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Maximale Steingröße im Beton

21.02.2013, 09:50
Ich baue gerade ein Wohn- und Gästehaus auf der brasilianischen Insel auf der ich lebe (www.fernando-de-noronha.info). Das Haus hat eine Grundfläche von 112 qm (8m x 14m), hat EG, OG und DG. Hanglage. Bis einschließlich Boden OG Beton und Trockenbau, darüber Holzskelet (Massarantubaholz-Dichte 1,5to/qm) und Trockenbau. Da unsere Insel 450 km vom brasilianischen Festland entfernt ist muss das Baumaterial per Schiff kommen. Die Transportmafia macht mich Pleite. Ich zahle pro Kilo Baumaterial 0,38 Euro, d.h. eine Tonne Sand oder Schotter kostet mich nur an Transport 380 Euro. Der Sand vom Strand darf nicht verarbeitet werden, da er salzhaltig ist. Kies gibt es nicht, allerdings Unmengen von Steinen und Felsen (die Insel ist vulkanischen Ursprungs) in allen Größen. Die Größe der 15 Betonfundamente, die die Betonstützen tragen ist unterschiedlich, die größten haben einen Quader 235x235 cm und 25 cm Höhe mit aufgesetztem Pyramidenstumpf Bodenfläche 235x235, Oberfläche 25x25 cm Höhe 25 cm. Nun meine Frage an die Experten. Bis zu welcher Größe kann ich bedenkenlos Steine statt Schotter in den Beton der Fundamente mischen um Schotter und somit Transportkosten zu sparen? Diffizile Frage – was. Ich habe mir bereits überlegt eine Hammermühle anzuschaffen und Schotter selbst herzustellen oder den Sand vom Strand zu waschen, aber da bekomme ich Probleme mit der Inselregierung und der Naturschutzbehörde – die Insel ist Weltnaturerbe und Naturschutzgebiet. Hat jemand von den Profis vielleicht einen Rat?
Tausend Dank aus Noronha - Jürgen
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5 Antworten
Servus / Olá Jürgen!

Erstmal: Respekt, Du wohnst ja tatsächlich im Paradies...

Zu Deiner Frage:

...ich denke nicht, dass Du hier eine Verbindliche Aussage über Deine Frage erhältst, da es Einerseits schwierig ist, die Situation vor Ort einzuschätzen, Andererseits keiner eine Empfehlung abgeben wird, bei der Spätfolgen nicht ausgeschlossen sind...

Fotos oder eine Zeichnung wären hilfreich.

mfg Dieter

 

Das Fundament unseres Lehmhauses bestand fast nur aus Natursteinen.

 

Hallo,
genau wie Ricc schreibt, kannst du bedenkenlos Steine in das Fundament einbauen.
Ein wenige Chaosmässig geordnet, etwas verdichten und wenn du hast eine Betonschlämme, Mischung 1 Karre Zement und eine Sandgrube und Wasser.
Nur den Abschluss, d.h. die Oberkante einschalen und betonieren, etwa 150 - 200 mm.
So wurde das Haus meiner Eltern vor > Jahren gegründet und steht heute noch.
Ein Punktfundament wäre auch zu über denken, alle 1000 mm ein ca. 160 mm Ø Loch, etwa 800 mm tief bohren, Steine rein, verdichten und einschalen zum nächsten Punkt.
Wenn nicht ein erdbebensicheres Hochhaus drauf soll, passt das schon.

Gruß aus LE ins Paradies

 

Schau mer mal ob dir folgendes weiterhilft:

-Beton-Informationszentrum: "Einfluss der Gesteinskörnung"

-Datenblatt "Gesteinskörnung für Normalbeton"

-Bauchemie und Werkstoffe des Bauwesens "Gesteinskörnung"

-Betontechnische Daten "Gesteinskörnung"

-Betontechnische Daten "Stoffraumrechnung"

-Betontechnische Daten -- ÜBERSICHT (ich glaub mehr muss man nicht wissen)




Allgemeine Infos Beton (richtiges betonieren ist eine Kunst für sich)

Festigkeit von Beton (Kompendium)

Werkstoffe des Bauwesens "Festbeton"

 

Geändert von Hermen (21.02.2013 um 12:58 Uhr)
Erst mal vielen Dank an Dieter alias Kneippianer (mit pp von Kneipp aus Wörishofen und nicht von Kneipe!), RICC, Danielduesentrieb und Hermen. Das hat mir schon mal weiter geholfen. Da werde ich doch gleich mal eine Reunião (Besprechung) mit dem Bauleiter und Ingenieur einberufen. Ich selbst bin Maschinenbauingenieur und habe vom Bau wenig Ahnung. Allerdings dachte ich mir - wenn ich in eine Mauer von 10 cm Dicke Schotter von 2 cm Körnung einbringe, warum nicht in ein Fundament von 200 cm Steine mit 40 cm! Die Antworten machen mich zuversichtlich und ich werde in dieser Sache weiter recherchieren. Danke aus Noronha

 

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