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Materialauswahl für Werkbank

07.09.2015, 13:41
Hallo,

Vorweg: Ich bin unerfahren im Bereich heimwerken. Ich habe mal ein Vogelhaus gebaut aber bin nicht der grosse Materialkundler bspw. Daher wende ich mich an euch, um die noch offenen Fragen beantwortet zu kriegen. Ich hoffe das klappt :-)

Ich möchte eine Werkbank bauen, die möglichst stabil und resistent ist. Folgendes habe ich mir rausgesucht, da es auch im örtlichen Baumarkt zu bekommen ist:

2000mm x 800mm x 40mm Arbeitsplatte aus Eichenholz, geschliffen, unbehandelt. Dazu 4 Tischbeine aus 800mm x 80mm x 80mm aus Fichtenholz keilverzinkte Verleimung.

Die Tischbeine kommen in die Ecken, wobei ca. 8cm Abstand zum linken und vorderen Rand der Arbeitsplatte bestehen. Hinten schliessen die Beine bündig mit der Arbeitsplatte ab. Später möchte ich hinten als Rückwand für Schraubenzieherhalter etc. eine einfache Span- oder Sperrholzplatte anbringen. Diese wird dann von hinten an die Tischbeine geschraubt (daher bündig).

Meine Fragen dazu:
1. Wie sollte ich sie am besten behandeln? Oder wäre eine Melaminbeschichtete Küchenarbeitsplatte besser? Es soll später noch ein Schraubstock darauf befestigt werden.

2. Sollte ich die Beine ebenfalls noch behandeln? Ist Fichte geeignet oder neigt sie dazu zu verziehen (=> krummer Tisch)?

3. Die einzelnen Querbalken etc. plane ich mit Hilfe von Winkeln zu verschrauben. Die Arbeitsplatte von unten. Wäre es besser die Verschraubung von oben zu machen? Das Grundgerüst wird selbststragend sein, die Arbeitsplatte wird nur oben aufgelegt.

Habt ihr noch Vorschläge was ich berücksichtigen sollte?

Vielen Dank vorab für eure Hilfe!
 
Materialauswahl, Werkbank Materialauswahl, Werkbank
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165 Antworten
Dog
Als erstes würde ich nochmals 2-4 Beine einplanen, und mich dann mit Holzverbindungen ohne Winkel vertraut machen."Mit paar Winkel zusammen spaxen" hat immer was von gewollt aber nicht gekonnt und ich bin der Meinung es wird auch nicht so stabil wie mit Abblattungen und Co.

Arbeitsplatte würde ich nur mit Hartöl machen.

 

Geändert von Nublon (07.09.2015 um 14:06 Uhr) , Grund: Falscher Begriff
Danke für dein Feedback. Wo sollen die 2-4 Beine dann platziert werden?

Gibt es ein empfohlenes Verfahren, welches ich mir zum Verbinden ohne Winkel konkret anschauen sollte?

 

Dog
Ich würde noch 2 Füße in der Mitte anbringen.Zu Holzverbindungen wirst du hier über die Suche fündig (auch mal nach Tisch suchen) oder im Internet,Was du genau davon für dich verwenden möchtest hängt davon ab wie dein Unterbau werden soll

 

Ich habe mal versucht zu skizzieren, wie ich die Elemente verbinden möchte.

Welche Variante ist zu bevorzugen? Der Rahmen besteht komplett aus 8cm x 8cm Fichtenbalken.

Sind die Materialien in Ordnung?
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ID:	35796  

 

"Zwischen den Beinen" und "Stumpf verbunden" scheinen mir angezeigt. Jedenfalls würde ich es so machen.

 

Vielleicht überlegst Du Dir, was unter die Werkbank soll. Schubladen, Werkzeugkoffer, Türen, Einlegeböden? Wenn Du z.B. Kisten hineinstellen willst, oder Systainer, L-Boxxen, dann würde ich die Maße entsprechend anpassen. Dann ein passendes Raster bei Füßen wählen. Wenn Du Einlegeböden machst, die auf den Querstreben aufliegen (aus den Füßen ausgeklinkt) und diese verschraubst, stabilisiert sich das Untergestell nochmals deutlich.

Die Eichenplatte ist Leimholz? Je nach Qualität kann sich diese auch verziehen (Werkbank steht im Keller oder in der Garage? - Feuchtigkeitswechsel?) und das wäre echt schade darum. Da Du handwerklich noch nicht so versiert bist, würde ich anstatt einer Gratleiste wie sie im Tischbau sehr sinnvoll eingesetzt wird, zwei oder drei Winkeleisen empfehlen, die Du quer zur Maserrichtung unter die Platte schrauben könntest. Bevorzugt an den Stellen des Untergestelles, das Du dann dort auch gleich anschrauben kannst.

 

Ich weiss noch nicht was drunter soll. Mein Problem ist ggf., dass ich nicht beliebige Masse im Baumarkt bekomme. Das grösste in Buche ist die erwähnte Leimholzplatte.

