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Küche/Neue Arbeitsplatte

27.02.2016, 19:10
Und die nächste Frage von mir..

Ich muss innerhalb der nächsten zwei Wochen meine erste Arbeitsplatte "zurechtschneiden". Mein Plan sieht wie folgt aus:

- Stichsäge leihen
- Neues Blatt für Holz kaufen
- Arbeitsplatte in der richtigen Größe kaufen

Dann würde ich die Arbeitsplatte in der Küche umdrehen, Herdplatte und Waschbecken umgedreht drauflegen und mit einem Bleistift umzeichnen.

Dann das Ganze um 1-2 cm verringern und mit der Hilti und 'nem 8er pro gezeichnetem Kasten vier Löcher bohren. An den Löchern ansetzen und pro Kasten vier grade Schnitte zieh'n.

Soweit richtig?

Was mache ich mit den Innenflächen des Ausschnitts? Ich habe mal gehört, dass man die besser lackieren oder abkleben sollte, damit kein Wasser in sie eindringt.

Unter das Waschbecken muss Silikon, richtig? Und für die Wand brauche ich dann noch so.. öhem.. ja.. wie heissen die? Na, so Fußleisten aus Plastik nur für 'ne Arbeitsplatte..

Hab' ich sonst noch Irgendwas nicht bedacht?


Liebe Grüße
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21 Antworten
Woody  
Liest sich soweit gut und schlüssig. beachte beim Auflegen von Waschbecken und Herdplatte die richtige Frontseite. Ich sags nur, weil ich bin da Spezialist im falschrumdenken Am idealsten wäre natürlich die alte Platte als Muster heranzuziehen.

Kauf dir längere Stichsägeblätter, mit den Standardlängen tut man sich bei gängigen Plattendicken etwas schwer.

Du kannst die Schnittseiten mit normalen Holzleim "versiegeln". Flächig aufpinseln und trocknen lassen.

Achja, ich verwendete für meine (alte) Küche einfach ganz normale Fliesenabschlusschienen (glaub, das nennt man so). Sooooo feucht putzt man da hinten auch wieder nicht, dass man einen dichten Silikonabschluss bräuchte

 

Geändert von Woody (27.02.2016 um 19:21 Uhr)
Zitat von Woody
Liest sich soweit gut und schlüssig. beachte beim Auflegen von Waschbecken und Herdplatte die richtige Frontseite. Ich sags nur, weil ich bin da Spezialist im falschrumdenken Am idealsten wäre natürlich die alte Platte als Muster heranzuziehen.

Kauf dir längere Stichsägeblätter, mit den Standardlängen tut man sich bei gängigen Plattendicken etwas schwer.

Du kannst die Schnittseiten mit normalen Holzleim "versiegeln". Flächig aufpinseln und trocknen lassen.
Oh man, ich sag's dir,.. gut, dass du mich nochmal dran erinnerst. In Sowas bin ich auch spitze. Gut, nochmal dran erinnert worden zu sein. Sch.. Flüchtigkeitsfehler..

Weisst du welches Maß sinnvoll wäre? Und ist der Holzleim zwingend notwendig? (Aus rein finanziellen Gründen und da ich das Waschbecken doch eh mit Silikon an die Arbeitsplatte "binde")


PS: Die alte Platte ist leider nicht mehr vorhanden. Geht auch da mal wieder nicht um meine Wohnung..
(Hab' irgendwie so langsam das Gefühl, ich komm' zu kurz.. )

 

Geändert von JesseWJames (27.02.2016 um 19:27 Uhr)
kjs
Also so teuer ist ein kleines Fläschchen mit Leim nun auch wieder nicht aber es geht eigentlich jede wasserfeste Farbe. Besser jetzt streichen als später dann doch noch eine neue Platte zu kaufen. Das sind gut investierte 5€ aber wenn Du Leim nimmst stelle sicher daß er wasserfest ist! Ich verwende da immer was gerade an angebrauchtem Kunstharzlack da ist: Farbe = ja....

