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Lithium Ionen Akkus

04.08.2015, 21:56
Hallo,

ich wollte hier einmal meine Erfahrungen mit Lion Akkus weiter geben da ich diesbezüglich auch aus dem Modellbaubereich Erfahrung habe.

Die Lithium Ionen Standart Zelle hat 3.7 Volt. Größere Akkus haben dementsprechend das vielfache.
Also 7.4 , 11.1 .... usw.
Die Ladeschlussspannung ist 4.2 V und beim Entladen sollte die Zellspannung von 3 Volt nicht unterschritten werden.
Dies ist natürlich bei Elektrogeräten mit Kompaktakkus schwer zu erkennen. Meiner Meinung nach sollte man einfach auf sein Gerät hören, wenn es schwach auf der Brust wird, ist er alle und sollte Geladen werden.

Schädlich für diese Akkus ist eine Tiefentladung, denn danach haben sie nur noch einen Bruchteil der ursprünglichen Kapazität und mit etwas Pech werden sie nicht mehr vom Ladegerät erkannt.
Deswegen blutet mir immer das Herz wenn ich in Baumärkten Akkugeräte finde die keinen zucker mehr von sich geben.

Ebenso schädlich ist ein überladen. Dies ist jedoch nahezu auszuschließen wenn man ein original Ladegerät nutzt.

Gefährlich sind Beschädigungen an der Akkuzelle selbst, da die Zellen selbst sehr Stark mit Wasser reagieren.
Hierzu findet man reichlich Videos im Internet.

Die Akkus haben eine sehr Geringe selbstentladung und sollten nicht zu kalt und nicht zu warm gelagert werden.
Am besten irgendwo im Haus.
Wichtig ist aber das sie im geladenen Zustand gelagert werden. (idealerweise um die 80%)
Wenn man mit dem Akku ein paar mehr Ladezyklen haben möchte sollte man ihn nie ganz leer machen, aber auch nie ganz voll laden. Langsames laden währe auch besser, was man aber denke bei keinem standart Ladegerät einstellen kann.

Sollte ich etwas vergessen oder falsch dargestellt haben, freue ich mich über Korrektur.

Gruß Toni
 
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11 Antworten
Gute Idee der Bericht! Ein paar Dinge gibt es aber zu Verbessern. So haben die Bosch LiIon 3,6V Nennspannung. Das macht dann bei den 10,8V Akkus 3 Zellen, Bei 14,4V 4 Zellen und bei 18V 5 Zellen. Die 3,7V gibt es häufig bei LiPo. Was die Empfindlichkeit der Akkus angeht hast du recht, spielt aber in der Praxis kaum eine Rolle. Geräte mit solchen Akkus haben Schutzschaltungen eingebaut. Ein Handy darf auch ausgehen ohne dass der Akku den Geist aufgibt. Was man jedoch nicht machen sollte, ist einen entladenen Akku lange Zeit rumliegen lassen! Zu erwähnen wäre noch, dass die Li Akkus ihre volle Kapazität erst nach 7-10 mal Laden erreichen. In der Praxis heißt dass, ein neues Akkugerät hält nach den ersten Ladungen immer länger durch.

 

Hi,

im Wissensbereich gibt es einen Artikel zu dem Lithium Ionen Akku.
Dort könntest du deine Erfahrungen ergänzen.
http://www.1-2-do.com/wissen/Lithium...u_%28Li-Ion%29

Zu der Schutzschaltung:
Die besagte Schutzschaltung sitzt häufig auch in dem Akku selbst, beispielsweise beim Handyakku.
Diese schaltet bei Unterspannung ab und reaktiviert sich beim laden.
Ebenso wird bei überschreiten einer Spannung abgeschaltet, damit der Akku nicht überladen wird.
Tiefenentladene Akkus sollte man direkt entsorgen (z.B. Batteriesammelbehälter im Supermarkt), da sich diese beim laden entzünden können.

 

Zu den Akkus von Mobiltelefonen hätte ich noch einen Zusatz.
Sollten Telefone (sicher ich auch andere Getäte) länger gelagert werden, ist es besser den Akku zu entfernen da es einen minimalen Standby Stromverbrauch gibt welcher langsam aber sicher den Akku leer zieht.

 

Zitat von mahouni119ge
Langsames laden währe auch besser, was man aber denke bei keinem standart Ladegerät einstellen kann.
Hallo,
möchte da mal nachfragen:
Dachte eigentlich, dass gerade das schnelldaden die Akkus langlebiger macht ... doch welchen spürbaren Unterschied hätte man, von schnell zum langsam laden?

Ist es dann generell möglich, mit irgend einem einstellbaren Ladegerät per Adapterkabel Akkus von Handwerks-Maschinen aufzuladen?

