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Mein neuer Indego

20.08.2013, 12:36
Hallo zusammen,



seit Samstag bin ich stolzer Besitzer eines Indego-Robot-Rasenmähers. Dazu habe ich eine Frage:





Der Rasenmäher mäht den Rasen und nach einer Weile (unterschiedlich so ca. 2 h oder mal sofort) fährt er zur Ladestation, auf dem Display steht "speichere Gartenkarte", anschliessend fährt er wieder los, allerdings immer in einem 3 m Radius um die Ladestation. Fährt dann wieder in die Ladestation, und meldet wieder "speichere Gartenkarte". Dieses Spielchen treibt er ca.eine halbe Stunde, bis dann die Meldung "Fehlercode 47" im Display erscheint! Die ließ sich nur durch löschen der Karte wieder weg bekommen, bzw. wenn er mit dem Spielchen anfängt sofort zur Basisstation schicken.



Was ist das für eine Meldung? Was will mir der Kleine sagen?





Mit freundlichen Grüßen



Mike Kochmann
 
Indego Indego
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54 Antworten

Die besten Antworten

Hallo an alle Indego-Besitzer und die die es noch werden wollen,


Weil Kathrin mich so nett gebeten hat, schreibe ich meinen Bericht in Anlehnung an die Fragen des Produktmanagers. :-)

An einem Samstag los gefahren und in einem Hornbach-Markt mir den Indego für 1195,00 Euro gekauft, es ist ein stolzer Preis, aber in Erwartung der Erleichterung meiner Gartenarbeit, habe ich mich für ein JA entschieden.

Zu meinem Garten:

Man kann ohne Zweifel behaupten das ich einen Chaos-Garten habe, in Bezug auf´s Rasenmähen. Aus der Luft betrachtet hat das Grundstück eine Sanduhrform.
Die Rasenfläche beträgt ca. 450 m² und ich habe ca. 200 lfm. Begrenzungsdraht verlegt. Die Rasenfläche ist sehr verwinkelt, mit einigen schmalen Stellen. Der Untergrund ist sehr uneben und diverse Schräglagen sind natürlich auch dabei. ;-) Auf der Rasenfläche stehen auch noch ein paar Kleinigkeiten z.B. ein Hasenauslaufstall, 6 Bäume, ein Buddelkasten, ein Kinderspielhaus mit Rutsche, ein Schlepper samt Anhänger und eine Schaukel. Und all die Kleinigkeiten, die dort stehen, sind ohne extra Begrenzungskabel.
Da ich selbst auch jedes mal geflucht habe, kann ich mir gut vorstellen wie es dem Indego ergehen wird! ;-)

Begrenzungsdraht:

Zwei meiner Mädchen (6 und 11 Jahre) waren bereit mir zu helfen. Die kleine hat mir die Kunststoffnägel gegeben und die Große hat das Kabel straff gezogen. Auch das Messen mit den Papplinealen hat sie super gemeistert. Sinnvollerweise sind es 2 x 35 cm und 2 x 50 cm Lineale, da man an den Ecken zwei Lineale benötigt zur sauberen Verlegung. Nach 150 Metern war die erste Rolle Kabel leer, und wie auch schon mein Vortester bemerkte, waren leider keine Kabelverbinder dabei. Ok, eine Lüsterklemme genommen und mit Isoband umwickelt, das sollte ein paar Jahre halten. Nach 1,5 Stunden waren wir fertig, ich musste mich ja beeilen bevor die Kinder keine Lust mehr haben.
Zum Schluss noch schnell die Indego-Ladestation anschliessen.
Leider ist mein Grundstück so verwinkelt das es mir nicht möglich war, das Kabel streng nach Bedienungsanleitung zu verlegen. Teilweise muss der Indego 3 Meter in einen Sackgasse fahren, die nur ca. 90 cm breit ist, somit liegen die Begrenzungskabel nur 22 cm voneinander entfernt. Hinter der Ladestation waren auch keine 2 Meter Platz sondern nur 1,5 m und neben der Ladestation waren auch keine 3 m frei!? Plus ein Baum der auch noch in dem Bereich steht. 

Beim Aufbauen dachte ich mir schon, das es miese Voraussetzungen für den Indego werden.


