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Leimholz aus dem Baumarkt

22.08.2011, 15:34
Ich habe so einige Erfahrungen mit Leimholz aus dem Baumarkt gemacht und daraus bestimmte Lehren gezogen. Von euch würde ich gerne wissen ob ich dabei einen prinzipiellen Fehler mache und welche Erfahrungen ihr im Umgang damit habt. Eventuell veratet ihr mir auch eure Tricks dabei.

Wenn ich Leimholz kaufe packe ich es aus und lasse es mindestens 3-5 Tage einfach stehen. Ich habe die Erfahrung gemacht das wenn man es am gleichen Tag auftrennt, es sich praktisch sofort verzieht. Man kann bei diesem Prozess teilweise sogar zuschauen.

Nach diesen 3-5 Tagen schleife ich es erstmal mit 80er oder 120er Papier an. Baumarktleimholz ist alles andere als glatt und wenn man vorhat es zu fräsen kann das zu Problemen führen. Ich nenne diesen Prozess "die Wolle entfernen". Es handelt sich dabei keinesfalls um einen echten Schliff, es geht lediglich mit dem Exzenterschleifer bei hoher Geschwindigkeit einmal ordentlich drüber um eine halbwegs glatte Oberfläche zu erzeugen.

Da nach diesem Prozess die Oberfläche verändert wurde, wieder das Leimholz 1-2 Tage stehen lassen. Dann kann man es meiner Erfahrung nach gefahrlos auftrennen ohne auf Probleme zu stossen.

Nachteil dieser Methode ist natürlich das man vom Kauf bis zum eigentlich Beginn der Arbeit eine Woche verstreichen lässt.
Der Vorteil ist das man einen geraden Plattenwerkstoff behält mit dem man arbeiten kann. Der spätere Schliff wird übrigens auch deutlich einfacher wenn man das gröbste bereits in Plattenform entfernt hat.
 
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5 Antworten
In welcher Richtung vrzieht sich Dein Holz, quer oder längs zur Faser? Wo trennst Du auch? Auf einer Leimfuge oder trennst Du eine Lamelle? Um welche Holzart geht es speziell.

Hast Du das Projekt Nachttischplatten von Tobi bei Woodworking gelesen? Schau Dir einfach mal das schöne Buche Leimholz aus dem Fachhandel mit durchgehenden Lamellen aus dem Fachhandel im Vergleich zur Baumarktware an. Aber das hat seinen Preis.

 

Keine Frage ich habe auch schon Leimholz aus dem Fachhandel verwendet und das ist in allen Bereichen eine andere Qualität. Das Problem bei meinem Fachhändler ist das er nur ganze Platten mit 240cm Länge verkauft und das ist mir meist zuviel.

Den Verzug habe ich schon in alle Richtungen beobachten können und das bei Fichte, Buche und Nußbaum.

 

Pah, da solltest Du mal Birke-Leimholz aus dem Baumarkt nehmen. Dann weißt Du was "rund" heißt! So schnell kaufe ich es nicht nochmal.

Aber Deine Vorgehensweise hört sich gut an. Für den Lütten (1. Klasse) meiner Nachbarn werde ich in Kürze die Schreibtischplatte fertigmachen, da werde ich es mal so ausprobieren (PEX-Test!)

 

verwende diese stäbchen-verleimten Bretter auch öfters, nur als z.B. 40cm breites
Brett, kannst Du das nur mit solider Rahmenkonstruktion ( verleimt usw.)
verwenden !....Recht gut sind allerdings die 24mm starken Bretter...vor allem
in Buche, würde ich immer einem gehobelten Brett vorziehen ! Verzug geringer...
kein Spleißriss usw.....NUR für DRAUSSEN nicht geeignet....leider !
für DRAUSSEN geeignet sind eigentlich nur die wasserfest verleimten Kanthölzer...
( Dachkonstruktionen usw.) diese Konstruktions-Hölzer gibt es nur im
Holzfachmarkt.....für CAR-PORT und Co....
Bei einer Tischplatte würde ich auch zu einer noch dickeren STB.verleimten Platte
greifen !!
Lagern / Ablüften sollte man bei jedem Holz !...Parkett, Paneele usw. !!! aber
vorschleifen,... die Mühe hab ich mir noch nicht gemacht, deshalb gut zu wissen !
Gruss von Hazett

 

Das vorschleifen kam bei mir auch nur weil ich mal eine Falz gefräst habe und die nicht richtig sauber werden wollte. Bis ich dann festgestellt habe, das die Falz genau die Oberfläche wiedergab die der Anlaufring abgetastet hat.

 

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