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Leitungen für Außenbereich

09.06.2012, 22:16
Hallo zusammen,

endlich wird der Garten angelegt. Aktuell arbeite ich an den Elektroleitungen. Ich weiß dass ich Erdkabel verwenden muss und lege diese in Panzerrohr. Unschlüssig bin ich bei Auslegung der Leitung. Ich arbeite ohne Unterverteilung mit separatem FI für den Außenbereich. D.h. jeder "Bereich" meines Gartens kriegt eine eigene Zuleitung. Ich hab eine für den Grillplatz (2 Steckdosen), eine für den Stellplatz (2 Steckdosen) eine für die Terasse 4 Steckdosen. 2 in die Garage (Licht und 4 Steckdosen) und einmal Starkstrom. hab normalerweise nix dranhängen. Die Starkstromsteckdose hat noch keine Verwendung, vielleicht mal was schweißen.... keine Ahnung.die zweite Zuleitung der Garage ist für Licht (das haben wir im Haus auch immer getrennt). Ansonsten sind es normale Anwendungen. mal nen Rasenmäher, Staubsauger, Elektrogrill, Lampe, Radio, Laptop, was man halt so im Garten macht.
Die Frage ist nun welchen Leitungsquerschnitt nehme ich. Brauch 2,5² oder reicht auch schon 1,5². maximale Leitungslänge sind 50m für die Zuleitung der Garage

...ich würd ja sagen 1,5 reicht oder soll ich auf Nummer sicher gehen?
Vielen Dank schonmal für eure Anregungen ;-)
 
Elektroarbeiten, Garten Elektroarbeiten, Garten
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33 Antworten

Die besten Antworten

Funny08  
Du solltest hier auf Nummer sicher gehen - das Problem das auftreten könnte ist der sogenannte Spannungsfall. Durch den ohmschen, den induktiven und den kapazitiven Widerstand des Leiters tritt ein Spannungsabfall auf, welchen dazu führen kann, dass verschiedene elektronische Geräte bei langen Kabellängen nicht mehr richtig funktionieren oder keine volle Leistung bringen, da nicht mehr die volle Spannung ankommt. Laut Grenzwerte nach DIN 18015 Teil 1, TAB und VDE 0100 Teil 520 sollte ein Spannungsfall von mehr als 3% nicht überschritten werden. Hierbei sollte auch noch die Nutzung von Verlängerungen und Gerätezuleitungen einkalkuliert werden.

Gerade bei langen Kabelstrecken wird dies schnell problematisch. Als Beispiel kann ich zB aus eigener Erfahrung Schreibe: Bei meiner Schwester hatte ich im Gartenhaus vor Jahren eine Leuchtstofflampe mit elektronischen Vorschaltgerät und ein paar Steckdosen installiert. Angeschlossen sollte alles bei Bedarf an eine 50 Mater Kabeltrommel 1.5 mm² werden. Der Spannungsfall war so hoch, dass ich am Ende die Leuchtstofflampe gegen eine konventionelle Glühbirne tauschen musste, da das Vorschaltgerät nicht mitspielte.

Ich hab mal paar Berechnungen für dich als Beispiele gemacht:

Bei Verbrauchern die nicht mehr als 5 Ampere ziehen (1150 Watt) und einer Kabellänge von 50 Metern wäre der Spannungsfall bei einem 1.5mm² Kabel bei 2.6%, es würden noch 224 Volt am Gerät ankommen.
Bei 10 Ampere (2300 Watt) liegt der Spannungsabfall schon bei 5.2 %.