Erstinbetriebnahme:

Den Indego endlich laden, zum laden hat er ca. 60 min. gebraucht. Die Menüführung ist einfach, meine 11 jährige Tochter hat es intuitiv selbst gekonnt.
Nach dem Laden wollte er dann das Grundstück kartieren, das durfte er natürlich machen. Er fuhr eine gemütliche Außenrunde durch den Garten und blieb so alle 15-20 m stehen zum kalibrieren. Nach einer weile kam er dann auf der Rückseite der Ladestation wieder angefahren, und fragte mich ob das die Ladestation oder ein Hindernis sei? Es war natürlich die Ladestation, aber leider kam dann eine Fehlermeldung. Irgendwas mit Begrenzungsdraht und Ladestation, aber übersetzt hieß es das das Ende des Begrenzungsdrahtkabel´s 2 cm versetzt zum Anfang des Begrenzungsdrahtkabel´s verlegt wurde. Ok, meine Schuld, war aber in dem Moment überrascht das der Indego diesen kleinen Unterschied von 2 cm bemerkt hat. Und ich fand es natürlich super das er meine Engstellen im Garten super gemeistert hat. Also nachdem ich nun das Kabel an der Ladestation in einer Linie verlegt habe, durfte er von neuen eine Gartenkarte erstellen, diesmal ohne Probleme.
Als er fertig war und auch die Ladestation erkannt hat, ging es mit der Gartenerkundung los. Ich war echt gespannt wie er sich anstellen würde, da der Anfangsbereich sehr eng ist. Der Start war ein wenig chaotisch, was ich ja schon erwartet hatte, aber er hat sich durch gehangelt. Man könnte auch sagen: Er hat aufgegeben! Da er nach einer Weile, einfach den Begrenzungsdraht gesucht hat und sich eine neue Stelle zum testen raus gesucht hat. Bei dieser Stelle hatte er Glück und hätte so richtig los legen können, aber das tut er nicht, sondern er fährt ein paar Meter und kartiert dann. Also habe ich ihm geduldig zugesehen und versucht heraus zu finden: Wie zum Teufel orientiert er sich? Ok, er misst den zurück gelegten Weg mit seinen Rädern, aber manchmal rutscht er und er findet trotzdem halbwegs den richtigen Ausgangspunkt? Vielleicht könnte mir einer von BOSCH einen Tipp geben?
Mit Zwischenladen, speichern und suchen hat er ca. 6 Stunden für mein Grundstück gebraucht. Nach dem Sinn seiner Aktionen fragt man lieber nicht! ;-) Aber er beherrscht das Chaos und der Rasen sah schon super gemäht aus.

Normaler Betrieb:

Mein kleiner (der nun ein weiblicher Roboter sein soll - meine Kids) hat sich nach 4 Tagen ziemlich gut eingearbeitet. Weil ich seine Schwachstellen finden wollte, bin ich die ersten Tage hinter ihm her gelaufen, meine Nachbarn fragten schon ob ich das Schaf hüten muss!?
Die größte Schwachstelle in meinem Garten ist definitiv das Vorderrad, bzw. der Neigungssensor. Beispiele: Mein Gastankdeckel wird natürlich übermäht und dann kommt die Meldung: Roboter wurde angehoben, bitte PIN eingeben! Eine Unebenheit im Boden verursacht das gleiche Problem, aber das ließ sich leicht lösen, indem ich mit einem Sandeimer hinterher lief und die Löcher füllte. Das gleiche passiert an meiner Kinderschaukel, dadurch das die Metallstangen schräg sind, schiebt sich der kleine vorn an der Stange hoch. Und wieder kommt, Mäher wurde angehoben. Dito, Äpfel die auf dem Boden liegen, obwohl er damit relativ gut klar kommt. Ich hätte sie auch weg machen können, aber er sollte mir ja zeigen was er kann ;-) und ich bin ja auch nicht immer im Garten und räume jeden Apfel sofort auf.

Nächster Schwachpunkt sind seine Hinterräder, die haben zu wenig Grip anscheinend durch die Längskante auf seinem Profil. Dadurch rutscht er sehr schnell auf Steinen durch (wenn er auf dem Mähstein ist) und beim beschleunigen und bremsen hat er da auch seine Probleme. Bei Tau auf dem Rasen, kommt es vor das er bei 10 % Bergabneigung einfach über das Begrenzungskabel rutscht. Aber ganz erstaunlich ist, das er trotz rutschen fast immer seinen Weg wieder findet (obwohl ja sein Wegmesssystem völlig durcheinander sein müßte). Ok, manchmal auch nicht, dann sucht er das Begrenzungskabel und orientiert sich neu.

