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Küchenarbeitsplatten verbinden - welches Werkzeug?

23.05.2013, 11:39
Hallo,

noch recht neu im Heimwerker Bereich möchte ich zwei neue Arbeitsplatten für unsere neue Küche verbinden. Die Verbindung soll in L-Form erfolgen.

Ich muss:
* Die Arbeitsplatten in der Tiefe verkürzen
* Die Arbeitsplatten in der Länge verkürzen
* Ausschnitte für Spüle und Kochfeld erstellen
* Die L-Verbindung der beiden Arbeitsplatten herstellen.
* Die Längskanten abrunden

Eine der beiden Platten wird 60cm Tief sein, die andere 70cm.

Bei den Platten handelt es sich um Stabverleimte Eichenplatten in 27mm Stärke.

Nach meiner Recherche muss ich in der einen Platte einen Ausschnitt fräsen, in der anderen das Gegenstück. Ferner muss ich die Verbindung mit Holzdübeln herstellen und muss hierfür entsprechend passgenau Ausschnitte an den Kanten erstellen.

Meine Frage ist nun: welches Werkzeug (Welche Art von Fräse, benötigtes Zubehör etc) benötige ich um die genannten Arbeiten durchführen zu können? Stichsäge und Tischkreissäge sind vorhanden.

Ich bedanke mich bereits jetzt für eure Antworten!
VG
Moritz
 
Küchenarbeitsplatte, Werkzeug Küchenarbeitsplatte, Werkzeug
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45 Antworten
Kürzen: Handkreissäge mit Führungsschiene
Ausschitte: Stichsäge
L-Verbindung: Stichsäge + Handoberfräse mit Schablone

Und nimm bitte keine Holzdübel sondern Arbeitsplattenverbinder.

 

Hallo Moritz.
Alles kein großes Problem.

1) Das formatieren der Arbeitsplatten (Länge/Tiefe) kannst Du (vermutlich) mit Deiner TKS (und einem Helfer) recht ordentlich erledigen ...

... das kürzen (Länge) solltest Du aber AUF KEINEN FALL MIT DER STICHSÄGE machen, in 99% der Fälle wird das Ergebnis eher unbefriedigend ...

2) Die Ausschnitte für Herd und Spüle kannst Du mit der Stichsäge anfertigen, allerdings solltest Du auf gute Sägeblätter (z.Bsp. von Bosch T308 BF(P) ) zurückgreifen. Ist nicht optimal aber wird gehen ...

3) Für das abrunden der Längskanten brauchst Du eine Fräse.
Für das reine abrunden würde eine Kantenfräse reichen allerdings geht dieser beim fräsen der L-Verbindung sicherlich die Luft aus zumal nicht alle Kantenfräsen mit einer Kopierhülse bestückt werden können ...

... also würde ich Dir zu einer halbwegs gescheiten Oberfräse raten. Wichtig dabei ist die Möglichkeit eine Kopierhülse zu verwenden und ein passender, langer NUT-Fräser (min. 70mm Länge).

Der "HUB" der Oberfräse spielt dabei eine untergeordnete Rolle, sollte aber mindestens so groß sein wie das Werkstück stark/dick ist, allerdings würde ich auch keine Oberfräse kaufen deren Hub kleiner als 50mm ist ...

Als Schablone verwende ich folgendes Produkt mit dem ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe -KLICK-

Die Arbeitsplattenverbinder von Hettich sind klasse (wegen dem kleinen Plastikring) und erleichtern das montieren enorm, allerdings brauchst Du für die Frästaschen eine Tiefe von min. 20mm (besser 21-22mm) und das ist bei einer 27er Arbeitsplatte schon recht knapp (wird aber gehen).

Zusätzlich/Optional:
Wenn Du jemanden kennst der eine Flachdübel-/Lamellofräse hat (oder kaufst Dir eine einfache für ~50€), kannst Du diese Fräsverbindung noch deutlich stabilisieren und auch exakter herstellen.

Mit dem richtigen Werkzeug ist das alles kein Problem und macht Spaß!


PS. Küchensilikon nicht vergessen!

 

Geändert von Linus1962 (23.05.2013 um 13:23 Uhr)
Wie Fernton schon erwähnt hat: Keine Holzdübel sondern Arbeitsplattenverbinder nehmen.

Die ziehen Dir die Platten auch noch zusammen, so entsteht kein Spalt. Dazu benötigst Du dann noch nen Forstnerbohrer o.ä. um die Sachlöcher in die Platte zu bohren.

Wenn Du es bombenfest haben willst, kannst Du auch zusätzlich noch Lamellos verwenden. Dann benötigst Du noch eine Flachdübel/Lamellofräse.

