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Mauerkrone einer Bruchsteinmauer

08.03.2012, 09:26
Hi @ all.
Ich möchte meiner Garten Grenzmauer einen oberen Mauerabschluss gönnen, nachdem diese nun fast zwei Jahre im Planankostüm verbracht hat, ist es Zeit diese mal ordentlich herzurichten.
Es handelt sich um eine zweischalige Bruchsteinmauer (Kern mit Bruchsteinabfällen gefüllt). Ca. 50 bis 100 Jahre alt (grob geschätzt).

Ich habe mir die beiden Varianten (siehe Bilder) überlegt. Favorit ist die Variante 1, da durch den Überstand rechts und links des Ringankers zur Mauer eine Tropfkante entsteht, welche die Mauer besser vor Feuchte schützt.
Jedoch komm ich nicht wirklich auf ne gute Idee, wie das zu schalen ist?!
Kann mir jmd helfen, oder hat ne bessere Idee, außer Blech- oder Ziegelabdeckung?!

Danke schonmal für die Unterstützung.

P.S.: an die Redaktion - ich hatte die Ganze Beschreibung eben schonmal drin, leider konnte ich es dann auf Grund einer Fehlermeldung nicht veröffentlichen!?
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Bruchsteinmauer, Grenzmauer, Mauerabschluss, zweischalig Bruchsteinmauer, Grenzmauer, Mauerabschluss, zweischalig
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21 Antworten
Die gleichen Gedanken hatte ich auch und habe es mit einer doppelten Schalung gelöst.
Also erst einen Rahmen aus Dachlatten, der 2-3cm unter der alten Oberkante sitzt und daran dann Bretter, die den oberen Abschluss bilden. Dadurch entsteht ein Überstand in Dachlattenbreite. Bei mir 3,5cm.
Damit der Überstand und die Dicke der Platte überall gleich bleibt, habe ich die Dachlatten mit den Brettern verschraubt und die einzelnen Seitenteile untereinander nochmal. Das hält dann schon ganz gut an der Mauer. Meine Schraubzwingen waren leider zu kurz um die ganze Schalung richtig an der Mauer zu fixieren und so habe ich (bündig zur alten Maueroberkante) Löcher in die Bretter gebohrt, eine Gewindestange durchgesteckt und dann mit Muttern zusammen gezogen. Die Stangen ließen sich ganz gut wieder rausdrehen und die Löcher wurden verschmiert.
Bohrt man die Löcher der Gewindestangen exakt genug und ist die alte Maueroberkante gerade, braucht man das Gestell nur versetzen und erreicht durch die Gewindestangen immer die gleiche Höhe.
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Hallo,
im August vorigen Jahres haben wir nur eine sehr kurze [10 m] Mauer an der Nordseite parallel zum neuen Carport errichtet.
Keine Bruchsteine, dafür Planimursteine auf eine Gründung gesetzt, das ganze Procedere.
Für die Abdeckung fanden wir zunächst auch keinen Plan.
Den Bau einer Schalung verwarfen wir ganz schnell.
Meine Tischlerkenntnisse hätten sicher eine Ehescheidung ausgelöst.

Wir hatten noch genügen Fertigestrichsäcke und Zement und entschieden uns Steine für die Abdeckung selber zu gießen.

Ich baute in aller Ruhe 3 Formen aus Holz [ 3 x 0,5m = 1,5 m], in diese füllten wir ganz entspannt ein Betongemisch, mit einer Farbe versehen und ließen sie aushärten.
Für den Wasserablauf legten wir immer vorne und hinten eingefettete Eisendrähte rein.
Natürlich war der letzte Stein zu lang, weil mein Vorstellungsvermögen arg schlimm ausgeprägt ist. Mit der Flex ran und schon passte alles.
Ich habe keine Schräge gegossen.

Gruß vom Daniel


Zeit war genug und umsonst.

 

Geändert von danielduesentrieb (08.03.2012 um 09:59 Uhr)
@Ricc:
in welcher Stärke hast Du den Ringanker gegossen?
hast Du (vor allem im Kragbereich) Bewehrung eingebaut - da ich 2-3cm für ein Betonbauteil schon ziemlich schlank halte...