Ein Schwachpunkt sind auch seine Hindernissensoren, sie funktionieren super, wenn er vorn hinten oder seitlich etwas triff. Aber bei einer Gartenrutsche hat er so seine Probleme, er fährt unter die Rutsche und durch die Schräge der Rutsche stößt er oben an, dann löst der Sensor nicht aus und er versucht immer weiter zu fahren. Da er aber dann auch nicht mehr nach links oder rechts drehen kann, ist er fest gefahren. Das Gleiche passiert bei meinem Schlepper, der Durchmesser der Reifen ist so groß, das er den Druck des Reifens erst oben auf dem Gehäuse bekommt und dann hängt er.

Aber diese kleinen Probleme sind auch schnell gelöst! ;-) Ab in den Baumarkt und ein paar Erdspieße geholt, unter der Rutsche welche rein, an der Schaukel welche rein und am Gastankdecke welche rein, schon ist es ein richtiges Hindernis das dann auch kein Problem mehr darstellt. Nur beim Schlepper habe ich vier Steine hin gelegt, ich will ja auch mit dem Schlepper mal fahren.

Jetzt, nach einigen Tagen Lernzeit, hat er sich schon die meisten Bäume und sonstigen Hindernisse gemerkt. Nur der Schlepper mit Anhänger macht ihm noch Probleme, aber da er ja gründlich mäht, ist es mir egal wie oft er sich den Kopf anschlägt. ;-) Mein Garten sieht jetzt immer sauber gemäht aus, außer natürlich die Kanten. Aber da mache ich überall Steinplatten hin.

Zum Akku:

Überall steht das er nur 50 min mähen kann, aber das kann ich so nicht bestätigen. Normalerweise fährt er so ca. 2,5 - 3 Stunden mit einer Akkuladung. Vielleicht gelten die 50 min. wenn er im Turbogang mäht? Diesen Turbogang schaltet er allein ein und irgendwann auch wieder aus, zB. wenn er auf zu hohes Gras trifft (ein) oder er einen Apfel trifft (ein). Geladen ist der Akku in ca. 55 min. Auch das automatische Zwischenladen klappt super, er fährt selbst zu Ladestation und mäht dann an zuletzt gemähter Stelle weiter.

Mähergebnis:

In ein Wort: Super! Es ist auch erstaunlich wie konsequent er die Stellen wieder aufsucht, die er noch nicht gemäht hat.

Navigation:

Wie schon bereits oben öfter erwähnt, erstaunlich wirklich erstaunlich. Ok, er ist kein Mensch und manchmal stellt er sich sehr **** an. Er ist zB. ungläubig :-) manchmal fährt er 3-4 mal gegen das Hindernis (hintereinander), nach dem Motto: Ich will es einfach nicht glauben das es da nicht weiter geht! Aber ich kann nur darüber lachen! Auch das er durch meine Engstellen kommt, ohne Probleme!! Super!

Indego für weitere Projekte:

Ich geb es zu, ich verstehe die Frage nicht! Was ausser Rasenmähen, wäre ein weiteres Projekt???

Verbesserungen:

Nun da fällt mir einiges ein! ;-)

-Vorderräder Neigungssensor: evtl. ein wenig träger per Software reagieren lassen? Das Mähwerk kann er ja sofort abstellen, aber den Versuch des weiter fahren´s einfach 2-3 Sekunden später stoppen?

-Gehäuseform: Ich weiß das ein Roboter auch ein Designobjekt ist im Garten, aber evtl. nicht ganz so Aerodynamisch, damit er sich nicht in Schrägen fest fährt? Oder Sensoren im oberen Gehäusedeckel verbauen?

-Gehäuse: evtl. am unteren Schnauzenbereich eine Antirutschkante anbringen, das er sich nicht so leicht hoch schieben kann?

-Hinterräder: Die Form ist ok! Die Kante im Laufbereich sollte wegfallen und evtl. Gummi oder ähnliches verwenden? Damit er nicht so leicht durchdreht.

