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Massive Bank und Holztisch aus Fichte

01.04.2016, 19:37
Hallo liebe Holzwürmer,

ich möchte mir einen Tisch (ca. 1800 x 1000) und 2 Bänke (ca. 1800 x 450) selber bauen.
Was man so kaufen kann ist entweder viel zu teuer oder sein Geld nicht wert.
Als Material würde ich Fichte glatt nehmen und lasieren, da die Kombi dem Wetter ausgesetzt ist.

Ich würde die Tisch-/Bankpfosten in 100/100 nehmen und die Bretter in 25/110.

Jetzt stellt sich mir die Frage, wie ich die Beine fest bekomme, in wie weit ich die Sitzfläche der Bank sowie die Tischbretter stabilisieren sollte.

Die ersten Skizzen habe ich mal angehangen.

Gruß
Holzwurm
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Gartenbank, Gartentisch Gartenbank, Gartentisch
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23 Antworten
Das hier hab ich heute gesehen : https://www.youtube.com/watch?v=HdxN-M39UdY



Sehr stabil . Ist ja für Kinder . Aber interessant um sich Anregungen zu holen ...

Und noch ein anderes Modell : https://www.youtube.com/watch?v=tcjbLEEMsCw

 

Geändert von MathiasD (04.04.2016 um 10:50 Uhr) , Grund: Videos hinzugefügt :)
Ich würde von Fichte abraten wenn es dauerhaft dem Wetter ausgesetzt ist.Auch wenn du es lasierst, wirst du nicht lange Freude dran haben. Ich würde zu Eiche oder gar Bangkirai raten. Schau dir mal mein Projekt an.
Generell kommt die Stabilität über die Zargen. Je nach Länge müssen diese von den Dimensionen her angepasst werden.

 

Mein Vorschlag zur Befestigung der Tischbeine wäre eine Stockschraube diagonal in das Tischbein eindrehen und an der Zarge mit einer Mutter und großer U-Scheibe befestigen.
Ich hab so einen Tisch gebaut, hält bombig und ist im Winter schnell und platzsparend verstaut.
Die Zarge hat zwar eine urige Form, lässt aber dem Bein keine Möglichkeit zu wackeln.
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Geändert von MathiasD (04.04.2016 um 10:49 Uhr) , Grund: Bild angehängt :)
Nimm Lärche und du wirst glücklich. Bei Fichte wirst du nach kurzer Zeit sehr Traurig.

 

Wichtig ist, je breiter die Bretter sind, je leichter verziehen diese sich Flächenmäßig...
110x25 mm x 1,8 mtr lg. und in Deiner Skizze ist die Tisch- Breite nur etwa 90 cm... ebenso
brauchst etliche Quer-Aufleger... je eines am Ende und mind. 1x mittig...
ist in der Skizze nichts vorhanden !
daran denken, die Bretter sollten wohl UNSICHTBAR befestigt sein... da brauchst unterhalb eventuell einige Schwalbenschwanz-Führungen... oder sichtbar mit Fasson-Köpfen an den
Schrauben...!... von unten nur 20mm tief mit Spax eine ginge auch, aber ob das reicht ?
Gruss.....

 

Ich weiß gar nicht was so schlimm an Fichtenholz sein soll, vielleicht fehlt mir die Langzeiterfahrung. Aber wenn ich die Paletten auf Firmengelände, die schon seit Jahren im Freien rumliegen ansehe, würde ich mir diesbezüglich keine Sorgen machen!

Ich arbeite sehr gerne mit Fichte bzw. Schalbretter aus dem Baumarkt. Sie sind günstig und leicht erhältlich (man muss nur die Bretter vermeiden die Harzen).
http://www.1-2-do.com/de/projekt/TV-...bauen/4003010/
http://www.1-2-do.com/de/projekt/Ess...bauen/4004427/

Im 2. Bild meine ich zu sehen, dass die Bretter auf einem Holzrahmen aufliegen. Du kannst doch ganz einfach Schrauben senkrecht durch die Beine bis zum Rahmen eindrehen. Du kannst die Schrauben eventuell verstecken: Die Stellen bei denen die Schrauben reinkommen mit einem Forstnerbohrer anbohren und wenn die Schrauben drin sind ein Konusplättchen drauf.

