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Eine Frage an Euch Experten von einem absoluten Laien:

Wir wohnen im 1. Stock eines 50er-Jahre Hauses. Der vordere Teil der Wohnung befindet sich im Hauptbau, der hintere in einem Anbau, der ein paar Jahre später darangebaut wurde, direkt an die ursprünglichen Außenmauern drangesetzt. Dadurch zieht sich jetzt durch die beiden Bereiche der Wohnung ein kleiner Gang (der früheren Außenmauer entlang). Vor 5 Jahren wurde überall Laminat verlegt. Letzten Sommer kamen wir von einer kurzen Reise zurück und in diesem Gang hatte das Laminat entlang der Schwelle zur Küche eine Lücke, genau zwei Bretter breit und sehr groß - das waren sicher 10 cm, vielleicht mehr. Wir dachten, ein Scherzkeks wollte und eins auswischen, sei in die Wohnung eingedrungen und hätte ein Stück herausgeschnitten. Holten einen Bodenleger, der reparierte die Stelle, setzte zwei Stücke von ca. 50 cm ein (der Gang ist insgesamt ca. 160 cm. breit). Alles perfekt.

Zwei Monate später taucht an der gleichen Stelle erneut ein Spalt auf, dieses Mal kleiner, aber immer noch 1,5 cm. Und der wuchs dann über die letzten 8 Wochen auf 4,5 cm - und zwar milimeterweise. Wieder dachten wir daran, jemand wolle uns eins auswischen, bis ich anhand von Fotos feststellte, dass das Muster an der Schnittstelle absolut unverändert geblieben ist, d.h., da wurde nicht geschnitten, sondern die beiden Bretter wandern - und zwar (ewig blieb das unbemerkt) unter die gegenüberliegende alte Türschwelle, die dazu genügend 'Luft' hat. Das kann nun niemand absichtlich herbeigeführt haben - die Wohnung haben wir nach dem ersten Schock absolut einbruchssicher gemacht, einschl. Beobachtungskameras und Einbau von Hochsicherheitsschlössern, außerdem geht's nun wirklich per halbem Milimeter oder Milimeter, auch wenn die ganze Familie in der Wohnung ist, da hat also niemand Zutritt, der das absichtlich irgendwie herbeiführen könnte. Die Bretter wandern also von selbst (was vielleicht auch erklären würde, warum in diesem Bereich immer wieder ein deutliches Knacken zu hören ist)

Jetzt meine eigentliche Frage: Hat jemand so etwas schon erlebt, und das in dem Ausmaß? Und vor allem an die, die sich vielleicht mit Statik auskennen: Können in diesem Bereich - wie gesagt, die Stelle bildet die Verbindung zwischen dem alten Gebäude und dem Anbau - so starke Veränderungen aufgetreten sein, dass die beiden betroffenen Bretter dadurch verschoben werden? Man muss dazu sagen, das ziemlich zeitgleich mit dem ersten Fall, wo das Laminat in sehr kurzer Zeit um ein so großes Stück verschoben war, in dem darunter liegenden Büro der Putz an einer größeren Stelle von der Decke kam. Liegt da was von der Statik her im Argen? Bewegt/senkt/verschiebt sich der Anbau gegenüber dem alten Gebäude oder umgekehrt?

Danke für die Geduld beim Lesen und im Voraus für jede Hilfe!
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10 Antworten
Woody  
Wann wurde denn dieser Anbau gemacht und auf welchem Fundament steht der?

Das klingt für mich sehr stark nach Absenkung. Sind denn sonst nirgends Risse in den Wänden feststellbar? Schließen Fenster und Türen im Anbau noch ordentlich? Das sind auch sichere Zeichen, dass sich da was bewegt, was nicht sein soll.

Wohin sind denn die Bretter verschwunden? Da müsste sich doch irgendwo eine Wölbung ergeben oder gibt es ein Loch bei besagter Türschwelle?