Da man aber meistens mit den 16 Ampere rechnet hier mal Werte mit 16A und verschiedenen Kabellängen und den erforderlichen Querschnitten, das sollte es überschaubarer machen:

16 Ampere - 50 Meter - 1.5 mm² = 8,3% Spannungsfall = Nicht erlaubt
16 Ampere - 25 Meter - 1.5 mm² = 4,14% Spannungsfall = Nicht erlaubt
16 Ampere - 10 Meter - 1.5 mm² = 1,66% Spannungsfall = Erlaubt

16 Ampere - 50 Meter - 2.5 mm² = 5 % Spannungsfall = Nicht erlaubt
16 Ampere - 25 Meter -2.5 mm² = 2,48% Spannungsfall = Erlaubt

16 Ampere - 50 Meter - 4 mm² = 3.1% Spannungsfall = Nicht erlaubt ( ab 48 Meter Erlaubt)


16 Ampere - 50 Meter - 6 mm² = 2,1% Spannungsfall = Erlaubt


Also bei 3 Adrigen Kabel bzw 230 Volt genutzt

3 x 1.5 mm² nicht länger als 19 Meter
3 x 2.5 mm² nicht länger als 30 Meter
3 x 4 mm² nicht länger als 49 Meter
3 x 6 mm² nicht länger als 72 Meter

Der Drehstromanschluß mit 400 Volt und 16 Ampere wäre bei folgenden Querschnitten diese maximale Länge erlaubt:

Bei 5 x 1.5 mm² maximal bis 36 Meter
Bei 5 x 2.5 mm² maximal bis 60 Meter


Und noch ein kleines Beispiel falls du den Drehstromanschluss mit 32A ausführen möchtest:

Bei 5 x 4 mm² - maximale Leitungslänge vom Zähler ~ 48 Meter
Bei 5 x 6 mm² - maximale Leitungslänge vom Zähler ~ 72 Meter


Sofern ich mich nicht verrechnet hab Hoffe die Werte helfen dir zu den benötigten Längen das richtige Kabel auszuwählen
Daumenwert besagt, das man pro A 0,1mm² braucht.
16A -> 1,5mm²

Für Kraftsteckdosen würde ich 2,5mm² mit 25A absichern.
4mm² mit 32A.

Aber ab dieser Größe würde ich erst mal den LSL Schalter oder die Vorsicherung/Panzersicherung begutachten.

 

Unser Vereinselektriker sagte Erdkabel nur wenn sie frei liegen die schmecken den Ratten und anderen Erdbewohner nicht, hat nichts mit der Feuchtigkeit zu tun. Wenn du das Kabel in Panzerrohr verlegst kannst du ganz normales Kabel nehmen.
Wir haben in unserem Verein vor 2 Jahren normales Installationskabel in die erde verlegt das funktioniert heute noch.

 

Zitat von Ruedi1952
Unser Vereinselektriker sagte Erdkabel nur wenn sie frei liegen die schmecken den Ratten und anderen Erdbewohner nicht, hat nichts mit der Feuchtigkeit zu tun. Wenn du das Kabel in Panzerrohr verlegst kannst du ganz normales Kabel nehmen.
Wir haben in unserem Verein vor 2 Jahren normales Installationskabel in die erde verlegt das funktioniert heute noch.
Bei meinen Schwiegereltern haben wir zunächst auch "offen" um den Teich herum verlegt - für Beleuchtung und die Teichpumpe.

Obwohl äußerlich keine Beschädigungen sichtbar waren, gab es nach einigen Jahren doch so diverse Probleme. Jetzt ist die neue Verkabelung unterirdisch in Verrohrung. Was soll ich sagen: Lööpt!!!

Gebuddelt haben wir selber, aber dann den Elektriker für die "Feinarbeiten" hinzu gezogen. Sicher ist sicher - und der wohnt auch nur ein paar Häuser weiter.

 

Ich persönlich würde bei einer Länge von 50 m zu 2,5 ² greifen und in Rohre legen. Bei elektrischen Leitungen immer auf Nummer sicher gehen.

Ist im Moment etwas teurer in der Anschaffung, man hat aber auf jeden Fall genug Reserve und die Leistung geht nicht in die Knie, falls doch mal mehr Strom benötigt werden sollte.