 

Geändert von Der1ASchaffer (03.04.2016 um 02:42 Uhr)
Woody  
Ich meine auch, dass bei vernünftigem konstruktiven Holzschutz und generellen Holzschutz nichts gegen Fichte spricht. Früher hat man Zäune nur aus Fichtenlatten hergestellt und die hielten bei regelm. Pflege durch Schutzanstrich weit über 20 Jahre.

 

Seh ich auch so Woody, selbst wenn er nur 5 Jahre hält hat er seinen dienst getan.
Ich hatte meinen Tisch (6x1,40m, mit 6 gedrechselten Beinen) für die Kommunion meines Juniors gebaut, danach kam die Säge.

 

Das Problem ist und bleibt Staunässe. Ein Beispiel: Ich habe auf meinem Garagendach mit Dachpappe nun 2 Jahre Pflastersteine zwischengelagert. Auf einer Europalette. Die sah nahezu neu aus. Vorgestern habe ich die Steine verlagert. Und: Die Palette vollkommen verfault. Ein Brett am Boden war zu 70 Prozent weg. Das Bitumen ist etwas wellig, es gibt leichte Pfützen. Fazit: Wo Holz nicht austrocknen kann, fault es.

Konkret: Dort wo an der Tischkonstruktion in Fugen Wasser eindringt, fault es mit der Zeit. Und Fichte ist extrem weich und saugfähig. Nimmst Du Hartholz, passiert das eben nicht so rasch.

Tipp. Aktuell bei Toom: Douglasie 19 mm stark, 95 breit. Der Meter 99 Cent. 1 Seite glatt, eine geriffelt. Das ist ein Top-Preis und wirst Du bei Fichte kaum günstiger bekommen. Die Riffelung machst Du nach unten. So liegen diese auf den Querhölzern nur viel weniger auf und in den Rillen kann das Wasser ausdampfen. Für die Tischplattenkonstruktion perfekt! Für die Beine und Rahmen kaufst Du Douglasien-Kanthölzer.

So hast Du die Chance, dass der Tisch, wenn Du im Herbst abdeckst 20 Jahre hält.

Bedenke, dass ein Tisch aus Fichte vielleicht, wie meine Vorredner schreiben, 5 Jahre hält. Aber der fault nicht nach 5 Jahre und einem Tag, sondern vielleicht schon nach einem oder zwei Jahren an einzelnen Stellen. Und das schaut dann bereits schlecht aus. Und nach 3 oder 4 Jahren will keiner mehr dransitzen.

Fichte und Tanne halten durchaus ewig, aber nur, wenn vollkommen luftig und nach allen Regeln des konstruktiven Holzschutzes gefertigt. Da ist ein Gartenzaun durchaus ein gutes Beispiel: Senkrecht, gut umlüftet, kein Bodenkontakt. Querleiste oben abgeschrägt weg von den senkrechten Brettern ... Aber wehe, wenn der Zaun Bodenkontakt bekommt.

 

Wir haben aus Fichte unsere Gartenbank und zwei Stühle gemacht. Jetzt 15 Jahre her. 3x mit Holzschutz eingelassen und alle 2-3 Jahre kurz anschleifen und wieder ein neuer Anstrich.

 

Aus alter Camper-Erfahrung... HOLZ das Senkrecht steht... hält bei Anstrichen recht lange,
ohne Schutz schon nach 2-3 Jahren erster Schimmelbefall... vom Gras her kommt das GRÜN...
bei waagerechten Holzbeständen, also Bänke usw. wo das Wasser drauf steht, sind
auch mit Anstrich sehr gefährdet... nach Gebrauch mit Schutzhülle oder solide ( UV )
Folie, möglichst farbig, abdecken...!
die Latten oder Jägerzäune werden auch heute noch mit Öl-Teergemisch eingepinselt,
da verirrt sich kein Schimmelpilz.. aber könnte abfärben !
Übrigens... der Tisch wird ein schwerer Brocken, wo stellt Du die Sachen im Winter hin ?
Gruss....

