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Lamello oder Holzdübel

09.02.2014, 08:35
Ich habe vor kurzem die ersten Versuche im Theama Möbelbau unternommen. Hat richtig Spaß gemacht. Um die Arbeit zu erleichtern bzw. Zu optimieren überlege ich, ob ich mir entsprechende Geräte zulegen soll. Nur ist hier die Frage was genau für einen Anfänger auf dem Gebiet zu empfehlen ist. Was verzeiht den auch mal einen Fehler. Ich habe jetzt nicht vor jeden Tag ein Regal zu bauen, aber ab und zu könnte ich mir schon vorstellen das ein oder andere Möbelstück zu bauen. Soll heißen, dass ich nicht unbedingt 300,-€ für eine Lamellofräse ausgeben möchte. Mir persönlich gefallen glaub ich auch Holzdübel besser, bin mir aber eben nicht sicher, ob das auch was für Anfänger ist.
 
Holzdübel, Lamellofräse, Möbelbau Holzdübel, Lamellofräse, Möbelbau
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41 Antworten
Woody  
Für völlige Anfänger sind Lamellos einfacher, da sie auch kleine Ungenauigkeiten verzeihen. Passt von 6 Dübellöchern nur eines nicht auf den mm genau, kannst alle anderen 5 auch vergessen und musst das eine nacharbeiten oder ganz neu 2 neue bohren. Ich hab aus meinen Anfangszeiten unzählige Platten mit mehr Löchern als noch Holz übrig war. Muss aber auch dazu sagen, dass ich immer Freihand gebohrt hatte.

Mittlerweile hab ich den Dreh raus und kann auch Dübel einwandfrei und passgenau setzen (also die Trefferquote wird immer höher)

 

Eine Lamellofräse lässt sich schnell, einfach und fehlerfrei bedienen (richtige Einstellung vorausgesetzt) und hat in der Regel auch ein bisschen Spielraum bei Genauiglkeit und Feinjustierung.

Dazu kommt, dass auch Gehrungsverbindungen sowie andere "Konstrukte" mit einer Lamelloifräse einfach umsetzbar sind, die mit den klassischen Holzdübeln nicht oder nur schwerlich realisiert werden können.

Die klassische Verbindung mit Holzdübeln hat deutlich weniger Spielraum bei der Genauigkeit und benötigt wesentlich mehr Zeit für exakte Verbindungen, ist dafür aber unschlagbar günstig.

 

Fazit nach den ersten beiden Post's:

Eine Lamellofräse ist für Anfänger und die Holzdübelmethode eher etwas für Profis ...

 

Wie Linus schon sagte... Holzdübel sind für Profis...

Ich nutze Lamelos oder die Dominofräse da ich die zwei Arten der Holzverbindung einfach Liebe.
Siehe auch mein Projekt: Senkrechte Lochplatte

Schneller geht’s nicht, und die Genauigkeit sollte auch für Profis reichen
Ich hab da mal von Guido Henn und von Heiko Rech ein Video dazu angehängt um vielleicht die Entscheidung zu erleichtern.
Es gibt noch unzählige davon.

Grüße
Manuel

 

Weil Du nicht viel Geld ausgeben möchtest und nur gelegentlich mal ein Möbelstück bauen möchtest, empfehle ich dir den Meisterdübler von Wolfcraft. Damit arbeitest Du sehr passgenau.

Wenn Du aber erstmal richtig Spass am werkeln bekommst, dann wachsen mit jedem Projekt auch die eigenen Ansprüche. Dann wirst Du dir vielleicht irgendwann eine Flachdübelfräse zulegen wollen.

Fehler mit beiden Systemen kann man damit beheben, dass man Holzdübel oder einen Lamello in die fehlerhafte Verbindungsöffnung leimt und den Überstand entfernt. Danach kann man die Verbindung neu bohren oder fräsen.

 

Ich hatte eine Lamellofräse names Proffessional für ca 30 € mit der ich nicht passgenau arbeiten konnte. Andere berichten von brauchbaren Ergebnissen mit günstigen Einhell Fräsen. Das sind die Unterschiede wohl gewaltig, mit etwas Recherche könnte aber auch eine günstige Lamellofräse ein guter Eistieg sein.
Schau mal hier als Beispiele:
http://alwaysworkingman.blogspot.de/...-bt-bj900.html
und dann weiter:
http://alwaysworkingman.blogspot.de/...tt-makita.html

 

4.1. bis 9.2. zwischen den beiden Flachdübelfräsen-Anfragen. Werden wir den Monatsschnitt halten können?

Wenn du Möbel nur in geringen Stückzahlen bauen willst und deshalb - völlig zurecht - die Investition in eine Fräse der mittleren oder höheren Preisklasse scheust, dann lass es einfach sein.

