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Kompostsieb,sind Rollsiebe besser ?

27.10.2013, 14:40
Bin wie alle Jahre wieder dabei meinen Kompost abzusieben.
Dazu nehm ich mein altes Stellsieb,mit allen Vor und Nachteilen,das aber jetzt langsam morsch wird.
Stellt sich mir die Frage hol ich mir ein neues,sind ja nicht so teuer.
Oder nehm ich ein Rollsieb ?wie das von Scheppach ?
Was meint ihr ?
Sind übrigens so 2-3 Kubikmeter Kompost zum Absieben.
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14 Antworten
Tief stechen und weit werfen. Lach

 

Mein Trommelsieb hast Du ja gesehen. Funktioniert einwandfrei, Vorraussetzung ist, daß der Kompost abgelagert/trocken ist. Naß funktioniert das nicht richtig da pappt das zu einem Klumpen zusammen und verstopft die Siebe. Aber schneller wirst es nur mit den elektrischen Geräten schaffen, aber auch hier muß es genausogut abgetrocknet sein.
Wurfsiebe sind zwar billig aber nicht so effektiv, zudem mußt Du den gesiebten Kompost erneut einschaufeln.

 

Durch dein Projekt bin ich ja auch auf Rollsiebe gekommen,bin auch schon am Überlegen ob man nicht mit einer Waschmaschinentrommel was anfangen könnte.

 

Hab grade was gefunden,mit ner WaMa Trommel könnte das auch gehen.
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An dem Thema bin ich auch immer wieder dran.
Die Scheppach-Trommel ist wohl richtig gut, aber mir einfach zu teuer.
Ich präferiere die Betonmischmaschinenversion, aber habe noch keine Lösung für eine einfache, sichere und schnelle Befestigung. Möchte die Trommel aus Holz machen (logisch).
Mir schwebt vor, dass die ganz feine Erde in die Trommel und die mittelfeine Erde unter die Trommel fällt. Die groben Teile bleiben drin und werden von Zeit zu Zeit auf die andere Seite gekippt (in der Siebtrommel gibt es dann eine "Schaufel", die durch die Änderung der Drehrichtung schaufelt).

 

Variationen gibt's ja genug. hier ein paar web-Funde
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Die Preise sind es bei mir auch,so ein Aufsatz für den Betonmischer soll ja schon 160 Euro kosten,da lohnt es vielleicht doch über Eigenbau mit Wama Trommel nachzudenken.

 

Vor vier Jahren habe ich noch in der Lüneburger Heide gewohnt. Es ergab sich, das das Nachbarhaus zum Verkauf stand und der Makler einen Besichtigungstag anbot. Neugierig wie meine Frau und ich waren, haben wir uns die Hütte angesehen. Beim Gang ums Haus sah ich im Geräteschuppen ein Rollsieb. Nur es war ein kompletter Eigenbau des Besitzers, der schon ein paar Jahre verstorben war. Die Siebrolle war aus Holz gebaut, für das Sieb wurde Hasengitter genommen. Das Gestell führte die Neigung der Rolle herbei. Das Rollsieb war an beiden Enden auf kleineren Rollen gelagert und gegen rausrutschen gesichert. Am oberen Ende war an der Rolle eine Nut gefertigt und am unteren Ende eine Kurbel angebracht. Am Gestell war an der entsprechenden Seite ein Waschmaschinen Motor angebracht. Nur der Keilriemen fehlte. Nach dem Verkauf des Hauses kam ich mit dem Sohn des Besitzers ins Gespräch und er überließ mir dieses Rollsieb. Er war froh das die Handwerkliche Arbeit seines Vaters noch Achtung empfand.
Daraufhin habe ich das Rollsieb getestet und einen von vier Komposthaufen im Garten durch gesiebt. Ich habe geschaufelt und die Kinder haben mit der Kurbel gedreht. Der Kubikmeter Kompost war in knapp einer Stunde durchgesiebt. Das habe ich früher bei meiner Mutter mit einem Stellsieb in minimal drei Tagen geschafft. Auch die Anderen Komposthaufen haben nicht besonders lange gedauert. Doch leider kam mein Umzug in den Kölner Raum, der neue Garten gibt keinen Kompost her und so habe ich das Sieb im Kollegenkreis weiter verschenkt. Sollte ich noch einmal einen großen Garten mit Komposthaufen bekommen, werde ich wenn möglich wieder ein Rollsieb benutzen und wenn ich das alte Teil nach baue. Das Rollsieb von Scheppach hat doch einen stolzen Preis. Leider habe ich nie den Motor durchgemessen und ausprobiert, so konnte ich nie den elektrischen Betrieb ausprobieren. Aber der Handbetrieb mit der Muskelkraft von Sohnemann hatte auch was feines - ruhige Abende mit ruhig schlafenden Kindern :-)
Gruß Bobbi