 

Zitat von Rainerle
Das Problem ist und bleibt Staunässe. Ein Beispiel: Ich habe auf meinem Garagendach mit Dachpappe nun 2 Jahre Pflastersteine zwischengelagert. Auf einer Europalette. Die sah nahezu neu aus. Vorgestern habe ich die Steine verlagert. Und: Die Palette vollkommen verfault. Ein Brett am Boden war zu 70 Prozent weg. Das Bitumen ist etwas wellig, es gibt leichte Pfützen. Fazit: Wo Holz nicht austrocknen kann, fault es.

Konkret: Dort wo an der Tischkonstruktion in Fugen Wasser eindringt, fault es mit der Zeit. Und Fichte ist extrem weich und saugfähig. Nimmst Du Hartholz, passiert das eben nicht so rasch.

Tipp. Aktuell bei Toom: Douglasie 19 mm stark, 95 breit. Der Meter 99 Cent. 1 Seite glatt, eine geriffelt. Das ist ein Top-Preis und wirst Du bei Fichte kaum günstiger bekommen. Die Riffelung machst Du nach unten. So liegen diese auf den Querhölzern nur viel weniger auf und in den Rillen kann das Wasser ausdampfen. Für die Tischplattenkonstruktion perfekt! Für die Beine und Rahmen kaufst Du Douglasien-Kanthölzer.

So hast Du die Chance, dass der Tisch, wenn Du im Herbst abdeckst 20 Jahre hält.

Bedenke, dass ein Tisch aus Fichte vielleicht, wie meine Vorredner schreiben, 5 Jahre hält. Aber der fault nicht nach 5 Jahre und einem Tag, sondern vielleicht schon nach einem oder zwei Jahren an einzelnen Stellen. Und das schaut dann bereits schlecht aus. Und nach 3 oder 4 Jahren will keiner mehr dransitzen.

Fichte und Tanne halten durchaus ewig, aber nur, wenn vollkommen luftig und nach allen Regeln des konstruktiven Holzschutzes gefertigt. Da ist ein Gartenzaun durchaus ein gutes Beispiel: Senkrecht, gut umlüftet, kein Bodenkontakt. Querleiste oben abgeschrägt weg von den senkrechten Brettern ... Aber wehe, wenn der Zaun Bodenkontakt bekommt.
Damit hast du mich gerade dazu gebracht, endlich mein 2. Projekt anzugehen: Einen schönen Gartentisch aus Douglasie. Mittwoch geht's in den Baumarkt.

Denn selbst wenn ich als Anfänger dabei versage, hält sich das Finanzielle im Rahmen.

 

Hier ist ja richtig was los. Vielen Dank schon mal für die vielen Beiträge.

Ich war in verschiedenen Holz-Fachmärkten (nicht OBI,Bauhaus oder wie sie alle heißen) und keiner sprach gegen Fichte.
Voraussetzung ist natürlich die regelmäßige Behandlung des Holzes.

Habe mir mal Gedanken zum Zusammenbau gemacht.
Es gibt die Möglichkeit eines Art "Rahmens" den die 10/10er mit den Pfosten bilden.
Diesen würde ich verzapfen.
Befestigung der Bretter würde auf den Balken erfolgen.

Ähnlich würde ich auch bei der Zargenkonstruktion vorgehen.
Diese sollen auch eingelassen werden.
Bisher habe ich aber auch noch keine Idee, wie ich die äußeren Bretter befestigen soll.

Gegen ein Hartholz spricht auch das Gewicht.
Wir haben eine Sonnenterasse und eine Schattenterasse. Daher gehe ich mal davon aus, dass die Tisch/Bank Kombi keinen festen Platz erhält.
;-)
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Geändert von MathiasD (04.04.2016 um 10:51 Uhr) , Grund: Bild angehängt :)
Zitat von Rainerle
...