-eine Positionsleuchte wäre auch nicht schlecht *Spaß* Nachts finde ich den Kleinen nur schlecht, bzw. wenn er gerade auf mich zu fährt sehe ich ihn zu spät :-)
 

Fazit:

1195,00 Euro ist ein stolzer Preis, aber ich würde es ohne zögern wieder tun! Er erleichtert mir die Arbeit und das war seine Aufgabe! Er macht Dinge anders wie ich sie tun würde, aber das macht mein Nachbar auch, also einfach nicht darüber nachdenken ;-) . Aber man sollte sich klar sein, das man dem Kleinen auch ein wenig helfen muss, in der Anfangsphase! Und jeder andere Mäher hätte in meinem Garten aufgegeben, da einfach zu viel Zeug rum steht.

Also wenn mich jemand fragen sollte: Man kann mit dem Indego ein super Team werden, wenn man sich auch gegenseitig hilft!

Mit freundlichen Grüßen

Mike
Hallo Mike Kochmann,

der Fehlercode 47 deutet darauf hin, dass nach dem Kartieren der Begrenzungsdraht verändert wurde. In diesem Fall bitte die Karte löschen und das Gelände erneut kartieren.

Markus_H

 

Super, danke für den Hinweis! Da ich den Draht nicht verändert habe, stellt sich mir die Frage wie viel cm reichen aus das er das merkt? Evtl. verschiebt er ja irgendwo selbst das Kabel?

Mike

 

Hallo Mike,

hier ist schon ausreichend, wenn die Ladestation in ihrer Position verändert wird / wurde,, bzw. das Kabel zwischen 2 Erdnägeln z. Bsp. beim Daüberhinweggehen verändert wurde.

Markus_H

 

Danke für die schnelle und hilfreiche Antwort. In den kommenden Tage schreibe ich mal einen Bericht über den armen Kerl, der meistert fast alles in meinem Garten, wo andere sagen: Das darf man auf keinen Fall machen! ;-)
Super Teil!!

 

Kathrin  
@Kochmann

Wir würden uns sehr über einen Testbericht freuen
Schau mal hier bei homapf´s Testbericht zum Indego.
Vielleicht kannst du auch etwas auf die Fragen unseres Produktmanagers eingehen.
Das wäre super!

 

Woody  
Finds süß mit welchen Worten du den Indego bezeichnest: Kleiner, armer Kerl......

ist nicht zynisch gemeint, gö

 

Was soll ich sagen? Er hat es verdient! ;-) Aber mittlerweile ist Er eine Sie, meine Kinder waren der Meinung Er müsse weiblich sein, da unser Staubsaugerroboter schon männlich ist. SIE heißt jetzt Frieda! :-) Ich schreibe schon an meinem Testbericht, er wird ein wenig länger, darum bitte ich noch um ein wenig Geduld. ;-)

 

Hallo an alle Indego-Besitzer und die die es noch werden wollen,


Weil Kathrin mich so nett gebeten hat, schreibe ich meinen Bericht in Anlehnung an die Fragen des Produktmanagers. :-)

An einem Samstag los gefahren und in einem Hornbach-Markt mir den Indego für 1195,00 Euro gekauft, es ist ein stolzer Preis, aber in Erwartung der Erleichterung meiner Gartenarbeit, habe ich mich für ein JA entschieden.

Zu meinem Garten:

Man kann ohne Zweifel behaupten das ich einen Chaos-Garten habe, in Bezug auf´s Rasenmähen. Aus der Luft betrachtet hat das Grundstück eine Sanduhrform.
Die Rasenfläche beträgt ca. 450 m² und ich habe ca. 200 lfm. Begrenzungsdraht verlegt. Die Rasenfläche ist sehr verwinkelt, mit einigen schmalen Stellen. Der Untergrund ist sehr uneben und diverse Schräglagen sind natürlich auch dabei. ;-) Auf der Rasenfläche stehen auch noch ein paar Kleinigkeiten z.B. ein Hasenauslaufstall, 6 Bäume, ein Buddelkasten, ein Kinderspielhaus mit Rutsche, ein Schlepper samt Anhänger und eine Schaukel. Und all die Kleinigkeiten, die dort stehen, sind ohne extra Begrenzungskabel.
Da ich selbst auch jedes mal geflucht habe, kann ich mir gut vorstellen wie es dem Indego ergehen wird! ;-)

Begrenzungsdraht:

