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Maschinenschleifen (PEX 300 AE) von EPAs in Wohnung

27.12.2013, 13:02
Geändert von NocheinChristoph (27.12.2013 um 13:07 Uhr)
Liebe 1-2-do-Community,
von Heimwerken / Schleifen habe ich (noch?) keine Ahnung, aber mir immerhin einen Plan zurechtgelegt :-) Ich würde mich freuen, wenn dieser Beitrag gelesen und kommentiert wird.

  • Vorhaben: Aus Euro-Paletten ein einfaches, niedrig liegendes Bett(gestell) zu bauen.
  • Die Herausforderung (erstmal...): Das Schleifen der EPAs
  • Umgebung: Die (fast neuen) Paletten stehen schon in der Etagen-Wohnung; Hobbyraum o.ä. ist nicht vorhanden. Es gibt einen Balkon, der eine kleinere Grundfläche als eine Palette hat.
  • Werkzeug: Exzenterschleifer (PEX 300 AE), Bohrmaschine, Draht-Schleifaufsatz (8mm breit) für Bohrmaschine, Ortungsgerät (PDO 6), Ixo, Haushaltsstaubsauger, den Inhalt eines üblichen Werkzeugkoffers.
Fragen
Wie schleift man in einer Wohnung, so dass am wenigstens Staub entsteht? Staubsauger anschließen oder mitgelieferten Filter benutzen? (siehe Punkt vier unten)

Was für eine Matte nach dem Abschleifen dauerhaft unter die Paletten legen, um den Holzdielenboden zu schützen? Ist so etwas nötig?

Der Plan
  1. Grobreinigung: Abbürsten der Euro-Paletten
  2. Alle Nägel auf zu schleifenden Flächen 1 - 2 mm tief mit einem Hammer versenken (dicken Pappkarton unter EPA, damit der Holzboden nicht leidet)
  3. Mit dem Ortungsgerät suchen, ob irgendwo Krampen drin sind. Krampen ziehen oder ebenfalls versenken
  4. „Staub-Umverteilungsanlage“ bauen: Da der Haushaltsstaubsauger (Miele, ca. 10 Jahre alt) den feinen Staub wahrscheinlich nicht zurückhält, möchte ich ihn auf den Balkon stellen: 5m-Verlängerung an den Staubsauger-Schlauch, die Verlängerung mit Klebeband fixieren (um sie besser abzudichten), Schlauch rein, Balkontür weitgehend zu. Ist die Idee eurer Meinung nach OK?
  5. Schleif-Erfahrung an der hässlichsten der Paletten sammeln, sie anschließend ggf. entsorgen :-\ .
  6. Dann hoffentlich weiter bei sieben und nicht bei fünf nochmals anfangen
  7. „Ordentlich schleifen“.
  8. Zwischenräume mit dem Schleifaufsatz für den Bohrer bearbeiten
  9. Unter die Palette eine passend zugeschnittene Matte legen, Matratze drauf
- Ende Teil 1-
In Teil 2 geht's dann irgendwann um die Verschönerung / den Anstrich (nicht mein Metier...) und anschließendes Verschrauben der Paletten / Anbringen eines Holzteiles aus Paletten.

Weblinks
Von diesen Threads / Beiträgen habe ich bislang profitiert:
Tipps aus diesem Thread bei 1-2-do.com
Tipps aus diesem Thread bei heimwerker.de
Diesen Beitrag bei Palettenbett
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11 Antworten
In der Wohnung solltest du nur dann ein E-Schleifgrät anwenden, wenn diese leersteht und im Anschluss gründlich gereinigt werden kann. Stehen dort Möbel, Umzugskisten oder ähnliches, ist davon abzuraten.
Auch sollte der Maximalabstand (30-35mm) von Lattenrost zu Lattenrost unbedingt beachtet werden.

