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Max Bahr Baumarkt zieht mit Praktiker in die Insolvenz

26.07.2013, 10:49
Was bedeutet es für Kunden, wenn der Baumarkt in der Nähe Insolvenz anmeldet?
Stehen jetzt Preisnachlässe und Ausverkäufe an oder geht die Ware als Großposten an Händler? Bei der Quelle Insolvenz konnte ich beobachten, daß das Unternehmen selbst lange direkt Verkäufe in angemieteten Verkaufsflächen von Warenhäusern gemacht hat. Bei der Neckermann Insolvenz hatten nach und nach Unternehmen wie Woolworth und kik ganze Posten mit noch hängenden Neckermann Preisschildern, im Angebot. Woolworth hatte beispielsweise die sonst sehr teure Sport-Funktions-Wäsche von verschiedenen Markenherstellern; kik hat die Übergrössen und Arbeitskleidung mit Neckermann-Etiketten da.
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57 Antworten
Hä? Und wo ist jetzt der Bezug zu Deiner Themenüberschrift?

 

Das kann derzeit niemand sagen. So wie die Meldungen klangen, musste Max Bahr den Schritt gehen, weil keine Waren mehr kommen / von den Lieferanten agbezogen werden. Insofern ist fraglich ob es überhaupt noch etwas für den Abverkauf geben wird.

Lassen wir uns überraschen.

 

Sehr geehrte Frau Hofer (), das Thema steht im Breich Forum unter Fragen und Antworten ohne tag. Es ist also ein ganz normal übliches Diskussionsthema . Ein Forenteilnehmer aus dem Hause Bosch hat uns schon (vor 2 Wochen?) mitgeteilt, das Bosch die Promotion-Stände auch bei Max Bahr zugemacht hat und nichts mehr darüber verkauft. Von daher ist es doch interessant, wenn z.B. schon jemand weitere Einzelheiten zum Insolvenzverlauf weiß, darüber zu diskutieren, bzw. Meinungen und Tipps aus zu tauschen.
(Ich glaube wenn man hier nicht täglich 3x vorbeischaut, verpasst man einiges und hat nur durch die Funktion "Themen suchen" die Möglichkeit bestimmte Threads wieder zu finden).

 

"Und Sie kreisen wieder"

Ich kann mich bei keinem der Unternehmen dafür freuen, da ich weiß, das dort jede Menge an Existenzen dahinter stehen, die in´s Ungewisse katapultiert werden.

Ich für mich möchte nicht meine Schnäppchen auf dem Unglück anderer aufbauen.
Da hätte ich keine Freude dran.

 

Geändert von Manfredh (26.07.2013 um 11:39 Uhr)
Also der Praktiker bei uns in der Nähe hatte letzte Woche noch offen.
War dort wegen einem breiteren Douglasienbrett.

- keine Preisreduzierung (ausgenommen die Üblichen) zumindest ist mir dahingehend nichts aufgefallen, war aber auch nur ca. 10 Min. dort.

aber

Am Eingang war ein Schild gestanden, wo in etwa folgendes gestanden war:

Vor dem Tag XY (vermutlich der Tag der Insolvenzanmeldung) werden keine Garantieansprüche anerkannt (Pfeif auf 5 Jahre Garantie) und auch keine Reklamationen.

Und das dürfen die.

 

Zitat von Hermen
Und das dürfen die.
Abgesehen, ob das rechtens ist, wäre es Dir lieber gewesen vor verschlossener Tür mit
wild aufgrachtem Mobb von Exmitarbeitern zu stehen ?

 

Zitat von Manfredh
"Und Sie kreisen wieder"

Ich kann mich bei keinem der Unternehmen dafür freuen, da ich weiß, das dort jede Menge an Exitenzen dahinter stehen, die in´s Ungewisse katapultiert werden.

Ich für mich möchte nicht meine Schnäppchen auf dem Unglück anderer aufbauen.
Da hätte ich keine Freude dran.

Ich glaube das muss man(n/frau) etwas differenzieren.

Wer bei solchen Ausverkäufem NICHT auf Schnäppchenjagd geht schadet damit nur seinem eigenen Geldbeutel ...

