mit Profilleisten im sichtbaren Bereich (wie bei altdeutschen Möbeln) kann ich mir mit der Säge nicht vorstellen.

 

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