Da Du die Platten ja beschneidest, würde ich noch die Kanten anschließend einheitlich bearbeiten, also entweder Anfasen oder Abrunden. Das kannst Du entweder ganz einfach mit der Hand und Schleifblock + Papier machen, oder richtig mit ner Oberfräse und dem passenden Fräser.

EDIT: Linus war schneller und hat alles wichtige gesagt!

 

Geändert von MoritzLange (23.05.2013 um 12:14 Uhr)
Noch ein zwei Anmerkungen ;-)

Zu Punkt 2: Bevor du die Ausschnitte für Spüle und Herd machen kannst mußt du mit einem Holzbohrer ein Lochbohren, damit du einen Start für deine Stichsäge hast.

Wie bereits erwähnt sollte hier ein ordentliches Blatt verwendet werden. Und übe nicht zuviel Druck aus beim Aussägen... in der Ruhe liegt die Kraft... ansonstenbekommst du keinen geraden Schnitt hin...

 

Ich habe die L-Verbindung meiner Arbeitsplatte mit der Flachdübelfräse hergestellt, für Arbeitsplatten gibts dann extra Kunststoffverbinder. Frag mich nun nur nicht nach dem Namen der Dinger

 

Zitat von Heimwerker_der_Herzen
Ich habe die L-Verbindung meiner Arbeitsplatte mit der Flachdübelfräse hergestellt, für Arbeitsplatten gibts dann extra Kunststoffverbinder. Frag mich nun nur nicht nach dem Namen der Dinger

... aber Du würdest doch nicht an eine "massive, stabverleimte Eiche-Arbeitsplatte" so ein Plastikgedöns fummeln?

 

Zitat von Linus1962
Wobei mir der AVB4 (Blätterkatalog Seite 2290) besser gefällt als der von dir verlinkte AVB5. Man kann ihn wunderbar mit dem Akkuschrauber anziehen.

 

Oder du fährst in den nächsten Baumarkt und lässt dir die Verbindung machen. Kostet vieleicht 5 Euro aber dann hast du es exakt und auch keine Scherereien.

 

Zitat von Linus1962
... aber Du würdest doch nicht an eine "massive, stabverleimte Eiche-Arbeitsplatte" so ein Plastikgedöns fummeln?
aber sowas von! Da bin ich relativ schmerzfrei ;-)

 

Zitat von MarcoBerner
Oder du fährst in den nächsten Baumarkt und lässt dir die Verbindung machen. Kostet vieleicht 5 Euro aber dann hast du es exakt und auch keine Scherereien.

Das bekommst Du in keinem (mir bekannten) Baumarkt für 5€ gefräst ...
... sondern kostet mal schnell 20-50 Euro je nach Umfang (BAUHAUS)

 

Zitat von Heimwerker_der_Herzen
aber sowas von! Da bin ich relativ schmerzfrei ;-)

"Funktion ist entscheidend" ist eine Stufe des Heimwerkens "es muss ästethisch" sein eine andere. Oft vertseht die eine Seite, die andere nicht - aber es soll druchaus Fälle gegeben haben, wo eine Seite zur anderen gewechselt ist.

 

Zitat von Fernton
Wobei mir der AVB4 (Blätterkatalog Seite 2290) besser gefällt als der von dir verlinkte AVB5. Man kann ihn wunderbar mit dem Akkuschrauber anziehen.
die gefallen mir aus drei Gründen nicht:
1. sind die relativ teuer
2. die haben nicht diese Plastikringe
3. ich bevorzuge beim "anziehen" das feinfühlige Drehmoment meines Ringschlüssels ...

 

Zitat von Pfanni
"Funktion ist entscheidend" ist eine Stufe des Heimwerkens "es muss ästethisch" sein eine andere. Oft vertseht die eine Seite, die andere nicht - aber es soll druchaus Fälle gegeben haben, wo eine Seite zur anderen gewechselt ist.
An der Verbindung selbst gibt es ja keine Funktion ...
... aber jede Menge "Ästhetik" ...!

 

Zitat von Linus1962
An der Verbindung selbst gibt es ja keine Funktion ...

oooooh doch, es soll verbinden

 

Zitat von Linus1962
1. sind die relativ teuer
Das ist der Haken an der Sache

Zitat von Linus1962
2. die haben nicht diese Plastikringe
Ja äh, also wenn die Ringe das Killerfeature sind ... Nun ja ...

Zitat von Linus1962
3. ich bevorzuge beim "anziehen" das feinfühlige Drehmoment meines Ringschlüssels ...
Feingefühl geht mir ab. Da kann ich den Schrauber nehmen

 

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