 

Funny08  
Du solltest hier auf Nummer sicher gehen - das Problem das auftreten könnte ist der sogenannte Spannungsfall. Durch den ohmschen, den induktiven und den kapazitiven Widerstand des Leiters tritt ein Spannungsabfall auf, welchen dazu führen kann, dass verschiedene elektronische Geräte bei langen Kabellängen nicht mehr richtig funktionieren oder keine volle Leistung bringen, da nicht mehr die volle Spannung ankommt. Laut Grenzwerte nach DIN 18015 Teil 1, TAB und VDE 0100 Teil 520 sollte ein Spannungsfall von mehr als 3% nicht überschritten werden. Hierbei sollte auch noch die Nutzung von Verlängerungen und Gerätezuleitungen einkalkuliert werden.

Gerade bei langen Kabelstrecken wird dies schnell problematisch. Als Beispiel kann ich zB aus eigener Erfahrung Schreibe: Bei meiner Schwester hatte ich im Gartenhaus vor Jahren eine Leuchtstofflampe mit elektronischen Vorschaltgerät und ein paar Steckdosen installiert. Angeschlossen sollte alles bei Bedarf an eine 50 Mater Kabeltrommel 1.5 mm² werden. Der Spannungsfall war so hoch, dass ich am Ende die Leuchtstofflampe gegen eine konventionelle Glühbirne tauschen musste, da das Vorschaltgerät nicht mitspielte.

Ich hab mal paar Berechnungen für dich als Beispiele gemacht:

Bei Verbrauchern die nicht mehr als 5 Ampere ziehen (1150 Watt) und einer Kabellänge von 50 Metern wäre der Spannungsfall bei einem 1.5mm² Kabel bei 2.6%, es würden noch 224 Volt am Gerät ankommen.
Bei 10 Ampere (2300 Watt) liegt der Spannungsabfall schon bei 5.2 %.

Da man aber meistens mit den 16 Ampere rechnet hier mal Werte mit 16A und verschiedenen Kabellängen und den erforderlichen Querschnitten, das sollte es überschaubarer machen:

16 Ampere - 50 Meter - 1.5 mm² = 8,3% Spannungsfall = Nicht erlaubt
16 Ampere - 25 Meter - 1.5 mm² = 4,14% Spannungsfall = Nicht erlaubt
16 Ampere - 10 Meter - 1.5 mm² = 1,66% Spannungsfall = Erlaubt

16 Ampere - 50 Meter - 2.5 mm² = 5 % Spannungsfall = Nicht erlaubt
16 Ampere - 25 Meter -2.5 mm² = 2,48% Spannungsfall = Erlaubt

16 Ampere - 50 Meter - 4 mm² = 3.1% Spannungsfall = Nicht erlaubt ( ab 48 Meter Erlaubt)


16 Ampere - 50 Meter - 6 mm² = 2,1% Spannungsfall = Erlaubt


Also bei 3 Adrigen Kabel bzw 230 Volt genutzt

3 x 1.5 mm² nicht länger als 19 Meter
3 x 2.5 mm² nicht länger als 30 Meter
3 x 4 mm² nicht länger als 49 Meter
3 x 6 mm² nicht länger als 72 Meter

Der Drehstromanschluß mit 400 Volt und 16 Ampere wäre bei folgenden Querschnitten diese maximale Länge erlaubt:

Bei 5 x 1.5 mm² maximal bis 36 Meter
Bei 5 x 2.5 mm² maximal bis 60 Meter


Und noch ein kleines Beispiel falls du den Drehstromanschluss mit 32A ausführen möchtest:

Bei 5 x 4 mm² - maximale Leitungslänge vom Zähler ~ 48 Meter
Bei 5 x 6 mm² - maximale Leitungslänge vom Zähler ~ 72 Meter


Sofern ich mich nicht verrechnet hab Hoffe die Werte helfen dir zu den benötigten Längen das richtige Kabel auszuwählen

 

