Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Mein neuer Indego nach zwei Wochen Testbetrieb

28.08.2013, 11:55
Indego Testbericht nach 2 Wochen Betrieb,

ich wollte nochmal ein Nachtrag zu meinem ersten Testbericht nachreichen.

So, nach nun 2 Wochen Testbetrieb sollte ich eigentlich alles gesehen haben, was er kann und was nicht. ;-)

Ein offenes Thema war noch der Regen, aber was soll man dazu sagen? Die positive Seite ist natürlich: Der Regen macht ihm nichts aus! Auch wenn er bei einem kräftigen Gewitterguss so seine Bahnen zieht, ist es schön an zu sehen. ABER: Steigungen und Neigungen sind dann ein Problem.

Steigungen: Wenn er erst mal fährt, macht es ihm nicht soviel aus. Nur wenn er an fährt, drehen die Räder ungleichmäßig durch. Was ihn natürlich irritiert und er oft ins Kreisen übergeht. Er merkt dann natürlich das etwas nicht stimmt und sucht seinen Begrenzungsdraht. Anschliessend probiert er es an anderer Stelle neu, was im Endeffekt zu einem gemähtem Rasen führt. Also kann man sagen: Sieht komisch aus aber das Ziel wird erreicht, auch wenn er länger wie sonst braucht.

Neigungen: Die sind leider ein wirkliches Problem. Beispiel 1: Er fährt eine Neigung runter, man sieht seine Räder blockieren (weil der Begrenzungsdraht kommt) und er saust gegen meine Rasenkantensteine. Obwohl es wild aussieht, stellt es aber kein Problem dar. Beispiel 2: Nur wenn dort kein Rasenkantenstein zum auffangen vorhanden ist, saust er zu weit über das Begrenzungskabel und bringt die Meldung: Mäher ausserhalb vom Begrenzungsdraht. Und bleibt stehen. Dadurch habe ich mich dazu durch gerungen noch ein Paar Stangen in die Erde zu schlagen, als künstliche Bremse!? ;-) Somit brauche ich nicht im Regen den PIN-Code neu eingeben.

Thema anhaftender Dreck an den Rädern: Wir haben leider schweren lehmigen Boden, bei uns in der Gegend. Ich denke das ist nicht der Standard in Deutschland, aber ich möchte trotzdem darauf hinweisen. ;-) Durch das bereits oben erwähnte Kreisen und durchdrehen der Räder, sammelt sich eine 1-1,5 cm dicke Dreckschicht an den Hinterrädern. Das führt natürlich dazu, das das anfahren, bremsen und wenden erschwert wird. Inwiefern das die Orientierung beeinflusst, kann ich nicht sagen. Aber ich nehme an das er den Weg zwischen Abbiegungen misst um sich zu orientieren. Allerdings sollte sein Wegmesssystem durcheinander kommen, wenn sich der Raddurchmesser ändert?!
Die Vorderräder sind leider auch anfällig für meinen klebrigen Boden, es bildet sich dort auch eine Dreckschicht. Konstruktionsbedingt führt diese Dreckschicht allerdings zu einem blockieren der Vorderräder, und das wiederum führt zu einem stecken bleiben.

Aber trotzdem macht er seine Arbeit super, ok, ich muss ihm behilflich sein, aber ich muss nicht selbst mähen ;-) . Er kommt viele Tage auch ohne meine Hilfe zurecht und darum ist er eine Bereicherung für meinen Rasen!!!

Ein Problem ist in der letzten Woche sehr penetrant aufgetreten, und da benötige ich und er doch noch irgendwie Hilfe.

Fehlercode 47: Er ist wieder da! :-(

Was passiert: Er fährt zur Ladestation, speichert dort seine Gartenkarte und will wieder anfangen zu mähen. Er fährt ein Stück rückwärts aus der Station, dreht sich dann ca. 90 Grad nach rechts und überlegt. Soweit alles ok!! Aber dann macht er eine sehr schnelle Drehung um 180 Grad nach links und will über den Begrenzungsdraht raus fahren. Er merkt es, das es der Begrenzungsdraht ist und dreht wieder 160 Grad zurück nach rechts. Und versucht dann aus viel zu geringer Entfernung die Ladestation zu treffen, das funktioniert natürlich nicht. Und dann sucht er den Begrenzungsdraht und fährt zur Ladestation und fängt mit dem Spiel von vorn an .......