Zwei meiner Mädchen (6 und 11 Jahre) waren bereit mir zu helfen. Die kleine hat mir die Kunststoffnägel gegeben und die Große hat das Kabel straff gezogen. Auch das Messen mit den Papplinealen hat sie super gemeistert. Sinnvollerweise sind es 2 x 35 cm und 2 x 50 cm Lineale, da man an den Ecken zwei Lineale benötigt zur sauberen Verlegung. Nach 150 Metern war die erste Rolle Kabel leer, und wie auch schon mein Vortester bemerkte, waren leider keine Kabelverbinder dabei. Ok, eine Lüsterklemme genommen und mit Isoband umwickelt, das sollte ein paar Jahre halten. Nach 1,5 Stunden waren wir fertig, ich musste mich ja beeilen bevor die Kinder keine Lust mehr haben.
Zum Schluss noch schnell die Indego-Ladestation anschliessen.
Leider ist mein Grundstück so verwinkelt das es mir nicht möglich war, das Kabel streng nach Bedienungsanleitung zu verlegen. Teilweise muss der Indego 3 Meter in einen Sackgasse fahren, die nur ca. 90 cm breit ist, somit liegen die Begrenzungskabel nur 22 cm voneinander entfernt. Hinter der Ladestation waren auch keine 2 Meter Platz sondern nur 1,5 m und neben der Ladestation waren auch keine 3 m frei!? Plus ein Baum der auch noch in dem Bereich steht. 

Beim Aufbauen dachte ich mir schon, das es miese Voraussetzungen für den Indego werden.


Erstinbetriebnahme:

Den Indego endlich laden, zum laden hat er ca. 60 min. gebraucht. Die Menüführung ist einfach, meine 11 jährige Tochter hat es intuitiv selbst gekonnt.
Nach dem Laden wollte er dann das Grundstück kartieren, das durfte er natürlich machen. Er fuhr eine gemütliche Außenrunde durch den Garten und blieb so alle 15-20 m stehen zum kalibrieren. Nach einer weile kam er dann auf der Rückseite der Ladestation wieder angefahren, und fragte mich ob das die Ladestation oder ein Hindernis sei? Es war natürlich die Ladestation, aber leider kam dann eine Fehlermeldung. Irgendwas mit Begrenzungsdraht und Ladestation, aber übersetzt hieß es das das Ende des Begrenzungsdrahtkabel´s 2 cm versetzt zum Anfang des Begrenzungsdrahtkabel´s verlegt wurde. Ok, meine Schuld, war aber in dem Moment überrascht das der Indego diesen kleinen Unterschied von 2 cm bemerkt hat. Und ich fand es natürlich super das er meine Engstellen im Garten super gemeistert hat. Also nachdem ich nun das Kabel an der Ladestation in einer Linie verlegt habe, durfte er von neuen eine Gartenkarte erstellen, diesmal ohne Probleme.
Als er fertig war und auch die Ladestation erkannt hat, ging es mit der Gartenerkundung los. Ich war echt gespannt wie er sich anstellen würde, da der Anfangsbereich sehr eng ist. Der Start war ein wenig chaotisch, was ich ja schon erwartet hatte, aber er hat sich durch gehangelt. Man könnte auch sagen: Er hat aufgegeben! Da er nach einer Weile, einfach den Begrenzungsdraht gesucht hat und sich eine neue Stelle zum testen raus gesucht hat. Bei dieser Stelle hatte er Glück und hätte so richtig los legen können, aber das tut er nicht, sondern er fährt ein paar Meter und kartiert dann. Also habe ich ihm geduldig zugesehen und versucht heraus zu finden: Wie zum Teufel orientiert er sich? Ok, er misst den zurück gelegten Weg mit seinen Rädern, aber manchmal rutscht er und er findet trotzdem halbwegs den richtigen Ausgangspunkt? Vielleicht könnte mir einer von BOSCH einen Tipp geben?
Mit Zwischenladen, speichern und suchen hat er ca. 6 Stunden für mein Grundstück gebraucht. Nach dem Sinn seiner Aktionen fragt man lieber nicht! ;-) Aber er beherrscht das Chaos und der Rasen sah schon super gemäht aus.