Nicht die Schnäppchenjagd bei Insolventen Unternehmen ist das Problem, sondern die generelle Einstellung VORHER bzw. das (vermutliche) Unvermögen des insolventen Unternehmens sich der Marktdynamik anzupassen und zu wenig Kundenorientiert zu arbeiten.

Letztlich funktioniert unsere Wirtschaft nach denselben knallharten Gesetzen die schon seit Millionen von Jahren auf unserem Planeten herrschen ...
... die Kranken und Schwachen werden von den Starken gefressen.

Wenn ich mich an den einen oder anderen Thread hier erinnere, wie schlecht und wenig Kundenorientiert offenbar in vielen Baumärkten gearbeitet wird, ist die Insolvenz eines Baumarkt-/kette doch eher nur eine Frage der Zeit und in vielen Fällen sicherlich auch "Hausgemacht".

Bitte nicht falsch verstehen, es tut mir leid für die vielen Menschen die von so einer Insolvenz betroffen sind, aber das ist (zumindest aus meiner Sicht) der Preis für eine (soziale) Marktwirtschaft ...

 

Woody  
Zitat von Manfredh
Abgesehen, ob das rechtens ist, wäre es Dir lieber gewesen vor verschlossener Tür mit
wild aufgrachtem Mobb von Exmitarbeitern zu stehen ?
jetzt übertreibst du aber, wir sind ja nicht in Spanien oder Griechenland

 

Komische Frage.
Wie kommst du von meiner Aussage denn auf diese Frage?

Ich benötige kein gutes Gewissen.


Zitat von Manfredh
Abgesehen, ob das rechtens ist, ....
Das ist reines Rechtsempfinden, was mit gültigen Gesetzen, Verordnungen, .... und der Rechtssprechung rein gar nichts zu tun hat.

Daher einfach etwas ans INSOLVENZRECHT halten.

Ich musste mich vor ein paar Jahren beruflich auch mit dem Insolvenzrecht auseinandersetzen, daher ist da noch ein bischen Wissen übrig.

Bei den meisten Ansprüchen gegen den Insolventen musst du dich im Endeffekt (wenn überhaupt) u.U. nach einer langen Zeit mit einer Quote zufrieden geben, die nur einen kleinen Bruchteil deiner Forderungen ausmacht.

Das ist ja eben die Krux an der Insolvenz.

 

Geändert von Hermen (26.07.2013 um 12:09 Uhr)
@ machseinfach:

ich meinte ja nur, dass in Deinem Thread ja dann nur über Rabatte und Sonderangebote bei Insolvenzen im Allgemeinen referiert wird und keine "Neuigkeiten" über Bahr-Insolvenz
Mir war das neu, dass auch Max Bahr zumachen muss.

 

dausien  
Damit die Überschrift mal passt....

Hier gibt es nähere Informationen zur Insolvenz der Max Bahr Baumärkte.

Demnach ist es wohl das Ziel das die Märkte wieder beliefert werden können und weiter machen - also erstmal nix für Schnäpchenjäger.

 

Geändert von dausien (26.07.2013 um 13:16 Uhr)
Tja die Praktikerzentrale ist quasi vor meiner Haustür (gewesen)...das ist schon bitter was dort alles passiert. Leider hat die Kette es nicht geschafft, sich rechtzeitig dem markt anzupassen (da laufen halt die Kunden weg). Auch bei unserem Bau musste ich öfer in den Baumarkt und Praktiker habe ich dabei meistens gemieden. Bei mir in der Nähe, waren die Märkte nich gerade ansprechend gestaltet und ein guter Teil der Ware war auch nicht auf hoher Qualität. Wenn dann die Beratung auch noch nicht die Beste ist, geb ich mein Geld halt woanders aus. Und so gings wohl vielen. Den Schritt mit Hamburg konnte ich nie nachvollziehen....
Schade für die Mitarbeiter, denn hier wurde auch nicht respektvoll mit Menschen umgegangen. Dass Max bahr das jetzt nicht kompensieren konnte wundert mich nicht wirklich...

 

nunja es gibt wohl nen überangebot im baumarktsektor. irgendwer musste rausfliegen aus dem karussel.