1. in Ladestation Gartenkarte speichern
2. Rückwärts raus fahren, drehen 90 Grad nach rechts
3. Drehen 180 Grad nach links (wenn man es sich aufzeichnet merkt man, das dort das Begrenzungskabel liegen würden)
4. Drehen 160 Grad nach rechts
5. versuchen an Ladestation an zu docken (aus zu geringer Entfernung und falschem Winkel)
6. schräg gegen Ladestation fahren
7. wieder drehen und Begrenzungskabel auf gegenüberliegender Seite suchen und im Halbkreis zur Ladestation tuckeln
8. Und wieder bei 1. beginnen

Da spürt man die liebe zur Ladestation! ;-)

Nach ca. 30-40 Versuchen, kommt im Display die Fehlernummer 47 und ich solle den Boschdienst kontaktieren, und der kleine Mäher macht froh und munter weiter. Ausdauer hat er ja ;-). Nachdem er irgendwann wieder laden musste, macht er auch weiter den Kurs ab zu fahren. Sprich, es ist eine Endlosschleife.

Wenn ich dann die Gartenkarte lösche und neu kartiere, funktioniert alles wieder wie gewohnt. Problem dabei ist nur, das er den ganzen Garten NEU kennen lernt. Was natürlich unheimlich Zeit kostet.

Ich habe im Forum den Hinweis bekommen, das evtl. das Begrenzungskabel verändert wurde. Die Vermutung kann ich nicht bestätigen! Ich vermute eher, das es am Dreck an den Rädern liegt. Das Weglängenmesssystem muss ja völlig durcheinander kommen, wenn sich der Raddurchmesser ständig ändert.

Vielleicht hat ja noch einer einen Tip?

Ansonsten (bis auf den doofen Fehler) bin ich immer noch sehr zufrieden mit meiner Frieda (Indego). Ich hoffe Ihr habt auch soviel Spaß mit eurem Indego?!

Grüsse von der Schwäbischen Alb

Mike
Bewerten: Bewertung 3 Bewertungen
41 Antworten
Woody  
Kann man ihm nicht einfach so Art Schneeketten an die Antriebsräder verpassen? Oder eben doch Spikes einhämmern?

Blöde Idee, ich weiß

 

Ich weiß nicht ob es technisch möglich ist, aber Bosch könnte doch einen passenden Radsatz anbieten

Mud and Snow = M+S

Klingt erstmal witzig, ist aber durchaus ernst gemeint.

 

dausien  
Dann fehlt in der Ladestation nur noch die Vorrichtung für den automatischen Räderwechsel wie bei der Formel I
Und natürlich der Regensensor damit der weiß wann er einen Boxenstopp einlegen muss.

 

So ein automatisierter Boxenstopp hätte sicherlich seinen ganz besonderen Reiz.



Aber ich dachte da eher an eine Bereifung die man einfach das ganze Jahr dorben lassen kann...halt fürs gröbere.

 

Woody  
So Spikes sind sicher nicht schlecht, auch für den Rasen als Lüfterfunktion. Irgendjemand hat das hier schon mal erwähnt. Der Robbi läuft ja eh nur in der Wiese oder muss er auch mal auf einen gepflasterten Weg? Das wär dann natürlich nicht so toll. Obwohl, im Winter schnallt man ihm vorne ein Schneeschild drauf, kann er den Weg gleich räumen

 

In der Diskussion steckt schon viel Spaß, ich finde sie aber dennoch sehr interessant.
Spikes wird er aus Sicherheitsgründen sicher nicht bekommen. Ein besseres Profil oder kleine Noppen könnten aber chon etwas Erfolg bringen.
Ein weiterer Gedanke wäre ein Regensensor, der bei zu nasser Oberfläche den Mähvorgang einfach unterbricht. Nach 30min vielleicht eine automatische Weiterfahrt mit neuer Überprüfung.

 

An den Regensensor hatte ich auch erst gedacht, aber das Problem bleibt ja auch nach dem Regen.....die nasse Wiese / Rasen.

Der trocknet je nach Wetter u.U. erst nach zwei drei Stunden vollkommen ab.

Also am Besten wäre eine Kombination aus Beidem, aber erst beim Nachfolger / Update.

"Geländegängigere" Räder (insofern jetzt schon technisch möglich) wären ein sinnvolles Zubehör.