Die Werkbank steht im Keller. Ich versuche dort 60% Luftfeuchtigkeit zu halten. Welche Platte wäre denn zu empfehlen, die sich nicht verzieht, aber auch stabil ist?

Das mit den Winkeleisen habe ich noch nicht verstanden. Die schraube ich an die Tischbeine und nach oben hin dann die Tischplatte? Ist also eine reine Befestigungsmöglichkeit der Tischplatte?

Ich hatte vor mich an dieser Anleitung zu orientieren: http://www.1-2-do.com/de/projekt/Wer...er-bauen/3480/

Ich hätte hier gerade verzapft. Sind die Fichtenbeine ok? Ich habe im Netz keine Optimalkombination finden können.

Vielen Dank für eure Hilfe!

 

Grundsätzlich bin ich kein unbedingter Freund einer hochwertigen Arbeitsplatte. Man ärgert sich einfach zu sehr wenn was schief geht Auch hat man nicht soviel Hemmungen wenn man mal ne "provisorische" Halterung anbohren muss.

Wenn ich das richtig verstanden habe soll die Werkbank an die Wand(Rückseite als Werkzeughalterung ?!?) Dann würde ich immer drauf plädieren die hinteren Beine durch eine Querlattung an der Wand zu ersetzen. So wird das bombenfest. Ein Zwischenboden gibt zusätzliche Stabilität. Schau dir mal mein Projekt Werkbank an. Da habe ich genau das gemacht und die vorderen Beine auch ausgeklinkt und so für Stabilität in Längsrichtung gesorgt.

Fichtenbeine sind vollkommen in Ordnung. Achte darauf das es Konstruktionsvollholz (KVH) ist!

 

Die Arbeitsplatte soll belastbar sein und nicht durchbiegen oder krumm werden. Das wäre gut. Am Ende ist sie verschraubt und kann getauscht werden wenn sie nicht mehr schön ist.

An die Wand kann ich nichts schrauben. Ich möchte aber ein Brett an die Rückseite für Werkzeughalterungen etc schrauben. Ggf so ein Lochbrett.

Was würdest du als Arbeitsplatte bevorzugen?

 

Habe meinem Freund eine mit gebaut für die Garage. Gestell aus Rohr 50 mm und 50 mm Winkelstahl verschweißt. Platten für Tisch aus 80 mm Leimholz und mit 1 mm verzinkten Stahlblech beblankt. 3 m lang und 80 cm tief.

 

Also damit die Platte nicht krumm wird, brauchst du vernünftige Zargen udn Querverstrebungen. Auch der Abstand zwischen den Beinen sollte gering sein. Ich bin bei 60cm wenns auf hohe Belastung ankommt. Ich habe bei meiner Werkbank OSB-Platte und meinen Werktisch MDF. Aber da sind die Geschmäcker verschieden. Das ist natürlich kein Material für ne Schweißer-Werkstatt aber für so nen bisschen rumfrikkeln mit Holz ist das vollkommen ausreichend. Nochmal, die Stabilität der Platte ist extrem abhängig von der Unterkonstruktion!

 

Hier etwas zu Gratleisten und Verwerfen von Massivholz bzw. Leimholz.
ich dachte, Winkeleisen von unten alle paar Zentimeter anschrauben. An den Winkel dann Deine Querstrebe des Unterbaus.

 

Vielen Dank für den Link! Das ist sehr informativ und hilfreich. Leider habe ich nicht das Werkzeug für die Gratleisten, für die Lösung der Metallstäbe müsste ich die Arbeitsplatte selbst herstellen, da ich keinen Bohrer habe, der 40cm lang ist.

Wenn ich das richtig verstehe kann ich von unten auch Metallleisten anschrauben und so für eine Versteifung sorgen?

Die Beine haben einen Abstnd von ca 90cm. Auf der Wandseite könnte ich ein weiteres verbauen.

 

Anstelle von Eiche wäre auch Buche lieferbar.

Sind Siebdruckplatten auch so stabil wie Massivholz? MDF wäre eine Option, aber sind die nicht sehr weich? Die müsste man auch mit Hartöl behandeln, oder?

 

Guck dir mal meine Werkbank an. Die ist komplett aus Kiefer und steht seit etwa eineinhalb Jahren im Schuppen (dort ist sie vor Regen geschützt, aber trotdem Schwankungen von Temperatur und Luftdruck ausgesetzt). Behandelt habe ich sie nicht.
Was die Stabilität angeht: Kiefer reicht dicke für fast alle Arbeiten, die so bei einem Holzbastler anfallen; wenn's mal mehr sein soll (z.B. mit dem Bohrständer oder der Schleifmaschine), lege ich ein Stück Restholz unter, damit die Bank nichts abkriegt.
Die Bank ist etwa 170 mal 55 cm groß - im Nachhinein hätte ich sie lieber etwas länger bauen sollen, die Tiefe genügt für fast alle Arbeiten. An der hinteren Seite hat sie eine Werkzeugablage.
Vielleicht ist das ja was für dich.

 

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