P.S. Ich habe noch ein Bild gefunden.
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Geändert von cwbobbi (28.10.2013 um 18:15 Uhr)
1. Video ein Holz-Trommelsieb. mit Farradfelgen und Rollen (z.B. für @HvH)
Beim 2. Video ist zu sehen wie der Compost an der Wandung mit herumgeschleudert wird, wenn:


  1. zu schnell gedreht wird und dabei
  2. KEINE 4-Eckige Siebröhre verwendet wird.
Beim 3. Video ist die richtige Drehzahl zu sehen, sowie ein hochgebogener Sieb-Ausgang, der die großen Brocken festhält
4. Video 12V. Motor-Antrieb
Suchworte in engl. Rotary sifter, Compost Sifter, Grid Trommel,









 

Geändert von Stromer (28.10.2013 um 16:33 Uhr) , Grund: +Fett
Zitat von Heinz vom Haff
... habe noch keine Lösung für eine einfache, sichere und schnelle Befestigung. Möchte die Trommel aus Holz machen (logisch).
Mir schwebt vor, dass die ganz feine Erde in die Trommel und die mittelfeine Erde unter die Trommel fällt. Die groben Teile bleiben drin und werden von Zeit zu Zeit auf die andere Seite gekippt (in der Siebtrommel gibt es dann eine "Schaufel", die durch die Änderung der Drehrichtung schaufelt).
So Heinz, jetzt kannst Du in den Videos das richtige Modell für Dich heraussuchen..
PS Übrigens; es ist aber umgekehrt: ...die ganz feine Erde fällt durch das Sieb.
..und warum sollten die groben Teile in der Trommel verbleiben bis sie dann doch ausgekippt werden? zum zermahlen?

 

Ich wollte en ganz feines Sieb in Richtung Betonmischer anbringen (Anzuchterde), das umlaufende Sieb ist ein wenig gröber und produziert die Blumenerde. Ich dachte, dass die feine Erde oder zumindest ein Teil davon bei Schrägstellung in die Trommel fällt. Die ganz groben Teile werden wieder auf den Komposthaufen gegeben.
Ich hatte auch schon an eine Trommel (grobes Sieb) in der Trommel (feines Sieb) gedacht, aber ich komm eh nit dazu.
:-)

 

Mit einer Waschmaschinentrommel wirst Du nicht viel Erfolg haben, da die Löcher zu klein sind,, und je nach Bauweise die Siebmaschine nicht kontinuierlich gefüllt werden kann.

Als Alternative zum Rollensieb schlage ich Dir ein Rüttelsieb vor.
Mein Rüttelsieb ist von Dema, Typ S180.
Das Sieb ist aufgebaut wie ein Tisch und die Wanne mit Siebeinsatz wird über ein Exenter von einem Elektromotor geschüttelt.
Über die Aufhängung der seitlich offenen Wanne oder über die Beine kann man die Neigung einstellen.
Das feine Siebgut sowie den groben Überlauf kann man direkt in eine Karre oder eine Mörtelwanne laufen lassen. Man kann es natürlich auch auf den Boden oder , -den Überlauf-, in ein nicht zu hohes Gefäß fallen lassen.

Als großen Vorteil des Rüttelsiebs sehe ich den einfachen Selbstbau und Wechsel der Siebe mit unterschiedlichen Maschenweiten an.
Das Sieb wird mit 8mm Wabengitter geliefert.
Das 8mm Wabengitter kann man ohne große Wünsche als Standartsieb verwenden.

Für Anzuchterde nehme ich ein Lochblech mit 5mm Rundlöchern. (Rv 5-8).
Für (meinen !) Kompost oder zum entsanden von Rindenmulch ist ein 6mm Gitter ideal (Qg 6-9), es geht aber auch das 8mm Wabenblech.
Für Gartenerde ohne Wurzeln und mittlere Steine oder feineren Rindenmulch nehme ich 15 mm Wabenlochung.
Für Füllboden ohne grobe Steine, mittleren Rindenmulch oder zum Vorsortieren von unreifem Kompost habe ich ein 25mm Lochblech (Rv 25-35).

