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Lebensmittelechte und geschmacksneutrale Holzfarbe

21.08.2013, 15:16
Hallo Leute!
Ich hab da ein paar Videos zu selbstgemachten Schüsseln, Häferl, Tassen, etc. gesehen.
Und da ich doch gern das eine odere andere Bier trinke, möchte ich mir ein Krügerl (1/2 Liter Glas) selbst aus Holz fertigen. Nur da möchte ich weder im Krankenhaus mit einer Vergiftung aufwachen, noch dass das Bier nach Öl schmeckt!
Gibt es eine lebensmittelecht und geschmacksneutrale Farbe, Öl, Wachs, oder was auch immer?
Hat jemand damit Erfahrungen mit Verarbeitung und Haltbarkeit?
 
geschmacksneutral, lebensmittelcht geschmacksneutral, lebensmittelcht
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12 Antworten
beste Lösung ist in meinen Augen ein 2 K Epoxydharz.
damit wird das Werkstück wie mit farbe behandelt, jedoch zieht das Epoxy IN das holz ein Und versiegelt die Oberfläche.

ich mach damit regeläßig Holzplatten an terrarien wasserfest!

 

Ich hols mal nach vorne:
Nachdem goolge bei gleicher Frage meine Frage ausspukt, vielleicht kommen ja doch ein paar andere Antworten,...

 

versuch es mal mit sogenanntem Kelter- oder Bottichlack, der hat auf jedenfall eine Zulassung für den Kontakt mit Lebensmitteln, da bist Du auf der sicheren Seite. Einen Onlineshop findest Du hier Ich kann den Shop nur empfehlen ich kaufe selbst alle s für die Honigmetbereitung dort.

 

Das hört sich ja mal gut an, von Kelterlack habe ich bis jetzt noch nichts gehört gehabt,....
Man lernt dazu!

 

Bine  
Schon wieder was gelernt Auch wenn ich es noch nicht brauche , so weiß ich nun das es sowas gibt

 

Rote Beete-Saft, Tee, Sud aus diversen Blättern ... wie zum Ostereie-Färben - aber das hilft Dir wahrscheinlich nur bedingt weiter, oder?
Kannste das nicht einfach so lassen und nur von außen anpinseln? Wird Bier schlecht, wenn es ins Holz einzieht und es somit konserviert? Oder kannst Du die Dinger vorher in Hochprozentiges einlegen, damit sie sich damit vollsaugen?
Ich überleg die ganze Zeit, wie es "die ollen Bauern damals" wohl gemacht haben könnten ....

Und danke übrigens

 

Es ist ein wenig Vorsicht geboten, da nicht alle Farben auch die Lebensmittel aushalten, Brantweinhaltige Getränke, Kaffe, Tee, oder auch diverse Lebensmittel greifen die Anstriche an.
Besser wäre es wahrscheinlich ein Öl auf Pflanzlicher Basis einzusetzen und regelmässig nachzuölen. Hier gibt es auch Lebensmittelechte Porukte. Allerdings besteht hier die Gefahr, dass sich die Inhaltsstoffe im Getränk lösen und so den Geschmack verfälschen.

Kelterlack ist für Wein bzw. Obstpressen aus Metall gedacht. Diese Lacke sind auf jeden Fall lebensmittecht. Du solltest auf jeden Fall darauf achten, das der Lack auch für Holz geeignet ist. Viele Kelterlacke sind nur für Metall gedacht.

 

ich glaube wichtiger als die Frage nach der Behandlung ist die Wahl der richtigen Holzes. Es gibt doch die traditionellen Becher der Sami aus Birkenwurzelholz oder Birkenmaserknollen, die angeblich ewig halten. Die werden auch nicht behandelt. Einfach sofort nach Gebrauch ausspülen.
Bedenken hätte ich wegen der Dicke des Randes. Pils schmeckt nur aus der Flasche oder aus Gläsern mit dünnem Rand. Aber das mag bei anderen Bieren anders sein. So ein boarisches Obersuperdoppelbock mit 10% schmeckt wahrscheinlich auch aus dem (grob ausgespülten) Melkeimer.
;-)

 

dausien  
Die Kuskas, traditionelle Trinkgefäße in Lappland, werden mit etwas Öl behandelt damit sich die Verfärbung in Grenzen halten.

Hier eine Anleitung zum selber schnitzen ;-)

Sollte die Patina dann irgendwann zu viel werden so wird es Zeit für eine neue.

Ich denke mal die Hölzernen Trinkgefäße unser Vorfahren waren da auch nicht anders. Wichtig ist nur keine Flüssigkeiten über mehrere Stunden darin stehen zu lassen, also immer schön brav austrinken - Kippis (Prost!)

 

sorry, wenn ich widerspreche. Habe das anders "gelernt". Sie werden nicht aus Birkenstammholz, sondern aus Wurzelknollen gemacht und nicht behandelt.
Ich google mal - irgendwo muss dat ja stehen...
;-)
NAchtrag:
ich habe das gefunden ...
einfach nur Schnitzen reicht also nicht - das Holz wird gekocht und dann getrocknet...
und hier ein Hersteller... man sieht deutlich, dass das kein "normales" Stammholz ist.
Wurzelknolle ist es allerdings auch nicht.
(Ich habe heute zwei Birken mit Stammdurchmesser 30cm gefällt - ich glaube, morgen buddele ich mal die Wurzel aus.)

 

Geändert von Heinz vom Haff (22.08.2013 um 22:33 Uhr)
dausien  
Ich habe mir die Herstellung in in Lappland schon angeschaut, der Holzerker dort hat "Curlie Birch" verwendet, was ich mal mit Maserbirke übersetze. Dieses Holz ist viel dichter als das was wir in unseren Breitengraden als Birke kennen, da es viel langsamer wächst.

Das er das Ganze dann am Ende geölt hat kann natürlich den Touristen geschuldet sein, die meisten benutzen das ja dann sowieso nur als Deko

 

Danke Euch für die Antworten! Hab mal nachgesehen, farbloser Kelterlack ist auch dür Holz geeignet. Und Natur lassen, könnte dem Bier einen anderen Geschmack geben, fürchte ich halt, ich glaube ich werde eine Selbsttestserie starten,....

 

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