 

Ekaat  
Wie wäre es mit Gehwegplatten? Da diese industriell hergestellt und so verdichtet werden, wie man es selbst nicht machen kann, Ich kann leider die Bemaßung oben nicht lesenbesteht dort nicht die Gefahr von Haarrissen, in die Wasser eindringen kann und die Abdeckung bei Frost zum Platzen bringt. Die Stöße müssen natürlich sauber verfugt werden, damit dort auch kein Wasser eindringen kann, sonst pasiert das, wie bei meinem Nachbarn (siehe Bild). Ich kann leider die Bemaßung oben nicht lesen: 500 oder 600mm? Daneben steht b=500mm, deswegen meine Idee mit den Gehwegplatten, die in 50x50 oder 50x75cm zu haben sind.
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nun die idee mit den gehwegplatten ist nicht so schlecht...
die mauerbreite beträgt 500mm. mit überstand re und links von je 50mm wären dass dann 600mm... daher fallen die eigentlich raus. es sieht denk ich in meinem fall auch nicht so schön aus, da die derzeitige oberkante eben nicht eben ist - bruchsteine halt. da sind gerne mal höhenunterschiede von 10cm auszugleichen...

und zu den rissen:
einen rissefreien beton gibt es nicht. da kann erzählen wer was will. man kann die rissbildung durch den einbau von bewehrung minimieren, aber reißen wird jeder beton... das ist nunmahl so... ist aber eigentlich auch nicht weiter schlimm, solange die risse nicht durch den ganzen "balken" gehen. und wenn doch mal nach einigen wintern etwas abplatzt muss eben mit betonspachtel entsprechend saniert werden...

 

Mal eine Frage, wie lang ist denn die Mauer?
Meine Mauer ist 400 mm breit und ich habe Abdecksteine 500 x 500 mm hergestellt.
Das ist aber sinnloses Gelaber, bei 10 cm auszugleichendem Höhenunterschied würde ich doch schalen.
Gruß vom Daniel

 

die mauer ist geschätzt so um die 35m lang.
hier ein link zu meinem hausbauprojekt. hier kann man die mauer einigermaßen erkennen, auch wenn die situation nun ein wenig anders ist aber das spielt vom prinzip nicht die grosse rolle.

http://www.1-2-do.com/de/projekt/Hau...nleitung/1050/

ja, die höhenunterschiede sind das problem, aber so ist halt natursteinmauer - gerade bei dem alter. da wurden die steine eben verbaut wie sie kamen, und nachdem wir die mauer eben mittendrin gekappt haben ist es nunmal so...

 

Ekaat  
Zitat von mwanders
...und zu den rissen:
einen rissefreien beton gibt es nicht. da kann erzählen wer was will. man kann die rissbildung durch den einbau von bewehrung minimieren, aber reißen wird jeder beton...
Das ist so nicht ganz richtig: Beton reißt nur durch Zugspannung. Diese Zugspannung entsteht auch, wenn in feine Risse Wasser eindringt und gefriert. Insofern kann man lange suchen, bis man mal eine gerissene Gehwegplatte findet. Und Untersuchungen bestätigen dann immer, daß Wasser/Eis im Spiel war, also ein Riß, der bei der Fertigung entstanden ist. Und dagegen hilft dann auch keine Bewehrung - im Gegenteil: Trifft Wasser auf den Stahl, korrodiert dieser, erfährt also eine Volumenzunahme und der Beton reißt noch weiter auf.

 

Zitat von Ekaat
Das ist so nicht ganz richtig: Beton reißt nur durch Zugspannung. Diese Zugspannung entsteht auch, wenn in feine Risse Wasser eindringt und gefriert. Insofern kann man lange suchen, bis man mal eine gerissene Gehwegplatte findet. Und Untersuchungen bestätigen dann immer, daß Wasser/Eis im Spiel war, also ein Riß, der bei der Fertigung entstanden ist. Und dagegen hilft dann auch keine Bewehrung - im Gegenteil: Trifft Wasser auf den Stahl, korrodiert dieser, erfährt also eine Volumenzunahme und der Beton reißt noch weiter auf.
Dieses Phänomen kenne ich aus der Zeit meiner Dachreinigung. Da haben dann die Moose und Algen sich in die Dachpfannen gesetzt und die Wurzeln dieser Pflanzen haben die Risse stetig erweitert und dann haben halt Frost und Pflanze im Laufe der Jahre alle Dachpfannen auf diese Weise zerstört. Ich denke das geschieht so auch bei Gehwegplatten und ähnlichen Oberflächen.

Also hast Du das genau richtig erklärt lieber Ekaat. Fachkundig und für jeden verständlich mitgeteilt.

