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LED Schaltung

12.10.2011, 13:01
Hallo Zusammen,


ich plane ein Projekt wo ich eine LED Schaltung zusammenlöten muss.

Eigentlich muss man da ja Vorwiderstand und so berechnen und verbauen. Aber ich glaube bei meiner Schaltung wäre ein Vorwider stand sinnlos.

Dabei möchte ich folgendes in Reihe schalten

- Batteriepaket (2 AA Batterien oder 2x ***)
- Tastschalter
- ein oder zwei Warmweiss LEDs (2.9 - 3.6 V, 20 mA)

Das war es schon

So nun meine Fragen:
Brauch ich da einen Vorwiderstand?
Wie lange kann ich eine LED mit zwei Batterien ca. betreiben?

Bin Dankbar für jeden Tipp.
 
LED, Schaltung LED, Schaltung
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50 Antworten
Warum LEDs immer einen Vorwiderstand brauchen. Ich denke, das beschreibt es ganz gut.

 

Der Beitrag erklärt es schon ganz gut. Zumal normale Batterien im Neuzustand mehr als die angegeben 1,5V haben.
Ähnlich ist es mit einem einfachen Netzteil. Wenn diese mit 12V angegeben sind, haben sie im Leerlauf mitunter bis zu 16V. Erst unter Belastung gehen sie auf 12V runter. Darum sind beim Arbeiten mit LED's immer stabilisierte Netzteile zu verwenden. Diese liefern (egal ob belastet oder unbelastet) immer die angegeben Spannung.


Zur Widerstandsberechnung habe ich mal ein kleines Tool geschrieben. Habe aber gerade festgestellt, dass ich mal eine Regelung einbauen muss, falls rechnerisch kein Widerstand benötigt wird. Widerstände von -11Ohm gibt es leider nicht zu kaufen

 

Geändert von [User gelöscht] (12.10.2011 um 13:39 Uhr)
Danke für die raschen Antworten.
Demnach sollte ich wenigstens noch ein 1 Ohm Widerstand vor die LED löten?

 

Richtig. Was wäre eigentlich das kleinstmögliche? 10Ohm?

 

Ich glaube es gibt 1 Ohm Widerständer

 

Funny08  
Generell sollte immer ein Vorwiderstand zur Strombegrenzung verwendet werden, auch wenn man Rechnerisch keinen Benötigt, sollte man da dann halt nur einen 10 Ohm Widerstand vorbauen.( Braun - schwarz - schwarz - gold - gold bei 5% Toleranz)

Bei 2 Batterien wird das betreiben einer Warmweiss LED mit 3.6 Volt so nicht möglich sein. Bei 3 Batterien in Reihe kommste auf etwa 4.5 Volt.

Nun haben wir ne Betriebsspannung von 4.5 Volt und ne LED-Spannung von 3.6 Volt.
Somit ist die Spannung die über den Vorwiderstand abfallen soll = 4.5 - 3.6 = 0.9 Volt.
Die LED hat eine Stromaufnahme von 20 mA - wodurch sich der Vorwiderstandswert
Rv= Uv/I(led) = 0.9 V / 0.02 A = 45 Ohm ergibt.

Also der nächste Widerstand ist dann ein 47 Ohm Widerstand ( Gelb -Violett - Schwarz - Gold - Gold bei 5% Toleranz)

Das ganze kommt auf ca 90 mW , bei 4.5 Volt / 0.09 W = 50 mA

Die Batterien haben meist so ne Kapazität ( Reihenschaltung, Gesamtkapazität ist gleich Einzelkapazität) von ca 2000 - 2500 mA/h was bedeutet 2000 mA/h / 50 mA = 40 h , bei 2500 wären es dann 50 Stunden

Ich hoffe mal ich habs richtig gerechnet

 

Geändert von Funny08 (12.10.2011 um 14:10 Uhr)
Ach so hab ich vorhin vergessen
@ Ricc: schönes Tool was du gebastelt hat

@Funny: Danke für das Rechenbeispiel.

hab da gerade eine Idee
Da könnte ich ja zwei Batteriepacks nehmen mit je drei Batterien in Reihe. Diese dann Parallel schließen.
Damit müsste ich dann auf 4,5 Volt kommen und 4000 bis 5000 mA/h.
Dazu ein 47 Ohm Widerstand und es wird hell.

 

Funny08  
Jopp und es bleibt dann auch eine Weile hell *g

 

Super so mach ich es.

Vielen vielen Dank.

Projekt folgt mit Anleitung

 

@Funny
Kommastellen hin oder her, scheinst richtig gerechnet zu haben.

Wenn man aber davon ausgeht, dass neue Batterien meist 1,6V haben und zur Schonung der LED von der niedrigeren Spannung ausgeht, wäre der Betrieb einer LED an zwei Batterien und einem Vorwiderstand von 10-20 Ohm gut möglich.

 

Funny08  
Najo ansich gehen tut vieles - nur hab ich mal vorhin so auf die schnelle geschaut, und da wurden so fast alle warmweißen LED´s mit ner Vorspannung von ab 3.2 Volt angegeben und um die dann ne Weile ordentlich zu betreiben, empfehle ich lieber 3 Batterien.
Im Neuzustand haben die Standartbatterien so 1.6 Volt - sacken aber auf bis zu 1.2 Volt ab, und Akkus sind da ja noch ganz anders - die meisten haben da ja nur mal 1.3/1.4 Volt. Somit ist er bei 3 Batterien immer auf der sicheren Seite und kann die Batterien ordentlich nutzen.

 

Ekaat  
Ich habe einen mit 1 Ohm, sog. Keramik-Leistungswiderstand, recht teuer:
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Funny08  
Naja die Teile kosten heut so um die 1-2 Euro - im Vergleich zu den paar Cent für normale Widerstände sind die happig vom Preis

 

Ekaat  
Zitat von Funny08
Naja die Teile kosten heut so um die 1-2 Euro - im Vergleich zu den paar Cent für normale Widerstände sind die happig vom Preis

Hast recht - mein Widerstand kostete damals so um DM 1,20 (1990)

 

nach der alten U= R x I ...Formel wird für den Vorwiderstand immer der Strom ( in mA...) ausgerechnet ! ....ist eine Faustformel...für den Zweck völlig ausreichend !
Hast Du also 3x 1,5 Volt...und willst den Strom für die LED auf 20 mA begrenzen....
so ergibt sich U : I = R ( Widerstand ) macht also 225 Ohm...hier kannst du einen beliebigen Widerstand zwischen 180 bis 240 Ohm verwenden ! Stromaufnahme
verändert sich geringfügig...aber innerhalb der LED spezifischen Toleranz !
LED's werden sicherheitshalber mit Vorwiderstand als Strombegrenzung betrieben !
Teilweise können Power-LED's 50 mA vertragen, dann würde nach obiger U:I = R
der Vorwiderstand 90 Ohm betragen...Beispiel 12 Volt Netzteil !!
12 Volt : 20 mA = 600 Ohm...mit Vorwiderstand wird die Leerlaufspannung für die
LED fast vernachlässigbar !
Leistung des Vorwiderstandes : P ( Watt ) = U x I ...also 4,5 V x 0,020 A = 0,09 W
bei 12 Volt ( Netzteil ) 12 V x 0,02 A ( 20 mA ) = 0,24 Watt !!!!
wenn Du also 0,5 Watt Widerstände verwendest, bist Du im grünen Bereich !!
Gruss von Hazett

 

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