Normaler Betrieb:

Mein kleiner (der nun ein weiblicher Roboter sein soll - meine Kids) hat sich nach 4 Tagen ziemlich gut eingearbeitet. Weil ich seine Schwachstellen finden wollte, bin ich die ersten Tage hinter ihm her gelaufen, meine Nachbarn fragten schon ob ich das Schaf hüten muss!?
Die größte Schwachstelle in meinem Garten ist definitiv das Vorderrad, bzw. der Neigungssensor. Beispiele: Mein Gastankdeckel wird natürlich übermäht und dann kommt die Meldung: Roboter wurde angehoben, bitte PIN eingeben! Eine Unebenheit im Boden verursacht das gleiche Problem, aber das ließ sich leicht lösen, indem ich mit einem Sandeimer hinterher lief und die Löcher füllte. Das gleiche passiert an meiner Kinderschaukel, dadurch das die Metallstangen schräg sind, schiebt sich der kleine vorn an der Stange hoch. Und wieder kommt, Mäher wurde angehoben. Dito, Äpfel die auf dem Boden liegen, obwohl er damit relativ gut klar kommt. Ich hätte sie auch weg machen können, aber er sollte mir ja zeigen was er kann ;-) und ich bin ja auch nicht immer im Garten und räume jeden Apfel sofort auf.

Nächster Schwachpunkt sind seine Hinterräder, die haben zu wenig Grip anscheinend durch die Längskante auf seinem Profil. Dadurch rutscht er sehr schnell auf Steinen durch (wenn er auf dem Mähstein ist) und beim beschleunigen und bremsen hat er da auch seine Probleme. Bei Tau auf dem Rasen, kommt es vor das er bei 10 % Bergabneigung einfach über das Begrenzungskabel rutscht. Aber ganz erstaunlich ist, das er trotz rutschen fast immer seinen Weg wieder findet (obwohl ja sein Wegmesssystem völlig durcheinander sein müßte). Ok, manchmal auch nicht, dann sucht er das Begrenzungskabel und orientiert sich neu.

Ein Schwachpunkt sind auch seine Hindernissensoren, sie funktionieren super, wenn er vorn hinten oder seitlich etwas triff. Aber bei einer Gartenrutsche hat er so seine Probleme, er fährt unter die Rutsche und durch die Schräge der Rutsche stößt er oben an, dann löst der Sensor nicht aus und er versucht immer weiter zu fahren. Da er aber dann auch nicht mehr nach links oder rechts drehen kann, ist er fest gefahren. Das Gleiche passiert bei meinem Schlepper, der Durchmesser der Reifen ist so groß, das er den Druck des Reifens erst oben auf dem Gehäuse bekommt und dann hängt er.

Aber diese kleinen Probleme sind auch schnell gelöst! ;-) Ab in den Baumarkt und ein paar Erdspieße geholt, unter der Rutsche welche rein, an der Schaukel welche rein und am Gastankdecke welche rein, schon ist es ein richtiges Hindernis das dann auch kein Problem mehr darstellt. Nur beim Schlepper habe ich vier Steine hin gelegt, ich will ja auch mit dem Schlepper mal fahren.

Jetzt, nach einigen Tagen Lernzeit, hat er sich schon die meisten Bäume und sonstigen Hindernisse gemerkt. Nur der Schlepper mit Anhänger macht ihm noch Probleme, aber da er ja gründlich mäht, ist es mir egal wie oft er sich den Kopf anschlägt. ;-) Mein Garten sieht jetzt immer sauber gemäht aus, außer natürlich die Kanten. Aber da mache ich überall Steinplatten hin.

Zum Akku:

Überall steht das er nur 50 min mähen kann, aber das kann ich so nicht bestätigen. Normalerweise fährt er so ca. 2,5 - 3 Stunden mit einer Akkuladung. Vielleicht gelten die 50 min. wenn er im Turbogang mäht? Diesen Turbogang schaltet er allein ein und irgendwann auch wieder aus, zB. wenn er auf zu hohes Gras trifft (ein) oder er einen Apfel trifft (ein). Geladen ist der Akku in ca. 55 min. Auch das automatische Zwischenladen klappt super, er fährt selbst zu Ladestation und mäht dann an zuletzt gemähter Stelle weiter.

Mähergebnis:

In ein Wort: Super! Es ist auch erstaunlich wie konsequent er die Stellen wieder aufsucht, die er noch nicht gemäht hat.