Ich bleibe bei meiner Meinung aus der letzten Diskussion (hier, hier und hier), dass es - insbesondere bei geringen Stückzahlen - preislich attraktive Alternativen gibt.

 

Was bedeutet eigentlich "Einsteigermaschine"? Muss ich mich eine gewisse Zeit mit Baumarktwerkzeug selbst kasteien bevor ich mir eine Profimaschine kaufen darf? Wenn die Ergebnisse nicht so werden, wie ich mir das vorstelle hab ich keinen Spaß sondern Frust in der Werkstatt. Ich sehe das allerdings als Hobby und nicht als Heimwerken. Ich habe mich lange mit einer Dübellehre gequält, bis ich mir 2008 auf der Holzhandwerk endlich den Mafell Duodübler gekauft habe. Im Nachhinein hab ich mich geärgert, dass ich nicht schon viel früher zugeschlagen habe. Damit keine Missveständnisse aufkommen. Ich bin kein Werkzeugfreak oder Fan irgendeines Herstellers. Die Domino ist für den Rahmenbau genau so gut geeignet wie der DD40. Für mich steht das Holz und das Ergebnis an erster Stelle.

 

Die beiden Videokanäle die thelastexit verlinkt hat sind super Helfer und man kann sich hier jede Menge Infos einholen!

Ich selbst habe aber auch vorerst auf den Meisterdübler von Wolfkraft zurück gegriffen. Diesen gibt es in neuer Ausführung wie im Video in jedem Baumarkt. Ich habe diesen bei Ebay bestellt und auch gleich drei Bohrer und ein paar Dübel mit dabei bekommen!
Aus Kostengründen war dies meine Erste Wahl gewesen. Ich werde mich bis Ende des Monats mal an ein Projekt waagen und diesen hierbei genau unter die Lupe nehmen. Ich denke wenn man sich das Produktvideo ansieht ist die Bedienung nach ein paar Test-Dübelverbindungen auch nicht so schwer!

 

Achja, hab anbei das Foto des Meisterdüblers...
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Zitat von TobiCh
Ich denke wenn man sich das Produktvideo ansieht ist die Bedienung nach ein paar Test-Dübelverbindungen auch nicht so schwer!
Alle Produktvideos haben eines gemeinsam: Da ist immer alles gaaaanz einfach. Expressleim in Zusammenhang mit Dübeln. Da hat jemand echt mitgedacht. Ich hoffe Du hast genügend schwere Schraubzwingen ...

 

Zitat von Olli_0815
Alle Produktvideos haben eines gemeinsam: Da ist immer alles gaaaanz einfach.
Das Video verspricht nicht nur eine einfache Handhabung...es ist tatsächlich einfach...und wirklich genau.

Wenn man sich das Geld dafür aber auch sparen möchte, kann man mit ein paar Holzresten eine einfache passgenaue Bohrlehre schnell und ohne Kosten selbst herstellen.

 

Runddübel sind zweifellos ein guter und kostengünstiger Einstieg.

Ich für meinen Teil wollte auf Verbindungen mit Flachdübeln nicht mehr verzichten. Ich glaube im letzten Jahr habe ich nur ein einziges Mal bei einer Überplattung Runddübel verwendet.

Man darf auch nicht vergessen, dass bestimmte Arbeiten mit Runddübel einfach nicht sinnvoll oder sogar unmöglich sind (abhängig von der Konstruktion oder den Werkstoffen)

Wer mit Flachdübeln immer nur eine stumpfe Korpusverbindung assoziiert, hat das breite Einsatzspektrum und die konstruktiven Optionen nicht überblickt.

Wie gesagt, Runddübel sind ein guter, preiswerter aber auch eingschränkter Einstieg für Holz- bzw. Möbelverbindungen. Wer sich aber ernsthaft mit dem breiten Spektrum des Möbelbaus beschäftigen will und nicht nur den Weg als Ziel betrachtet, wird um die Einsatzmöglichkeiten einer Flachdübelfräse letztlich nicht herum kommen.

jm2c

 

Das sehe ich genauso wie Linus1962. Ergänzen möchte ich noch:
Abricht-Dickenhobel, Formatkreissäge, TS+FS. Duodübler oder Domino für den Rahmenbau. Das geht mit der Lamello nicht. Damit kann man zuhause im kleineren Maßstab so arbeiten wie ein Schreiner in seiner Werkstatt und es gibt "Meter".

 

Also ich Benutzte für solche Sachen mittlerweile nur noch Flachdübel. Die Handhabung ist viel einfach als mit Runddübel!

 

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