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Maklergebühren

17.03.2016, 15:00
Wir sind ja dabei ein Haus in Köln zu verkaufen,
dabei haben wir festgestellt Verkäufer und Käufer müssen die Maklergebühren zahlen.
Jetzt wollen wir uns ein Haus in unserer Gegend kaufen und die Maklergebühren sind noch höher wie in Köln aber die Häuser viel Preiswerter. Auch da müssen beide Parteien zahlen.
Anbei mal was hier in den AGB´s steht.

Der Makler kann sowohl für den Käufer als auch für den Verkäufer tätig werden und
von beiden eine Provision verlangen.

Ich dachte es gibt ein neues Gesetz der der den Makler bestellt der zahlt?
 
Makler, Maklergebühren Makler, Maklergebühren
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17 Antworten
kjs
Vor Kurzem habe ich etwas in Köln verkauft und da mußten auch Beide Maklergebühren bezahlen.... Wenn ich das richtig gelesen habe war die Änderung für Mietangebote bei denen der Vermieter wenn er den Makler beauftragt die Kosten tragen muß und nicht mehr wie früher auf den neuen Mieter abwälzen kann.

Bei Verkauf scheint es manchmal auch eine Sache des Vertrags mit dem Makler zu sein. Als wir hier auf der Suche waren gab es Verkäufer zahlt, Käufer zahlt oder Beide zahlen.......

 

Nun, ich bin kein Jurist (und kein Makler), habe diese Konstellation aber auch schon bei Freunden gehört.
Früher war es fast oblogatorisch, dass der Verkäufer oder Vermieter einen Makler beauftragt, der Käufer oder Mieter aber nachher die Courtage bezahlt. Dies ist nun nicht mehr erlaubt. "Wer bestellt, der zahlt". Dies wird nun von vielen Maklern wohl genutzt, um auf beiden Seiten zu kassieren: Der Verkäufer beauftragt ja den Makler, ein Haus zu verkaufen. Und zahlt dafür. Dieser Makler schaut dann, so die offizielle Darstellung in der Regel, bei seinen "registrierten Stammkunden" in der Datei nach. Diese haben sich an ihn gewandt mit dem Auftrag, ein Haus für sie zu finden. Also haben auch diese Interessenten den Makler beauftragt, für sie zu suchen. Und beide bezahlen was sie beauftragt haben...
Hingegen soll es nicht so sein dürfen, dass Dir ein Makler, wenn Du konkret auf sein Inserat für ein spezielles Objekt anfragst, etwas berechnet. Denn dann hast Du ihn nicht beauftragt, sondern bist auf sein Inserat (was der Verkäufer ja bereits indirekt bezahlt hast) angesprungen. So weit die Theorie!
In der Praxis werden dir diese Makler dann eine Beauftragung vorlegen,welche Dich zur Zahlung einer Courtage verpflichtet. Wenn Du nicht unterschreibst, stellt er Dir das Haus nicht vor. Und schon werden viele, hoffentlich nicht alle, Menschen unterschreiben und diese Kröte schlucken.

 

Ekaat  
@daiels101:
Roßtäuscher, Gebrauchtwagenhändler, Makler und Lügner gehören für mich in ein und dieselbe Kategorie.

 

Zitat von Ekaat
@daiels101:
...Gebrauchtwagenhändler, ...und Lügner gehören für mich in ein und dieselbe Kategorie.
Da ich aus der Automobilbranche komme, allerdings aus dem technischen Bereich, möchte ich betonen, dass nicht alle GW-Händler in diese Kategorie fallen ;-)

 

Janinez  
ja, leider ist es so, mit den Maklern derzeit. Am Besten ist es zu schau´n, ob du nicht ein Privat angebotenes Haus bekommst..................

 

Ich denke wir werden am Preis handeln das es dann die Maklergebühren mindesten ausgleicht wenn nicht mehr.
Finde es aber nicht korrekt wie das so gehandhabt wird.

 

kjs
Zitat von Ruedi1952
Finde es aber nicht korrekt wie das so gehandhabt wird.
Das Schlimme ist daß es nicht einzelne Geier sind sondern auch Firmen bei denen man so etwas eigentlich nicht erwartet. Unser Haus war über die Raiffeisenbank angeboten und die haben die Info nicht herausgerückt ehe sie nicht einen Vertrag hatten. Da mußte bei mir dann auch der Verkäufer in der Höhe der Maklergebühr bluten.

 