Navigation:

Wie schon bereits oben öfter erwähnt, erstaunlich wirklich erstaunlich. Ok, er ist kein Mensch und manchmal stellt er sich sehr **** an. Er ist zB. ungläubig :-) manchmal fährt er 3-4 mal gegen das Hindernis (hintereinander), nach dem Motto: Ich will es einfach nicht glauben das es da nicht weiter geht! Aber ich kann nur darüber lachen! Auch das er durch meine Engstellen kommt, ohne Probleme!! Super!

Indego für weitere Projekte:

Ich geb es zu, ich verstehe die Frage nicht! Was ausser Rasenmähen, wäre ein weiteres Projekt???

Verbesserungen:

Nun da fällt mir einiges ein! ;-)

-Vorderräder Neigungssensor: evtl. ein wenig träger per Software reagieren lassen? Das Mähwerk kann er ja sofort abstellen, aber den Versuch des weiter fahren´s einfach 2-3 Sekunden später stoppen?

-Gehäuseform: Ich weiß das ein Roboter auch ein Designobjekt ist im Garten, aber evtl. nicht ganz so Aerodynamisch, damit er sich nicht in Schrägen fest fährt? Oder Sensoren im oberen Gehäusedeckel verbauen?

-Gehäuse: evtl. am unteren Schnauzenbereich eine Antirutschkante anbringen, das er sich nicht so leicht hoch schieben kann?

-Hinterräder: Die Form ist ok! Die Kante im Laufbereich sollte wegfallen und evtl. Gummi oder ähnliches verwenden? Damit er nicht so leicht durchdreht.

-eine Positionsleuchte wäre auch nicht schlecht *Spaß* Nachts finde ich den Kleinen nur schlecht, bzw. wenn er gerade auf mich zu fährt sehe ich ihn zu spät :-)
 

Fazit:

1195,00 Euro ist ein stolzer Preis, aber ich würde es ohne zögern wieder tun! Er erleichtert mir die Arbeit und das war seine Aufgabe! Er macht Dinge anders wie ich sie tun würde, aber das macht mein Nachbar auch, also einfach nicht darüber nachdenken ;-) . Aber man sollte sich klar sein, das man dem Kleinen auch ein wenig helfen muss, in der Anfangsphase! Und jeder andere Mäher hätte in meinem Garten aufgegeben, da einfach zu viel Zeug rum steht.

Also wenn mich jemand fragen sollte: Man kann mit dem Indego ein super Team werden, wenn man sich auch gegenseitig hilft!

Mit freundlichen Grüßen

Mike

 

Woody  
Herrlicher Testbericht, kurzweilig und amüsant zu lesen. Auch die Kritik kommt gut rüber. Alles in allem - gelungen und mir eine Meisterstimme wert!

 

puwo67  
Sehr schön beschrieben. Und es zeigt wohl, dass die Vermutung einiger hier richtig war: Nicht immer sofort aufgeben, sondern ihn auch mal machen lassen...

 

Vielen Dank Kochmann für deinen ausführlichen Bericht und deine Verbesserungsvorschläge!

 

Ich musste mehrfach das Wort "Gastankdeckel" lesen, ehe ich dahinter kam, dass es ein Gas-Tank-Deckel ist - erst dachte ich "Gestankdeckel?" dann hatte ich den "Gast" am Wickel *hmmmm* aber das hat sich ja nun für mich geklärt und meine Spontanerblondung ist dem Lesen-Können gewichen
Löcher erkennt er als "ich wurde angehöben" Um wie tiefe Löcher handelt es sich denn da? Und wären leicht angeschrägte Kanten dann mit ähnlichem Ergebnis zu erwarten oder Gehwegplatten, auf die er kurz "auffährt" sprich mit der ******** drauf, bevor er wieder zurücksetzt?
Die vordere Kante an unserem Nicht-Indego würd ich auch gerne mit einem Gummipuffer versehen - erstens befürchte ich, dass er sich sonst arg zerkratzt und zweitens ... es macht Geräusch, wenn er aufsetzt

Hab ich es jetzt überlesen, oder hat sich das Problem mit dem Neu-Kartieren wenn irgendwer versehentlich den Draht ein wenig verschoben hat, erledigt?

Ansonsten wünsch ich Dir weiterhin viel Spaß in der Zusammenarbeit mit der Roboterin

 

Hallo Mike,

der Testbericht war nicht nur (wie Woody geschrieben hat) kurzweilig und amüsant (kann mich ihr hier nur anschliessen), sondern für mich auch sehr informativ.