Tipp. Aktuell bei Toom: Douglasie 19 mm stark, 95 breit. Der Meter 99 Cent. 1 Seite glatt, eine geriffelt. Das ist ein Top-Preis und wirst Du bei Fichte kaum günstiger bekommen. Die Riffelung machst Du nach unten. So liegen diese auf den Querhölzern nur viel weniger auf und in den Rillen kann das Wasser ausdampfen. Für die Tischplattenkonstruktion perfekt! Für die Beine und Rahmen kaufst Du Douglasien-Kanthölzer.

...
Das Zeug vom kenne ich zur Genüge, habe daraus Blumenkästen gebaut. Möbel würde ich damit nicht versuchen. Das Holz ist nicht sehr masshaltig und ab einer gewisse Länge auch ab Werk nicht mehr gerade. Bei kürzeren Stücken bis ca 100 cm kein Problem. Aber für einen Tisch der gewünschten Größe...?

 

Hallo Holzwurm,
das eine oder andere verstehe ich nicht richtig, so dass ich nachfrage ...

Zitat von Holzwurm2016
Hier ist ja richtig was los. Vielen Dank schon mal für die vielen Beiträge.

Gerne ... :-)

Ich war in verschiedenen Holz-Fachmärkten (nicht OBI,Bauhaus oder wie sie alle heißen) und keiner sprach gegen Fichte.
Voraussetzung ist natürlich die regelmäßige Behandlung des Holzes.

Preislich sparst Du bei Fichte nicht besonders. Douglasie ist deutlich resistenter und wenn Du Dir schon die Arbeit machst ... Bei Douglasie genügt es im Herbst zu ölen. Auf Chemie würde ich an einem Esstisch definitiv verzichten wollen ... Und bedenke auch, dass Fichte sehr weich ist, Schrauben von unten werden durch Quellverhalten des Holzes von alleine rausgedrückt (sind ja nur ca. 15 mm im Holz!) und das Holz verwindet dann leicht. Douglasie ist bereits deutlich härter und Schrauben halten viel besser.

Habe mir mal Gedanken zum Zusammenbau gemacht.
Es gibt die Möglichkeit eines Art "Rahmens" den die 10/10er mit den Pfosten bilden.
Diesen würde ich verzapfen.
Befestigung der Bretter würde auf den Balken erfolgen.

Die 10/10er würde ich auf jeden Fall noch wie in der Zeichnung oben links mit Beschlägen verschrauben.

Ähnlich würde ich auch bei der Zargenkonstruktion vorgehen.
Diese sollen auch eingelassen werden.
Bisher habe ich aber auch noch keine Idee, wie ich die äußeren Bretter befestigen soll.

Frage: Was verstehst Du unter Zarge? Das ist der Rahmen mit den vier Tischbeinen. Oder meinst Du damit eine vormontierte Tischplatte, die aufgelegt wird?
Du hast zwei Zeichnungen. Oben links und unten links. Das erschließt sich für mich nicht.

Gegen ein Hartholz spricht auch das Gewicht.

Das kannst Du vernachlässigen, ob dieses insgesamt ein Kilo mehr wiegt? Solltest hierbei aber das unterschiedliche Quellverhalten bei Feuchtigkeit beachten. Das wäre eher das Ausschlusskriterium, bleib bei einer Sorte Holz oder verwende Aluprofile. Könnte schick aussehen, ein Alurahmen auf den die Bretter geschraubt werden, der auf die umlaufende Zarge gelegt oder als Winkel übergestülpt wird. Könnte dann sogar lose aufgelegt werden.

Habe zwei Skizzen angehängt ...

In jedem Fall würdeich an jeder Schraubstelle der Tischplattenbretter einen Streifen Gummi oder Kunststoff unterlegen, damit Du dort etwas Luft hast. So kann Staunässe gar nicht entstehen.

Wir haben eine Sonnenterasse und eine Schattenterasse. Daher gehe ich mal davon aus, dass die Tisch/Bank Kombi keinen festen Platz erhält.
;-)
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Geändert von MathiasD (04.04.2016 um 10:51 Uhr) , Grund: Bild angehängt :)
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