Bei den Sägeblättern mußt Du aufpassen. Wen Du von der Unterseite sägst nimmst Du ein normales Blatt das auf Zug schneidet. Solltest Du von ober schneiden mußt Du ein "Reverse" Blatt nehmen das auf Schub sägt. Sonst bricht Dir die Beschichtung aus und Du bekommst einen häßlichen Rand.
Bei der Länge des Blattes hängt es von der Dicke der Platte ab (da gibt es ja auch Unterschiede). Ich würde ein Blatt nehmen das mindestens 2-3cm längere Schneiden hat als die Platte dick ist dann bist Du auf der sicheren Seite.
Wenn es eingespannt ist und am oberen Totpunkt muß es noch etwas aus der Platte herausschauen.

 

Ich habe schon viele Platten dieser Art eingebaut und ich habe noch nie die platte auf dem Kopf gelegt um die Ausschnitte für Herd und Spülbecken zu schneiden. Ich Bohre immer nur ein Loch pro Ausschnitt und erledige den Rest mit der Stichsäge. Da die Schnittfläche hinterher ohnehin verdeckt ist muss es nicht perfekt sein. Auch habe ich die Schnittflächen noch nie mit irgend etwas versiegelt. Der Spülbecken wird in Silikon gesetzt und daher kann kein Wasser an die Schnittflächen heran kommen. Auch der Herd hat eine Dichting und wenn diese fehlt kommt hier Hochtemperatursilikon zum Einsatz.

Platten die ich Jahre später ersetzt habe waren unten genauso trocken wie am Anfang.

Die Küchenplatte nicht auf dem Kopf zu stellen hat im übrigen auch den Vorteil, dass man nicht umdenken muss ;-)

 

Also für die Arbeitsplatte bohren, brauchst du keine Hilti. Ein Akkuschrauber reicht aus und nehme lieber einen 10er Bohrer. Bohren must du von der Oberseite, weil die Löcher unten ausbrechen werden (zumindest bei Holzbohrern). Sägen von der Unterseite, da das Sägeblatt nach oben zieht, bleibt die untere Kante glatt und die obere franst ein wenig aus. An die Wand kommen am Schluß Abschlußleisten.
Kochfeld und Waschbecken haben normalerweise eine Dichtung, was eine extra Abdichtung nicht zwingend notwendig macht. Dann sollten die Ausschnitte natürlich nicht zu groß sein, das die Dichtung auch abdichten kann.

 

Woody  
Also ich stell mich da wahrscheinlich ungeschickter an, aber ich schaffe es nicht, in eine dicke Arbeitsplatte mit der Stichsäge Innenschnitte zu machen ohne massiv zu verkanten. Von daher halte ich die Methode alle 4 Ecken anzubohren, um dort dann schön die Richtung wechseln zu können, für gar nicht so verkehrt.

 

Mit 4 Löchern ist einfacher und genauer.
Da gebe ich Woody recht.
Es geht natürlich auch mit einem Loch und die Ecken mit der Stichsäge sägen. Aber es ist schon etwas schwieriger. Und man muss sich sein Leben ja nicht unnötig schwerer machen.

 

Man muss aber nicht die arbeitsplatte von der anderen Seite säge den Schnitt sieht man nicht oder du klebst den Schnitt mit Klebeband ab . Und um die spüle und Herdplatte kannst du transparentes Silikon nehmen da brauch man nichts an der Schnitt Fläche machen

 

Die gesuchten Leisten heissen übrigens Wandanschlussleisten...
*Klugschei.sser Modus Aus*

 

Beim Ausschnitt sägen ist es wichtig, dass man exakt rechtwinklig sägt. Insbeondere wenn man von der Rückseite sägt. Da sägt man schön ordentlich auf der angezeichneten Linie und wenn man umdreht, stellt man fest, dass man nen halben Zentimeter verschoben herauskam.
Hierzu braucht man erstens eine gute Säge und sodann sehr gute Blätter. Also Finger weg von den Blättern im Baumarkt.

Ich würde wie George schrieb von oben sägen. Verläuft das Blatt, passiert im sichtbaren Bereich gar nichts. Bohr die vier Löcher und Du sägst ausschließlich geradeaus. Da verläuft der Schnitt weniger.

Tipp: Ich klebe häufig Packband (das braune) auf. Darauf mit Kugelschreiber oder wasserfestem Filzschreiber den Ausschnitt anzeichnen. Hat man sich ver"malt", einfach Band ab und neues drauf. Sodann vermindert dieses Ausrisse. Und man sieht das Angezeichnete viel besser als direkt auf der Platte.

Sodann noch ein Tipp: unter die Platte ein Stück Holz mit Schraubzwingen befestigen. Denn beim letzten Stück zieht der Plattenausschnitt kräftig nach unten. Hier kann man zunächst paar Zentimeter weiter innen durchsägen, den Ausschnitt entnehmen und dann erst den korrekten Schnitt vornehmen.

 

Die Platte brauchst du nicht umzudrehen du kannst direkt auf der richtigen Seite sägen.
Die meisten Stichsägen haben einen Plastikschutz dabei den man daraufklicken kann damit man die Arbeitsplatte schont. Wenn nicht einfach die Metallfläche der Säge mit Krepp-band abkleben.

Die Ausschnitte würde ich , an den Rändern, entweder mit Holzleim versiegeln oder mit Silikon.

Um Waschbecken sowie Herdplatte zieht man keine Silikonfuge. Dafür gibt es extra Dichtungsmaterial welches eigentlich beim Waschbecken und Herd beiliegt.
Wenn du eine Silikonfuge ziehst und du musst das Waschbecken oder die Herdplatte mal austauschen kannst du sonst mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Arbeitsplatte wegschmeißen.

 

kjs
Um von Oben zu sägen hilft der Plastikschutz etwas aber die bessere Lösung sind reverse Sägeblätter die beim Schub und nicht beim Zug schneiden. Da muß man zwar aufpassen dass einem die Maschine nicht aufsteigt aber die Schnitte werden wesentlich sauberer und mit weniger Ausbrüchen.

Silikon würde ich auch nicht verwenden denn das hält immer dann bombenfest wenn man es wieder trennen will und dann gibt sicher etwas nach. Bei den heutigen Edelstahlfolien die für Herdplatten und Spülen verwendet werden kann das oft auch der Einsatz und gar nicht die Platte sein.

 

Die beim Herd und Spülbecken standardmäßig mitgelieferten Dichtbänder traue ich nicht mehr über den Weg. Ich habe sehr häufig feststellen dürfen das diese nicht wirklich dicht halten. Wenn man solch ein Kandidat ausbaut sieht man oft sehr gut das sie nicht dicht waren und der ganze Schmodder kommt zum Vorschein.

Das ist auch der Grund weshalb ich dazu über gegangen bin Silikon ein zu setzen. Natürlich sollte nicht zu viel davon verwendet werden doch wenn es richtig gemacht wird dann ist es wirklich dicht, hält Jahre lang und, es macht mitunter sogar die Klammern überflüssig.

Das Austauschen ist auch kein Problem denn mit einem dünnen Messer lässt es sich sehr leicht ablösen. Anschließend die Flächen der Arbeitsplatte z.B. mit Silikonentferner behandeln und schon kann das neue eingesetzt werden. Aber davon mal abgesehen, so häufig werden die Dinger ja ohnehin nicht ersetzt.

 

Ganz vergessen zu erwähnen wenn eine Geschirrspülmaschine verbaut ist dann kommt noch eine Plastikfolie unter die Arbeitsplatte, damit sich beim öffnen der Tür kein Dampf direkt auf die Arbeitsplatte legen kann.

 

Dog
Auf den Gedanken den Ausschnitt mit ner Tauchkreissäge und Führungschiene oder mit der Oberfräse zu machen kamm noch niemand.....

 

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