Sie würden ja mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen:

- bei hangabwärtsfahrten wäre das Bremsen besser
- Kurvenfahrten gehen besser
- Bergauffahrten ohne durchdrehende Räder
- keine Fehlermeldung "Fahrzeug wird angehoben" wegen Dreck unter den Rädern

.....

Oder zumindest eine deutliche Verbesserung.

 

Ja ja, macht euch ruhig lustig. ;-) Aber wenn ich die ersten Bilder meiner vollautomatischen Indego Waschanlage, hier poste werdet ihr neidisch sein. :-)



Spike: geht leider nicht! Wenn der Untergrund trocken und hart ist, würde der Mäher, oben auf der Erde fahren und hätte somit wieder einen grösseren Raddurchmesser. Schade eigentlich!



Anderes Profil würde evtl. schon helfen? Mal drüber nachdenken!!



Gummiräder mit Profil wären sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Dann würde durch die ständige Deformation der Reifen der Dreck abfallen??!!



Oder kleine Bürsten die ständig reinigen?



Weiß jemand womit der Indego sich orientiert?





Ach ja, bei mir kommt die angehoben Fehlermeldung, weil Dreck zwischen Gehäuse und Antriebsrädern steckt, er fährt dann ruppiger an. Und hebt vorn ab! ;-)



Mike

 

Geändert von Kochmann (28.08.2013 um 22:13 Uhr)
Woody  
Zitat von Kochmann
J
Ach ja, bei mir kommt die angehoben Fehlermeldung, weil Dreck zwischen Gehäuse und Antriebsrädern steckt, er fährt dann ruppiger an. Und hebt vorn ab! ;-)

Mike
Ich stell mir das jetzt grad live vor: Robbi steht, gibt Vollgas und rast auf den beiden Hinterrädern stuntmanmäßig den Hang hinauf *brummmmmmmmmmmmmmmmm*

 

Der Indego orientier sich an dem Begrenzugsdraht und der Drehbewegung der Räder. Ein Navi gibt es also nicht, das wäre zu ungenau (glaube die Genauigkeit liegt bei 3m).

Hermen, Regensensor war vielleicht falsch ausgedrückt. Ich meinte eher eine Überprüfung, wie nass der Boden bzw. das Gras ist.

 

Zitat von Woody
Ich stell mir das jetzt grad live vor: Robbi steht, gibt Vollgas und rast auf den beiden Hinterrädern stuntmanmäßig den Hang hinauf *brummmmmmmmmmmmmmmmm*

Und genauso hört er sich an!! ;-) *brummmmmmmmmmmmmmm*

 

Zitat von Ricc
Der Indego orientier sich an dem Begrenzugsdraht und der Drehbewegung der Räder. Ein Navi gibt es also nicht, das wäre zu ungenau (glaube die Genauigkeit liegt bei 3m).



Hermen, Regensensor war vielleicht falsch ausgedrückt. Ich meinte eher eine Überprüfung, wie nass der Boden bzw. das Gras ist.
Genauigkeit bei seiner Orientierung, ca 3 m??? Dann könnte ich sein Begrenzungsdraht 3 m verschieben? Kann das möglich sein?
Aber wäre ein Ansatz! :-)

 

Nein, falsch verstanden. Der Indego hat den Draht und somit seine Fläche, die er sehr gut und genau kennt. Ein Navi also GPS hat glaube nur eine Genauigkeit vom 3m, darum hätte dieses nichts gebracht.

Habe nochmal gelesen, GPS schafft für den privaten Betrieb nicht mal die 3m.

 

Zitat von Ricc
Nein, falsch verstanden. Der Indego hat den Draht und somit seine Fläche, die er sehr gut und genau kennt. Ein Navi also GPS hat glaube nur eine Genauigkeit vom 3m, darum hätte dieses nichts gebracht.



Habe nochmal gelesen, GPS schafft für den privaten Betrieb nicht mal die 3m.
Danke! Ich bin eh froh das es kein GPS ist, wir haben zuviele Berge im weg, das mein Autonavi sich schon hier verirrt. Wo sollte dann meine Frieda. enden? :-)

Was misst er am Begrenzungsdraht? Die Länge? Anzahl der Ecken? Den Weg zwischen zwei Ecken?

 

Die Beantwortung überlasse ich lieber den Profis. Ich denke, er speichert einen kompletten Grundriss.

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht