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Made in Germany

26.09.2011, 12:28
Kathrin  
Liebe Community!

Der globale Handel ist mittlerweile ja ziemlich alltäglich und weltweite Wirtschaftsbeziehungen nichts neues.

Ist "Made in Germany" für euch immer noch ein Garant für Qualität?
Achtet ihr bei Kauf auf dieses Kriterium?

Schreibt uns eure Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema.
Wir sind gespannt :=)

Liebe Grüße
Kathrin
 
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84 Antworten
ich hab mal mit ja abgestimmt. da ich selbser in der industrie arbeite, weiß ich schon wo die unterschiede sind. man muss aber einiges beachten. auch im ausland gibt es firmen die Produkte in hochwertiger Qualität anbieten. wer der meinung ist, dass es aus den ostblockstaaten nur billiges Zeug gibt, der irrt in manchen bereichen gewaltig.

Andererseits: Wo liegt bei Made in Germany die Grenze? Oft erfolgt hier vor Ort nur ein Zusammenbau. Die Fertigung von einzelkomponenten erfolgt dafür aber im Ausland. Ist das noch Made in Germany?

 

Bin da von Made in Germany schon mehrfach endtäuscht worden.
Und wo Germany draufsteht ist noch lange nicht Germany drinn.

 

Im Vergleich zur China-Kopie ist auf jedenFall ein Unterschied, bei Markenware glaube ich nciht dass der Unterschied so groß ist da sich meistens das "Made in Germany" nur auf den Zusammenbau fertiger Komponenten oder die Endabnahme beschränkt.

 

Brutus  
Habe auch mal mit "Ja" abgestimmt, obwohl ich auch der Meinung bin, dass in andren Ländern Qualität produziert wird. Dennoch ist mir in den meisten Fällen ein Werkzeug und auch andere Sachen lieber als ein ausländisches Produkt. Aber auch in Deutschland gibt es bisweilen Außreißer in der Qualität, also dennoch Vorsicht wenn es da heißt:

"Made in Deutschland", nicht dass da doch mal de Wurm mit gemeint ist ;O)

 

Funny08  
Für mich ist "Made in Germany" schon lange nur noch Augenwischerei - durch Artikel 24 des Zollkodex und das Madrider Abkommen muss ein Artikel ja nur noch die "letzte wesentlichen und wirtschaftlich gerechtfertigten Be- oder Verarbeitung (...) in einem dazu eingerichteten Unternehmen..." in Deutschland bekommen haben um dementsprechend deklariert zu werden, ganz egal aus welchen Billigheimerländern die Einzelteile importiert werden.

Noch lustiger find ich zB das ehemalige Symbol des deutschen Wirtschaftswunders - Grundig - das nun zum türkischen " Beko Elektronik" Unternehmen gehört, welche mit dem Label " Designed and developed in Germany" versuchen ihre "Billigware" unters Volk zu bringen.

 

Im Großen und Ganzen ja, aber was heißt heute schon "Made in Germany", da kann ich
Thorsten2501 nur zustimmen:
"Wo liegt bei made in Germany die Grenze? Oft erfolgt hier vor Ort nur ein Zusammenbau. Die Fertigung von Einzelkomponenten erfolgt dafür aber im Ausland. Ist das noch made in Germany"

 

Ich hab mit "Nein" gestimmt. Ich bin leider der Meinung, dass diese Logo heute nichts mehr aussagt. Die Komponenten kommen meist sowieso irgendwo anders her. Aber ich versuche trotzdem sinnvoll regional zu kaufen. Wobei das ja heute meist kaum mehr geht. Wieviele Hersteller gibt es überhaupt noch, deren Produktion zu einem Großteil in Deutschland stattfindet? Und wie oft, steht da "Made in Germany" drauf, obwohl Irgendwas hier nur noch mit einem Aufkleber und der Verpackung versehen wurde, wenn überhaupt. Und nach den Markenname von "deutschen" Firmen kann man sich ja sowieso nicht richten. Aber wenn ich weiß, dass eine Produktionsstätte in Deutschland liegt, und ich gerade dieses Produkt suche, dann bevorzuge ich es, aber nicht weil ich der Meinung bin, dass ein anderes Produkt unbedingt schlechter ist. Ich bin einfach der Meinung, warum sollte etwas von sonstwo hergekarrt werden, wenn das Gleiche hier vor der Tür produziert wird.