Ersteinmal meinen Respekt.
Anscheinend hast du ja vorher schon hier gelesen und dann erst den Indego gekauft.
Ich muss zugeben, gerade weil ich ein ähnliches Grundstück hab wie du von der Beschaffenheit und dem Zustand, haben mich die Probleme so abgschreckt, das jedwelcher Wunsch den Indego zu kaufen einem plötzlichen Tod zum Opfer gefallen sind.

Dein Testbericht zeigt, das der Indego sich auch auf schwierigen Gartengrundstücken zurecht finden kann...wenn man ihn lässt.

Da ich ähnliche Voraussetzungen habe (um bei deinen Worten zu bleiben : "Man kann ohne Zweifel behaupten das ich einen Chaos-Garten habe"), also uneben, Steigungsgrundstück, verwinkelt, viele Hindernisse, Fallobst (aber nur Kirschen und Pflaumen),.....
hat mir der Testbericht unwahrscheinlich geholfen.

Danke dafür.

Jetzt bleiben aber noch ein paar Fragen offen, die du mir sicherlich gleich oder nächstes Jahr beantwortest.


- wie kommt der Indego mit "temporären lokalen" Hindernissen zurecht?

Deine Kinder lassen ja sicherlich auch mal was im Garten liegen, oder es steht mal eine Liege **** rum,......

Das man dann kein Kabel rum zieht dürfte klar sein, aber packt er das oder ist das eine sehr große Hürde?


- Haustiere?
Ich weiß zwar nicht ob du welche hast, aber ist er so laut, das diese ihre Futterschüssel packen und ausziehen oder so leise, das er die Viecher auch mal gerne überrollt (vorwiegend auf Katzen bezogen).

- Wege überfahren?
Bei mir müsste er einen 60cm weg aus einer Schräge überfahren.
Sprich bergauf (stärkere Steigung) --- weg gerade (Kipppunkt) --- wieder leichte Steigung und das Ganze retour.

- Steigung?
Vielleicht könntest du mal messen, was deine max. Steigung ist, bei uns ist das schon was, das wäre ganz nett.

- Die Frage ist dann für später
Nach dem Einwintern, muss er dann neu Kartieren bzw wie ist es dann um das Kabel bestellt (z.B. beim Schneeräumen)?

 

Geändert von Hermen (22.08.2013 um 12:37 Uhr)
Woody  
Sabolein, es gibt so aufklebbare Schutzstreifen fürs Auto. Gib ma dei Adress, ich schick dir welche aus meinem Klumpadfundus - neu und ungebraucht

 

Zitat von Hermen

- Haustiere?
Ich weiß zwar nicht ob du welche hast, aber ist er so laut, das diese ihre Futterschüssel packen und ausziehen oder so leise, das er die Viecher auch mal gerne überrollt (vorwiegend auf Katzen bezogen).



- Die Frage ist dann für später
Nach dem Einwintern, muss er dann neu Kartieren bzw wie ist es dann um das Kabel bestellt (z.B. beim Schneeräumen)?
Ich bin zwar weder Mike noch hab ich Indego, aber ...
Ich denke mal, dass sich Indego & Husqvarna vom Geräuschpegel her nicht all zu viel nehmen. So lange Du keine Kette mit Klapperdosen (Just Married) an ihn dranbindest, dürften die Tiere (Katzen) sicherlich recht unbeeindruckt bleiben, wohl aber rechtzeitig Reißaus nehmen, bevor sie überfahren werden. Schließlich sagt man ihnen nach, dass sie ein gutes Gehör hätten. Spätestens das Geräuschlein des Motors bzw auch die Schnittgeräusche werden sicherlich bewirken, dass die anwesenden Miezen sich verpieseln und wo anders ihr Fell in der Sonne wärmen. Notfalls müssen sie halt ein paar Mal rücken, wenn sie sich immer in den Weg legen.

Das Kabel soll so tief gelegt werden, dass es möglichst ebenerdig abschließt bzw kannst Du es auch einbuddeln. Da Du Schnee räumst und nicht weggräbst, sollte das eigentlich kein Problem sein. Es sei denn, Du gehst mit dem Flammenwerfer bei, dann könnte es sein, dass Du es wegfackelst
Wie das mit der Kartierung nach langer Pause ist, kann ich nix zu sagen, weiß ich nicht - aber da wird Sir sicher geholfen

 

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