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Loch in Eichenbalken sägen

07.04.2015, 16:02
Geändert von Kathrin (07.04.2015 um 17:21 Uhr) , Grund: Schlagworte vergeben
Hallo!

Ich möchte gern einen Weinflaschenstände bauen aus einem alten Eichenfachwerkbalken.
So ähnlich wie auf diesem Bild: http://img0.etsystatic.com/031/0/858...34892_e3u0.jpg

Ich frage mich nur, wie und ob ich überhaupt mit einem handelsüblichen Akkuschrauber bzw. Ständerbohrmaschine Löcher im Durchmesser von Weinflaschen durch den Balken gesägt bekomme.

Habt ihr hier vielleicht Ideen oder Tipps für mich? Oder ist mein Unterfangen hoffnungslos?

Viele Grüße,
Hecki
 
Holzbearbeitung, Regal, Weinregal Holzbearbeitung, Regal, Weinregal
Bewerten: Bewertung 1 Bewertung
18 Antworten
Ich würde es mal mit einem guten scharfen Forstnerbohrer und der Ständerbohrmaschine probieren. Bzgl. der Drehzahl mußt Du Dich rantasten.
Ein Qualitäs-Forstnerbohrer mit entsprechend großem Durchmesser ist aber nicht gerade preiswert.

 

Ich bezwiefel, das sich Löcher mit ca 8cm Durchmesser oder mehr mit einem Forstnerbohrer und "Hausmitteln" durch einen alten Eichenbalken bohren lassen. Wenn man das mit einer Standbohrmaschine versucht, brauhct man genügend Hub, um durch den Balken zu kommen, und genügend Power. Von dem Forstnerbohrer mal ganz zu schweigen.

Aber gab es nicht auch eine Variante, wo die Flaschen mit dem Hals in schräge Löcher gesteckt wurden? Das könnte man mit "Hausmitteln" hin bekommen. Und außerdem würden so viel mehr Flaschen in den Ständer passen...

 

an SO ETWAS hier hatte ich gedacht. Obwohl hier die Löcher scheinbar nicht schräg gebohrt sind.

 

dürfte für Heimwerker-Maschinen kaum geeignet sein... und einen Forstner-Bohrer
mit 90 oder 100 Durchm. wird schon teuer ( siehe auch oben.. 80er könnte zu klein sein )
also eine Schreinerwerkstatt suchen, die Dir dabei helfen kann !
Gruss.....

 

Ist kein großes Problem, allerdings würde ich einen Forstnerbohrer definitiv nicht verwenden.

Eine Standard-Weinflasche (0,75 Ltr.) ist ca. 75*330mm groß, so dass MIR eine Bohrung zwischen 90mm und 105mm sinnvoll erscheint (manche Flaschen wie z.Bsp. Sekt o.ä. sind schon mal bauchiger).

Wichtig ist, dass Du zuerst exakte Führungslöcher im 90° Winkel durch den gesamten Balken bohrst. Dafür brauchst Du einen entsprechenden Bohrer mit 6mm Durchmesser und passender Länge.

Je nach Länge des Bohrers (oder Dicke des Balkens) kann es mit einer Stand- oder Säulenbohrmaschine aber schon knapp werden wenn der Durchlass und/oder der Hub zu klein sind, ggf. musst Du andere Hilfsmittel anwenden um die Löcher exakt im 90° Winkel durch den Balken zu bohren.

Wenn die Führungslöcher drin sind, greifst Du z.Bsp. auf die Progressor-Lochsägen von Bosch zurück. Mit ein bisschen Glück bekommst Du die mit 102mm Durchmesser (2608580987) schon um die 40 Euro.

Wenn der Balken KLEINER als 120mm dick ist, bohrst Du mit dieser Lochsäge von beiden Seiten in den Balken (sowieso besser weil Du dann weniger Ausrisse hast und der Schnitt sehr viel feiner ist) und der Käse ist gegessen.

Wenn der Balken GRÖSSER als 120mm dick ist, bohrst Du auch von beiden Seiten (Grund siehe oben), musst aber dann die Kerne mit einem Stemmeisen/Stechbeitel herauslösen (ca. 60mm tief), damit Du die nächste Kernbohrung ansetzen kannst. Diesen Vorgang musst Du so oft wiederholen bis Du durch bist ...