Zitat von Funny08
Du solltest hier auf Nummer sicher gehen - das Problem das auftreten könnte ist der sogenannte Spannungsfall. Durch den ohmschen, den induktiven und den kapazitiven Widerstand des Leiters tritt ein Spannungsabfall auf, welchen dazu führen kann, dass verschiedene elektronische Geräte bei langen Kabellängen nicht mehr richtig funktionieren oder keine volle Leistung bringen, da nicht mehr die volle Spannung ankommt. Laut Grenzwerte nach DIN 18015 Teil 1, TAB und VDE 0100 Teil 520 sollte ein Spannungsfall von mehr als 3% nicht überschritten werden. Hierbei sollte auch noch die Nutzung von Verlängerungen und Gerätezuleitungen einkalkuliert werden.

Gerade bei langen Kabelstrecken wird dies schnell problematisch. Als Beispiel kann ich zB aus eigener Erfahrung Schreibe: Bei meiner Schwester hatte ich im Gartenhaus vor Jahren eine Leuchtstofflampe mit elektronischen Vorschaltgerät und ein paar Steckdosen installiert. Angeschlossen sollte alles bei Bedarf an eine 50 Mater Kabeltrommel 1.5 mm² werden. Der Spannungsfall war so hoch, dass ich am Ende die Leuchtstofflampe gegen eine konventionelle Glühbirne tauschen musste, da das Vorschaltgerät nicht mitspielte.

Ich hab mal paar Berechnungen für dich als Beispiele gemacht:

Bei Verbrauchern die nicht mehr als 5 Ampere ziehen (1150 Watt) und einer Kabellänge von 50 Metern wäre der Spannungsfall bei einem 1.5mm² Kabel bei 2.6%, es würden noch 224 Volt am Gerät ankommen.
Bei 10 Ampere (2300 Watt) liegt der Spannungsabfall schon bei 5.2 %.

Da man aber meistens mit den 16 Ampere rechnet hier mal Werte mit 16A und verschiedenen Kabellängen und den erforderlichen Querschnitten, das sollte es überschaubarer machen:

16 Ampere - 50 Meter - 1.5 mm² = 8,3% Spannungsfall = Nicht erlaubt
16 Ampere - 25 Meter - 1.5 mm² = 4,14% Spannungsfall = Nicht erlaubt
16 Ampere - 10 Meter - 1.5 mm² = 1,66% Spannungsfall = Erlaubt

16 Ampere - 50 Meter - 2.5 mm² = 5 % Spannungsfall = Nicht erlaubt
16 Ampere - 25 Meter -2.5 mm² = 2,48% Spannungsfall = Erlaubt

16 Ampere - 50 Meter - 4 mm² = 3.1% Spannungsfall = Nicht erlaubt ( ab 48 Meter Erlaubt)


16 Ampere - 50 Meter - 6 mm² = 2,1% Spannungsfall = Erlaubt


Also bei 3 Adrigen Kabel bzw 230 Volt genutzt

3 x 1.5 mm² nicht länger als 19 Meter
3 x 2.5 mm² nicht länger als 30 Meter
3 x 4 mm² nicht länger als 49 Meter
3 x 6 mm² nicht länger als 72 Meter

Der Drehstromanschluß mit 400 Volt und 16 Ampere wäre bei folgenden Querschnitten diese maximale Länge erlaubt:

Bei 5 x 1.5 mm² maximal bis 36 Meter
Bei 5 x 2.5 mm² maximal bis 60 Meter


Und noch ein kleines Beispiel falls du den Drehstromanschluss mit 32A ausführen möchtest:

Bei 5 x 4 mm² - maximale Leitungslänge vom Zähler ~ 48 Meter
Bei 5 x 6 mm² - maximale Leitungslänge vom Zähler ~ 72 Meter


Sofern ich mich nicht verrechnet hab Hoffe die Werte helfen dir zu den benötigten Längen das richtige Kabel auszuwählen
Dem ist nichts hinzuzufügen - tolle Ausführung und auch für Laien leicht nachvollziehbar.

