Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Leinölfirnis im Faltboot

20.01.2016, 22:38
Hallo zusammen,

ich bin derzeit dabei, ein altes Poucher Faltboot wieder herzurichten. Am Freitag wird die entsprechende Bootshaut neu bestellt.
Meine Wenigkeit fühlt sich für das Holzgerüst verantwortlich und ist gerade fleißig am Lack abschleifen.
Danach will ich eigentlich keinen Lack mehr drauf haben, sondern Öl.
Einige von euch werden sich vllt wundern, aber ich habe inzwischen in einschlägen Bootsforen einige Berichte dazu gefunden.

Allerdings finde ich keine richtige Anleitung, wie man mit den Schichten vorgehen soll. Ich habe Leinölfirnis bisher nach Anleitung auf der Dose 1:1 verdünnt, das hat für den Heimbereich ganz gute Ergebnisse erzielt.
Aber ist es das Richtige für den Außenbereich???

Fakt ist, dass ich mindestens dreimal drüber gehe. Aber muss ich mit hoher Verdünnung anfangen und niedriger werden? Oder mach ich immer 1:1? Oder verdünne ich lieber gar nicht???

Was meint ihr Holzprofis dazu?
 
Esche, Faltboot, Leinöl, Leinölfirnis Esche, Faltboot, Leinöl, Leinölfirnis
Bewerten: Bewertung 0 Bewertungen
7 Antworten
Hallo RicardoBrehmer,
ich bin selbst kein Experte auf diesem Gebiet jeodoch kann gern aus meine Erinnerung berichten wie mein Vater früher die Kanus die er aus Holz hergestellt hat behandelt hat. Diese hat er auch mit Leinölfirnis behandelt.
Es ist sehr lang her aber das Wesentliche habe ich - hoffentlich - noch im Kopf.
Die Holzflächen hat er miniziös feingeschliffen und gewässert und dann nochmal feingeschliffen. Dann hat er den noch verbliebenen Staub mit einem feuchten Tuch aufgenommen. Er sagte immer "Staubkörner sieht man hinterher."
Den Leinölfirnis hat er immer vorher auf eine alte Kochplatte erwärmt (Temperatur weiß ich leider nicht) und dann hat er es sehr satt aufgetragen. Ich erinnere mich nicht daran das er es verdünt hat. Nach etwa einer Stunde hat er dann das überschüssige mit saubere Lappen abgewischt und dann einige Tage gewartet. Diesen Prozess hat er mehrfach durchgeführt bis die Oberflächen schön glänzend aussahen. Wie oft hat er immer von der Holzart abhängig gemacht allerdings vermag ich da keine Angaben machen da ich ihm (als Kind) nur unterstützt hatte.

Ganz besonders wichtig war ihm immer, die gebrauchten Lappen in ein Eimer mit wasser zu legen damit sie sich nicht selbst entzünden können.

Das Internet hällt hier heute sehr viele Informationen zur Anwendung von Leinölfirnis bereit und ich denke du solltest dich auf jeden Fall sehr gut informieren ehe du dich ans Werk machst.

Worüber du aber auch nachdenken könntest wäre, ganz einfach bei Poucher an zu rufen und mit denen über dein Vorhaben zu sprechen. Ich bin sicher das die dir ganz sicher sehr gut werden helfen können.

Vielleicht magst du den ein oder anderen Foto hierher hochladen?

Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg.

 

Öl auf ehemals lackiertem Holz? Das zieht vermutlich ungleichmäßig ein. In den Ecken oder am Stirnholz wird mehr Lack stehen bleiben, das Holz hat den Lack auch aufgesaugt ... Was spricht gegen drei Schichten Bootslack?

 

für den Zweck 1x mit verdünntem Leinölfirnis einstreichen und gegeben falls Kleinigkeiten noch nachschleifen... dann die nächsten Anstriche unverdünnt ... aber die Dose im Wasserbad auf gut 40°C erhitzen... dann fließt der Firnis dünner ! ergo, brauchst auch ein Mixglas zum Vorstrich..... Gurken vorher rausnehmen ... :-)
hab schon mal versucht, damit Ölfarben ( für die Kunst ) anzurühren.. NO .. nicht noch mal !
und das DAUERT... mit Bootslack bist schneller !
Gruss.....

 

Hallo und danke für eure Antworten.
Ich wollte Öl um später einfacher nacharbeiten zu können und dafür gab es nun einige coole Tips. Die ich aber erst bei anderen Projekten anwenden werde.

Wir waren gestern in Pouch und mussten ja eine neue Bootshaut und n paar Kleinigkeiten bestellen. Natürlich haben wir uns da gleich mal mit dem hauseigenen Tischler beraten. Dieser meinte, dass Öl zwar ganz gut ginge, aber nur bei den Vollholz-Teilen.
Der Leim im Sperrholz war damals nicht wasserfest ausgelegt und damit hätte dieser logsicherweise mit Öl keinerlei Schutz, da er nix aufsaugen kann, wie das Holz.

Das Ende vom Lied, ich habe mir eine Dose von dem Bootslack mitgenommen, den sie original verwenden (Marke Clou)

Muss ich halt umdenken, aber das Argument war überzeugend.

Besteht Interesse an einem Projekt dazu?

 

so was schau ich mir auch gerne wieder an... meine erste und letzte Faltboot-Fahrt war 62,
auf einem See nahe Neubrandenburg ( als Besucher in der DDR )
schön war's.. auch ohne mitgenommene Rettungsringe / Westen !
Gruss....

 

Bootslack ist perfekt. Mit Leinöl hättest Du nur Probleme bekommen.

 

Es freut mich zu hören das du den Rat des Tischlers annehmen wirst. Mit bem Bootslack von Clou wirst du am Ende glücklicher als mit dem Leinölfirnis.

Ja, ein Projekt wäre eine klasse Idee. Freue mich jetzt schon darauf.

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht