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Kopfbänder einlassen...mit Schlitz und Zapfen oder doch....anders..

07.02.2014, 19:22
Hallo
Es geht um den Bau eines Holzunterstandes.
Das wollte ich mit Schlitz und Zapfen bewerkstelligen.
Es müssen auch 2 Kopfbänder (Schrägen) angebracht werden. Maße ca. 10mm x 10mm Kanthölzer. Habe das untere Foto gefunden, dieser Unterstand kommt meinen Vorstellungen
am nähesten, und halte die Art und Weise für optimal..also nicht zu aufwendig, und auch nicht zu schlicht...einfach und fachmännisch.

Meine Frage!
Wiewiel "fusch" ist es, wenn ich die Kopfbänder mit 3 Lamellos einleime, anstatt mit Schlitz und Zapfen?
Wie findet Ihr diesen Unterstand?
Welches Holz dafür nehmen?
Habt Ihr für mich eine Zeichnung, wie ich die Kopfbänder per Schlitz und Zapfen einlasse?
(Skizze, wie ich den Zapfen anreiße)
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Name:	Unterstand.jpg
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ID:	24535  
 
Holzkonstruktion, Holzverbindung Holzkonstruktion, Holzverbindung
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10 Antworten
Moin.

Der Unterstand sieht doch ganz vernünftig aus.
Obwohl mir die Ecke am Stirnbrett nicht sonderlich gut gefällt.

Zum Jagdzapfen:
Wenn du das noch nie geamcht hast, solltest du dir ertsmal einen Nachmittag Zeit nehmen und üben. Ansonsten sieht man die Fehler sofort!

Eine Alternativ wäre ein einseitiges Schwalbenschwanz-Blatt (mit oder ohne Versatz.
Diese finde ich optisch um längen schöner.
Hier eine sehr schöne Umsetzung: Klick

Notfalls kannst du auch mit einem Forstner vorbohren und eine 160er Tellerkopf reinknacken, am Ende kommt ein Propfen rauf.
Oder so wie hier: Klick


Vom Lamello würde ich die Finger lassen.
Rund- oder Dominodübel wären aber durchaus denkbar.


es grüßt ein Zimmermann

 

Das mit den Lamellos war jetzt der Witz zum Wochenende?

Meine Überdachungen hab ich bisher aus Brettschichtholz gebaut. Pfosten in die Pfette eingezapft, Kopfbänder mit jeweils 4 12mm Robiniendübeln verdübelt und zusätzlich mit einer Gewindestange mittig durchgeschraubt und mit PU verleimt. Ich mag auch im Außenbereich keine offene Fugen. Die Löcher für die Dübel bohre ich generell mit dem Mafell Duodübler. Das Bild zeigt die Anordnung der Dübelbohrungen, stammt aber aus einem anderen Projekt. Das andere Bild die vormontierten Pfosten.

@Tackleberry: schöne Holzverbindung das Schwalbenschwanzblatt!
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Name:	09 Dübellöcher fertig.jpg
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Name:	Pfosten vormontiert.jpg
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Zitat von Holzamateur12
Wiewiel "fusch" ist es, wenn ich die Kopfbänder mit 3 Lamellos einleime, anstatt mit Schlitz und Zapfen?
Wie groß ist unendlich?

Hast du dir mal überlegt welchen Kräften so ein Unterstand ausgesetzt sitzt wenn der Wind ordentlich weht? Würdest du das Dach deines Hauses dann mit solchen Streichhölzern sichern?

 

Geändert von Fernton (07.02.2014 um 20:59 Uhr)
Habe auch schon gehört, das manche diese Kopfbänder nur anschrauben!
Aber in meinen Beispiel wäre dies nicht ok, weil es nur zwei sind und diese Kräfte aufnehmen müssen.

Die Sache ist ja die, wenn ich es so mache mit Gewindestangen durch, oder sonst was aufwendigeres veranstalte, dann kann ich es auch Zapfen! Damit habe ich es klassisch schön und richtig! wie es gehört.
Es ja immer so im Holzbereich, sich da selber was auszudenken, mag auch gehen und zum Erfolg führen, aber gibt einfach Sachen, die macht man so, wie man sie macht.