 

VW hat Werke in der ganzen Welt,kommt der Golf jetzt aus Wolfsburg oder aus Kiew oder sonst wo her ?

 

Bei vielen Produkten spielt es für mich keine Rolle, bei Werkzeug ist das allerdings anders. Scheinbar kann man Werkzeug nur in bestimmten Ländern vernünftig herstellen, warum erschliesst sich mir selbst nicht. Bei Japan oder selbst USA sehe ich keine Probleme, auch die Bosch Werke in Ungarn und Malaysia scheinen gute Qualität zu liefern. China ist aber zum Beispiel ein Land aus dem ich vorerst keine Werkzeuge mehr kaufen werde.

Und der Golf wird ausschliesslich im Stammwerk in Wolfsburg gefertigt.

 

Mag sein,aber die Fertigungstiefe dürfte bei ca.10-20% liegen,und die Zulieferer sind in Polen Tschechei Ungarn und China.
Hab deswegen meinen Arbeitsplatz verloren.

 

Meist orientiere ich mich eher am Markennamen und den Meinungen/ Empfehlungen zu einem Werkzeug. "Made in Germany" heißt mittlerweile ja eh keine 100% Herstellung in Deutschland.

 

Dazu muss man sagen die Autos bestehen aber nur aus 30 - 40% Teilen von deutschen Zulieferern. Wobei dann noch die auch im Ausland zukaufen.
Die Frage ist könnne und wollen wir uns Geräte die 100% Made in Germany sind leisten.
Es werden auch heute Produkte aus Taiwan und Japan in hervorragender Qualität hergestellt.

 

Zitat von HOPPEL321
VW hat Werke in der ganzen Welt,kommt der Golf jetzt aus Wolfsburg oder aus Kiew oder sonst wo her ?
Mein Fox kam aus Brasilien und war sehr schlecht verarbeitet....
Passat und Golf werden in Deutschland verbaut... die Qualität ist doch besser...
Mein Skoda wurde in der Tschechei gebaut... ist auch gut!

Denke, dass "Made ind Germany" grundsätzlich für guteQualität steht, es aber andere Länder gibt, die im Gegensatz zu früher seht stark aufgeholt, wenn nicht sogar überholt haben...
Wer weiß, wann nur noch Made in Europe drauf steht

 

Der Passat kommt aus Emden

 

Von mir eine eindeutige Antwort. Deutsche Arbeit ist Qualität, aber "Made in Germany" kein Garant dafür. Wie etliche schon geschrieben haben, bedeutet es nicht was es aussagt.
Ich achte dennoch auf deutsche Arbeit. Klar die Qualität, aber auch um unser Land zu unterstützen. Wir haben genug Arbeitslose und sollten ein wenig auf unsere Inlandsproduktion achten.

Eine kleine Story habe ich auch noch. Unsere Firma bekam einen Auftrag für etliche VA-Ringe. Wir waren voll ausgebucht, mein Chef holte Angebote ein und gab den Auftrag ins Ausland ab. "So billig können wir das nicht!" freute er sich. Wir hätten also trotz Weiterleitung noch daran verdient. Hätten.... Die Teile kamen so schief zurück, dass wir alle nacharbeiten mussten. Eine Retourenabwicklung hätte den zeitlichen Rahmen gesprengt. Am Ende haben wir draufgezahlt.

 

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Ist "Made in Germany“ immer noch ein Garant für Qualität? (49 Teilnehmer)

Ergebnisse

  • Ja 59,18% (29 Stimmen)
  • Nein 40,82% (20 Stimmen)
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