 

Vielen Dank für eure Ausführungen (besonders an Funny!). Ich werde auf jeden Fall Erdkabel wählen. (Kosten das gleiche wie die normalen Leitungen!) Und ich hab mich jetzt für 2,5² entschieden. Es macht letztendlich ~100€ aus, was bei dem Gartenprojekt gar nicht ins Gewicht fällt und ich hab Ruhe!

 

Funny hat Dir eine gute Übersicht eingestellt !....
Wichtig ist auch, daß die Leitung aus einem Stück ist...also möglichst ohne
Zwischen-Klemmen ! solltest Du dieselbe wegen Abzweigungen für
Verbraucher, die sich auf halber Srecke befinden, unterbrechen müssen, sollte die erste Leitung ( Stammleitung ) den etwas größeren CU-Querschnitt haben !
Nicht vergessen...auch wenn Du alles in Rohre packt's....tief genug eingraben !...
mehr als Spatentiefe !!
Gruss von Hazett

 

Hallo, ohne die großen sicher hilfreichen Tabellen zu lesen, je dicker der Querschnitt desto weniger Spannungsabfall.
In Ostzeiten hatte ich keine Auswahl und fand nur 1 Trommel mit 4 x 35 mm² Aluminium Kabel!!!
Das wurde für den Hausanschluß, in KG Rohr geschützt verlegt.
Als sich noch andere Erdleitungen zum Verlegen ergaben, kam das nicht benötigte Gerüstrohr dran.
Darin dann mindestens 2,5 mm² Kupfer je Leiter.
Das brummt bis in die Ewigkeit und es muss kein spezielles Erdkabel sein.
Gruß vom Daniel

 

Funny08  
*g @ Daniel - das waren ansich ja auch keine schlechten Kabel, Allu adern mögen halt nur keine höheren Temperaturen, dann verflüchtigen die sich unter den Klemmstellen, aber bei dem Querschnitt ist das sicherlich das geringste Problem.
Mit 2.5 mm² Kupferadern kommt man sicherlich problemlos bei den meisten Anwendungszenarien aus - aber die Frage von Thorsten sollte ja doch möglichst Korrekt beantwortet werden.
Darüberhinaus sollte im Außenbereich Erdkabel NYY verwendet werden, weil es erstens UV Beständig ist, zweitens nicht von Erdalkalien angegriffen wird und auch direkt in Beton oder unter Wasser verlegt werden kann, NYM hingegen kann zwar im Freien aber nicht direkt im Erdreich verwendet werden. Allerdings darf man NYM in Rohren auch im Erdreich verlegen, hierbei müssen aber die Rohre Wasserdicht und belüftet sein.

 

Die Vorschriften sind sicherlich berechtigt aber in der Praxis haben wir im Baugewerbe auf den Baustellen nur seltenst eingehalten. Es gibt da Toleranzen und Sicherheit eingerechnet.
Die Maurer haben Kabeltrommel an Kabeltrommel gesteckt dann solange 2000W Baustrahler eigestekt bis die Sicherungen dann flogen und sich gewundert.
Wenn man die möglichkeiten hat es nach Vorschrift zu machen dann ist es sicherlich nicht verkehrt.

 

Das mit den vielen Kabeltrommeln kenne ich auch. Ist sehr schön wenn man eine Baustelle hat, die entsprechend groß ist. Da suchst du dir einen Wolf, bist du den Fehler gefunden hast.

Da schreien dann die Maler, die Putzer usw. sofort nach dem Elektriker. Wundern sich dann, das es dunkel wird.

Manchmal muss man improvisieren - ist vollkommen klar. Aber einige Grundregeln sollten immer Beachtung finden. Dafür ist dann die schöne Tabelle von Funny recht nützlich.