Will jetzt nicht provozieren..aber habe das schon gehört, das man diese Kopfbänder nur anschraubt...

 

Ich wünsch Dir viel Erfolg beim Einzapfen. Mir war das bei insgesamt 10 Kopfbändern und damit 20 Zapfen zu aufwändig. Mit dem Wunderdübler geht das ratzfatz.

Hier findest Du Zeichnungen: http://www.bswals.at/wrl-z1/kopfv/kopfv.htm

Ich würde den Zapfen noch zusätzlich mit Holznägeln sichern, damit der Zapfen satt ins Zapfenloch gezogen wird. Mit welchem Werkzeug willst Du die Holzverbindungen anfertigen?

 

Hallo Olli,
Das ist seht gut! Dank Dir!
Wollte die Zapfen eigentlich verleimen ohne Holznägel...?

Ich habe die Zapfen und Schlitze bei meiner Werkbank alle mit Holzhammer und Stecheisen hergestellt! Versuche mit Oberfräse endeten nicht gut und sehr ungenau.

Vielen Dank für den Link! Sehr Hilfreich!
Gruß

 

Woody  
@Olli: hochinteressante Seite, danke dir für die Verlinkung. Schon abgespeichert.

 

Zitat von Holzamateur12
Hallo Olli,
Das ist seht gut! Dank Dir!
Wollte die Zapfen eigentlich verleimen ohne Holznägel...?

Ich habe die Zapfen und Schlitze bei meiner Werkbank alle mit Holzhammer und Stecheisen hergestellt! Versuche mit Oberfräse endeten nicht gut und sehr ungenau.

Vielen Dank für den Link! Sehr Hilfreich!
Gruß
Wie willst Du beim Verleimen Druck auf die Verbindung aufbauen? Genau desterwegen hab ich doch die Gewindestange durch die beiden Kopfbänder und den Pfosten gezogen. Die Gewindestange zieht die Verbindungen zusammen und macht die Fuge dicht.
Bei Dir am Zapfen die Bohrung für den Holznagel versetzt zur Zapfenbrüstung hin einbringen. Dann zieht der Holznagel die Verbindung frei Haus zusammen.
Zapfenlöcher im Holzbau fräse ich nach Schablone mit einen langen 12mm Nutfräser (CMT oder Guhdo). Die Zapfen werden anschließend am Queranschlag der Kreissäge genau angepasst. Das wird sehr präzise. Durch die Schablone ist die Wiederholgenauigkeit gegeben.
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Name:	Zapfen.jpg
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Hallo
Also dieser normale Weißleim "drückt" ja nicht so, wie das andere Zeug, dieser D4 Leim.
Der Wasserfeste für den Außenbereich. Wie heist der denn noch...komme nicht auf den Namen. Ihr wißt schon.
Aber auch bei Weißleim muss man druck haben, ist besser, weiß schon.
Hast Dur Recht, wenn man Kopfbänder damit verleimt, stellt sich wirklich die Frage, wie man diese gut "gedrückt" bekommt, wie man da die Zwingen anseitzen soll...
Von daher ist die Gewindestange eine clevere Sache...

Ich habe immer Probleme gehabt, die Zapfenlöcher mit der Oberfräse zu machen, weil ich vor Spähne nichts sah, und die Kanten nachher schlimme aussahen.
Du machst also ein Schablonenloch über das eigentliche Loch?
Dadurch geht die OF nicht über die Lochbreite hinaus?

 

Das meiste Material wird vor dem Fräsen einem Forstnerbohrer ausgebohrt. Das schont den Fräser und Du kannst beim Fräsen in das Bohrloch eintauchen. Die OF ist mit einer 17mm Kopierhülse ausgestattet und tastet die Schablone ab. Die Schablonen selber baue ich aus 4 Einzelteilen zusammen. Das wird viel genauer als den Ausschnitt auszufräsen. Die Schablone hat seitlich ein Anschlagbrett eingefräst. Dadurch wird der Abstand zur Werkstückkante wiederholgenau und die Schablone rechtwinklig auf dem Kantholz ausgerichtet. Zur guter letzt werden die Ecken der Zapfenlöcher rechtwinklig nachgestemmt und etwas angefast. Also doch noch etwas Handarbeit als Alibi.
Viele Grüße
Olli
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