 

Woody  
Zu Punkt 4 deiner Liste glaube ich nicht, dass das funktionieren wird. Bei 5m-Verlängerung zusätzlich zum vorhandenen Schlauch von ca. 1,5m? wird die Saugkraft am Ende des Schlauches so minimiert sein, dass du dir das ganze Konstrukt wahrscheinlich sparen kannst. Teste es vorher mal mit ein bisschen Mehl am Fußboden aus.

Was ich aber eher als den Staub als Hindernis ansehe ist der nicht zu unterschätzende Krach beim Schleifen. Ob da deine Nachbarn stunden-/tagelang mitspielen?

 

Weil Du Dich schon eingelesen hast erspare ich mir entsprechende Ratschläge zu wiederholen, aber ...
... warum musst Du in der Wohnung schleifen?

Weder die Paletten, noch der PEX werden es Dir "krumm" nehmen, wenn Du die Schleifarbeiten draußen vor der Tür erledigst. Wenn nicht gerade -10° herrschen oder es regnet, sehe ich keine Probleme das ganze im Garten oder vor der Haustür zu erledigen.

 

Geändert von Linus1962 (27.12.2013 um 18:30 Uhr)
Alles deutet ja auf eine Mietwohnung hin.
Ich hab da durchaus verständniss wenn die Nachbarn die Krise kriegen.
Hast du keinen Bekannten mit einem Schrebergarten?
Jetzt im Winter kräht kein Hahn danach wenns da laut wird.
Klar, trocken muß es sein.
Ich möchte, für meinen Teil, solche arbeit nicht in der Wohnung machen.
Sauerei gibt das immer, egal wie gut die Absaugung funktioniert.

 

Der Haushaltsstaubsauger hält den Staub besser zurück, als ein NT-Sauger...

 

Geändert von Electrodummy (27.12.2013 um 23:36 Uhr)
Naja man kann es sich halt nicht immer aussuchen. Nicht jeder hat das Privileg eine Werkstatt zu besitzen. Ich werkele auch in meiner Wohnung und das geht.

Beim Schleifen sollte man auf eine gute Absaugung achten. Die wird nicht alles auffangen aber zumindest das Gröbste. Du wirst dann trotzdem nach einigen Stunden nochmals saugen müssen und selbst dann wirst du nicht alles erwischen. Die Staubboxen funktionieren gut, nehmen aber bei weitem nicht genügend Staub auf. Dein Staubsauger sollte ein bisschen Schleifen eigentlich abkönnen, einen frischen Staubbeutel würde ich halt empfehlen. Solltest du Freude am Heimwerken in der Wohnung haben und das weiter machen wollen ist ein vernünftiger Werkstattsauger Pflicht.

Was die Lärmbelästigung für die Nachbarn angeht, sollte man schon gewisse Uhrzeiten einhalten und es nicht übertreiben aber ansonsten sollte es da keine großen Probleme geben. Jedes Loch das man in die Wand bohrt ist deutlich lauter als ein Schleifer, von Laubbläsern, Heckenscheren und Rasenmähern fange ich garnicht an.

Eventuell hast du jemanden in deiner Bekanntschaft mit einem Handhobel. Damit könntest du das Gröbste entfernen bevor du schleifst. Insgesamt sind Hobel für das Heimwerken in der Wohnung wie geschaffen. Sie sind relativ leise und produzieren keinen Staub, sondern Späne. Hobel und ein No.80 Cabinetscraper haben das schleifen bei mir dramatisch auf ein absolutes minimum reduziert, allerdings braucht man dafür die Möglichkeit sein Werkzeug zu schärfen und ich tippe mal dass du das nicht hast.

Idealerweise machst du alles in einer Ecke oder sonst so das sich der Staub nur eingeschränkt verteilen kann. Bei mir ist es eine Ecke hinter einer Tür und ich habe noch einen Vorhang mit dem ich meinen Werkbereich isolieren kann. Das reduziert die Staubverteilung ebenfalls. Staubmaske nicht vergessen! Gerade in einem isolierten Bereich in dem sich der Staub nicht verteilen kann merkt man erst wieviel davon entsteht.

Man muss sich halt Lösungen einfallen lassen die für einen selbst funktionieren.