Ich würde an deiner Stelle einen Statiker hinzuziehen, denn das Ausmaß der Spalten innerhalb so kurzer Zeit ist mehr als bedenklich. Hätte eigentlich dein Bodenleger auch schon konstatieren müssen! Normal ist sowas auf keinen Fall.

 

10cm? Schwund? Hammer, wenn sich das Gebäude verschoben hat, dann doch um die gleiche Länge. Was hat denn der Bodenleger gesagt? Material ist in Ordnung?

 

Entschuldige, mehr Fragen als Antworten. Aber 10cm ist schon extrem viel. Wir haben hier vom Vormieter schlecht verlegtes und qualitativ minderwertiges Laminat übernommen und haben an einigen Stellen (gerade den viel genutzten Laufstrecken im Flur und Kinderzimmer) auch Fugenbildung. Aber da sind wir bei 4 oder 5 Millimeter.

 

Das Laminat wandert unter die Türschwelle. Warum nicht. Es ist schwimmend verlegt und je nach Laufgewohnheiten kann es wandern. Normalerweise eben bis zu einer Wand. Hier: Zur Küche läuft man vielleicht mit mehr Energie und zurück eher normal. Auf 100 Gänge macht das schon etwas aus. Hast Du Kinder, die rennen und an der Schwelle abrupt bremsen?

Es gibt Spannungen, die sich durch Knacken bemerkbar machen. Wohnt Ihr an einer Hauptstraße oder in einem Baugebiet, Bergbau, Steinbruch? Mikroschwingungen im Boden? Leichteste Erdbeben?

Mach mal ein Foto vom Flur.

 

Wenn es so weit unter die Türschwelle wandern kann, dann ist das extrem pfuschig verlegt. Und der Bodenleger, der eingeflickt hat, hat dann nochmal einen oben drauf gesetzt.

An Bewegung aufgrund von Vibrationen habe ich auch gedacht. Mich schocken trotzdem die 10cm (so es die korrekte Längenbestimmung ist).

 

Ist es denn da auf volle Flurbreite hohl? Schwebt der Türrahmen? Kann schon sein. Kannst Papier durchschieben?

 

Erstmal danke für die schnelle Antwort! Der Anbau stammt aus den 60er Jahren. Fundament weiß ich nicht. Weitere Risse nicht bei uns, vielleicht unten im Büro der Nachbarn, muss fragen. Fenster und Türen schließen noch. Die Bretter wölben sich nicht, denn sie sind unter die gegenüberliegende Türschwelle gewandert, die Schwelle sitzt also nicht wirklich unten auf, sondern da sind ein paar Milimeter 'Luft'. Sogar jetzt, wo die Bretter sich da druntergeschoben haben, ist da noch ca. ein guter Milimeter.

Statiker muss her, ich werd's halt dem Vermieter melden...

Danke für die Hilfe!!

 

Zitat von ruesay
10cm? Schwund? Hammer, wenn sich das Gebäude verschoben hat, dann doch um die gleiche Länge. Was hat denn der Bodenleger gesagt? Material ist in Ordnung?
Nein, nicht Schwund, sondern das Ganze ist um 10 cm unter die gegenüberliegende Schwelle gewandert, hat sich also nicht zusammengezogen, sondern nur verschoben.

 

Zitat von Rainerle
Ist es denn da auf volle Flurbreite hohl? Schwebt der Türrahmen? Kann schon sein. Kannst Papier durchschieben?
Ich könnte mir vorstellen, dass sich der Anbau gesenkt und die Schwelle sich dadurch an der Längsseite außen etwas gehoben hat. So könnte darunter der Platz entstanden sein, in den dann der Belag hineingerutscht ist. Wie gesagt, da ist so viel Platz, dass man jetzt noch, obwohl der Belag schon reingerutscht ist, bequem einen dickeren Draht hineinschieben kann, also weit mehr als nur ein Blatt Papier.

 

Schon irre. Mietshaus. OK, lass das das Problem des Vermieters sein ...

 

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