Fertig.

Das Ganze ist weniger kompliziert als anstrengend ...

 

Lese gerade die anderen Antworten ...

... was die Hausmittel angeht hat SUGROBI teilweise recht, mit einem 10,8V AkkuBohrSchrauber kommst Du natürlich nicht sehr weit ...

... aber eine gute (Schlag-)Bohrmaschine (ab 750 Watt besser 1.000 Watt und mehr) treibt die Lochsäge problemlos ins Eichenholz.

Wie schon erwähnt, die exakten Führungsbohrungen sind das anspruchsvollste bei diesem Projekt, der Rest ist eher Pillepalle ...

 

... und lasst bitte die Forstnerbohrer aus dem Spiel.

Ein Forstnerbohrer mit 100mm Durchmesser kostet nicht nur doppelt soviel wie eine Lochsäge, sondern hat auch ein vielfaches an schnelldrehender Masse die mit einem Handgerät nicht mehr zu halten sind ...

... und eine Säulenbohrmaschine die am Kopf schlank genug ist um so einen Bohrer z.Bsp. 200mm tief durch einen Balken zu treiben, steht auch nicht an jeder Ecke ...

 

Geändert von Linus1962 (07.04.2015 um 18:00 Uhr)
einziger Nachteil vom bundlosen Lochsägekranz, Du musst öfters den stehenden Kern mit Stechbeitel herausschnitzen.... und wieder neu Zentrieren ! ( weil der große Kranz nur ca. 5-6 cm hoch ist ) so groß und tief musste ich allerdings noch keine Bohrung setzen !
Gruss.....

 

Klasse, vielen Dank für die vielen und schnellen Antworten und Ideen!
Ich werde mich mal in Richtung Progressor-Lochsäge schlau machen und hoffentlich dann in einem Projekt berichten!

Grüße,
Hecki

 

Mach doch folgendes: Du bohrst nur kleine 30mm Löcher mit einer kleinen Lochsäge in das Holz und steckst die Flaschenhälse rein. Hatte sugrobi auch schon geschrieben. Hält auch UND Du kannst die Etiketten auch noch lesen.
Finde ich irgendwie viel eleganter als diese Riesenlöcher.

 

Zitat von djdehne
Mach doch folgendes: Du bohrst nur kleine 30mm Löcher mit einer kleinen Lochsäge in das Holz und steckst die Flaschenhälse rein. Hatte sugrobi auch schon geschrieben. Hält auch UND Du kannst die Etiketten auch noch lesen.
Finde ich irgendwie viel eleganter als diese Riesenlöcher.
Ich persönlich finde das vom TO gepostet Bild/Projekt sehr gut und hat mich mittlerweile auf einige Idee gebracht die ich bei einer der nächsten Küchen sicherlich umsetzen werde ...

 

Die Variante von sugrobi habe ich mir auch schon öfter angesehen. Aber die gefällt mir nicht so gut.

Ich will auch eigentlich gar kein richtiges Loch bohren, wie im verlinkten Bild von mir dargestellt, sondern eher so halbkreisartig. Also die Löcher nah an den Rand, sodass sie an einer Stelle offen sind.

 

Hört sich auch Schick an. Egal WAS und WIE Du es machst, halt uns auf dem laufenden.

 

Hi Heckih,
für den Kreis eine Schablone mit Fräszirkel oder Kreisschneider aus z.B. 6mm MPX anfertigen. Den Kreis mit der Stichsäge zunächst grob aussägen.
Die Schablone auf dem Werkstück fixieren und mit einem Bündigfräser
12mm Schaft Anlaufring oben die Kontur sauber fräsen.
Falls der Fräser zu kurz ist das Werkstück umdrehen und von der anderen
Seite mit einem Bündigfräser Anlaufring unten das restliche Material wegfräsen.
Mit der Methode schaffe ich mit meinen Bordmitteln ca. 110mm.
Ich hoffe ich muss jetzt kein Beweisvideo drehen.
Viele Grüße
Olli

 

Zitat von Olli_0815
...
Ich hoffe ich muss jetzt kein Beweisvideo drehen.
...
Hmmmm, Du bringst mich da auf eine Idee ...

 

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