Gruß

 

Zitat von Mr.Ditschy
Hallo,
möchte da mal nachfragen:
Dachte eigentlich, dass gerade das schnelldaden die Akkus langlebiger macht ... doch welchen spürbaren Unterschied hätte man, von schnell zum langsam laden?

Ist es dann generell möglich, mit irgend einem einstellbaren Ladegerät per Adapterkabel Akkus von Handwerks-Maschinen aufzuladen?

Gruß
Hallo,
die genauen physikalischen Gründe weiß ich auch nicht warum das besser ist. Da sollte aber Google helfen. Ich habe mich diesbezüglich auch nur belesen und vor allem aus dem Modellbaubereich meine Erfahrungen gesammelt.

Im Grunde ist es möglich jeden Lion Akku ( außer diese besitzen eine interne Elektronik damit die Akkus erkannt werden ect.) mit einem anderen einstellbaren Lion Ladegrät zu Laden.
Adapter dafür wirds kaum geben. Aber am ende haben alle Akkus 2 große Pole ( + und - ) und einige kleine Kontakte welche die abgriffe zwischen den Zellen sind. Welcher Kontakt.
Es währe also ein leichtes ein Lion Ladegerät daran anzuschließen. Und über die Zwischenabgriffe könnte man auch den Balancer Anschluss nutzen um jede Zelle zu überwachen.

Gruß

 

Zumindest bei den 10,8V Akkus von Bosch handelt es sich bei den 3 zusätzlichen Kontakten NICHT um die Balancer Konntakte. Das sind einmal ein Kontakt um die temperatur zu messen und 2 Codierungskontakte.

 

Vll sind die Kodierungskontakte ja die Balancer Kontakte. Bei 10,8V werden es 3 Zellen sein... diese hätten ja dann 2 zwischenabgriffe.
Von Bosch hab ich nicht so nen großen Lion Akku. Könnte aber mal mein 18V Makita genauer anschauen.

Und wenn die Akkus an einem Schnellladegerät hängen, währe es ja tödlich für die Akkus wenn die Zellen nicht überwacht werden. Und sogar gefährlich.
Man brauch nur mal bei Youtube nach nem überladenen Lion Akku suchen und findet diverse Feuerwerke. Für den Modellbaubereich gibts sogar extra Explosionsgeschützte Ladetaschen für Akkus.

 

kjs
Leider werden in fast allen Heimwerkergeräten die Akkus in Serie geladen OHNE Überwachung der Einzelzellen. Lediglich die Temperatur (Summe) wird gemessen. Die Kodierkontakte sind eindeutig lediglich Widerstände welche dem Ladegerät sagen was für ein Akku drin ist.....
Daß das nicht gut ist braucht man nicht zu diskutieren....... Es spart eben ein paar Cents in den Herstellkosten und das ist das einzig Wichtige.

 

Geändert von kjs (30.12.2015 um 18:30 Uhr)
Auch wenn eine Einzelzellenüberwachung besser wäre, so kann ich nach ca. 10 Jahren Erfahrung mit Bosch Li-Ion Akkus eigentlich nur gutes berichten.

Ich hab noch die ersten zwei 1,0 Ah Akkus aus 2005/2006 und die laufen nach wie vor einwandfrei ohne erkennbaren Kapazitätsverlust (übrigens genauso wie der dazugehörige GSR 10,8 V-LI).
Auch bei alle anderen Akkus (bisher ca. 15 Stück 10,8V und 18V) gab es bisher nie irgendwelche Probleme .............. ah doch, eines.
Da war mal ein Kontakt leicht verbogen, so das der Akku nicht in allen Geräten funktioniert hat. War aber schnell behoben.

 

Zitat von mahouni119ge
Vll sind die Kodierungskontakte ja die Balancer Kontakte. Bei 10,8V werden es 3 Zellen sein
Nein, sind es nicht.
Sind Kodierungskontakte.
die 3 Zellen sind tatsächlich einfach nur in Reihe geschalten.

Aber auch bei mir (ich hab da mal nachgemessen) ist die Erfahrung, dass die Zellspannungen kaum differieren.

Im Falle eines Defektes darf davon ausgegangen werden, dass die defekte Zelle warm genug wird um die Temperaturüberwachung auf den Plan zu rufen.
Und die technischen Grenzen werden in den Werkzeugen nicht gar so sehr ausgereizt wie im Modellbau (ich segle in 1:20)

 

kurzer hinweis an der stelle. auch die nicd akkus kann man umrüsten, solange die addierten spannungen von nicd und li-ion oder LiPo nah genug beieinander liegen.

https://botchjob.wordpress.com/2015/...chrauber-akku/

der hier verbaute Lipowarner meldet sich auch zuverlässig bei 3,7V und meist ist man runter auf 3,5 bis 3,4 unter last wenn die spannung dann einbricht.

bis 3V entladeschlussspannung hat man dann noch einen satten puffer und läuft nicht gefahr, zellen zu schädigen.

 

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