MicGro  
Zitat von daniels101
Nun, ich bin kein Jurist (und kein Makler), habe diese Konstellation aber auch schon bei Freunden gehört.
Früher war es fast oblogatorisch, dass der Verkäufer oder Vermieter einen Makler beauftragt, der Käufer oder Mieter aber nachher die Courtage bezahlt. Dies ist nun nicht mehr erlaubt. "Wer bestellt, der zahlt". Dies wird nun von vielen Maklern wohl genutzt, um auf beiden Seiten zu kassieren: Der Verkäufer beauftragt ja den Makler, ein Haus zu verkaufen. Und zahlt dafür. Dieser Makler schaut dann, so die offizielle Darstellung in der Regel, bei seinen "registrierten Stammkunden" in der Datei nach. Diese haben sich an ihn gewandt mit dem Auftrag, ein Haus für sie zu finden. Also haben auch diese Interessenten den Makler beauftragt, für sie zu suchen. Und beide bezahlen was sie beauftragt haben...
Hingegen soll es nicht so sein dürfen, dass Dir ein Makler, wenn Du konkret auf sein Inserat für ein spezielles Objekt anfragst, etwas berechnet. Denn dann hast Du ihn nicht beauftragt, sondern bist auf sein Inserat (was der Verkäufer ja bereits indirekt bezahlt hast) angesprungen. So weit die Theorie!
In der Praxis werden dir diese Makler dann eine Beauftragung vorlegen,welche Dich zur Zahlung einer Courtage verpflichtet. Wenn Du nicht unterschreibst, stellt er Dir das Haus nicht vor. Und schon werden viele, hoffentlich nicht alle, Menschen unterschreiben und diese Kröte schlucken.
Als erstes hat der Verkäufer nichts bezahlt, weil der Markler erst nach erfolgreichem Verkauf seine Provision/Courtage erhält.
Dann kann ich als Käufer über Makler, wie Verkäufer über Makler sagen das die sich ihr Geld verdienen. Das Finanzamt (der Staat) bekommt fast das selbe als Grunderwerbsteuer und schickt dem Käufer dafür nur einen Brief.
Außerdem wird keiner gezwungen über einen Makler zu kaufen.

 

Ja, natürlich hat er noch nichts bezahlt sondern bezahlt dann, wenn das Haus verkauft wurde. Ist auch legitim! Genau so halte ich es für legitim, dass ein Käufer, der den Makler beauftragt für ihn zu suchen, nach erfolgreicher Suche Courtage zahlt.
Ich verstehe nur nicht die "zu bezahlende Arbeit" in dem Akt, dass ein Käufer auf ein Inserat reagiert (welches ja der Verläufer durch seine Beauftragung des Verkaufs schon bezahlt). Denn das ist kein Suchauftrag seitens des Käufers, sondern eine Reaktion auf ein Verkaufsangebot.
Mein "Lieblingsargument" ist aber die "Steuerkeule": Mag sein, dass der Staat im Falle eines Immobilienhandels nicht viel mehr zu tun hat als einen Brief (Steuerbescheid) zu schicken. Aber lasst uns mal überlegen, wer denn dieser Staat ist! Frau Merkel? Irgendein Ministerium? Irgendein Bürgermeister? Nein, dieser Staat sind wir alle! Und dieser Staat braucht Einnahmequellen. Denn wenn er kein Geld einnimmt, hätten wir keine Schulen, keine Feuerwehr, keine Polizei, keine allgemeinzugängliche Infrastruktur jedweder Art, etc.
Wenn ich für einen Euro Nägel oder Schrauben kaufe, kriegt der Staat 16 Cent ohne irgendetwas dafür zu tun. Da wird nichtmal ein Brief geschrieben...

 

kjs
Da gebe ich Daniels völlig Recht (in Allem).
Als wir uns für unser jetziges Haus interessiert haben hat die Raiffeisenbank die Infos erst herausgerückt als wir einen Vermittlungsvertrag unterschrieben hatten. Für die 3% vom Kaufpreis haben die für mich nur das Infoblatt gemailt, den Vermittlungsvertrag ausgestellt (3min), die Info an den Verkäufer weitergeleitet (3min) und den Notartermin bestellt (5min). Das war sicher die über 10k€ wert . Der Verkäufer hat für die gleiche Summe ein paar Minuten mehr Arbeitsleistung bekommen.

Da das so lukrativ war haben es ja auch so viele angefangen daß jetzt ein Überangebot an Maklern ist und der Verdienst schwindet. Das sollte aber nicht das Problem der Käufer sein.

 

Zitat von Ruedi1952

Ich dachte es gibt ein neues Gesetz der der den Makler bestellt der zahlt?
Die Neureglung die Du meinst bezieht sich nur auf Mietverträge.
Beim Immobilienkauf ist alles beim Alten geblieben. Die Marklerprovision wird je zur Hälfte vom Verkäufer und vom Käufer getragen.

 

Zitat von ImkerJochen
Beim Immobilienkauf ist alles beim Alten geblieben. Die Marklerprovision wird je zur Hälfte vom Verkäufer und vom Käufer getragen.
Das stimmt so nicht. Es wurde (und wird wahrscheinlich) nicht immer geteilt. Das ist Vertragsgestaltung. Ich hoffe nur, dass nicht Verkäufer und Käufer 100% bezahlen sondern entweder der eine oder der andere oder beide je 50%

 

Janinez  
leider ist es so, dass oft beide den vollen Anteil bezahlen.......................................... ......

 

kjs
Zitat von Janinez
leider ist es so, dass oft beide den vollen Anteil bezahlen.......................................... ......
das ist leider inzwischen fast die Norm. Wie ich schon oben geschrieben haben machen das sogar die Immo-Abteilungen der Banken so und nicht nur irgendwelche Abzocker.

 

Ja genau beide zahlen den vollen Anteil in Köln mindestens 4000€ oder 3,6 % bei der Sparkasse Köln Bonn.
Hier in Süd Niedersachsen 4,5% bei der Voba allerdings kostet hier ein Haus nur ein sechstel wie in Köln.

 

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