 

Zitat von Manfredh
Ich für mich möchte nicht meine Schnäppchen auf dem Unglück anderer aufbauen.
Ich denke nicht, dass das sich dabei jemand am Unglück anderer "bereichert", wenn er Dinge aus einer Konkursmasse aufkauft.

Das Unglück ist doch schon lange vorher passiert -- weshalb genau sollen/müssen andere/schlauere Menschen analysieren. Und da in diesen Fällen wie in einer Maschine viele Rädchen ineinander greifen und an der Gesamtmisere beteiligt sind, relativiert sich das mit dem Unglück auch wieder ein Stück weit.

Es ist leicht, zu behaupten, das Management sei an allem schuld, habe sich nicht an sich wandelnde Märkte angepasst, zu viel und viel zu oft "Rabattschlachten" geschlagen und lediglich Phyrrussiege (wenn überhaupt) eingefahren.

Wenn ich im Baumarkt von einem Verkäufer angeblafft werde, er habe im Moment keine Zeit für mich, um sich dann erneut Telefon schwingend seinem Privatvergnügen zuzuwenden (Es ging laustärker um etwas, was man am Wochenende machen wolle.), dann bleiben irgendwann auch mal Einnahmen potenzieller Käufer weg.

Es mag sich bei mir um einen deutschlandweit einzigartigen Fall gehandelt haben, der mich betroffen hatte, aber irgendwo hat der Spruch "Hilfe, Kunde droht mit Beratungsgespräch!" sicherlich seine Wurzeln...

Zudem müssen auch in einem laufenden Insolvenzverfahren noch diverse Gehälter (nicht nur die des Verwalters) von irgendetwas bezahlt werden.

 

Es ging mir garnicht so um das Thema "Schnäppchen". Ich beobachte als Kunde eben wo was landet und da gibt es wirklich merkwürdige Sachen, z.B. teure Kleinteile von "Hama" die plötzlich im 1Euro-Markt auftauchen.
Es geht mir mehr um die "Tendenz" im Umgang mit einer Insolvenz. Die Insolvenz ist ein im Wettbewerb gültiges, geregeltes Verfahren. Wenn Zahlungsunfähigkeit besteht oder die Banken keine weiteren Kredite geben. Die Mitarbeiter wissen jetzt, man kann im Grunde zum Arbeitsamt gehen, damit der Monatslohn, bzw. 58% davon sicher sind. Ich habe es schon erlebt bei Firmen, die Insolvenzverschleppung gemacht haben, daß nicht nur die Mitarbeiter mehrere Monate kostenlos, in der Hoffnung auf Wiedergenesung des erkrankten, finanzlahmen Unternehmens, gearbeitet haben, sondern eben auch dadurch Zulieferer getäuscht wurden und in Aussenstände, die nicht gedeckt werden konnten kamen.
Nichts desto Trotz, will man eben gerne wissen, was passiert mit den Mitarbeitern. Die
Bundesregierung macht ja nix (gab genug Insolvenzen in letzter Zeit: Schlecker, Solarbranche usw.) und dann liegt das in der Hand des Insolvenzbevollmächtigten, ob der die Firmen(kette) insgesamt verkauft, oder in einzelnen Einheiten. Ob es eine "Kaltsanierung" wird? Oder ob z.B. Faktoren wie Baustoffgrosshandel, der an Personen, die einen Gewerbeschein haben und z.T. aus Osteuropa angeworben werden, von Mittlern mit einer Gewerbeanmeldung ausgestattet werden und damit einkaufen, eine Rolle spielen. Oder schwindende Nachfrage, weil alle Baumaterial 3xverwenden und durch recycling im Kreislauf halten. Oder Umverteilung im Markt. Oder geändertes Kundenverhalten, z.B. Direktbestellung im Internet und Ankauf auch von gebrauchter Ware. Oder eben Management-Fehlentscheidungen oder das Wetter. Das Wetter hatte wirklich lange mit Sonne gegeizt und so wurden eben keine Gartenmöbel, Pflanzen usw. verkauft. Andererseits kam die Flut und im Wiederaufbau ist doch jetzt Umsatz zu erwarten.
Kurz zusammengefasst, mich interessieren auch die Hintergründe von Insolvenzen.

 

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