 

Zitat von Hazett
Funny hat Dir eine gute Übersicht eingestellt !....
Wichtig ist auch, daß die Leitung aus einem Stück ist...also möglichst ohne
Zwischen-Klemmen ! solltest Du dieselbe wegen Abzweigungen für
Verbraucher, die sich auf halber Srecke befinden, unterbrechen müssen, sollte die erste Leitung ( Stammleitung ) den etwas größeren CU-Querschnitt haben !
Nicht vergessen...auch wenn Du alles in Rohre packt's....tief genug eingraben !...
mehr als Spatentiefe !!
Gruss von Hazett
Diese Aussage ist so nicht erlaubt, eine Querschnittsreduktion ist in der Elektroinstallation nur dann zulässig, wenn ein weiteres Schutzorgan (z.b. LS-Automat) verwand wird das selektiv zu dem vorhergehenden Schutzorgan ist.

 

Grundsätzlich muss ich als Elektriker "Funny08" und "Tischler MS" voll und ganz zustimmen !

Zur Verlegung im Erdreich, auch in flex. Panzerrohr ist grundsätzlich "Erd-Kabel " ( NYY-J ) zu verwenden. ( ...ungeachtet dessen ob es irgendwelchen Nagern schmeckt oder nicht...) Kabel in Erde verlegen : 60 cm tief im Sandbett !

Bei max. 50 m Kabellänge zum Verbraucher / Steckdose, würd ich mir nicht so Gedanken machen... sicherlich gibt es Spannungsabfall auf langen Kabelstrecken, ist aber bei 50 m... wenn denn dann keine Endverbraucher, welche schon mal alleine 16 A ziehen, angeschlossen sind, vernachlässigbar.

Wann werden 16 A vom Verbraucher gezogen ? Kurze Rechnung (Spannungsabfall unberücksichtigt...) :

I = Ampere / Strom
U = Spannung / Volt
P =Leistung / Watt

soweit, so gut... haben wir einen Elektrogrill mit 2000 Watt ( 2 KW) an der Steckdose im Garten so rechnet sich:

I = P / U somit 2000 Watt / 220 Volt = 9,09 Ampere.

haste also bei Sicherung 16 A noch "Luft nach oben "

wenn wir jetzt noch gaaanz schlimmen Spannungsabfall auf die 50 m rechnen würden... und nur noch 210 V ankommen würden, so haste auch nur ein Strom von 9,5 Ampere.. Für diese normalen Steckdosen-Stromkreise biste eigentlich mit 1,5² auf der sicheren Sete.

Überleg mal: was haste an den Leitungen noch alles hängen...? addier mal die Watt-Zahlen und rechne zurück bzw. hoch...

I = U / P... also 220 V geteilt durch rund und angenommen 240 Watt Gartenbeleuchtung = 6 Glühbirnen à 40 watt ergibt 0,92 Ampere...


Ok... bissle Fachrechnen und dann geht´s !


Übrigens : ganz großes Lob über Dein Vorhaben , die Gartenanlage über FI zu Sichern !!!

Wünsch Dir viel Erfolg

Für ne sogenannte "Kraft-Steckdose" , also 380 V / 16 A, würd ich schon bei zu erwartender Spitzenlast auf ein 2,5² zurückgreifen.

 

Geändert von Baschtler (16.06.2012 um 01:49 Uhr)
@ Funny
Richtig ist, das Erdkabel 4 x 35mm² liegt in der Erde, >80 cm und in einem KG Rohr.
Also keine UV -Licht und immer eine gleichbleibende Temperatur.
2,5 mm² Kupferrohr in Gerüstrohren 80 cm tief in der Erde verlegt, sicherer geht es doch kaum. Im Zweifelsfall würde ich 5 x 2,5 mm² parallel verlegen.
Denn ein wichtiger Umstand ist außer dem Strom, das Handling mit dem Kabel.
Und 2,5 mm² lässt sich noch besser klemmen als > 2,5 mm² .

Gruß vom Daniel

 

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