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Leichtes Gefälle ok?

13.05.2015, 22:05
Hallo

wir haben uns einen Stahlwannenpool zugelegt (3,60 Durchmesser, 90 cm hoch) und möchten diesen auf unseren gepflasterten Innenhof aufstellen. Der Innenhof hat ca Mittig einen Gullideckel, so daß es ein leichtes Gefälle gibt (zum Gulli hin). Jetzt meine Frage, wie bedenklich ist das? Können wir den Pool dort trotzdem aufstellen? Höhenunterschied von der einen Poolseite zur anderen ist ca 5-7cm
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6 Antworten
Normalerweise sollte das kein Problem darstellen. Aber frag vorsichtshalber beim Hersteller nach.

 

Ich glaube, das ist problematisch. Die Wände selbst sind nicht sehr stabil und eigentlich zum Eingraben vorgesehen. Oder ist das ein Pool, der wirklich frei stehend aufgebaut werden kann? Hersteller unbedingt fragen.

Bei zu starkem Gefälle:
Durch das Gefälle kommt Wasserdruck stärker auf der tieferliegenden Seite, die Stahlwand wird leicht nach Außen gedrückt, kann er aber durch den Stahlring eher nicht, steht dann schief. Aber der Pool wird minimal (schon einige Zentimeter) eiförmig, die Plane wird an dieser Seite stärker gedehnt. Der Effekt verstärkt sich mit der Zeit durch Schwimmen, Plantschen, am Rand rütteln etc. Und der ganze Pool wird spätestens nach einiger Zeit undicht, da die Folie das nicht endlos mitmachen wird.

Ich hatte das bei mir und bei einem Bestway-Pool, der mit dem aufblasbaren Ring oben und 90 cm Höhe auch als Problem. Der stand bei 5 cm auf die knapp 3 Meter bedenklich schief - Wasser hat erhebliches Gewicht, was man nicht vernachlässigen darf und zwar in alle Richtungen. 80 cm Wasserhöhe drücken zugleich mit 800 Gramm je Quadratzentimeter auch in der Horizontalen!

Meine Lösung: Plane auf den Boden gelegt, Estrichbeton trocken aufgelegt und abgezogen. Ausreichend Überstand über die Poolfläche. Mit feinstem Rieselstrahl aus dem Gartenschlauch vorsichtig bewässern. Der Beton saugt auf, soll aber nicht fließend werden. Ruhig mehrmals nach einigen Stunden wiederholen und nicht bei heißestem Wetter. Das Wasser zieht durch den Beton bis zum Boden, keine Angst, die Feuchtigkeit genügt völlig, wenn der Beton nur immer oberflächlich feucht wird. Man kann an einer Stelle auch mal aufkratzen und nachschauen. In dieses Loch kommt einfach wieder Beton rein. Nach Aushärtung Pool aufstellen und mit dem Winkelschleifer den Überstand bis auf einige Zentimeter entfernen. Die Plane abschneiden. Vorteil ist, später kann alles rückstandsfrei entfernt werden.

Wer befürchtet, der Beton bekäme Risse, hat Recht, aber wo soll er denn hin? Der Wasserdruck hält alles schön am Platz durch den enormen Wasserdruck, das Schutzflies (bei mir Rasenteppich verhindert Beschädigungen der Poolfolie. Und kaschiert auch den Betonrand. Einige Jahre hält das schon aus, wenn der Estrich an der dünnsten Stelle mindestens zwei Zentimeter hat. Meiner hat das nun schon 5 Jahre mitgemacht.

 

Danke für die Rückmeldungen. Leider hab ich den Pool gebraucht gekauft und weiß nicht von welcher Firma er ist.

Der Vorbesitzer hatte ihn seit 3 Jahren im Sommer auf dem Rasen stehen (ohne besondere Untergrundbehandlung) und im Winter abgebaut.

Der Pool hat auch nicht wie sonst üblich 2 Aussparungen um dort eine Filteranlage anzuschließen, sondern lediglich diesen Filter: http://www.amazon.de/MYPOOL-Einhänge.../dp/B00345AT0Y Kann man das nachträglich ändern? Bei anderen Pools ist die Stahlwanne in der Regel vorgestanzt für die Filterschläuche, aber hier ist gar nichts vorgesehen.

 

PS: Rein von der Optik der Leiter, des Einhängefilters und der Farbe des Rahmens würde ich drauf tippen, daß der hier gekauft wurde: https://www.otto.de/p/set-rundpool-7...onId=402904657

 

Zum Filter: Löcher könntest Du mit Lochsäge bohren und mittels Flansche auch mit Schlauch versehen. Ist mit der Folie etwas problematisch, da diese dann an diesen Stellen nicht verstärkt ist und es leicht undicht werden kann. Könnte man aber auch durch unterlegen einer stärkeren Folie und verkleben beheben. Das birgt aber durchaus Risiken, wenn man nicht richtig macht, hat man kaum eine zweite Chance.

Andererseits: Ich habe meinen Kartuschenfilter durch eine Sandfilteranlage ersetzt. Kostet zwar etwas, aber der Effekt ist gut. Die Kartuschenfilter wird eingehängt, Stromkabel ist im Wasser. Nun denn, nehmen wir an, das wäre sicher. Sodann, was ist bei Wellen? Hält die Halterung ausreichend? Der Filter saugt Oberflächenwasser und lässt dieses unten ab. Es entsteht ein kleiner Kreislauf des Wassers, aber keine Bewegung im ganzen Pool. So werden Partikel nie aufgewirbelt und setzen sich am Boden ab. Sodann keine Wasserbewegung, mehr Algen, mehr Chlorbedarf, mehr Reinigungsaufwand. Eine günstige Sandfilteranlage schafft eine Wasserbewegung des kompletten Pools, da der Wassereintritt an anderer Stelle und möglichst winkelig angebracht ist, so dass das Wasser sich im Kreis komplett dreht. Maximal in der Mitte setzt sich auf kleiner Fläche Schmutz ab, der dann abgesaugt werden kann. Und es hängt nichts ins Becken, so dass Kinder beim Badespaß nicht behindert werden können. Und schon gar kein Kabel mit 220 Volt. Und weiter: Kartuschen kosten auch Geld, müssen ständig getauscht werden und auf paar Jahre gesehen kostet das dann so viel wie eine günstige Sandfilteranlage. Ich würde zu einem Sandfilter raten.

 

Servus PoolNeuling,

du solltest bei deinem Pool nicht mehr als 2 cm Gefälle auf die Aufstellfläche haben.

Ansonsten unterstütze ich die pro-Sandfilter schreibe von Rainerle.

 

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