"Meinen !" Kompost habe ich geschrieben, weil ich trockenen, krümeligen Gärtner-Kompost aussiebe. Das macht nicht Jeder so, manche Hobby- und Gemüsegärtner lassen den Kompost nicht so lange reifen, und graben den matschigen, unreifen Kompost wie Stallmist unter.
Da ich mehrere Kompostsilos habe sortiere ich beim Umsetzen des neuesten Silos nach der ersten Reife den Kompost in die zweite oder dritte Reifebox vor. Da nicht jedes Kompostgut die gleiche Reifezeit benötigt, kann ich so die Kompostierung beschleunigen.

Über den Zeitaufwand für 4m³ Kompost kann ich Dir keine genaue Angabe machen. Es hängt Davon ab, wie reif und wie trocken der Kompost ist, ob Du noch "Fremdkörper" (Steine, Plastik ect) raussuchen mußt, wie fein Du siebst,und wie weit Du ihn umlagern musst.
Das Rüttelsieb belade ich mit einer handlichen Kehrschaufel und es läuft bei Kompost so schnell, wie ich mit der Beladung nachkomme.
Nur feuchte Erde und das feine Sieb brauchen mehr Zeit.

Wenn ich dieses Rüttelsieb nicht mehr hätte, würde ich es mir wieder zulegen. Es verkürzt den Arbeitsaufwand und liefert hervorragende Ergebnisse.
Es ist zwar viel Geld für ein Sieb, aber ein Selbstbau kostet auch Zeit, und mein Zeitaufwand soll sich auch rentieren.

Limbo52

 

Zitat von cwbobbi
Vor vier Jahren habe ich noch in der Lüneburger Heide gewohnt. Es ergab sich, das das Nachbarhaus zum Verkauf stand und der Makler einen Besichtigungstag anbot. Neugierig wie meine Frau und ich waren, haben wir uns die Hütte angesehen. Beim Gang ums Haus sah ich im Geräteschuppen ein Rollsieb. Nur es war ein kompletter Eigenbau des Besitzers, der schon ein paar Jahre verstorben war. Die Siebrolle war aus Holz gebaut, für das Sieb wurde Hasengitter genommen. Das Gestell führte die Neigung der Rolle herbei. Das Rollsieb war an beiden Enden auf kleineren Rollen gelagert und gegen rausrutschen gesichert. Am oberen Ende war an der Rolle eine Nut gefertigt und am unteren Ende eine Kurbel angebracht. Am Gestell war an der entsprechenden Seite ein Waschmaschinen Motor angebracht. Nur der Keilriemen fehlte. Nach dem Verkauf des Hauses kam ich mit dem Sohn des Besitzers ins Gespräch und er überließ mir dieses Rollsieb. Er war froh das die Handwerkliche Arbeit seines Vaters noch Achtung empfand.
Daraufhin habe ich das Rollsieb getestet und einen von vier Komposthaufen im Garten durch gesiebt. Ich habe geschaufelt und die Kinder haben mit der Kurbel gedreht. Der Kubikmeter Kompost war in knapp einer Stunde durchgesiebt. Das habe ich früher bei meiner Mutter mit einem Stellsieb in minimal drei Tagen geschafft. Auch die Anderen Komposthaufen haben nicht besonders lange gedauert. Doch leider kam mein Umzug in den Kölner Raum, der neue Garten gibt keinen Kompost her und so habe ich das Sieb im Kollegenkreis weiter verschenkt. Sollte ich noch einmal einen großen Garten mit Komposthaufen bekommen, werde ich wenn möglich wieder ein Rollsieb benutzen und wenn ich das alte Teil nach baue. Das Rollsieb von Scheppach hat doch einen stolzen Preis. Leider habe ich nie den Motor durchgemessen und ausprobiert, so konnte ich nie den elektrischen Betrieb ausprobieren. Aber der Handbetrieb mit der Muskelkraft von Sohnemann hatte auch was feines - ruhige Abende mit ruhig schlafenden Kindern :-)
Gruß Bobbi

P.S. Ich habe noch ein Bild gefunden.
Herrlich, das gefällt mir. Bei einer Teilung der Trommel durch Draht mit kleineren Löchern wären sogar zwei Sorten Erde erhältlich.

 

Meine Experimente musste ich erstmal Verschieben,Wetter Familie Arbeit,usw.
Irgendwie sind 24 Std. am tag zuwenig

 

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