 

Mit 2-3cm meinte ich den Abstand, den die Platte tiefer anfängt als die Oberkante der Mauer ist. Ich habe das auch nur mal geschätzt. Genau kann ich es nicht sagen. Wie dick die ganze Platte ist, müsste ich erst messen. Stahl ist keiner drinnen, denn eh die Platte reißt, müsste erst die ganze Mauer arbeiten und die steht auf einem massiven Fundament. Wenn das nachgibt, ist die Platte oben das kleinste Übel
Aber auch 2-3cm Stärke würden mich nicht stören, da es sich hier ja nicht um einen wirklichen Ringanker handelt. Ein Ringanker soll ja Wände zusammen halten und diese Platte dient eigentlich nur der Optik und dem Regenschutz.

Ich habe mal ein kleines Bild gebastelt und hoffe man erkennt, wie ich die Platte gegossen habe. Die 2-3cm habe ich auch eingetragen, weiß aber eben nicht mehr, ob es so viel waren.
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Servus Ricc!

Danke für Deine Anregung bezüglich des Mauerabschlusses.

Ich bin noch auf Lösungssuche für mehrere Mauern an und um mein Haus...

Bei einer hatte ich das Problem, dass die Abdeckplatten gerissen sind...

Jetzt mache ich mir noch Gedanken, wie der Übergang von der Mauer zur Schalung dicht wird. Die Mauer (Ziegel ca. Reichsformat) ist an dieser Stelle nicht gerade.

Beim TE (mwanders) wird das nicht anders sein, ist ja eine Bruchsteinmauer.

Schaut ja sonst beschiss*** aus, wenn der Beton an der Mauer runterläuft...

Was mir als erster Gedanke dazu gekommen ist: dünen Styroporstreifen zwischen die Schalung und die Mauer pressen (vor der Montage der Schalung) ...

mfg Dieter

 

@kneippianer
Hierzu hätte ich einen Ansatz:

Ähnelt Deinem schon sehr, allerdings würde ich anstelle von Styropor eine sog. Dichtschnur nehmen, wie man Sie von Bodenbauern kennt, um Fugentiefen zu begrenzen. Die haben m. E. den Vorteil, dass Sie um ein vielfaches flexibler und daher "quetschfähiger" als Styropor sind.
Diese gibt es in verschiedenen Durchmessern. Alternativ könnte ich mir auch ein Kompriband aus dem Trockenbau vorstellen...

 

Da hast Du sicher recht, mwanders, nur habe ich Styropor Daheim und eine Dichtschnur müsste ich mir erst kaufen...

Mal sehen, das dauert eh noch eine Weile bis ich zu diesem Projekt komme...

mfg Dieter

 

ohne Deine Bruchsteinmauer gesehen zu haben - wird keine glatte Oberfläche haben...? würde Dir ein anderes Konzept vorschlagen !
besorg Dir ALU-Flachprofil ..z.B. 80 mm breit und 3-4 mm dick ( meist 6 mtr lg )
diese an den oberen Bruchsteinen befestigen ( Dübeln ) und zwar so, das beim Nachbarn der ALU-Überstand ca. 4-5 cm ist...und auf Deiner Seite ca.2-3 cm !
wobei zwischen ALU und Bruchstein als Distanzstücke 2-3 Muttern eingelegt
werden !... also VA-Schraube in die Bohrung ansetzen...und die Muttern einfädeln.
dann die Schaube in den Dübel eine und festdrehen !
Je nach Dichte der jetzt aufzubringenden Betonschicht, kann oben glatt gezogen werden, wenn der Spalt (auf beiden Seiten) nicht zu groß ist, dürfte es
kaum zum Kleckern kommen ! Das Alu bleibt drann, als Kantenschutz....
und als Tropfkante ! Gefälle ist ca 3 cm.....
Sowas kann man auch mit soliden Holzleisten ( gut einstreichen) machen...
dann aber die ges. neue Konstruktion mit Bitumen ( von MEM z.B in grau)
mehrmals einstreichen ! wäre meines Erachtens der richtige Schutz für solche
Bauelemente , kommt kein Wasser an den Beton !
Gruss von Hazett

 

Mein Vorschlag
Schaltafel 50 x 100 oder 200 cm mit Schraubzwingen anbringen.
Nivellieren und mit Beton auffülle ca 5 cm
Gekaufte Betonplatten mit Klipper eine Wasserrinne auf der Unterseite beidseitig schneiden Ca. 8 x 8 mm tief
Platten auf der Unterseite mit tiefengrund vorstreichen
Mit Marmorkleber auf den frischen Beton aufbringen mit Gomes (Gummihammer schwer) anklopfen.
Alle 6 bis 8 m eine Dehnungfuge ausbilden.
Verfugen mit Fugenmasse breit
Dehnfuge mit Silikon ausbilden und mit Primer vorstreichen.

 

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