Viel Erfolg!

 

Zitat von Kourosh
Eventuell hast du jemanden in deiner Bekanntschaft mit einem Handhobel. Damit könntest du das Gröbste entfernen bevor du schleifst.
Von dieser Kombination (Hobel leihen, um Holzpalette zu hobeln), rate ich dringend ab.

 

Wo ist das Problem wenn man auf die Nägel achtet?

Andererseits ich würde meine Hobel aber auch nicht verleihen . Wenn einer meine Hobel braucht komme ich mit.

 

Einen günstigen Handhobel gibt es in jedem Baumarkt käuflich zu erwerben. Den kann man immer brauchen, ist also nie ein Fehlkauf...

 

Geändert von Electrodummy (27.12.2013 um 23:37 Uhr)
Also, wenn ich mir überlege, dass du mindestens 8 Paletten für ein Doppelbett brauchst, würde ich die definitiv nicht in einer bewohnten Wohnung schleifen. Da entsteht so viel Staub, dass du dann wohl nicht nur 5cm in deiner Wohnung liegen hast, sondern im ganzen Haus.

Wenn du es trotzdem machen willst, solltest du vielleicht so einen Aschefilter aus dem Baumarkt vor deinen Staubsauger hängen. Sonst brauchst du Massen an Beuteln.

Sinnvoller wäre es, die Paletten zu hobeln. Dann hast du gröbere Späne und weniger Staub. Zumindest die großen Flächen. Und zum Schleifen dann ein Zimmer mit einer Schleuse aus Decken oder Malerfolie/Malervlies ausrüsten, damit sich nicht alles über die Wohnung verteilt.

 

So ich habe mal ein Experiment gemacht:

Ich habe mir einen billigen Eisenhobel vom Obi geholt und dazu einen Schärfstein mit Korn 120/240. Beides zusammen für unter 20,-€. Ich habe den frisch gekauften Hobel grob gereinigt und das Eisen mit dem Schärfstein erst geplant (komischer Ausdruck wenn der Stein garnicht plan ist) und dann freihand geschärft. Ich füge hinzu das war mein erster Versuch ein Hobeleisen freihand zu schärfen. Die Klinge habe ich ein wenig verrundet.

Hier die Produkte:
http://www.obi.de/decom/product/LUX_...5256011?c=1328
http://www.obi.de/decom/product/LUX_...5205372?c=1328

Das Ergebnis: Man kann mit diesem Teil und etwa einer Stunde Einsatz zum schärfen Holz hobeln. Die Späne sind nicht fein und die Oberfläche auch nicht, aber den gröbsten Dreck bekommt man locker runter. Dieser Hobel hat sich jetzt einen Platz bei mir verdient für alle Aufgaben für die mir meine richtigen Hobel zu gut sind.

Meine Erfahrung mit diesem Hobel:
Naja, es ist ein gekantetes Stück Blech nicht mehr. Die Sohle ist nicht Plan und in der Sohle sind die drei Befestigungsschrauben für die Griffe. Die Schrauben ragen aber nicht hinaus. Das Hobeleisen ist nur sehr grob geschliffen deswegen hat es auch trotz 120/240er Korn eine Stunde gedauert eine halbwegs vernünftige Schneide zu bekommen. Das Eisen scheint Lakiert zu sein um es gegen Rost zu schützen. So interpretiere ich den Rotz den ich zusätzlich noch herunterschleifen mußte.
Die Einstellschrauben hakeln und die Gewinde sitzen nicht sauber.
Der (in Ermangelung eines besseren Ausdrucks) Spanbrecher sitzt nicht sauber auf dem Eisen und verstellt sich beim Festziehen.was aber nicht wirklich wichtig zu sein scheint, da er ausser das Eisen festzuhalten ohnehin keine Funktion erfüllt.
Alles in allem ist es das was man von einem 12,-€ Hobel erwarten kann. Gut genug um grob zu arbeiten und deshalb auch nicht zu schade auch mal einen Nagel zu erwischen.

 

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